Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full

Die Inflation mit Preiseingriffen noch heuer unter zwei Prozent drücken

Oliver Picek
29. Januar 2026
Die Inflation mit Preiseingriffen noch heuer unter zwei Prozent drücken. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie zielgerichtete Preiseingriffe die hohe Inflation nachhaltig senken können. Von 2,5 Prozent Jahresinflation, lässt sich die Inflation durch Maßnahmen auf 1,3 Prozent drücken. Betrachtete Maßnahmen sind: der Energiekrisenmechanismus, die Deckelung aller Mieterhöhungen bei 2 Prozent, die Senkung der Mehrwertsteuer auf 0 Prozent für alle Lebensmittel, die Abschaffung des Österreich-Aufschlags, sowie die Begrenzung von Profitmargen bei Lebensmitteln. 

Im Durchschnitt sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute eine Inflationsrate von 2,45 Prozent (Jahresdurchschnitt) für heuer vorher. Aus heutiger Sicht verfehlt die Bundesregierung ihr 2-Prozent-Ziel damit um ein Stück. Mit weiteren preisdämpfenden Maßnahmen kann sie ihr Ziel erreichen, wenn diese zumindest ab Jahresmitte in Kraft treten.

Bei Lebensmitteln lässt sich durch eine Streichung der Mehrwertsteuer auf alle Lebensmittel die Jahres-Inflationsrate deutlich senken. Preisdeckel für überlebensnotwendige Grundnahrungsmittel, eine Begrenzung übermäßiger Profitmargen sowie mehr Tempo bei der Abschaffung des „Österreich-Aufschlags“ bis zur Jahresmitte würden Lebensmittel ebenfalls günstiger machen. Beim Strom sollten die Bundesregierung und die Landesregierungen ihre Preissenkungsmaßnahmen fortsetzen. Setzen sie einen „10 Cent pro Kilowattstunde für alle Stromkund:innen Tarif“, wie ihn der Verbund und die niederösterreichische EVN vorgeben, sinkt die Inflation im Energiebereich. Eine strengere Mietpreisbremse, die auch für den privaten Bereich die Mieten auf zwei Prozent deckelt und dien Katalog der Betriebskosten überarbeitet, kann für niedrigere Lebenshaltungskosten beim Wohnen sorgen.

Insgesamt lässt sich damit die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2026 auf 1,9 Prozent drücken. 

Zum Artikel