Schlagwort: Einkommensteuer

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Familienbonus: Kürzung trifft arbeitende ärmere Mittelschicht

Familienbonus: Kürzung trifft arbeitende ärmere Mittelschicht

Die Bundesregierung plant, den Familienbonus ab 2027 teilweise zurückzunehmen. Für zumindest jede fünfte Familie steigt somit die Einkommensteuer. Das Momentum Institut hat anlässlich des Tags der Familie am Freitag (15. Mai) analysiert, wen die Steuererhöhung trifft: Überwiegend arbeitende Haushalte der ärmeren Mittelschicht. Die Einkommensverluste der betroffenen Familien belaufen sich im Durchschnitt auf 606 Euro des jährlichen Netto-Haushaltseinkommens.
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Kürzung des Familienbonus: Umso mehr Kinder, umso stärker spüren es die Familien. 49 Prozent der betroffenen Zwei-Eltern-Familien haben 2 Kinder, diese verlieren durchschnittlich 550 Euro im Jahr durch die höhere Lohn- und Einkommensteuer.
Kürzung des Familienbonus: Umso mehr Kinder, umso stärker spüren es Familien
Familien mit mehreren Kindern verlieren durch die Reform den betroffenen Teil des Familienbonus häufiger. Umso mehr Kinder, umso größer sind auch die finanziellen Verluste der betroffenen Familien. Unter den betroffenen Haushalten zahlen künftig Familien mit einem Kind im Mittel 380 Euro pro Jahr mehr an Lohn- und Einkommensteuer, jene mit zwei Kindern 550 Euro. Familien mit drei Kindern verlieren durchschnittlich 870 Euro. Am meisten verlieren Familien mit vier oder mehr Kindern (1.010 Euro). Auch relativ zu ihrem bisherigen Einkommen trifft die Kürzung Familien mit drei Kindern am stärksten: Ihr Netto-Haushaltseinkommen sinkt durch die Maßnahmen um 1,1 Prozent im Jahr. Vier-Kind-Familien verlieren 1 Prozent ihres Nettoeinkommens, Zwei-Kind-Familien 0,7 Prozent, Ein-Kind-Familien 0,6 Prozent. 
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Teil-Rücknahme des Familienbonus: Familien der unteren Mittelschicht sind häufiger betroffen. 57.300 Zwei-Eltern Familien im 4. Einkommenszehntel verlieren jährlich 679 Euro durch das geplante 75:25 Splitting.
Kürzung des Familienbonus: Ärmere Mittelschicht verliert häufiger und mehr Geld
Die Bundesregierung plant, den Familienbonus ab 2027 teilweise zurückzunehmen. Familien können den Familienbonus Plus von 2.000 Euro pro Kind und Jahr nicht mehr zur Gänze einem Elternteil zuteilen, um ihre Einkommensteuer zu senken. Stattdessen müssen sie den Einkommensteuer-Absetzbetrag zumindest im Verhältnis von 75 zu 25 für ihre Steuererklärungen verwenden. Bekommen Zweitverdiener:innen der Familie jedoch zu wenig Gehalt, fallen bei ihnen von vornherein gar keine Einkommensteuern an. Somit fällt die Familie künftig um bis zu einem Viertel (bis zu 500 Euro pro Kind und Jahr) des bisherigen Steuer-Bonus um, weil der Anspruch verfällt. Die Einkommensverluste der betroffenen Familien durch die Kürzung des Familienbonus belaufen sich im Durchschnitt auf 606 Euro für ein Jahr. Das entspricht 0,8 Prozent ihres jährlichen Netto-Haushaltseinkommens. 
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Freizeit vom Finanzamt für die Vielverdiener

Freizeit vom Finanzamt für die Vielverdiener

Der Kanzler will mehr Arbeitszeit aus Österreich herauskitzeln. Nur leider erwischt er dafür schon wieder die falschen Stellen. 
Arbeit
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Konsumsteuer: Indirekte Steuern, wie die Mehrwertsteuer, treffen ärmere Haushalte besonders stark.
Indirekte Steuern, wie die Mehrwertsteuer, treffen ärmere Haushalte besonders stark.
Bei indirekten Steuern ist die Ware oder die Dienstleistung ausschlaggebend für die Höhe der Steuer – auf die individuelle finanzielle Lage nehmen sie keine Rücksicht. Darunter fallen etwa die Mehrwertsteuer, Tabak- oder Mineralölsteuer. Direkte Steuern, wie beispielsweise die Einkommen-, Vermögen- und Erbschaftssteuern oder die Körperschaftsteuer für Unternehmen, ziehen heran wie viel eine Person oder eine Organisation tatsächlich hat. Je mehr man hat, umso größer fällt der Steuerbeitrag aus. Der Multimillionär bezahlt für denselben 50 Euro-Einkauf genauso so viel Steuern wie die Mindestpensionistin. Erhöht der Staat die Mehrwertsteuer, zahlen beide zwar absolut gleich viel mehr, aber die Pensionistin wird dann relativ zu ihrem Einkommen dreimal so stark zur Kasse gebeten wie die Bestverdienenden Im Land. So wird das Budget auf dem Rücken der Ärmeren saniert. Wer zum untersten Einkommenszehntel der Bevölkerung zählt, gibt 14,6 Prozent des Einkommens für indirekte Steuern aus, 11,4 Prozent davon entfallen allein auf die Mehrwertsteuer. Am anderen Ende der Skala, im einkommensreichsten Zehntel der Haushalte, geben Personen hingegen lediglich 4,9 Prozent für indirekte Steuern aus, 3,8 Prozent davon für die Mehrwertsteuer.
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