Schlagwort: Flugabgabe

8 Treffer
Flugabgabe könnte fallen, aber Öffi-Gebühren steigen

Flugabgabe könnte fallen, aber Öffi-Gebühren steigen

Höhere Preise für öffentliche Verkehrsmittel, gleichzeitig ein mögliches Steuergeschenk von rund 190 Millionen Euro jährlich an den Flugverkehr: Die Forderung nach einer Abschaffung der Flugabgabe ist sozial ungerecht, klimapolitisch kontraproduktiv und budgetpolitisch widersinnig, wie unsere Analyse zeigt.
Verteilung
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Öffi-Preise steigen – Flugabgabe soll fallen?
Die Auswertung stellt die Mehrkosten für Öffi-Fahrgäste den drohenden Einnahmenausfällen durch einen Verzicht der Regierung auf die Flugabgabe gegenüber. Während die Kosten für öffentlichen Verkehr, etwa für das Klimaticket oder die Wiener Jahreskarte, teurer werden, könnte eine Abgabe auf klimaschädliches Fliegen auf Drängen von Fluglinien und Flughafenbesitzern fallen. Allein durch die Verteuerung der Wiener-Linien-Karten vom letzten Jahr rechnet der Konzern mit Mehreinnahmen für 2026 in Höhe von rund 100 Millionen Euro – in den kommenden Jahren sogar mit 150 Millionen Euro. Auch die Bundesregierung hat den öffentlichen Verkehr verteuert: Die Preiserhöhung beim Klimaticket sowie die Streichung des Gratis-Klimatickets für 18-Jährige bringen der Bundesregierung 150 Millionen Euro an Mehreinnahmen. 2027 kommt noch eine Verteuerung des Klimatickets um 2 Prozent obendrauf – was bis zu 8 Millionen Euro kosten wird. Eine Mehrbelastung im Jahr 2026 für die Bevölkerung in Höhe von 250 Millionen Euro steht so den erwarteten Einnahmen durch die Flugabgabe für 2026 mit einem Volumen von 190 Millionen Euro gegenüber. „Streicht die Regierung die Flugabgabe, wird klimaschädliches Fliegen billiger. Aber der klimafreundliche öffentliche Verkehr bleibt teurer. Die Höhe der Flugabgabe wurde nie an die Inflation angepasst und ist real deutlich weniger wert als ursprünglich. Für 2026 werden Einnahmen von rund 190 Millionen Euro erwartet – Geld, auf das Bund, Länder und Gemeinden bei einer Abschaffung verzichten würden. Mit der tatsächlichen Inflation hochgerechnet würden die Einnahmen aus der Ticketabgabe sogar 292 Millionen Euro betragen.
Verteilung
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wie hoch die Flugabgabe heute eigentlich sein müsste. Die Grafik zeigt, wie hoch die Ticketabgabe heute sein müsste, wenn sie seit 2020 um die Inflation angepasst worden wäre.
Wie hoch die Flugabgabe heute eigentlich sein müsste
Seit 2020 gelten neue Sätze für die Flugabgabe: 30 Euro für Flüge unter 350 Kilometer und 12 Euro für jene darüber. Wären diese Abgaben seit 2020 an die Inflation angepasst worden, müsste die Abgabe für Strecken unter 350 Kilometer 2025 bei 38,5 Euro liegen und jene für Strecken darüber bei 15,4 Euro.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro. Die Grafik zeigt die Entwicklung des Steuervolumens seit der Einführung der Ticketabgabe für den Flugverkehr zwischen 2012 und 2025. Die Liniengrafik zeigt den Wert der Ticketabgabe, wäre sie an die Inflation angepasst und die aktuell eingehobene Ticketabgabe.
Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro
Die Abgabe wurde seit ihrer Einführung nicht nur nicht an die Inflation angepasst, sondern zwischenzeitlich sogar gesenkt. Inflationsbereinigt ist sie damit pro Passagier:in deutlich weniger wert als bei der Einführung und auch die klimapolitische Lenkungswirkung wurde damit geschwächt.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Flugabgabe: Effektiver Preis pro Passagier:in sinkt. Die Grafik zeigt das Aufkommen der Flugabgabe in Euro pro Ticket und die Entwicklung der Passagier:innen-Zahlen seit 2012.
Flugabgabe: Effektiver Preis pro Passagier:in sinkt
Haben die Airlines pro abfliegende:r Passagier:in auf Flughäfen in Österreich 2012 noch im Schnitt 8,4 Euro pro Ticket abgeführt, sind es 2025 inflationsbereinigt nur noch 6,8 Euro – sprich um knapp ein Fünftel (19 Prozent) weniger.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Flugabgabe: Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro

Flugabgabe: Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro

Flughafen und Fluglinien machen Druck auf die Bundesregierung, die Flugticket-Abgabe zu senken oder abzuschaffen. Ein klimapolitischer und budgetärer Rückschritt droht. Denn die Abgabe wurde seit ihrer Einführung nicht nur nicht an die Inflation angepasst, sondern zwischenzeitlich sogar gesenkt. Inflationsbereinigt ist sie damit pro Passagier:in deutlich weniger wert als bei der Einführung und auch die klimapolitische Lenkungswirkung wurde damit geschwächt.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Budgetwirksamer Klimaschutz: Flug-Besteuerung bringt jährlich 1,8 Milliarden Euro

Budgetwirksamer Klimaschutz: Flug-Besteuerung bringt jährlich 1,8 Milliarden Euro

Anlässlich des Internationalen Tags des Klimaschutzes am 24. Oktober zeigt eine Analyse des Momentum Instituts das enorme Einnahmenpotenzial durch eine bessere Besteuerung von Flugverkehr in Österreich. Eine Modernisierung der Ticketabgabe, sowie eine Reduktion von bestehenden klimaschädlichen Subventionen des Fliegens kann jährlich rund 1,8 Milliarden Euro bringen.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
ALT: Budgetwirksamer Klimaschutz: Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass die Besteuerung von klimaschädlichem Flugverkehr 1,8 Milliarden Euro bringt. Zu sehen ist das Einnahmenpotenzial für die Modernisierung der Flugabgabe (1,1 Milliarden Euro), die Aufhebung der Kerosin-Steuerbefreiung (580 Millionen Euro), die Einführung einer Privatjet-Solidaritätsabgabe (75 Millionen Euro) sowie die Normalisierung der Umsatzsteuer für Inlandsflüge auf 20 Prozent statt derzeit 13 Prozent (5,3 Millionen Euro).
Budgetwirksamer Klimaschutz: Klimaschädlichen Flugverkehr besteuern bringt 1,8 Milliarden Euro
Aktuell beträgt die Flugabgabe 12 Euro pro Passagier:in bei Flügen die in Österreich starten. Handelt es sich um einen Flug mit einer Distanz unter 350 Kilometer werden 30 Euro fällig. Die aktuelle Ausgestaltung bedeutete für 2024 168 Millionen Euro an Einnahmen. In anderen Ländern wird für die klimaschädliche Reiseform des Fliegens ein höherer Beitrag durch die Ticketabgabe fällig, so etwa in Deutschland. Je nach Distanz werden im Nachbarland bis zu 70,83 Euro fällig. Eine Modernisierung der Ticketabgabe, in Anlehnung an das deutsche Modell, kann den Steuerbeitrag auf rund 1,1 Milliarden Euro versechsfachen.   Eine Aufhebung der Steuerbefreiung von Kerosin kann jährlich 580 Millionen Euro bringen. Privatjet-Flüge sind die klimaschädlichste Art zu reisen und verursachen pro Passagier:in bis zu 14-mal mehr CO2-Emissionen als ein durchschnittliches Verkehrsflugzeug. Deshalb empfiehlt das Momentum Institut pro Flug mit dem Privatjet mindestens 5.000 Euro als „Privatjet-Solidaritätsabgabe“ zu veranschlagen. Bei rund 15.000 Privatjet-Flügen pro Jahr bedeutet dies Einnahmen von 75 Millionen Euro. Hebt die Regierung den Steuersatz für Inlandsflüge von aktuell 13 Prozent auf die normale Höhe von 20 Prozent, bringt das 5,3 Millionen Euro.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full