Schlagwort: Hitze

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Hitzeschutzpaket: Österreich soll EU-Ausnahme fürs Budget nutzen

Hitzeschutzpaket: Österreich soll EU-Ausnahme fürs Budget nutzen

Die Europäische Kommission erlaubt EU-Ländern, eine Ausnahme von den EU-Budgetregeln. Für Investitionen in die Energiesicherheit – also in die Unabhängigkeit von Fossilen – dürfen 2026 bis 2028 zusätzliche Budgetdefizite von insgesamt 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gemacht werden. Das ist indirekt eine Folge des Iran-Kriegs. Wir empfiehlen dem Staat, diese Klausel in Form eines Hitzeschutzpakets für Gebäudesanierung zu nutzen.
Klima
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Sanierungsbedarf: Mehr als die Hälfte der öffentlichen Gebäude mit schlechter Energieeffizienz
Wie dringend der Sanierungsbedarf ist, zeigt der öffentlich erfasste Gebäudebestand nach Energieeffizienzklassen: Nicht einmal fünf Prozent aller öffentlichen Gebäude in Österreich schaffen die Bestnote A (4,46 Prozent), immerhin vier von zehn können die Energieeffizienzklasse B vorweisen (43,74 Prozent). Übrigbleiben aber mehr als die Hälfte der öffentlichen Gebäude, die in der Energieeffizienz mit C oder noch schlechter abschneiden – und somit sanierungsbedürftig sind. Das hat die NGO Global 2000 kürzlich zusammengetragen.
Klima
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie sich das GDP in Österreich (2,9%) und in der EU (7,4%) seit 2019 entwickelt hat. Gegenübergestellt wird der Wachstumsbeitrag des Bausektors, der in Österreich mit -1,1% negativ war.
Österreichs Bausektor schwächelt
Rund ein Viertel des Wachstumsrückstandes der letzten sieben Jahre stammt alleine aus dem Bausektor. Kurzfristig entstünden mit dem Hitzeschutzpaket 4 Milliarden Euro an Wertschöpfung, verbunden mit 35.000 neuen bzw. abgesicherten Jobs.
Klima
Arbeit
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viele Kindergärten und Schulen mit 3,4 Milliarden Euro thermisch saniert werden könnten. Mit 500 Millionen Euro könnten 1.606 der 4.692 österreichischen Kindergärten saniert werden, mit 2,86 Milliarden Euro wären 1.291 der 5.935 Schulen sanierbar.
3,4 Milliarden Euro für klimafitte Schulen und Kindergärten
Mit den 3,36 Milliarden Euro könnte die Bundesregierung die vollen Investitionskosten für 1.600 Kindergärten und 1.300 Schulen übernehmen, legt man der Schätzung zehn bisher erfolgte umfassende Sanierungen des Klima- und Energiefonds zugrunde. Das würde die heimische CO2-Bilanz um rund 300.000 Tonnen verringern, was die Emissionen des österreichischen Gebäudesektors um 5,1 Prozent absenkt bzw. 0,45 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen Österreichs einspart.
Klima
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So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, was mit der Dürremilliarde finanzierbar wäre. Unter Anderem könnten 458.000 Haushalte mit Windkraft versorgt werden (durch 143 neue Windräder). Auch Förderungen für 148.000 Wärmepumpen, 77.000 thermisch sanierte Wohnungen oder 77.000 Schnellladepunkte für E-Autos gehen sich aus. Alternativ entspricht eine Milliarde Euro den Baukosten von 6.000 km Radwegen.
So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro
Unsere Analyse zeigt, welche Größenordnung eine Milliarde Euro im Klimaschutz entfalten kann. Mit diesem Betrag ließen sich alternativ rund 6.000 Kilometer Radwege errichten, etwa 77.000 durchschnittliche Wohneinheiten thermisch sanieren, rund 77.000 Schnellladepunkte für Elektroautos fördern oder etwa 148.000 Wärmepumpen unterstützen. Ebenso könnten 143 moderne Windräder finanziert werden, die rechnerisch rund 458.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Klima
Verteilung
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Dürre-Milliarde: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Dürre-Milliarde: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Die extreme Dürreperiode hat rund eine Milliarde Euro Schaden für die Landwirtschaft verursacht. Ein großer Teil davon wird (voraussichtlich) vom Staat finanziert, direkt über die gerade verhandelten Katastrophenhilfen und indirekt, da die Hagelversicherung der Landwirt:innen zu 55 Prozent von Bund und Ländern getragen wird. Wir empfehlen gezielte Soforthilfe nach wirtschaftlicher Bedürftigkeit und eine dauerhafte Klimainvestitionsoffensive.
Klima
Verteilung
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Hitzetage explodieren: 5-mal so viele wie noch in den 50ern

Hitzetage explodieren: 5-mal so viele wie noch in den 50ern

Mit voraussichtlichen Tageshöchstwerten von 35 Grad Celsius ist am Freitag der heißeste Tag des Jahres bisher. Doch dieses Einzelereignis steht für einen langfristigen Trend: Die Zahl der Hitzetage in Wien hat sich seit Mitte der 1950er-Jahre mehr als verfünffacht, während Eis- und Kältetage zunehmend seltener werden. Besonders besorgniserregend: Österreich heizt sich rascher auf als andere europäische Staaten und übertrifft zudem den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg.
Klima
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Temperaturbedingte Todesfälle in Österreich. Dieses gestapelte Balkendiagramm des Momentum Instuts zeigt: Mit steigender Erderwärmung von 1,5 °C bis 4 °C nehmen Hitzetote stark zu (636 → 3.454), während Kältetote abnehmen (3.742 → 2.846). Insgesamt steigen die temperaturbedingten Todesfälle von 4.378 (1991–2020) auf 6.300 bei 4 °C Erwärmung. 
Temperaturbedingte Todesfälle in Österreich
Die Zahl der Hitzetage in Österreich steigt seit Jahren deutlich an, mit spürbaren Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Besonders ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen sind durch anhaltende Hitzeperioden gefährdet. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass extreme Temperaturen längst kein Zukunftsszenario mehr sind, sondern bereits heute eine zunehmende Belastung für die Bevölkerung darstellen. Studien prognostizieren, dass mit jeder weiteren Erwärmung die Zahl der hitzebedingten Todesfälle deutlich zunimmt: Während zwischen 1991 und 2020 durchschnittlich 636 Menschen pro Jahr an den Folgen von Hitze starben, könnte sich diese Zahl bei einer globalen Erwärmung von vier Grad auf mehr als 3.400 Todesfälle jährlich erhöhen. Die steigende Zahl an Hitzetagen ist nicht nur eine Frage des Wetters, sondern eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit.
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Fünfmal so viele Hitzetage wie in den 1950ern. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt für Wien einen starken Anstieg der Hitzetage (über 30 °C) von durchschnittlich 6 Tagen pro Jahr in den 1950ern auf 30 Tage in den 2020ern, während die Zahl der Eistage (unter 0 °C) von 24 auf 5 zurückging. 
Fünfmal so viele Hitzetage wie in den 1950ern
Die historische Entwicklung zeigt eindeutig: Die mittlere Anzahl an Hitzetagen zwischen 1955 und 1959 lag in Wien noch bei lediglich sechs Tagen pro Jahr, im Zeitraum von 1990 bis 2000 stieg dieser Wert bereits auf 15 Tage an. Zwischen 2010 und 2020 verdoppelte sich die Quote erneut auf durchschnittlich 28 Hitzetage pro Jahr. Für das laufende Jahrzehnt zeichnet sich ein neuer Höchstwert ab. Bisher liegen uns Daten bis einschließlich 2025 vor – und schon jetzt sehen wir im Schnitt an 30 Tagen pro Jahr Temperaturen über 30 Grad. 2025 waren es in der Inneren Stadt in Wien gar 37 Hitzetage. 
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Sommertemperatur in den letzten 25 Jahren 5-mal so stark gestiegen wie in den 150 Jahren davor. Diese Infografik des Momentum Instituts zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Juli-Temperaturen in Österreich von 1850 bis 2025. Dargestellt ist ein rot eingefärbtes Flächendiagramm mit den Durchschnittstemperaturen für verschiedene Zeiträume. Nach leichten Schwankungen bis Mitte des 20. Jahrhunderts steigen die Temperaturen ab den späten 1970er-Jahren deutlich an. Quelle: GeoSphere Austria, eigene Berechnung.
Sommertemperatur in den letzten 25 Jahren 5-mal so stark gestiegen wie in den 150 Jahren davor
Sämtliche Bundesländer verzeichnen eine markante Erhitzung seit dem Zeitraum 1850-1875, darunter Wien (+3,1 °C auf 22,7 °C), Burgenland (+3,2 °C auf 22,2 °C), Niederösterreich (+2,9 °C auf 20,2 °C), Oberösterreich (+2,7 °C auf 19,0 °C), Salzburg (+2,6 °C auf 14,7 °C), Kärnten (+2,7 °C auf 16,8 °C), Steiermark (+2,9 °C auf 17,7 °C), Tirol (+2,4 °C auf 13,0 °C) und Vorarlberg (+2,3 °C auf 15,1 °C). Die Daten zeigen, dass die Erhitzung alle Regionen Österreichs erfasst und sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts deutlich beschleunigt. Das ist selbst für Europa sowie sogar im Vergleich zum globalen Temperaturanstieg überdurchschnittlich: Die durchschnittliche Jahrestemperatur über den europäischen Landflächen war im letzten Jahrzehnt 2,12 - 2,19 °C höher als in der vorindustriellen Zeit, global gesehen waren es 1,54 °C. Europa hat sich in den letzten Jahrzehnten schneller erhitzt als jeder andere Kontinent.
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Hitzetote in Österreich: Verfünffachung bei 4 °C Temperaturanstieg

Hitzetote in Österreich: Verfünffachung bei 4 °C Temperaturanstieg

Nach dem drittheißesten Juni der 259-jährigen Messgeschichte wird der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle in Österreich für Donnerstag erwartet. Hitze belastet die Gesundheit und kann bis zum Tod führen. Die zunehmende Erderhitzung bedeutet in Zukunft noch mehr Todesopfer als bisher.
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Erderhitzung verfünffacht Hitzetote in Österreich. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die absoluten Zahlen der Hitzetoten in Österreich von 1991 bis 2000 sowie die jeweilige Anzahl der Hitzetoten bei einer Erderhitzung um 1,5 °C, um 2 °C, um 3 °C und um 4 °C.
Erderhitzung verfünffacht Hitzetote in Österreich
Während es im Zeitraum zwischen 1991 bis 2020 jährlich 636 Hitzetote in Österreich gab, steigt die Zahl bereits bei einem globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C im Vergleich zum deutlich an. Bereits dann fordert die Erderhitzung mit 1.081 Todesopfern in Österreich beinahe doppelt so viele Hitzetote pro Jahr. Bei 3 °C mehr sterben bereits 2.148 Menschen in Folge der immensen Hitze. Bei 4 °C sterben mehr als fünfmal so viele Menschen in Österreich wie noch zwischen 1991-2020.
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