Schlagwort: Nahrungsmittel

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Mehrwertsteuersenkung: Österreich im EU-Spitzenfeld

Mehrwertsteuersenkung: Österreich im EU-Spitzenfeld

Mit 1. Juli senkt Österreich die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Nahrungsmittel von 10 auf 4,9 Prozent und befördert das Land damit in das EU-Spitzenfeld der niedrigsten Steuern auf Lebensmittel. Das Momentum Institut sieht darin eine richtige und notwendige Maßnahme gegen die anhaltend hohen Lebensmittelpreise – die Maßnahme wird im kommenden Jahr die Inflation um drücken. Gleichzeitig zeigt die Analyse: Die Entlastung wirkt zwar sozial treffsicher, da einkommensärmere Haushalte relativ zu ihrem Einkommen stärker entlastet werden. Die Ausgestaltung der Regierung schöpft aber das noch schlummernde Potenzial nicht gänzlich aus, Ärmere könnten gezielt stärker geschützt werden.
Verteilung
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Kombinierte Balken- und Liniengrafik zur Entlastung nach Einkommensfünfteln. Die jährliche Ersparnis steigt absolut von 77 Euro im ärmsten Fünftel auf 108 Euro im reichsten Fünftel. Relativ zum Einkommen sinkt die Entlastung aber deutlich: von 0,43 Prozent beim ärmsten Fünftel auf 0,11 Prozent beim reichsten Fünftel.
Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel: Die Ärmsten werden relativ am stärksten entlastet
Verteilungspolitisch zeigt sich ein klares Bild: In absoluten Eurobeträgen steigt die jährliche Ersparnis mit dem Einkommen leicht an. Das einkommensärmste Fünftel spart im Schnitt 77 Euro pro Jahr, das zweite Fünftel 92 Euro, das mittlere 95 Euro, das vierte 100 Euro und das einkommensreichste Fünftel 108 Euro. Das reichste Fünftel spart damit absolut 31 Euro mehr als das ärmste. Relativ zum Einkommen dreht sich das Bild aber deutlich: Das einkommensärmste Fünftel wird um 0,43 Prozent des Haushaltseinkommens entlastet. Beim zweiten Fünftel sind es 0,23 Prozent, beim dritten 0,19 Prozent, beim vierten 0,15 Prozent und beim reichsten Fünftel nur 0,11 Prozent. Die relative Entlastung ist beim ärmsten Fünftel damit fast viermal so hoch wie beim reichsten. Genau deshalb ist die Senkung grundsätzlich sozial wirksam.
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