Arbeit
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Körperliche Belastung im Beruf nach Ausbildung

Paul Steinmaßl
06. April 2026
Körperliche Belastung im Beruf trifft häufiger Arbeitnehmer:innen mit niedrigem Bildungsabschluss. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Personen, die von der jeweiligen körperlichen Belastung betroffen sind, nach Bildungsabschluss. Beschäftigte mit Matura oder höherer Bildung berichten vor allem von einer starken Anstrengung der Augen (48 Prozent), während jene mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss vermehrt von sich wiederholenden Hand-/Armbewegungen oder vom Hantieren mit schweren Lasten betroffen sind.

Gesundheit hängt nicht nur vom Einkommen ab, sondern stark vom Bildungsabschluss. Daten aus dem österreichischen Gesundheitsbericht zeigen: Beschäftigte ohne Matura sind deutlich häufiger körperlichen Belastungen ausgesetzt.

Während höher Gebildete vor allem unter intensiver Bildschirmarbeit leiden – fast jede zweite Person (48 Prozent) berichtet von starker Augenbelastung – sind Arbeitnehmer:innen mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss überproportional von klassischer körperlicher Arbeit betroffen.
So geben vier von zehn Beschäftigten (40 Prozent) mit niedriger oder mittlerer Bildung an, regelmäßig monotone Hand- oder Armbewegungen auszuführen. Unter höher Gebildeten ist es nur jede vierte Person (25 Prozent).

Besonders deutlich ist der Unterschied beim Heben schwerer Lasten: Mehr als ein Drittel der Beschäftigten mit maximal Pflichtschulabschluss (37 Prozent) oder Lehr-/BMS-Abschluss (36 Prozent) ist davon betroffen – gegenüber nur 12 Prozent bei Personen mit höherer Bildung.
Auch das Unfallrisiko ist stark ungleich verteilt: Rund 30 Prozent der Beschäftigten mit niedriger oder mittlerer Bildung berichten von erhöhten Unfallgefahren im Job, bei höher Gebildeten ist es nur jeder Zehnte.

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