Ein Liter Benzin kostet aktuell (21. Juli 2026) rund 1,86 Euro. In der Woche vor dem Krieg waren es noch rund 1,51 Euro. Der Preis ist damit um rund 35 Cent gestiegen. Der Anteil des Rohöls nahm dabei lediglich von rund 38 auf rund 47 Cent (+23 Prozent) zu. Die Steuern stiegen von rund 87 auf rund 92 Cent (+6 Prozent). Der Aufschlag der Mineralölkonzerne sprang hingegen von rund 26 auf rund 48 Cent – und hat sich damit beinahe verdoppelt (+82 Prozent).
Noch stärker ist die Entwicklung bei Diesel. Der aktuelle Preis liegt bei rund 1,99 Euro pro Liter, nach rund 1,55 Euro in der Vorkriegswoche. Während der Rohölanteil von rund 38 auf rund 47 Cent (+23 Prozent) stieg, erhöhte sich der Aufschlag der Mineralölkonzerne von rund 37 auf rund 66 Cent (+79 Prozent). Im Fünfjahresdurchschnitt lag dieser Aufschlag bei lediglich rund 23 Cent. „Die Zahlen legen nahe, dass die Konzerne die angespannte Lage nutzen, um ihre Aufschläge stark auszuweiten. Daher sollte die Bundesregierung rasch handeln und überhöhte Margen begrenzen“, erläutert Leonard Jüngling, Ökonom am Momentum Institut.