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Herbstlohnrunde: Reallöhne in den meisten verhandelnden Branchen seit 2019 leicht gesunken

Nicolas Prinz
13. Oktober 2026
Säulendiagramm des Momentum Instituts: In den meisten Branchen der Herbstlohnrunde sind die Reallöhne, also die inflationsbereinigten Löhne, seit September 2019 leicht gesunken. Stand September 2026: Eisenbahn/ÖBB minus 1,8 Prozent, IT minus 1,6 Prozent, Handel minus 1,3 Prozent, Handwerk und Gewerbe minus 0,3 Prozent. Nur die Güterbeförderung verzeichnet ein Plus von 0,3 Prozent. Über alle Kollektivvertragsbranchen beträgt der Rückgang 0,9 Prozent; dieser Vergleichswert ist dunkelrosa hervorgehoben. Quelle: Statistik Austria, eigene Berechnung. Für Handel und Güterbeförderung wird jeweils der Durchschnitt von Angestellten und Arbeiter verwendet. Die Septemberinflation 2026 ist mit 3,6 Prozent laut WIFO-Schnellschätzung berücksichtigt.

In den großen verhandelnden Branchen haben die Löhne während Corona und zwei Kriegen (Ukraine, Iran) nicht mit der Teuerung Schritt gehalten. Am stärksten fallen die Löhne der Eisenbahner:innen mit einem Kaufkraftverlust von 1,8 Prozent zurück, gefolgt von der IT mit 1,6 Prozent und der größten verhandelnden Branche, dem Handel, mit 1,3 Prozent. Handwerk und Gewerbe verzeichnete nur einen leichten Realeinkommensverlust von 0,3 Prozent. Ein leichtes Reallohnplus gibt es bislang nur für die Güterbeförderung (LKW, Kleintransporte) mit 0,3 Prozent. Im österreichweiten Durchschnitt aller Branchen sank die Kaufkraft um 0,9 Prozent in den vergangenen sieben Jahren von September 2019 bis September 2026. Das zeigt ein Vergleich des Tariflohnindex der Statistik Austria mit der Inflation für jene verhandelnden Branchen mit einem Anteil von über einem Prozent an allen Beschäftigten.

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