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Länger arbeiten geht nur mit Rücksichtnahme auf Gesundheit. Die Krankenstandsquote (=Krankenstandstage in Prozent des Jahresarbeitsvolumens) ist bei älteren Arbeitnehmer:innen deutlich höher als bei Jüngeren. Bei Beschäftigten zwischen 60 und 64 Jahren liegt die Krankenstandsquote bereits bei 7,5 Prozent bei Männern und 8,5 Prozent bei Frauen – mehr als eine Verdoppelung verglichen mit der Kohorte zwischen 45 und 49 Jahren (Männer: 3,6 Prozent; Frauen: 4,1 Prozent).
Kurz vor der Pension ist die Krankenstandsquote am höchsten
Mit dem Alter steigt die gesundheitliche Belastung zusätzlich. Daten aus dem Fehlzeitenreport des WIFO zeigen: Die Krankenstandsquote nimmt über den Erwerbsverlauf deutlich zu, besonders stark kurz vor der Pension. Während Beschäftigte mittleren Alters rund vier Prozent ihrer Arbeitszeit im Krankenstand sind, liegt die Quote bei den 60- bis 64-Jährigen bereits bei 7,5 Prozent (Männer) bzw. 8,5 Prozent (Frauen). Das ist mehr als doppelt so hoch wie bei den 45- bis 49-Jährigen.
Arbeit
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Körperliche Belastung im Beruf trifft häufiger Arbeitnehmer:innen mit niedrigem Bildungsabschluss. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Personen, die von der jeweiligen körperlichen Belastung betroffen sind, nach Bildungsabschluss. Beschäftigte mit Matura oder höherer Bildung berichten vor allem von einer starken Anstrengung der Augen (48 Prozent), während jene mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss vermehrt von sich wiederholenden Hand-/Armbewegungen oder vom Hantieren mit schweren Lasten betroffen sind.
Körperliche Belastung im Beruf nach Ausbildung
Gesundheit hängt nicht nur vom Einkommen ab, sondern stark vom Bildungsabschluss. Daten aus dem österreichischen Gesundheitsbericht zeigen: Beschäftigte ohne Matura sind deutlich häufiger körperlichen Belastungen ausgesetzt. Während höher Gebildete vor allem unter intensiver Bildschirmarbeit leiden – fast jede zweite Person (48 Prozent) berichtet von starker Augenbelastung – sind Arbeitnehmer:innen mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss überproportional von klassischer körperlicher Arbeit betroffen. So geben vier von zehn Beschäftigten (40 Prozent) mit niedriger oder mittlerer Bildung an, regelmäßig monotone Hand- oder Armbewegungen auszuführen. Unter höher Gebildeten ist es nur jede vierte Person (25 Prozent). Besonders deutlich ist der Unterschied beim Heben schwerer Lasten: Mehr als ein Drittel der Beschäftigten mit maximal Pflichtschulabschluss (37 Prozent) oder Lehr-/BMS-Abschluss (36 Prozent) ist davon betroffen – gegenüber nur 12 Prozent bei Personen mit höherer Bildung. Auch das Unfallrisiko ist stark ungleich verteilt: Rund 30 Prozent der Beschäftigten mit niedriger oder mittlerer Bildung berichten von erhöhten Unfallgefahren im Job, bei höher Gebildeten ist es nur jeder Zehnte.
Arbeit
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Earth Overshoot Day 2026: Österreichs Jahreskontingent an Ressourcen bereits Anfang April aufgebraucht. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt Österreich im Vergleich mit anderen EU- und Nicht-EU-Ländern. Zu sehen ist auch der globale bzw. Der EU-weite Durchschnitt.
Earth Overshoot Day 2026
International steht Österreich schlecht da: In der EU verbrauchen nur Luxemburg, Dänemark, Litauen und Finnland ihre nachhaltigen Ressourcen schneller. Auffallend ist der Vergleich mit den Nachbarländern: Schweiz, Deutschland, Slowakei und Italien erreichen ihren Erdüberlastungstag erst im Mai. Global fällt der Erdüberlastungstag heuer auf den 24. Juli. Katar schneidet am schlechtesten ab: in nur 35 Tagen verbraucht der Ölstaat jene Ressourcen, die ihm nachhaltig für ein Jahr zur Verfügung stehen. Den spätesten nationalen Erdüberlastungstag hat Honduras mit dem 27. November.
Klima
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Ressourcenverbrauch in Österreich 3,5-mal so hoch wie vor 60 Jahren. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Anzahl der verbrauchten Erden, im Zeitverlauf von 1961 bis 2024.
Ressourcenverbrauch in Österreich 3,5-mal so hoch wie vor 60 Jahren
Österreichs Ressourcenverbauch pro Kopf ist bis 2011 stark gestiegen und seither hoch geblieben. Wären wir in den 1960ern noch mit knapp mehr als einer Erde ausgekommen, bräuchten wir heute vier Erden, um unseren Ressourcenbedarf zu decken.
Klima
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Grafik des Momentum Instituts, die drei klimaschädliche Mobilitätsförderungen zusammenfasst. Die Rücknahme der Erhöhung des Pendeleuros würde 200 Millionen Euro bringen, die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs 500 Millionen und die Aufhebung der Kerosin-Steuerbefreiung 580 Millionen
Unterstützung klimaschädlicher Mobilität kommt teuer
Der Krieg im und um den Iran zeigt wieder einmal, wie abhängig Österreich nach wie vor von fossilen Energien ist. Trotzdem wird CO2-intensive Mobilität hierzulande weiterhin unverhältnismäßig steuerlich bevorzugt. Das macht abhängig, schadet dem Klima und ist noch dazu teuer. Angesichts einer drohenden Energiekrise empfiehlt das Momentum Institut daher, drei klimaschädliche Steuerbegünstigungen im Verkehr zu reformieren.
Klima
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Knapp ein Viertel weniger Spritverbrauch bei Tempo 100. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass Tempolimits auf der Autobahn den Kraftstoffverbrauch in Liter pro 100 Kilometer deutlich senken. Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h werden 7,0 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer verbraucht, bei Tempo 100 sind es nur noch 5,4 Liter – um 22,6 Prozent weniger.
Knapp ein Viertel weniger Spritverbrauch bei Tempo 100
Ein Tempolimit wirkt rasch, senkt den Treibstoffverbrauch drastisch und reduziert zugleich Emissionen, Lärmbelastung und Unfallrisiken. Die Einsparung ist deutlich: Ein Pkw verbraucht bei 130 km/h im Schnitt 7 Liter pro 100 Kilometer. Bei 120 km/h sinkt der Verbrauch bereits um 8,2 Prozent auf 6,4 Liter, bei 110 km/h um 15,8 Prozent auf 5,9 Liter. Wer 100 km/h fährt, braucht mit 5,4 Litern pro 100 Kilometer um 22,6 Prozent weniger Sprit als bei Tempo 130.
Klima
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Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet rund 2 Milliarden Euro pro Jahr.
Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet rund 2 Milliarden Euro pro Jahr
Studien zeigen, dass die Produktivität von Opfern sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz in etwa um 43 Prozent zurückgeht. Der Produktivitätsverlust entsteht durch daraus folgenden Abwesenheiten, Krankenstände, psychischen Belastungen sowie reduzierter Erwerbsbeteiligung. Da in Österreich jede zwanzigste Frau (5 Prozent) von sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz betroffen ist, entstehen hierzulande jährliche Folgekosten von rund 2 Milliarden Euro. Sexualisierte Belästigung ist damit nicht nur ein Gleichstellungsproblem, sondern auch ein klar messbares ökonomisches Risiko.  
Arbeit
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Jede fünfte Frau wurde im letzten Jahr am Arbeitsplatz belästigt – bei 5 Prozent der Frauen war es sexualisierte Belästigung.
Jede fünfte Frau wurde im letzten Jahr am Arbeitsplatz belästigt – bei 5 Prozent der Frauen war es sexualisierte Belästigung
Der Blick auf Europa zeigt: Belästigung gehört für viele Frauen zum Berufsalltag. Im Schnitt berichtet jede fünfte Frau in der EU von entsprechenden Erfahrungen. Die Bandbreite reicht von verbalen Übergriffen und erniedrigendem Verhalten über Mobbing bis hin zu Bedrohungen und körperlicher Gewalt. Auch in Österreich zeigt sich dieses Bild deutlich. Rund 20 Prozent der Frauen berichten von Belästigung im Arbeitskontext, jede zwanzigste Frau (5 Prozent) von sexualisierter Belästigung. Im europäischen Vergleich liegen die höchsten Werte in den Niederlanden und Finnland, wo rund 10 Prozent der Frauen von unerwünschtem sexualisiertem Verhalten am Arbeitsplatz berichten. In Ländern wie Spanien, Malta, Bulgarien oder Zypern ist es hingegen rund 1 Prozent. Diese Unterschiede lassen sich jedoch nicht ausschließlich durch tatsächliche Häufigkeiten erklären, sondern hängen auch mit Wahrnehmung und Meldeverhalten zusammen. Studien zeigen, dass in Ländern mit stärker ausgeprägter Gleichstellungspolitik, etwa in Nordeuropa, problematisches Verhalten häufiger als sexualisierte Belästigung erkannt und benannt wird.
Arbeit
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Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass die Nationalbank ohne Gewinn keine Ausschüttung an die Republik machen kann.
Nationalbank: Ohne Gewinne keine Ausschüttung an die Republik
Der Gewinn-Anteil der Republik am OeNB-Abschluss wird seit 2015 immer geringer. 2011 gingen von den insgesamt 1,1 Milliarden Euro Jahresergebnis vor Abzug der Körperschaftsteuer und Zuführung/Auflösung von Rückstellungen, rund 0,7 Milliarden durch die abgeführte Körperschaftsteuer und der Dividende an den Staat. 2021 ging von den insgesamt 0,3 Milliarden Euro Jahresergebnis vor Steuern und Rückstellungen 100 Millionen an die Republik.
Verteilung
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Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie hoch die Gewinne der Banken sind, die sie auf Kosten der Steuerzahler:innen machen (8,2 Milliarden Euro in den ersten 3 Quartalen 2025). Dem gegenüber steht das operative Ergebnis der Oesterreichischen Nationalbank, das seit 2022 durchgehend negativ ausfällt (-1,4 Milliarden Euro in 2025).
Bankengewinne auf Kosten der Steuerzahler:innen
Die Gewinne der Geschäftsbanken beliefen sich in den Jahren 2015 bis 2021 zwischen 3,7 und 6,9 Milliarden Euro. Seit der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB), eingeleitet Mitte 2022 im Sinne der Inflationsbekämpfung, sind sie explodiert. 2022 beliefen sich die Gewinne auf 9,8 Milliarden Euro. 2023 waren sie mit 12,6 Milliarden Euro knapp doppelt so hoch wie im Rekordjahr 2018 vor der Teuerungskrise, auch 2024 betrugen sie 10,8 Milliarden Euro. Für 2025 beläuft sich allein in den ersten drei Quartalen der Gewinn bereits auf 8,2 Milliarden Euro. Spiegelbildlich verhält sich das Jahresergebnis der OeNB: Bereits 2022 schrieb sie operative Verluste in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Lediglich durch das Auflösen von Rückstellungen konnte ein Bilanzverlust vermieden werden. Für das Geschäftsjahr 2023 schrieb die OeNB mit einem Verlust von 2,3 Milliarden Euro erstmals rote Zahlen und es gab keinerlei Ausschüttung an die Republik. 2024 gab es erneut Verluste von 2,2 Milliarden Euro und auch im aktuellen Geschäftsbericht von 2025 betrugen die Verluste 1,4 – womit es erneut zu keiner Gewinnausschüttung kommt.
Verteilung
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Übergewinne des Verbunds sprudeln weiter. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass der Gewinn 2025 mit 1,5 Milliarden mehr als doppelt so hoch (+121 Prozent) war wie im Vier-Jahres-Schnitt des Vorkrisenniveaus.
Übergewinne des Verbunds sprudeln 2025 weiter
Einschränkungen des Welthandels, wie Russlands Angriff auf die Ukraine, führten zu steigenden Gaspreisen und damit auch zu einem enormen Anstieg der Strompreise. Energieunternehmen erzielten in der Folge Milliardengewinne, 2025 waren es bei Österreichs größtem Stromanbieter Verbund 1,489 Milliarden Euro. Der Gewinn ist damit mehr als doppelt so hoch (+121 Prozent) wie im Vorkrisenniveau der Jahre 2018-2021. Nach Rekordgewinnen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2023 schreibt der Verbund somit das vierte Jahr in Folge Übergewinne. Seit dem Ausbruch der Energiekrise ergeben sich kumuliert Übergewinne in Höhe von 4,65 Milliarden Euro.
Verteilung
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Wasserzins würde 6-mal mehr abschöpfen als Energiekrisenbeitrag. Von 4,65 Milliarden Euro wurden bisher mit 0,28 Milliarden Euro nur 6 Prozent der Verbund-Übergewinne abgeschöpft. Mit dem Wasserzins würden 1,74 Milliarden Euro der Verbund-Gewinne abgeschöpft (37,4 Prozent).
Wasserzins würde 6-mal mehr abschöpfen als Energiekrisenbeitrag
Zwar gibt es bereits einen Mechanismus zur Übergewinn-Abschöpfung: den Energiekrisenbeitrag, doch dieser ist zahnlos ausgestaltet. Von insgesamt 4,65 Milliarden Euro an zusätzlichen Verbund-Gewinnen wurden bis 2025 nicht einmal 6 Prozent – eine Viertelmilliarde Euro in vier Jahren – abgeschöpft. Der Wasserzins hingegen wäre mit 1,74 abgeschöpften Milliarden an Übergewinnen 6-mal effektiver. 
Verteilung
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Fast 90 Prozent der privaten Mieteinnahmen gehen an das reichste Fünftel. Nur 2,4 Prozent an die ärmere Hälfte.
Fast 90 Prozent aller Mieteinnahmen gehen an das vermögensreichste Fünftel. Während nur 2,4 Prozent der Mieteinnahmen an die ärmere Hälfte fließen, erhalten die vermögensreichsten 10 Prozent 71,6 Prozent aller Mieteinnahmen.
Verteilung
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Nur ein Bruchteil der Haushalte hat zusätzliche Wohnimmobilien. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass knapp die Hälfte (49,1 Prozent) der Haushalte keine Immobilie besitzt, sie leben zur Miete. 42,3 Prozent der Haushalte besitzen ihren Hauptwohnsitz. Nur 8,5 Prozent besitzen mehr als eine Immobilie, die sie auch vermieten können.
Nur ein Bruchteil der Haushalte hat zusätzliche Wohnimmobilien
Nur ein Bruchteil der Haushalte hat zusätzliche Wohnimmobilien. Knapp die Hälfte (49,1 Prozent) der Haushalte besitzt keine Immobilie, sie leben zur Miete. 42,3 Prozent der Haushalte besitzen ihren Hauptwohnsitz. Nur 8,5 Prozent besitzen mehr als eine Immobilie, die sie auch vermieten können. 
Verteilung
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Mit steigenden Preisen an den Zapfsäulen sinkt der Steueranteil. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil von Steuern und Nettopreis an einem Dieselpreis von 1,50 bis 2,50 Euro. Zu sehen sind die Anteile der Mineralösteuer, der CO2-Bepreisung und der Mehrwertsteuer, gegenüber dem Nettopreis für Diesel.
Mit steigenden Preisen an den Zapfsäulen sinkt der Steueranteil
Ein Blick auf die Preis-Zusammensetzung verdeutlicht, dass mit steigenden Preisen an der Tankstelle der Steueranteil sinkt. Bei einem angenommenen Dieselpreis von 1,50 Euro machen Mehrwertsteuer, CO2-Bepreisung und Mineralölsteuer noch 53 Prozent des Gesamtpreises aus. Steigt der Preis für einen Liter Diesel aber auf 2 Euro an, betragen die Steuern anteilig nur mehr 44 Prozent. Bei einem Dieselpreis von 2,50 Euro bleiben die Steuern gerade noch bei 38 Prozent gegenüber dem Nettopreis von 62 Prozent. Je mehr die Preise also steigen, desto weniger wirkt sich eine Steuersenkung auf den gesamten Spritpreis an den Tankstellen aus.
Verteilung
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Österreich: Deutlich niedrigere Spritsteuern als in westlicher EU. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Dieselpreis pro Liter bei einem Nettopries von 1,00 Euro. Damit liegt Österreich auf Platz 10 von 13.
Österreich: Deutlich niedrigere Spritsteuern als in westlicher EU
Angesichts der aktuellen Sprit-Preisspitzen kündigte die Regierung im Krisenfall eine Senkung der Besteuerung an, dabei liegen Österreichs Steuern und Abgaben auf Treibstoffe schon jetzt unter dem Durchschnitt der westlichen EU. Am Beispiel Diesel zeigt der Länder-Vergleich: Bei einem angenommenen Nettopreis von einem Euro pro Liter machen alle Steuern und Abgaben in Österreich insgesamt 0,85 Euro am Dieselpreis aus, während Italien beispielsweise ganze 1,04 Euro pro Liter Diesel einnimmt. Damit landet Österreich unter den 13 Ländern der westlichen EU auf dem ohnehin schon unrühmlichen zehnten Platz, dahinter nur Luxemburg, Schweden und Spanien. Selbst beim Vergleich mit allen 27 EU-Ländern nimmt Österreich bei der Besteuerung auf Rang 13 lediglich einen Platz im Mittelfeld ein.
Verteilung
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Tritt der Energiekrisenmechanismus rasch in Kraft, ersparen sich Stromkund:innen Geld. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Ersparnis eines durchschnittlichen Haushalts mit 3.500 kWh im Jahr.
Tritt der Energiekrisenmechanismus rasch in Kraft, ersparen sich Stromkund:innen Geld
Ein wirksamer Energiekrisenmechanismus begrenzt den Strom-Arbeitspreis vor Steuern auf 10 Cent pro Kilowattstunde (bereits inklusive Grundpauschale), den Stromkonzerne von ihren Kund:innen verlangen dürfen. Am meisten können sich dadurch Stromkund:innen der Linz Strom AG ersparen, bis zu 285 Euro im Jahr, gefolgt von Kund:innen der Burgenland Energie (266 Euro) und Kund:innen der Vorarlberger VKW (197 Euro). Durchschnittliche Haushalte mit Vertrag bei der Wien Energie ersparen sich 162 Euro im Jahr, jene bei der Energie Steiermark 109 Euro. Kund:innen in Niederösterreich kommen auf 72 Euro weniger, jene in Oberösterreich (Energie AG) 55 Euro. Kund:innen bei Österreichs größtem Stromerzeuger Verbund ersparen sich im ersten Jahr 57 Euro, im zweiten Jahr aber bereits 120 Euro. Am wenigsten Einsparung erhalten Tiroler:innen bei der TIWAG (24 Euro). Gerechnet wurde mit einem typischen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr. Kürzliche Ankündigungen niedrigerer Stromtarife seitdem (durch Verbund, EVN, Energie Oberösterreich, etc.) sind in der Rechnung ebenfalls berücksichtigt. Angesichts der Rekordgewinne der Stromkonzerne können die sich eine Preisbremse locker leisten. Sie müssen ihren Beitrag zur Preisstabilität in Österreich leisten. Auch wenn der Anteil von Strom am gesamten Warenkorb eines durchschnittlichen Haushalts gering ist, würde ein wirksamer Energiekrisenmechanismus die Inflationsrate für ein Jahr lang um 0,21 Prozentpunkte senken. 
Verteilung
Klima
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Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Vergleich der Benzin- und Dieselpreise zum Zeitraum vor Kriegsbeginn in der Ukraine, in der Woche vor Beginn der Kampfhandlungen im und um den Iran (KW9) und aktuell (8. März 2026). Die Grafik zeigt, wie sich der Preis pro Liter für Benzin und Diesel in den jeweiligen Zeiträumen zusammensetzt.
Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch
Bei Benzin beträgt der aktuelle Median-Preis laut e-Control 1,69 Euro pro Liter (Stand: 8. März 2026). Der darin enthaltene Aufschlag liegt bei 34 Cent und ist damit knapp doppelt so hoch wie vor dem russischen Angriffskrieg (18 Cent). Bei Diesel liegt der Median-Preis aktuell bei 1,89 Euro pro Liter (Stand: 8. März 2026), mit einem Aufschlag von 58 Cent – gegenüber 23 Cent vor dem Krieg, was mehr als einer Verdoppelung entspricht. Auch im Vergleich zur Woche vor Beginn der Kampfhandlungen sind die Preise stark gestiegen: Der Aufschlag für Benzin ist um 9 Cent (+38 Prozent) und jener für Diesel sogar um 21 Cent (+57 Prozent) gestiegen. Der durchschnittliche Rohölpreis selbst liegt aber in der letzten Woche (2. bis 6. März) nur 7 Cent/Liter über dem der Vorwoche (23. bis 27. Februar). Steigende Rohölpreise werden sich auch bei den Spritpreisen niederschlagen. Allerdings ist es aktuell nicht das Rohöl, das die Preise antreibt. Es sind die Preisaufschläge der Raffinerien und Tankstellen, die das Tanken teurer als nötig machen.
Verteilung
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Der Gender Pay Gap (GPG) klafft bei 45 Prozent, wenn unbezahlte Arbeit mitgerechnet wird. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Unterschied der geschlechtsspezifischen Lohnlücke, mit bzw. ohne unbezahlte Arbeit.
Der Gender Pay Gap klafft bei 45 Prozent, wenn unbezahlte Arbeit mitgerechnet wird
Während Frauen im Schnitt pro Woche 1,5 Stunden mehr arbeiten, erhalten sie lediglich 36 Prozent des gesamten Erwerbseinkommens, obwohl sie 40 Prozent der bezahlten Arbeit leisten. Dieses Bild verändert sich deutlich, sobald unbezahlte Arbeit mitberücksichtigt wird. Dann leisten Frauen nicht mehr nur 40 Prozent, sondern rund 51 Prozent der gesamten Arbeitszeit (bezahlte und unbezahlte Arbeitsstunden zusammengezählt). Da sie gleichzeitig weiterhin nur 36 Prozent des gesamten Arbeitseinkommens erhalten, steigt der Einkommensunterschied pro geleisteter Arbeitsstunde stark an: Rechnet man bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen, klafft der Gender Pay Gap bei rund 45 Prozent.
Arbeit
Verteilung
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Frauen arbeiten mehr Stunden pro Woche als Männer. Zählt man die unbezahlte Arbeit hinzu, arbeiten Frauen 1,5 Stunden mehr pro Woche. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viel Zeit Männer und Frauen jeweils pro Woche mit bezahlter und unbezahlter Arbeit verbringen.
Frauen arbeiten mehr Stunden pro Woche als Männer
Männer haben zwar eine höhere Erwerbsbeteiligung bzw. verbringen sie deutlich mehr Stunden in ihrem bezahlten Job – da sie aber zu Hause fast die Hälfte weniger an unbezahlten Tätigkeiten, wie putzen, waschen, einkaufen, kochen, Kinder betreuen und Angehörige pflegen übernehmen, sind es Frauen, die auf die ganze Woche betrachtet mehr Arbeitsstunden leisten – allerdings werden sie für deutlich weniger bezahlt. 
Arbeit
Verteilung
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