Autor: Leonard Jüngling

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Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel: Die Ärmsten werden relativ am stärksten entlastet. Während die Maßnahme dem einkommensärmsten Zehntel eine Ersparnis von 110 Euro jährlich bringt (0,8% des Einkommens), spart sich das einkommensreichste Zehntel mit 135 Euro anteilig am Einkommen 0,2 Prozent.
Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel: Die Ärmsten werden relativ am stärksten entlastet
Die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel von 10 auf 5 Prozent senkt die Supermarkt-Rechnung eines durchschnittlichen Haushalts in Österreich im Schnitt um 126 Euro im Jahr. Relativ zu ihrem Einkommen werden die (einkommens-)ärmsten Haushalte am stärksten dadurch entlastet: Sie ersparen sich durch die Mehrwertsteuersenkung 0,8 Prozent ihres Einkommens. Das Fünftel der Haushalte mit den höchsten Einkommen erspart sich hingegen nur 0,2 Prozent seines Einkommens. Die relative Entlastung ist damit bei den Niedrigbezahlten am größten. In Euro-Beträgen erhält das bestbezahlte Haushaltsfünftel jedoch etwas mehr, im Schnitt 135 Euro, im Vergleich zu Niedrigbezahlten mit 110 Euro im Jahr.
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Teures neues Jahr 2026

Teures neues Jahr 2026

Während andere EU-Staaten die Teuerung längst erfolgreich bekämpft haben, dürften die Preise in Österreich auch 2026 weiter steigen – und zwar vor allem die für Unverzichtbares wie Wohnen und Essen. Das ist nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern gefährdet auch die Demokratie, kommentiert Leonard Jüngling.
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Teuerung bleibt 2026 strukturelles Problem

Teuerung bleibt 2026 strukturelles Problem

Auch 2026 wird es in Österreich teurer. Die aktuelle Übersicht von bereits absehbaren Preisentwicklungen zeigt: Während einzelne staatliche Abgaben sinken, steigen auch im kommenden Jahr jene Kosten weiter, die für das Leben unverzichtbar und alternativlos sind: Wohnen, Energie, Mobilität und Lebensmittel. 
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Was 2026 teurer wird. Preiserhöhungen in 2026 in den Bereichen: Energie, Wohnen, Mobilität, und Lebensmittel.
Was 2026 teurer wird
Ein Blick auf die Preisentwicklung für 2026 zeigt: Lebensmittel verteuern sich laut Prognose um 3,2 Prozent – eine Belastung, die sich Monat für Monat bei jedem Einkauf bemerkbar macht. Auch das Wohnen bleibt ein Kostentreiber. Richtwert- und Kategoriemieten steigen um 1 Prozent, freie ungeschützte Mieten und Grundmieten der Genossenschaften werden am 1. April voraussichtlich um 3,25 Prozent erhöht. Damit steigen die Wohnkosten erneut, gerade im Hochpreissegment des privaten Neubaus schützt die von der Regierung konzipierte Mietpreisbremse nicht ausreichend. Zusätzlich steigt auch die Betriebskostenpauschale um bis zu 10 Prozent. Zwar reduziert die Regierung die Elektrizitätsabgabe von 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf 0,1 Cent/kWh und damit um 93,3 Prozent – das ist aber nur eine staatliche Abgabensenkung auf Zeit die den Haushalten im Schnitt wenig Ersparnis bringt und die Strompreise nicht nachhaltig senkt. Weiters wird der Erneuerbaren-Förderbeitrag um 22 Prozent reduziert. Doch dem gegenüber stehen Preisanstiege bei den Netzentgelten, für Strom in Höhe von 1,3 Prozent, für Gas wird sogar 18,2 Prozent mehr fällig. Auch Mobilität wird spürbar teurer. Die Vignette kostet um 2,9 Prozent mehr, ÖBB-Tickets steigen um 3,5 Prozent, das Klimaticket kostet sogar um 18,7 Prozent mehr und wird von 1.179,30 Euro (Januar 2025) auf 1.400 ab 1.1.2026 pro Ticket angehoben.
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Österreich hat ein Mietpreisproblem – Befristungen verdoppelt

Österreich hat ein Mietpreisproblem – Befristungen verdoppelt

Die Mieten in Österreich stiegen mehr als dreimal so stark wie in Deutschland, wie unsere Analyse zeigt. Die Kurven der beiden Länder laufen seit Jahren auseinander – seit Beginn der Hochinflationsphase 2022 noch drastischer. Weiters verschiebt sich die Tendenz immer mehr hin zur befristeten Vermietung von Wohnraum – das befeuert die prekäre Situation für Mietende weiter. Wir empfehlen Wohnraum nur noch in konkreten Situationen – etwa bei Eigenbedarf oder Sanierung – befristet zu vermieten und bei der Mietpreisbremse noch nachzujustieren.
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Befristungsanteil bei privater Hauptmiete mehr als verdoppelt in 20 Jahren. Die Grafik zeigt den Anteil von befristeten privaten Hauptmieten im Jahr 2005 und 2025. 2005 betrug der Anteil noch 21 Prozent, 2025 bereits 49 Prozent.
Befristungs-Boom: Befristungsanteil bei privater Hauptmiete mehr als verdoppelt
Befristungen haben sich in den vergangenen 20 Jahren beinahe verdoppelt. Waren 2005 nur 21 Prozent der Mieten befristet, sind es 2025 bereits 49 Prozent. Damit ist heute fast jede zweite private Hauptmiete nur noch befristet. Unbefristete Verträge – früher der Normalfall – sind zur Ausnahme geworden. Befristungen ermöglichen häufige Mieterhöhungen sowie damit einhergehend Mieter:innenwechsel. Das schwächt die Verhandlungsmacht der Mietenden zugunsten der Vermietenden.
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Eine Erhöhung der Grundsteuer ist längst überfällig. Grundsteuer-Aufkommen bleibt trotz stark steigender Immobilienpreisen auf der Strecke. Eine Grafik des Momentum Instituts. Von 2000 bis 2024 ist das Grundsteuer B Aufkommen um 82 Prozent gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt um 133 Prozent. Die Immobilienpreise um 164 Prozent.
Eine Erhöhung der Grundsteuer ist überfällig
Die schwache Entwicklung der Grundsteuereinnahmen zeigt sich im Langfristvergleich deutlich. Seit dem Jahr 2000 sind die Immobilienpreise um 164 Prozent gestiegen, das Bruttoinlandsprodukt um 133 Prozent. Die Grundsteuereinnahmen legten im selben Zeitraum jedoch nur um 82 Prozent zu – also knapp halb so stark wie die Immobilienpreise.
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Österreich bei Steuern auf Grund und Boden OECD-weit im hintersten Bereich. Steuern auf Grund und Boden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2023. Eine Grafik des Momentum Instituts. In Österreich beträgt der Anteil 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im OECD-Schnitt 0,95 Prozent. Der EU-Schnitt der OECD-Mitgliedsländer liegt bei 0,69 Prozent.
Österreich bei Steuern auf Grund und Boden OECD-weit im hintersten Bereich
Österreich hebt aus Steuern auf Grund und Boden im internationalen Vergleich äußerst geringe Einnahmen ein. Mit lediglich 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) liegt das Land auf Rang 32 von 38 führenden Industriestaaten. Nur sechs OECD-Länder erzielen noch geringere Einnahmen aus Grundsteuern. An der Spitze steht das Vereinigte Königreich, das 2,8 Prozent seiner Wirtschaftsleistung durch Steuern auf Grund und Boden einnimmt. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 0,95 Prozent, innerhalb der EU bei 0,69 Prozent. Länder wie Frankreich, Griechenland, Belgien, Dänemark und Italien setzen besonders stark auf Grundsteuern und erzielen damit Einnahmen von bis zu zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung.
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Grundsteuer: Österreich liegt im internationalen Vergleich weit zurück

Grundsteuer: Österreich liegt im internationalen Vergleich weit zurück

Österreich hebt aus Steuern auf Grund und Boden im internationalen Vergleich äußerst geringe Einnahmen ein. Mit lediglich 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) liegt das Land auf Rang 32 von 38 führenden Industriestaaten. Nur sechs OECD-Länder erzielen noch geringere Einnahmen aus Grundsteuern. An der Spitze steht das Vereinigte Königreich, das 2,8 Prozent seiner Wirtschaftsleistung durch Steuern auf Grund und Boden einnimmt. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 0,95 Prozent, innerhalb der EU bei 0,69 Prozent. Länder wie Frankreich, Griechenland, Belgien, Dänemark und Italien setzen besonders stark auf Grundsteuern und erzielen damit Einnahmen von bis zu zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung. Das zeigt ein aktueller Vergleich auf Basis von Daten der OECD.
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Christkin(d)flation: Geschenke heuer um bis zu 12,8 Prozent teurer

Christkin(d)flation: Geschenke heuer um bis zu 12,8 Prozent teurer

Typische Weihnachtsgeschenke sind heuer um bis zu 12,8 Prozent teurer als noch vergangene Weihnachten, wie unsere Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Die Preise für einige„Packerl“ unter dem Christbaum sind deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflationsrate.
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Inflation bei Gesundheitskosten überholt allgemeine Teuerung

Inflation bei Gesundheitskosten überholt allgemeine Teuerung

Anlässlich der neuen Inflationszahlen haben wir die Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich unter die Lupe genommen. Die Analyse zeigt: Im Vorjahresvergleich sind die Gesundheitskosten im Oktober 2025 deutlich teurer geworden als das allgemeine Preisniveau. Während die allgemeine Inflation zum Vorjahresmonat bei 4,0 Prozent lag, betrug die Teuerung im Bereich Gesundheitspflege (statistische Überkategorie von Gesundheitsausgaben) insgesamt 5,0 Prozent. Unsere Detailauswertung zeigt, dass zentrale Gesundheitsausgaben nochmals deutlich darüber liegen.
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Gesundheitsbereich deutlich teurer. Teuerung Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Preise für die Kategorien: Allgemeinärzt:innen, Medikamenten, Wahlfachärzt:innen, Zahnärzt:innen (exkl. Kosten für Zahnersatz), Physiotherapie, Pflegeplätze für Senior:innen, Spitalskosten, Brillen und Hörgeräte (inkl. Zahnersatz wie Kronen und Prothesen) sowie Kur- und Reha-Aufenthalte. Nur die Kosten für Allgemeinärzt:innen (1,1 Prozent) und Medikamente (2,4 Prozent) liegen unter der allgemeinen Inflationsrate von 4 Prozent. Der Rest liegt darüber.
Gesundheitsbereich deutlich teurer
Die Kostenentwicklung bei Allgemeinärzt:innen (1,1 Prozent) und Medikamenten (2,4 Prozent) bleibt unter der Inflation. Die Kosten für Dienstleistungen von Wahlfachärzt:innen, Zahnärzt:innen (exkl. Kosten für Zahnersatz), Physiotherapie, Pflegeplätze für Senior:innen, Spitalskosten, Brillen und Hörgeräte (inkl. Zahnersatz wie Kronen und Prothesen) sowie Kur- und Reha-Aufenthalte weisen Teuerungsraten zwischen 6,0 und 7,1 Prozent auf – und liegen damit deutlich über der allgemeinen Inflationsrate im Oktober 2025 von 4,0 Prozent. Selbst Leistungen der Fachärzt:innen allgemein (Kassen- und Wahlärzt:innen) verteuerten sich mit 5,0 Prozent überdurchschnittlich, nur Wahlfachärzt:innen liegen mit einem Kostenanstieg von 6,0 Prozent noch einmal darüber. Den größten Preisanstieg zeigen die Daten mit 7,1 Prozent für Kur- und Reha-Aufenthalte. Die Analyse bildet die durchschnittliche Preisentwicklung der von privaten Haushalten nachgefragten Waren und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich ab.  
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