Autor: Sophie Achleitner

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Der Arbeitsmarkt ist stark nach Geschlecht getrennt
Der Arbeitsmarkt ist stark nach Geschlecht getrennt
In Frauenberufen liegt der Frauenanteil der Beschäftigten innerhalb des Berufs über 70 Prozent, in Männerberufen liegt der Männeranteil über 70 Prozent – in Mischberufen ist kein eindeutiger Geschlechterüberhang identifizierbar, der Frauenanteil oder Männeranteil in diesen Berufsuntergruppen liegt zwischen 30 und 70 Prozent. Rund 57 Prozent der erwerbstätigen Männer arbeiten in Männerberufen; in Frauenberufen sind sogar zu 62 Prozent Frauen tätig. In Mischberufen arbeiten Frauen und Männer in Österreich etwa gleich häufig. In Berufen, die weniger als 30 Prozent Geschlechtsgenoss:innen aufweisen, sind dagegen nur rund ein Zehntel der Frauen und Männer tätig: 14 Prozent Männer in Frauenberufen und sogar nur 8 Prozent Frauen in Männerberufen.
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Gender Pay Gap wird nur in Zeitlupe kleiner
Gender Pay Gap wird nur in Zeitlupe kleiner
Der Gender Pay Gap hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum geschlossen. Seit 1997 ist er lediglich um rund fünf Prozentpunkte zurückgegangen.
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Der Gender Pay Gap in den Bundesländern: Frauen in Vollzeitbeschäftigung arbeiten im Schnitt 42 Tage im Jahr gratis
Der Gender Pay Gap in den Bundesländern
Am 11. Februar ist Equal Pay Day. Von Jahresbeginn bis zu diesem Tag arbeiten Frauen in Vollzeitbeschäftigung statistisch gesehen gratis. Grund dafür ist der anhaltende Gender Pay Gap. Über alle unselbständig Beschäftigten hinweg (inklusive Teilzeitbeschäftigten) beträgt die Lohnlücke sogar 34 Prozent, also etwa ein Drittel. Der Equal Pay Day findet im Bundesländer-Vergleich an unterschiedlichen Tagen statt, da sich auch die geschlechtsspezifische Lohnlücke je nach Region unterscheidet. In Wien bekommen Frauen im Vollzeitjob nur 4 Prozent weniger gezahlt als Männer in Vollzeitbeschäftigung, das entspricht 15 unbezahlten Tagen pro Jahr, wodurch der Wiener Equal Pay Day bereits am 15. Jänner stattfand. Im Westen Österreichs, etwa in Vorarlberg ist die Lohnlücke auch bei Vollzeitbeschäftigten bedeutend größer: 73 Tage arbeiten Vorarlbergs Frauen in Vollzeit heuer gratis. Das entspricht einer Vollzeit-Lohnlücke zwischen den Geschlechtern von 20 Prozent.
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Erwerbstätige Frauen sind höher gebildet als Männer
Erwerbstätige Frauen sind höher gebildet als Männer
Frauen sind mittlerweile höher gebildet. Von jenen Personen in Österreich, die maximal die Pflichtschule abgeschlossen haben, sind weniger als die Hälfte weiblich (49 Prozent). BMS, höhere Schulen, Akademien und Universitäten und Fachhochschulen werden allesamt häufiger von Frauen absolviert. 53 Prozent der Universitätsabschlüsse werden von Frauen absolviert.
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Rund zwei Drittel des Gender Pay Gaps können statistisch nicht erklärt werden
Rund zwei Drittel des Gender Pay Gaps können statistisch nicht erklärt werden
Immer noch können wir nur etwa ein Drittel der Lohnlücke mit statistischen, messbaren Faktoren wie etwa die Wirtschaftstätigkeit, die Berufsgruppe, die höchste abgeschlossene Bildung, Alter, oder Beschäftigungsausmaß nicht erklären. Bildung wirkt negativ als erklärender Faktor in dieser Rechnung. Das bedeutet: Wenn es rein nach der Bildung ginge, müssten Frauen eigentlich schon mehr gezahlt bekommen, weil sie höhere Bildung haben als Männer.
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Ausbleibende Unterhaltszahlungen kosten Staat 50 Millionen Euro jährlich

Ausbleibende Unterhaltszahlungen kosten Staat 50 Millionen Euro jährlich

Fehlende Kindesunterhaltszahlungen kosten Österreich jährlich rund 50 Millionen Euro – und haben sich in den letzten 20 Jahren auf über 1,03 Milliarden Euro summiert, wie unsere Analyse zeigt.
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Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, was Väter den Staat kosten: 50 Milliarden Euro jährlich. Dem Nettoverlust durch nicht zurückgezahlte Unterhaltsvorschüsse 2024 (rund 49 Mio. Euro) ist das Frauenbudget 2024 (rund 34 Mio. Euro) gegenübergestellt.
Was Väter den Staat kosten: 50 Milliarden Euro jährlich
2024 allein waren es knapp 50 Millionen Euro (49.385.723 Euro), die unterhaltspflichtige Väter nicht zurückgezahlt haben. Mit diesen jährlich fehlenden 50 Millionen Euro könnte der Staat beispielsweise das gesamte Frauenbudget um rund 150 Prozent erhöhen (von 33,6 Millionen Euro auf über 80 Millionen Euro). Oder auch 4.940 Kindergartenplätze ein Jahr lang finanzieren, zum Vergleich: Damit wären 72 Prozent aller Kindergartenplätze im Burgenland, 43 Prozent der belegten Plätze in Vorarlberg oder rund ein Fünftel (22 Prozent) der Tiroler Kindergartenplätze für ein Jahr finanziert.
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Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass fehlende Unterhaltszahlungen von Vätern in 20 Jahren Kosten von über 1 Milliarde Euro verursachen. Ausbleibenden Rückzahlungen von Unterhaltsvorschuss kumuliert von 2005 bis 2024.
Fehlende Unterhaltszahlungen von Vätern verursachen Kosten von über 1 Milliarde Euro in 20 Jahren
Die Analyse der Unterhaltsvorschuss-Statistik der Jahre 2005 bis 2024 des Justizministeriums zeigt: Seit 2005 hat der Staat Österreich insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro an Unterhaltsvorschuss ausgezahlt. Zurückgezahlt wurden nur rund 1,5 Milliarden Euro – das ist eine Rückzahlungsquote von etwa 59 Prozent, zwei Fünftel der ausbezahlten Unterhaltsvorschüsse bleiben gänzlich aus. Seit 20 Jahren sind unterhaltspflichtige Väter also mehr als eine Milliarde Euro an Unterhaltsvorschüssen schuldig (1,03 Milliarden Euro). 2024 allein waren es knapp 50 Millionen Euro (49.385.723 Euro) die Väter nicht zurückgezahlt haben. 
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Österreich gibt pro Kind nur ein Fünftel dessen aus, was eine Person in Österreich pro Jahr erwirtschaftet - in Skandinavien ist es etwa ein Drittel.
Österreich gibt pro Kind nur ein Fünftel dessen aus, was eine Person in Österreich pro Jahr erwirtschaftet.
Der OECD-Bericht Education at a Glance 2025 vergleicht, wie viel Länder pro Kind in der Elementarbildung ausgeben – gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. In Österreich entspricht dieser Wert rund 21 Prozent: Für jedes Kind im Kindergarten- oder Vorschulalter wird also etwa ein Fünftel dessen ausgegeben, was eine Person im Durchschnitt pro Jahr erwirtschaftet. Damit liegt Österreich unter dem EU-Durchschnitt.
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Österreich weit entfernt von EU-Zielen hinsichtlich Kinderbetreuung
Österreich weit entfernt von EU-Zielen hinsichtlich Kinderbetreuung
Während skandinavische Länder die Barcelona-Ziele seit Jahren deutlich übererfüllen, hat Österreich das EU-Ziel für 2020 – eine Betreuungsquote von 33 Prozent – erst mit jahrelanger Verzögerung im Jahr 2025 erreicht.
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Österreich nur im Mittelfeld bei Ausgaben für Elementarbildung
Österreich nur im Mittelfeld bei Ausgaben für Elementarbildung
Österreich gibt aktuell nur rund 0,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für die Elementarbildung aus. Damit liegt Österreich lediglich im EU-Durchschnitt, während andere Länder deutlich stärker in die frühkindliche Bildung investieren. Skandinavische Länder wie Finnland (1,2 Prozent), Schweden (1,6 Prozent) oder Island (1,7 Prozent) investieren mehr als doppelt so viel gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung in die frühkindliche Bildung und Betreuung.
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Tag der Elementarbildung: Österreich investiert zu wenig in die Bildung der Jüngsten

Tag der Elementarbildung: Österreich investiert zu wenig in die Bildung der Jüngsten

Am 24. Jänner ist internationaler Tag der Elementarbildung: Österreich nimmt für die Bildung und Betreuung der jüngsten Kinder deutlich weniger Geld in die Hand als viele andere europäische Länder.
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