Autor: Sophie Achleitner

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Teilzeit: 70 Prozent der Mütter in Österreich sind teilzeitbeschäftigt. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass Männer ohne Kind häufiger in Teilzeit arbeiten als Väter.
Teilzeit: 70 Prozent der Mütter in Österreich sind teilzeitbeschäftigt
Sieben von zehn Müttern in Österreich arbeiten Teilzeit. Mit einer Quote von 69 Prozent liegt Österreich an der Spitze aller EU-Mitgliedstaaten – mehr als doppelt so hoch wie der EU-Schnitt von 32 Prozent. Selbst die Niederlande und Deutschland, die ebenfalls hohe Teilzeitquoten aufweisen, kommen auf je 66 Prozent. Auf dem 4. Platz liegt Belgien, allerdings mit einer Quote von 40 Prozent deutlich unter jener der Listenersten. Betrachtet wurden Personen zwischen 25 und 54 Jahren mit Kindern im Haushalt.
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Muttertag 2026: Teilzeit-Zwang & Sparpaket verschärft Mütter-Benachteiligung

Muttertag 2026: Teilzeit-Zwang & Sparpaket verschärft Mütter-Benachteiligung

Österreichs Mütter haben die höchste Teilzeitquote aller EU-Staaten, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt. Das ist kein Zufall – sondern das Ergebnis fehlender Betreuungsinfrastruktur und ungleich verteilter Sorgearbeit. Das Sparpaket der Bundesregierung, das vergangene Woche präsentiert wurde, verschärft die Lage von Müttern zusätzlich.
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Mütter in Teilzeit: Österreich hat die höchste Teilzeitbeschäftigung von Müttern in der EU. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Teilzeitbeschäftigten nach Elternstatus und Geschlecht im EU-Vergleich.
Mütter in Teilzeit: Österreich hat die höchste Teilzeitbeschäftigung von Müttern in der EU
Besonders auffällig ist: In Österreich beträgt der Unterschied in der Teilzeitquote zwischen Müttern und Frauen ohne Kinder (im Haushalt) 37 Prozentpunkte – die größte Differenz in ganz Europa. Zum Vergleich im EU27-Schnitt liegt der Unterschied zwischen Frauen, die ohne Kind im Haushalt leben und Müttern in Teilzeit nur bei 13 Prozentpunkten. Das bedeutet: Kinder verändern das Erwerbsleben von Frauen in Österreich dramatisch. Bei Männern passiert das schlicht nicht. Das ist keine individuelle Entscheidung, sondern strukturelle Versäumnisse zwingen Frauen und Mütter oft in Teilzeitarbeit. Österreich hat ein System gebaut, das Mütter systematisch aus dem Erwerbsleben drängt. 
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Tag der Arbeitslosen: Sozialstaat verliert massiv an Schutzkraft

Tag der Arbeitslosen: Sozialstaat verliert massiv an Schutzkraft

Am 30. April ist der Tag der Arbeitslosen. In Österreich sind Arbeitslose von einer zunehmenden Armutsgefährdung bedroht. Gleichzeitig schützt sie der Sozialstaat immer schlechter vor einem Leben ohne Armut(-sgefährdung). 
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Reduktion der Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von Arbeitslosenpersonen zwischen 2019 und 2025 und wie viele Personen der Sozialstaat aus der Armutsgefährdung ‚geholt‘ hat.
Reduktion der Armutsgefährdung: Der Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut
Vor Sozialleistungen wären im Jahr 2025 rund 237.000 arbeitslose Menschen armutsgefährdet gewesen. Nach Sozialleistungen sind es immer noch 160.000. Der Sozialstaat reduziert die Armutsgefährdung damit um 77.000 Personen beziehungsweise 32 Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag diese Reduktion noch bei 46 Prozent. Damals senkte der Sozialstaat die Zahl der armutsgefährdeten Arbeitslosen von 259.000 auf 139.000 Personen. Damit hat die Schutzwirkung des Sozialstaats seit 2019 um 14 Prozentpunkte abgenommen. Besonders auffällig ist die Entwicklung seit 2023: Während damals nach Sozialleistungen 130.000 Arbeitslose armutsgefährdet waren (42 Prozent), stieg diese Zahl 2024 auf 135.000 (42 Prozent) und 2025 auf 160.000 Personen (45 Prozent).
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Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet. Vulnerable Gruppen, die trotz Sozialleistungen armutsgefährdet sind.
Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet
Erwerbsarbeitslose weisen 2025 mit 45 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Sie sind damit stärker betroffen als Alleinerziehende mit 41 Prozent, Nicht-Österreicher:innen mit 38 Prozent oder Mehrkindhaushalte mit 35 Prozent. Auch Mietende sind mit 30 Prozent, Kinder mit 23 Prozent und alleinlebende Pensionistinnen mit 27 Prozent deutlich überdurchschnittlich armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung in Österreich insgesamt liegt bei 16 Prozent.
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Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet rund 2 Milliarden Euro pro Jahr.
Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet rund 2 Milliarden Euro pro Jahr
Studien zeigen, dass die Produktivität von Opfern sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz in etwa um 43 Prozent zurückgeht. Der Produktivitätsverlust entsteht durch daraus folgenden Abwesenheiten, Krankenstände, psychischen Belastungen sowie reduzierter Erwerbsbeteiligung. Da in Österreich jede zwanzigste Frau (5 Prozent) von sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz betroffen ist, entstehen hierzulande jährliche Folgekosten von rund 2 Milliarden Euro. Sexualisierte Belästigung ist damit nicht nur ein Gleichstellungsproblem, sondern auch ein klar messbares ökonomisches Risiko.  
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Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet 2 Milliarden Euro

Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz kostet 2 Milliarden Euro

Sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz ist kein Randphänomen, sondern ein strukturelles Problem mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen. Eine aktuelle Analyse des Momentum Instituts auf Basis der European Working Conditions Survey 2024 zeigt: 20,3 Prozent der Frauen in Österreich waren im vergangenen Jahr von Belästigung am Arbeitsplatz betroffen. 5,3 Prozent erlebten sexualisierte Belästigung. Die daraus resultierenden Folgekosten belaufen sich auf rund 2 Milliarden Euro jährlich.
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Jede fünfte Frau wurde im letzten Jahr am Arbeitsplatz belästigt – bei 5 Prozent der Frauen war es sexualisierte Belästigung.
Jede fünfte Frau wurde im letzten Jahr am Arbeitsplatz belästigt – bei 5 Prozent der Frauen war es sexualisierte Belästigung
Der Blick auf Europa zeigt: Belästigung gehört für viele Frauen zum Berufsalltag. Im Schnitt berichtet jede fünfte Frau in der EU von entsprechenden Erfahrungen. Die Bandbreite reicht von verbalen Übergriffen und erniedrigendem Verhalten über Mobbing bis hin zu Bedrohungen und körperlicher Gewalt. Auch in Österreich zeigt sich dieses Bild deutlich. Rund 20 Prozent der Frauen berichten von Belästigung im Arbeitskontext, jede zwanzigste Frau (5 Prozent) von sexualisierter Belästigung. Im europäischen Vergleich liegen die höchsten Werte in den Niederlanden und Finnland, wo rund 10 Prozent der Frauen von unerwünschtem sexualisiertem Verhalten am Arbeitsplatz berichten. In Ländern wie Spanien, Malta, Bulgarien oder Zypern ist es hingegen rund 1 Prozent. Diese Unterschiede lassen sich jedoch nicht ausschließlich durch tatsächliche Häufigkeiten erklären, sondern hängen auch mit Wahrnehmung und Meldeverhalten zusammen. Studien zeigen, dass in Ländern mit stärker ausgeprägter Gleichstellungspolitik, etwa in Nordeuropa, problematisches Verhalten häufiger als sexualisierte Belästigung erkannt und benannt wird.
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Weltfrauentag 2026: Unbezahlte Arbeit lässt Lohnlücke auf 45 Prozent steigen

Weltfrauentag 2026: Unbezahlte Arbeit lässt Lohnlücke auf 45 Prozent steigen

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März weist das Momentum Institut auf die Ungleichverteilung der unbezahlten Arbeit und damit einhergehenden Problemen hin. Die neue Analyse zeigt, dass Frauen in Österreich trotz längerer Gesamtarbeitszeit nur 36 Prozent des Gesamteinkommens erzielen – ein tatsächlicher Gender Pay Gap von rund 45 Prozent, wenn unbezahlte Haus- und Sorgearbeit mitgerechnet wird. Neben der Analyse präsentiert das Momentum Institut außerdem den Care-Rechner – Ein Werkzeug für faire Verteilung, das sichtbar macht, wie die Sorgearbeit im eigenen Haushalt aufgeteilt ist.
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Der Gender Pay Gap (GPG) klafft bei 45 Prozent, wenn unbezahlte Arbeit mitgerechnet wird. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Unterschied der geschlechtsspezifischen Lohnlücke, mit bzw. ohne unbezahlte Arbeit.
Der Gender Pay Gap klafft bei 45 Prozent, wenn unbezahlte Arbeit mitgerechnet wird
Während Frauen im Schnitt pro Woche 1,5 Stunden mehr arbeiten, erhalten sie lediglich 36 Prozent des gesamten Erwerbseinkommens, obwohl sie 40 Prozent der bezahlten Arbeit leisten. Dieses Bild verändert sich deutlich, sobald unbezahlte Arbeit mitberücksichtigt wird. Dann leisten Frauen nicht mehr nur 40 Prozent, sondern rund 51 Prozent der gesamten Arbeitszeit (bezahlte und unbezahlte Arbeitsstunden zusammengezählt). Da sie gleichzeitig weiterhin nur 36 Prozent des gesamten Arbeitseinkommens erhalten, steigt der Einkommensunterschied pro geleisteter Arbeitsstunde stark an: Rechnet man bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen, klafft der Gender Pay Gap bei rund 45 Prozent.
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Frauen arbeiten mehr Stunden pro Woche als Männer. Zählt man die unbezahlte Arbeit hinzu, arbeiten Frauen 1,5 Stunden mehr pro Woche. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viel Zeit Männer und Frauen jeweils pro Woche mit bezahlter und unbezahlter Arbeit verbringen.
Frauen arbeiten mehr Stunden pro Woche als Männer
Männer haben zwar eine höhere Erwerbsbeteiligung bzw. verbringen sie deutlich mehr Stunden in ihrem bezahlten Job – da sie aber zu Hause fast die Hälfte weniger an unbezahlten Tätigkeiten, wie putzen, waschen, einkaufen, kochen, Kinder betreuen und Angehörige pflegen übernehmen, sind es Frauen, die auf die ganze Woche betrachtet mehr Arbeitsstunden leisten – allerdings werden sie für deutlich weniger bezahlt. 
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