Nobelpreis Wirtschaftswissenschaften

Ein Gastbeitrag von Ingrid Harvold Kvangraven

Vor einer Woche wurde bekannt gegeben, dass Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Michael Kremer den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen haben (oder besser gesagt: den "Sveriges Riksbank Preis für Wirtschaftswissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel"). Das Trio aus ÖkonomenInnen erhielt den Preis für "ihren experimentellen Ansatz zur Linderung der globalen Armut".

In den sozialen Medien und Zeitungen gab es ein außergewöhnliches Maß an Lob für die Preisträger, das ihren bestehenden Rockstar-Status in der Entwicklungsökonomie widerspiegelt. Die Financial Times behauptete sogar, dass der Nobelpreis "dazu beitragen wird, die Relevanz des Berufsstandes wiederherzustellen". Die weit verbreiteten Forderungen nach Feierlichkeiten sollten jedoch mit Vorsicht genossen werden.

Der experimentelle Ansatz zur Armutsbekämpfung basiert auf Randomisierten Kontrollierten Studien (engl.: „Randomized Control Trials“ bzw. in Kurzform RCTs), die von medizinischen Versuchsreihen inspiriert sind. Ein spezifischer Eingriff, eine Verhaltensvorschrift, zusätzliche Ausstattung mit Finanzmitteln, oder eine andere Intervention wird in einer zufällig ausgewählten Gruppe (Beispiele: Schulen, Klassen, Mütter usw.) vorgenommen. Dann wird verglichen, wie sich spezifische Ergebnisse in der Empfängergruppe verändert haben und wie sich jene in der Kontrollgruppe verändert haben, die die „Behandlung“ nicht erhalten hat. Da davon ausgegangen wird, dass die Gruppen ansonsten ähnlich sind, kann der Unterschied in den Ergebnissen kausal auf die Intervention zurückgeführt werden.

Während die Preisträger in den 90er Jahren an kenianischen Schulen mit ihrem Forschungsdesign Pionierarbeit leisteten, gilt der Ansatz heute als der neue "Goldstandard" in der Entwicklungsökonomie, der oft auch einfach als "New Economics" bezeichnet wird. Das Forschungsdesign hat sich bei Regierungen, internationalen Organisationen und NGOs großteils durchgesetzt. Die von den Preisträgern oder den „Randomistas“, wie deren AnhängerInnen manchmal genannt werden, geleistete Arbeit soll die Armut durch einfache Maßnahmen wie die Bekämpfung von Fehlzeiten bei LehrerInnen, durch Geldtransfers und durch die Förderung des positiven Denkens bei den Menschen, die in Armut leben, lindern. Klingt das bisher gut?

Auch wenn der Ansatz der Preisträger in der Armutsforschung und -politik harmlos – wenn nicht sogar lobenswert erscheint – gibt es einige Gründe zur Sorge. Sowohl heterodoxe und Mainstream-ÖkonomInnen als auch andere SozialwissenschaftlerInnen haben die Hinwendung zu RCTs in der Ökonomie aus philosophischen, epistemologischen, politischen und methodischen Gründen längst gründlich kritisiert. Die Anliegen des Ansatzes lassen sich grob in Fragen des Fokus, der Theorie und der Methodik gliedern.

Schwerpunkt: Symptombekämpfung und kleinkariertes Denken

Das Forschungsprogramm der „Randomistas“ fokussiert auf Armut, aber nicht auf Entwicklung: Er ist somit Teil eines größeren Trends in der Entwicklungsökonomie, in der Entwicklung nicht mehr als strukturelle Transformation gesamter Ökonomien gesehen wird. Diesen Ansatz wird durch die weitaus engere Auffassung verdrängt, die Entwicklung lediglich als Armutsbekämpfung auffasst. Die Bewegung hin zum "kleinen Denken" ist Teil eines breiteren Trends, der Fragen im Zusammenhang mit den globalen Wirtschaftsinstitutionen, der Handels-, Agrar-, Industrie- und Finanzpolitik sowie der Rolle der politischen Dynamik ausblendet und sich stattdessen der Suche nach den besten Möglichkeiten für kleine technische Interventionen verschreibt. Die von den Nobelpreisträgern vorgeschrieben Interventionen klammern tendenziell die Analyse von Macht und gesellschaftlichem Wandel aus. Tatsächlich hat das Nobelkomitee den Preis an Banerjee, Duflo und Kremer ausdrücklich vergeben, weil sie "kleinere, überschaubare Fragen" und nicht große Ideen behandelt haben. Während solche kleinen Interventionen auf der Mikroebene positive Ergebnisse hervorbringen könnten, tun sie wenig, um die Systeme in Frage zu stellen, die die Probleme verursachen.

Ein Beispiel: Anstatt die durch Austeritätspolitik erzwungenen Einschnitte in den Schulsystemen in Frage zu stellen, lenkt der Fokus der Randomistas unsere Aufmerksamkeit auf die Fehlzeiten von LehrerInnen, der Wirkung von Schulmahlzeiten und die optimale Anzahl der LehrerInnen im Klassenzimmer für das Lernen der SchülerInnen. Denkt man weiter, ist die mangelnde Kritik an der bestehenden Wirtschaftsordnung vielleicht auch eines der Erfolgsrezepte ihres Ansatzes und der Grund, warum er enorme Zuwendungen von finanzkräftigen Gebern sowie vielfachen Zuspruch in den Medien erhält.

Das mangelnde Engagement für die Bedingungen, die Armut verursachen, hat viele KritikerInnen dazu veranlasst, sich zu fragen, inwieweit RCTs tatsächlich in der Lage sein werden, die globale Armut deutlich zu reduzieren. Eine Folge dieser verarmten Ökonomie ist, dass sie die Art der Fragen einschränkt, die wir innerhalb ihres Forschungsprogramms zu stellen vermögen. Sie verleitet uns dazu, „uns zu wenige Möglichkeiten auszudenken, wie wir die Welt zum Besseren verändern können".

Theorie: Der methodologische Individualismus lebt weiter

In einer Rede von 2017 verglich Esther Duflo ÖkonomInnen bekanntlich mit InstallateurInnen. Aus ihrer Sicht besteht die Rolle einer Ökonomin darin, reale Probleme in spezifischen Situationen zu lösen. Dies ist eine gefährliche Behauptung, weil sie nahelegt, dass die „Reparaturarbeiten“, die die Randomistas betreiben, rein technisch und nicht von Theorie oder Werten geleitet ist. Das Forschungsprogramm der Randomistas in der Ökonomie ist jedoch nicht objektiv, wertneutral oder pragmatisch, sondern basiert auf einem bestimmten theoretischen Rahmen und einer bestimmten Weltanschauung - der neoklassischen mikroökonomischen Theorie und dem methodolgischen Individualismus.

Die theoretische Basis hat jedoch Auswirkungen auf die konkrete Gestaltung der Experimente und die zugrunde liegenden Annahmen über das individuelle und kollektive Verhalten, die getroffen werden. Das vielleicht offensichtlichste Beispiel dafür ist, dass die PreisträgerInnen oft argumentieren, dass bestimmte Aspekte der Armut durch die Korrektur kognitiver Verzerrungen gelöst werden können. Es überrascht nicht, dass es viele Überschneidungen zwischen der Arbeit der Randomistas und den Mainstream-VerhaltensökonomInnen gibt, einschließlich eines Fokus auf Anstupsern („nudges“), die es in Armut lebenden Menschen erleichtern soll, richtige Entscheidungen zu treffen.

Ein weiteres Beispiel ist Duflos Analyse der Selbstermächtigung („Empowerment“) von Frauen. Naila Kabeer argumentiert, dass sie ein Verständnis des menschlichen Verhaltens verwendet, das "unkritisch die neoklassische mikroökonomische Theorie“ voraussetzt. Da jegliches Verhalten angeblich als Ergebnis eines individuellen Maximierungsverhaltens erklärt werden kann, wird auf alternative Erklärungen verzichtet. Aus diesem Grund versteht Duflo eine Reihe anderer wichtiger Faktoren im Zusammenhang mit der Stärkung der Rolle der Frauen nicht, wie z.B. die Rolle des anhaltenden Kampfes von Frauenorganisationen für Frauenrechte oder die Notwendigkeit, gegen die ungerechte Verteilung unbezahlter Arbeit vorzugehen, die die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen an der Gemeinschaft einschränkt.

Bemerkenswert ist, dass RCTs überhaupt nicht zwingend voraussetzen, dass Individuen rationale OptimierungsagentInnen sind. Diese Annahme der Randomistas stammen aus der ökonomischen Tradition. Dieses Argument ist daher keine Kritik an RCTs an sich, sondern an der Art und Weise, wie RCTs in der Arbeit der PreisträgerInnen und in den meisten Bereichen der Mainstream-Ökonomie eingesetzt werden.

Methode: Wenn du es nicht zufällig gemacht hast, ist es wirklich Wissen?

Während das Verständnis kausaler Prozesse in der Entwicklungsökonomie, wie auch in anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen, wichtig ist, tun RCTs dies in sehr begrenzter Weise. Das Kausalmodell, das den RCTs zugrunde liegt, konzentriert sich auf kausale Effekte und nicht auf kausale Mechanismen. RCTs sagen uns nicht genau, welche Mechanismen beteiligt sind, wenn etwas funktioniert. Sie geben uns außerdem keine Auskunft darüber, ob die betreffende Politik zuverlässig an anderer Stelle umgesetzt werden kann. Um ein solches Urteil fällen zu können, ist eine umfassendere Bewertung der wirtschaftlichen und sozialen Realitäten unumgänglich.

Nehmen wir im Sinne der Randomistas an, die Interventionen seien geografisch gültig und die Größe des Experiments deuteten darauf hin, dass die Mikroergebnisse unabhängig von ihrem makroökonomischen Umfeld sind. Obwohl die "Auswirkungen" auf Einzelpersonen und Haushalte nie gänzlich von den Gesellschaften getrennt sind, in denen sie existieren, geben Randomistas anderen Arten von Wissen wenig Anerkennung, die uns aber sehr wohl helfen könnten, individuelle Motivationen und die sozioökonomische Situationen besser zu verstehen. Da es schwierig ist, echte Stichproben in menschlichen Gemeinschaften zu erhalten, ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass RCTs, wenn sie repliziert werden, zu wesentlich anderen Ergebnissen als das Original kommen können.

RCTs genießen nicht nur selten externe Validität, das heißt außerhalb ihres Studiendesigns generalisierbare Aussagekraft für einen anderen Kontext. Viel mehr werden auch die spezifischen Umstände selten ausreichend untersucht, unter denen die Experimente externe Validität haben könnten. Dies hat selbst Kritiker innerhalb des Mainstreams veranlasst zu argumentieren, dass es Missverständnisse darüber gibt, was RCTs überhaupt leisten können. Eine noch tiefere epistemologische Kritik beinhaltet die problematische Grundannahme, dass es genau eine wahre Wirkung gibt, die durch Experimente aufgedeckt werden kann.

Neuere Forschung hat den Erfolg von Programmen zur Übertragung von Vermögenswerten an Frauen in extremer Armut in Westbengalen und Sindh bewertet. Alternative Erklärungsansätze waren dabei RCTs weit überlegen waren. Letztere lieferten nur sehr begrenzt Erklärungen für die Muster der beobachteten Ergebnisse. Die Forschung kommt zu dem Schluss, dass es unwahrscheinlich ist, dass RCTs die zentrale Rolle des menschlichen Handelns für den Projekterfolg erkennen können, wenn sie sich selbst auf rein quantitative Methoden beschränken.

Es geht auch um ernste ethische Probleme. Dazu gehören Themen wie Lügen, Instrumentalisierung von Menschen, die Rolle von Zustimmung, Rechenschaftspflicht und ausländischer Intervention sowie die Wahl, wer behandelt wird und wer nicht. Während ethische Bedenken bezüglich potenzieller Schäden für Gruppen in der medizinischen Literatur ausführlich diskutiert werden, erhält sie in der Ökonomie trotz der vielen ethisch zweifelhaften Experimente wenig Aufmerksamkeit (z.B. Bestechungsgelder für Menschen, um ihre Führerscheine in Indien zu erwerben oder Anreize für Studenten der Hongkong University zur Teilnahme an einem antiautoritären Protest). Schließlich darf die koloniale Dimension von ForscherInnen mit Sitz in den USA, die eingreifen, um zu schätzen, was für die Menschen im globalen Süden am besten ist, nicht ignoriert werden.

Warum es wichtig ist: Grenzen des Wissens und der Politikgestaltung

Es wird immer Forschung geben, die mehr oder weniger relevant für die menschliche Entwicklung, also warum ist es so bedeutsam, was die Randomistas tun? Wie das Nobelkomitee feststellte, dominieren ihre "experimentellen Forschungsmethoden heute die Entwicklungsökonomie". Ein ernsthaftes erkenntnistheoretisches Problem entsteht, wenn die Definition von wissenschaftlichen Strenge und gültiger empirischen Evidenz auf einen einzigen Ansatz mit so vielen Problemen beschränkt wird. Dieser Wandel hat sich in der Entwicklungsökonomie bereits in den vergangenen Jahrzehnten vollzogen und wird durch den Nobelpreis 2019 verstärkt. Wie sowohl Banerjee als auch Duflo in Interviews nach der Bekanntgabe des Preises bestätigten, ist dies nicht nur ein Preis für sie persönlich, sondern ein Preis für die gesamte Bewegung der Randomistas.

Die Disziplin war nicht immer so. Die Geschichte des entwicklungsökonomischen Denkens ist reich an Debatten darüber, wie sich die Kapitalakkumulation über Länder hinweg unterscheidet, über die Rolle der Institutionen bei der Gestaltung von Verhalten und wirtschaftlicher Entwicklung, über die Hinterlassenschaften von Kolonialismus und Imperialismus, ungleichen Austausch, die globale Governance der Technologie, die Rolle der Finanzpolitik und das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Industrie. Diese größeren Fragen wurden inzwischen aus der Disziplin herausgedrängt zugunsten von Debatten über kleinere Interventionen.

Der Aufstieg der Randomistas ist auch deshalb wichtig, weil die Randomistas darauf bedacht sind, Ergebnisse zu provozieren und nicht nur ein Verständnis für die Situationen zu vermitteln, in denen sich Menschen in Armut befinden. Tatsächlich ist es eines ihrer erklärten Ziele, eine "bessere Integration von Theorie und empirischer Praxis" zu erreichen. Ein Hauptargument der Randomistas ist, dass "die Entwicklungspolitik allzu oft auf Modeerscheinungen basiert, und randomisierte Bewertungen könnten es ermöglichen, dass sie auf Beweisen basiert".

Die Enge der randomisierten Studien ist jedoch für die meisten Formen von Entwicklungspolitik impraktikabel. Während RCTs dazu neigen, höchstens ein paar Variationen einer Politik zu testen, sind Interventionen in der realen Welt der Entwicklung überlappend und synergistisch. Diese Realität hat vor kurzem dazu geführt, dass 15 führende Ökonomen dazu aufgerufen haben, "ganze staatliche Politiken" anstatt "kurzfristige Auswirkungen von Kleinstprojekten" zu bewerten, da man auf Systemebene denken muss, um das Ausmaß der sich überschneidenden Krisen zu bewältigen. Darüber hinaus sollte der Wert von Experimenten bei der Politikgestaltung höher geschätzt werden – im Gegensatz zur Förderung von vorab festgelegten Politikmaßnahmen.

Das von den Randomistas in Feld geführte Konzept der "evidenzbasierten Politik" muss genauer betrachtet werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die Politik häufig durch Überlegungen von Werten und Zielen bestimmt wird, in die ÖkonomInnen nicht unbedingt eingreifen können. Natürlich sollten forschungsbasierte, belegte Fakten Teil eines politischen Entscheidungsprozesses sein, aber eine ineffektive Politik wird in der Praxis eher aufgrund von politischen Prioritäten verfolgt und nicht weil es an Evidenz aus randomisierten Studien mangelt.

Während Randomistas darauf mit dem Argument antworten könnten, dass ihre Studien dazu gedacht seien, Politik faktenbasiert zu entpolitisieren, ist dies nicht unbedingt ein wünschenswerter Schritt. Getroffenen politische Entscheidungen sind von Natur aus politisch. Die Abschirmung der Werturteile, die diesen Entscheidungen zugrunde liegen, vor öffentlicher Kontrolle und Debatte trägt wenig zur Stärkung der demokratischen Entscheidungsfindung bei. Die Idee, dass die Politik überhaupt entpolitisiert werden kann, ist gefährlich und würdigt die Gestaltungsfähigkeit und die notwendige Beteiligung der Menschen an der Politik herab. Denn warum sollte eine Politik, die sich durch einen RCT als wirksam erwiesen hat, mehr Gewicht haben als beispielsweise eine Politik, die sich an den Forderungen der Menschen und der politischen und sozialen Mobilisierung orientiert?

Positive Aspekte des Preises & ein Ausblick

Während der Nobelpreis diejenigen von uns, die sich mit breiteren Herausforderungen der politischen Ökonomie in der Welt befassen, beunruhigt, ist nicht alles davon trist und trübe. Erstens lenkt der Nobelpreisträger die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Armut in der Welt und die Notwendigkeit, etwas dagegen zu unternehmen. Was wir als kritische EntwicklungsökonomInnen jetzt tun müssen, ist, die Tatsache in Frage zu stellen, dass der Preis auch eine normative Aussage trifft, wie Lösungen für globale Probleme gefunden werden können.

Zweitens ist die Tatsache, dass eine Frau und eine Person ohne weiße Hautfarbe (engl.: „people of colour“) einen Preis erhalten haben, der normalerweise weißen Männern vorbehalten ist, ein Schritt nach vorne für ein offeneres und integrativeres Feld. Duflo selbst erkennt an, dass das Geschlechterungleichgewicht unter den NobelpreisträgerInnen ein "strukturelles" Problem in der volkswirtschaftlichen Profession widerspiegelt und dass ihrem Beruf die ethnische Vielfalt fehlt.

Es ist jedoch offensichtlich, dass es nicht ausreicht, Frauen und nicht-weiße Menschen (people of colour), die nicht fest an der Spitze des engen, eurozentrischen Mainstreams stehen, einfach stärker einzubeziehen, um Rassismus, Sexismus und Eurozentrismus in der Wirtschaft zu hinterfragen. Um wirklich eine offenere und demokratischere Wissenschaft zu erreichen, ist es notwendig, auf ein Forschungsfeld hinzuarbeiten, das eine Vielzahl von Standpunkten, Methoden, theoretischen Rahmen, Wissensformen und Perspektiven zulässt und aufnimmt.

Das ist eine gewaltige Herausforderung, aber die systemischen, globalen Krisen, mit denen wir konfrontiert sind, erfordern ein breites, interdisziplinäres Engagement in der Debatte über mögliche Lösungen.

 

Dieser Text ist im englischen Original auf OpenDemocracy.net erschienen – ausführliche weiterführende Links im Text finden sich auch dort. Die Autorin Ingrid Harvold Kvangraven ist Assistenzprofessorin für Internationale Entwicklung an der Universität York und Herausgeberin des Blogs Developing Economics. Sie dankt Carolina Alves, Devika Dutt, Minna Lehtinen und Farwa Sial für hilfreiche Diskussionen zu diesen Themen und Kommentare zu einem frühen Entwurf des Texts.

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.