Schwerpunkt: Klima

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Wer beim Hitzeschutz spart, zahlt drauf

Wer beim Hitzeschutz spart, zahlt drauf

Wer einem Kind heuer im Juni erklären musste, warum es bei brütender Hitze im Klassenzimmer lernen soll, kann seit letzter Woche immerhin einen Fortschritt vermelden: Die Regierung hat den Entwurf für ein Klimagesetz vorgelegt. Wie Bund und Länder den Treibhausgasausstoß konkret senken sollen, will sie bis Ende 2027 in einem eigenen Plan festlegen. Bei dem Tempo haben die Kinder die Matura, bevor der Sonnenschutz am Klassenfenster hängt.
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Energiekrisenmechanismus: Neue Strompreisbremse greift erst spät

Energiekrisenmechanismus: Neue Strompreisbremse greift erst spät

Das Momentum Institut begrüßt die neue Strompreisbremse für Haushalte (Energiekrisenmechanismus), kritisiert aber, dass die Bremse nicht sofort greift. Der nächste Energiepreisschock bei Strom, Gas und Sprit rollt bereits an. Doch der Strompreis (Energiepreis) müsste für Haushalte im Schnitt noch um weitere 18 Prozent steigen, bevor der Energiekrisenmechanismus ausgelöst wird.
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Energiekrisenmechanismus hätte Strompreise über 2 Jahre deutlich gedämpft. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den durchschnittlichen Energiepreis für Strom in Cent pro Kilowattstunde ab Februar 2019.
Energiekrisenmechanismus hätte Strompreise über 2 Jahre deutlich gedämpft
Positiv ist, dass es überhaupt eine Strompreisbremse gibt. Hätte es die Strompreisbremse in der letzten Krise in dieser Form gegeben, hätte sie von September 2022 bis Dezember 2024 die Preise teilgedeckelt – bis zu einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden.
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, um wie viel die jährliche Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift. Verglichen werden der durchschnittliche Vertrag laut E-Control (13,99 Cent/kWh), der Verbund Österreich-Tarif (13,04 Cent/kWh) und das günstigste Produkt laut E-Control (9,66 Cent/kWh)
Um wie viel die Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift
Der Energiepreis einer durchschnittlichen Stromrechnung (Verbrauch 3500 kWh im Jahr, 13,99 Cent Nettoarbeitspreis, ohne Netzentgelte) könnte noch um 88 Euro steigen, bevor der Schutzmechanismus in Kraft tritt und den Preis deckelt. Für Kundschaft, die Strom günstiger eingekauft haben, würde der Preisanstieg bis zur Deckelung noch deutlicher ausfallen. Der Energiepreis im Verbund-Österreich-Tarif (13,04 Cent pro kWh) könnte noch um 121 Euro und jener aus dem günstigsten Stromangebot laut E-Control (9,66 Cent pro kWh) um 239 Euro steigen.
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Hitzeschutzpaket: Österreich soll EU-Ausnahme fürs Budget nutzen

Hitzeschutzpaket: Österreich soll EU-Ausnahme fürs Budget nutzen

Die Europäische Kommission erlaubt EU-Ländern, eine Ausnahme von den EU-Budgetregeln. Für Investitionen in die Energiesicherheit – also in die Unabhängigkeit von Fossilen – dürfen 2026 bis 2028 zusätzliche Budgetdefizite von insgesamt 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gemacht werden. Das ist indirekt eine Folge des Iran-Kriegs. Wir empfiehlen dem Staat, diese Klausel in Form eines Hitzeschutzpakets für Gebäudesanierung zu nutzen.
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Sanierungsbedarf: Mehr als die Hälfte der öffentlichen Gebäude mit schlechter Energieeffizienz
Wie dringend der Sanierungsbedarf ist, zeigt der öffentlich erfasste Gebäudebestand nach Energieeffizienzklassen: Nicht einmal fünf Prozent aller öffentlichen Gebäude in Österreich schaffen die Bestnote A (4,46 Prozent), immerhin vier von zehn können die Energieeffizienzklasse B vorweisen (43,74 Prozent). Übrigbleiben aber mehr als die Hälfte der öffentlichen Gebäude, die in der Energieeffizienz mit C oder noch schlechter abschneiden – und somit sanierungsbedürftig sind. Das hat die NGO Global 2000 kürzlich zusammengetragen.
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie sich das GDP in Österreich (2,9%) und in der EU (7,4%) seit 2019 entwickelt hat. Gegenübergestellt wird der Wachstumsbeitrag des Bausektors, der in Österreich mit -1,1% negativ war.
Österreichs Bausektor schwächelt
Rund ein Viertel des Wachstumsrückstandes der letzten sieben Jahre stammt alleine aus dem Bausektor. Kurzfristig entstünden mit dem Hitzeschutzpaket 4 Milliarden Euro an Wertschöpfung, verbunden mit 35.000 neuen bzw. abgesicherten Jobs.
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viele Kindergärten und Schulen mit 3,4 Milliarden Euro thermisch saniert werden könnten. Mit 500 Millionen Euro könnten 1.606 der 4.692 österreichischen Kindergärten saniert werden, mit 2,86 Milliarden Euro wären 1.291 der 5.935 Schulen sanierbar.
3,4 Milliarden Euro für klimafitte Schulen und Kindergärten
Mit den 3,36 Milliarden Euro könnte die Bundesregierung die vollen Investitionskosten für 1.600 Kindergärten und 1.300 Schulen übernehmen, legt man der Schätzung zehn bisher erfolgte umfassende Sanierungen des Klima- und Energiefonds zugrunde. Das würde die heimische CO2-Bilanz um rund 300.000 Tonnen verringern, was die Emissionen des österreichischen Gebäudesektors um 5,1 Prozent absenkt bzw. 0,45 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen Österreichs einspart.
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So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, was mit der Dürremilliarde finanzierbar wäre. Unter Anderem könnten 458.000 Haushalte mit Windkraft versorgt werden (durch 143 neue Windräder). Auch Förderungen für 148.000 Wärmepumpen, 77.000 thermisch sanierte Wohnungen oder 77.000 Schnellladepunkte für E-Autos gehen sich aus. Alternativ entspricht eine Milliarde Euro den Baukosten von 6.000 km Radwegen.
So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro
Unsere Analyse zeigt, welche Größenordnung eine Milliarde Euro im Klimaschutz entfalten kann. Mit diesem Betrag ließen sich alternativ rund 6.000 Kilometer Radwege errichten, etwa 77.000 durchschnittliche Wohneinheiten thermisch sanieren, rund 77.000 Schnellladepunkte für Elektroautos fördern oder etwa 148.000 Wärmepumpen unterstützen. Ebenso könnten 143 moderne Windräder finanziert werden, die rechnerisch rund 458.000 Haushalte mit Strom versorgen.
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Dürre-Milliarde: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Dürre-Milliarde: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Die extreme Dürreperiode hat rund eine Milliarde Euro Schaden für die Landwirtschaft verursacht. Ein großer Teil davon wird (voraussichtlich) vom Staat finanziert, direkt über die gerade verhandelten Katastrophenhilfen und indirekt, da die Hagelversicherung der Landwirt:innen zu 55 Prozent von Bund und Ländern getragen wird. Wir empfehlen gezielte Soforthilfe nach wirtschaftlicher Bedürftigkeit und eine dauerhafte Klimainvestitionsoffensive.
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Die richtige Spritpreisbremse

Die richtige Spritpreisbremse

Steigende Spritpreise belasten Haushalte und Betriebe. Angesichts der geopolitischen Spannungen braucht es jetzt rasch Entlastung. Eine Spritpreisbremse ist deshalb richtig. Entscheidend ist aber, wie sie ausgestaltet wird. Sie muss ansetzen, wo die aktuellen Preissteigerungen entstehen: bei den Margen, das tut die letzte Woche beschlossene Verlängerung allerdings nicht.
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OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

Die OMV hat auch im zweiten Quartal 2026 hohe Gewinne erzielt, bereits im ersten Halbjahr überholt sie die Jahresgewinne aus den Vorjahren. Geopolitische Krisen sorgen weiterhin für hohe Gewinne im Öl- und Gasgeschäft, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt. Besonders auffällig sind erneut die Raffinerie-Margen. Weiters zeigt die Denkfabrik, wie seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran die Preise für Kraftstoffe, wie Benzin oder Diesel, schlagartig zu den stärksten Inflationstreibern werden.
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