Schlagwort: Arbeitslose

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Armut schafft keinen Arbeitsplatz

Armut schafft keinen Arbeitsplatz

Österreichs Arbeitsmarkt friert ein. Wer arbeitslos wird, findet heute fast so schwer zurück in die Beschäftigung wie während der Corona-Krise. Im Jahresdurchschnitt schafft nur noch gut jede zehnte arbeitslose Person den Sprung in einen Job. Bei jungen Menschen sind die Chancen sogar schlechter als während der Pandemie. Das ist der Kontext, in dem derzeit über Arbeitslose gesprochen werden müsste.
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Arbeitslose in Österreich häufiger armutsgefährdet als in der EU

Arbeitslose in Österreich häufiger armutsgefährdet als in der EU

Arbeitslose Menschen sind in Österreich überdurchschnittlich oft armutsgefährdet. Im EU-Vergleich schaffen es 18 Länder, ihre arbeitslosen Personen häufiger über die Armutsgefährdungsschwelle zu heben als Österreich, nur 8 Länder machen es schlechter. Es braucht eine bessere finanzielle Absicherung arbeitsloser Menschen, etwa durch Erhöhung des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe auf 70 Prozent des vorherigen Einkommens. 
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Womit Arbeitslose auskommen müssen. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Leistungen für Arbeitslose in Prozent des vorherigen Nettolohns. In Österreich müssen Arbeitslose mit 55 Prozent ihres Nettogehalts auskommen, Langzeitarbeitslose (ab 5 Jahren) lediglich mit 51 Prozent.
Womit Arbeitslose auskommen müssen
Das österreichische Arbeitslosengeld ist im internationalen Vergleich reicher westeuropäischer Industrieländer ohnehin schon gering. Während frisch arbeitslos gemeldeten Personen etwa in Luxemburg, Dänemark, Belgien, den Niederlanden oder in der Schweiz zwischen 72 und 88 Prozent ihres vorherigen Einkommens zusteht, erhalten Personen in Österreich gerade einmal 55 Prozent. Mit der Erhöhung des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe auf 70 Prozent lassen sich 45.000 Personen aus der Armutsgefährdung herausholen.
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Arbeitslose sind in Österreich häufiger armutsgefährdet als in der EU. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Armutsgefährdung von Arbeitslosen in Österreich (53,5 Prozent), verglichen mit den EU 27 (durchschnittlich 49,3 Prozent).
Arbeitslose sind in Österreich häufiger armutsgefährdet als in der EU
Österreichs Armutsgefährdungsquote arbeitsloser Menschen liegt mit 49,3 Prozent höher als der EU-Schnitt. Am besten schützt Luxemburg seine arbeitslose Bevölkerung vor Einkommensarmut: Im Großherzogtum ist nur gut eine:r von vier Arbeitslosen armutsgefährdet (27 Prozent). In Zypern (31,6 Prozent) und Irland (32,3 Prozent) ist weniger als eine:r von drei betroffen, in Rumänien knapp vier von zehn (39,7 Prozent). Am häufigsten mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle ihres Landes auskommen müssen arbeitslose Menschen in den Niederlanden. Über zwei von drei niederländischen Arbeitslosen leben in Armut oder laufen Gefahr, einkommensmäßig in Armut abzurutschen (68,7 Prozent). Dicht dahinter folgt Deutschland, in dem 65,5 Prozent der Menschen ohne Erwerbsarbeit mit vergleichsweise wenig Einkommen durchkommen müssen. Auch in Litauen (62 Prozent) und Tschechien (60 Prozent) leben rund sechs von zehn Arbeitslosen in Armutsgefährdung. Als armutsgefährdet im jeweiligen Land gilt, wer in einem Haushalt lebt, der weniger als sechzig Prozent des mittleren Einkommens des Landes zur Verfügung hat.
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Budget: 288.000 armutsbetroffene Haushalte verlieren Geld

Budget: 288.000 armutsbetroffene Haushalte verlieren Geld

Fast die Hälfte der armutsgefährdeten Haushalte (47 Prozent) verliert im Zuge des Budgets 2027/28 Geld. Es kostet sie im Schnitt 233 Euro im Jahr. Die Armutsgefährdungsquote steigt durch die Budgetmaßnahmen von 15,3 Prozent auf 15,7 Prozent, wie unsere Analyse zeigt.
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Schieflage im Sparpaket

Schieflage im Sparpaket

Das Sparpaket hat eine klare Botschaft: Wer ohnehin knapp kalkuliert, muss jetzt noch genauer rechnen. Wer hingegen große Gewinne macht, darf sich auf Entlastung freuen. Familienleistungen werden nicht an die Teuerung angepasst, Teilzeit und Geringbezahlte stärker belastet, der volle Familienbonus wird für viele Familien schwerer erreichbar. Bei der Notstandshilfe droht wieder die Abhängigkeit vom Partner, auch an den Pensionen wird gekratzt. So kommen 1,4 Milliarden Euro zusammen. Alles aus den Geldbörsen jener, die jeden Monat schauen müssen, ob und wie sich alles ausgeht. 
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Höhere Arbeitslosenversicherungsbeiträge als de-facto Lohnkürzung

Höhere Arbeitslosenversicherungsbeiträge als de-facto Lohnkürzung

Die geplante Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge im Zuge der Budgetsanierung trifft vor allem jene, die ohnehin schon wenig bezahlt bekommen. Eine neue Auswertung des Momentum Instituts zeigt: Besonders Frauen und Geringbezahlte müssen mit spürbaren Einkommensverlusten rechnen. Selbst für viele Vollzeit-Beschäftigte bedeutet die Maßnahme de facto eine Lohnkürzung.
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Reduktion der Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von Arbeitslosenpersonen zwischen 2019 und 2025 und wie viele Personen der Sozialstaat aus der Armutsgefährdung ‚geholt‘ hat.
Reduktion der Armutsgefährdung: Der Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut
Vor Sozialleistungen wären im Jahr 2025 rund 237.000 arbeitslose Menschen armutsgefährdet gewesen. Nach Sozialleistungen sind es immer noch 160.000. Der Sozialstaat reduziert die Armutsgefährdung damit um 77.000 Personen beziehungsweise 32 Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag diese Reduktion noch bei 46 Prozent. Damals senkte der Sozialstaat die Zahl der armutsgefährdeten Arbeitslosen von 259.000 auf 139.000 Personen. Damit hat die Schutzwirkung des Sozialstaats seit 2019 um 14 Prozentpunkte abgenommen. Besonders auffällig ist die Entwicklung seit 2023: Während damals nach Sozialleistungen 130.000 Arbeitslose armutsgefährdet waren (42 Prozent), stieg diese Zahl 2024 auf 135.000 (42 Prozent) und 2025 auf 160.000 Personen (45 Prozent).
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Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet. Vulnerable Gruppen, die trotz Sozialleistungen armutsgefährdet sind.
Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet
Erwerbsarbeitslose weisen 2025 mit 45 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Sie sind damit stärker betroffen als Alleinerziehende mit 41 Prozent, Nicht-Österreicher:innen mit 38 Prozent oder Mehrkindhaushalte mit 35 Prozent. Auch Mietende sind mit 30 Prozent, Kinder mit 23 Prozent und alleinlebende Pensionistinnen mit 27 Prozent deutlich überdurchschnittlich armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung in Österreich insgesamt liegt bei 16 Prozent.
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Warum das Zuverdienst-Verbot für Arbeitslose schlecht begründet ist und Probleme macht

Warum das Zuverdienst-Verbot für Arbeitslose schlecht begründet ist und Probleme macht

Noch bis Ende des Jahres konnten Arbeitslose bis zu 551,10 Euro pro Monat zusätzlich zum Arbeitslosengeld verdienen. Da das oft niedrig ist, war das für viele Betroffene ein wichtiger Zuverdienst. Das hat sich jetzt geändert und bis auf wenige Ausnahmen ist kein Zuverdienst neben Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe mehr möglich.  
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Sozialwirtschaft: Personalmangel erfordert überdurchschnittliche Lohnsteigerungen

Sozialwirtschaft: Personalmangel erfordert überdurchschnittliche Lohnsteigerungen

In der Sozialwirtschaft und bei der Eisenbahn ist der Personalengpass deutlich größer als im Durchschnitt aller Branchen. In einigen systemrelevanten Berufen aus Pflege und Betreuung ist die Zahl der offenen Stellen sogar um ein Vielfaches größer als die der verfügbaren Arbeitssuchenden. Das zeigt eine Auswertung des Momentum Instituts auf Basis der Arbeitsmarktdatenbank des AMS.
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Sozialwirtschaft Fehlendes Personal in systemrelevanten Berufen
Sozialwirtschaft: Fehlendes Personal in systemrelevanten Berufen
Bei diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger:innen kommen vier offene Stellen auf eine arbeitslose Person, bei Elementarpädagog:innen 2,8, bei Fach-Sozialbetreuer:innen in der Altenarbeit 2,5 und bei Pflegefachassistent:innen 1,5. Diese Verhältnisse zeigen: Der Arbeitsmarkt ist vielerorts leergefegt. Die Daten beziehen sich auf arbeitssuchende Menschen inklusive Schulungsteilnehmenden.
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