Schlagwort: armutsgefährdet

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Fehlende Inflationsanpassung bei Familienleistungen trifft die Ärmsten am häufigsten. Dieses Balkendiagramm des Momentum Instituts zeigt die Anzahl der betroffenen armutsgefährdeten Haushalte nach Budgetmaßnahme. Abgebildet sind folgende Maßnahmen: Streichung Anpassung Familienleistung an Inflation, Erhöhung Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Geringbezahlte, Pensionsanpassung unter Inflation, Kürzung beim Familienbonus-Anspruch, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage.
Fehlende Inflationsanpassung bei Familienleistungen trifft die Ärmsten am häufigsten
Am stärksten wirkt sich die erneute Aussetzung der Anpassung der Familienleistungen an die Inflation für 2028 auf armutsgefährdete Haushalte aus. Sie trifft rund 143.000 Haushalte, die – alle Personen im Haushalt zusammengerechnet – unter der Armutsgefährdungsschwelle leben. Die künftig höheren Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für Geringbezahlte müssen rund 95.000 armutsgefährdete Personen in Zukunft stemmen. Die Bundesregierung erhöht die Pensionen unterhalb der Inflationsrate und trifft damit knapp 94.000 armutsgefährdete Haushalte. Die Kürzung beim Familienbonus wirkt sich auf knapp 10.400 Personen aus. Die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage für Best- und Besserbezahlte hingegen hat keinerlei Konsequenzen für armutsgefährdete Haushalte. Weil zwei oder mehr Maßnahmen den gleichen armutsgefährdeten Haushalt treffen können, ist die Summe der Betroffenen aus den Einzelmaßnahmen (342.174) größer als die Gesamtzahl der betroffenen armutsgefährdeten Haushalte (287.531).
Verteilung
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Sparmaßnahmen treffen Gesamtbevölkerung häufiger als Armutsgefährdete. Diese Doppelbalkengrafik des Momentum Instituts zeigt die Betroffenheit nach Budgetmaßnahme bei allen Haushalten und bei armutsgefährdeten Haushalten in Prozent. Abgebildet sind folgende Maßnahmen: Streichung Anpassung Familienleistung an Inflation, Erhöhung Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Geringbezahlte, Pensionsanpassung unter Inflation, Kürzung beim Familienbonus-Anspruch, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage. 
Sparmaßnahmen treffen Gesamtbevölkerung häufiger als Armutsgefährdete
Im Durchschnitt sind armutsgefährdete Haushalte etwas seltener als die Gesamtbevölkerung vom Budget finanziell betroffen. 47 Prozent der armutsgefährdeten Haushalte werden das Doppelbudget in der Geldbörse spüren, über alle Haushalte hinweg trifft es 74 Prozent. Am deutlichsten ist der Unterschied bei der Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage und der Kürzung des Familienbonus, die armutsgefährdete Haushalte kaum tangieren. Das Gegenteil trifft auf den Wertverlust der Familienleistungen durch die fehlende Anpassung an die Teuerung zu: 2028 spürt eine armutsgefährdete Familie mit wenig Einkommen (23 Prozent betroffen) den Einschnitt fast genauso häufig wie eine Durchschnitts-Familie (28 Prozent aller Familien betroffen). Viele alleinerziehende Mütter und Mehrkind-Familien haben nur wenig Geld zum Leben. Um Armut zu verhindern, sollte die Bundesregierung die Familienleistungen an die Teuerung anpassen. 
Verteilung
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Jede:r 4. Beschäftigte im Handel erhält ein Nettogehalt unter der Armutsgefährdungsschwelle. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt auf einer Österreich-Karte den Anteil der Beschäftigten im Handel mit einem Lohn unter 1.661 Euro netto. Im Burgenland ist er mit 16 Prozent am niedrigsten, in Vorarlberg mit 30 Prozent am höchsten. Der österreichweite Durchschnitt beträgt 24 Prozent.
Jede:r 4. Beschäftigte im Handel mit Nettogehalt unter der Armutsgefährdungsschwelle
In mehreren Bundesländern liegt ein erheblicher Teil der Handelsbeschäftigten mit ihrem Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle (1.661 Euro netto für eine Einzelperson). In Vorarlberg haben 30 Prozent der Handelsbeschäftigten ein Einkommen unter dieser Schwelle, am geringsten ist der Anteil mit 16 Prozent im Burgenland. In Wien betrifft das 21 Prozent der Beschäftigten, in Tirol, Oberösterreich, Kärnten und Salzburg rund 25 Prozent.
Arbeit
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Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet. Vulnerable Gruppen, die trotz Sozialleistungen armutsgefährdet sind.
Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet
Die höchste Armutsgefährdung haben Arbeitslose (42 Prozent), gefolgt von Alleinerziehenden (36 Prozent), sowie Nicht-Östereicher:innen und alleinlebende Pensionist:innen (beide 32 Prozent). Weiters ist fast jedes fünfte Kind armutsgefährdet.
Verteilung
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