Schlagwort: Inflation

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Teuerung mit Gewinn

Teuerung mit Gewinn

Wer tanken muss, kann schlecht verhandeln. Die Pflegekraft, deren Dienst vor dem ersten Bus beginnt, braucht ihr Auto. Aber wer heute sein Auto tankt, zahlt derzeit mehr als den Weg zur Arbeit. Er bezahlt die gestiegenen Aufschläge der Mineralölkonzerne. Und die treiben die Teuerung für alle nach oben, ob man ein Auto besitzt oder nicht. Die Teuerung liegt derzeit bei 3,6 Prozent. Allein 0,8 Prozentpunkte davon gehen auf die höhere Gewinnspanne der Mineralöl-Konzerne zurück. Das ist mehr als ein Fünftel der gesamten Teuerungsrate!
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Mindestpension und Mindestsicherung bleiben hinter Teuerung bei Grundbedürfnissen zurück

Mindestpension und Mindestsicherung bleiben hinter Teuerung bei Grundbedürfnissen zurück

Zum Tag der Armut am Samstag, den 17. Oktober, macht das Momentum Institut auf eine zunehmende Schieflage im Sozialsystem aufmerksam. Die Preise für essenzielle Güter wie Miete, Energie und Lebensmittel haben sich seit August 2021 stärker erhöht als die staatlichen Ausgleichszahlungen im Rahmen der Mindestpension für bedürftige Pensionist:innen sowie bei der Mindestsicherung. Eine neue Grafik zeigt, wie sich diese Diskrepanz über die Jahre aufgebaut hat.
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Liniendiagramm des Momentum Instituts mit dem Titel „Inflation bei Grundbedürfnissen stärker gestiegen als Löhne“. Gezeigt wird die Entwicklung von August 2019 bis August 2026, bezogen auf den Jahresdurchschnitt 2019. Bis August 2026 steigen die Energiepreise um 78,6 Prozent, die Mieten um 34,9 Prozent und die Lebensmittelpreise um 34,1 Prozent. Die allgemeine Preissteigerung beträgt 34,8 Prozent, die Löhne steigen um 33,7 Prozent und bleiben damit hinter der Inflation zurück. Besonders stark schwanken die Energiepreise, mit sprunghaften Anstiegen 2022 und Anfang 2025. Die übrigen Kurven steigen überwiegend gleichmäßiger.
Inflation bei Grundbedürfnissen stärker gestiegen als Löhne
Besonders die Preise für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Energie, und Mieten stiegen rascher als die kollektivvertraglichen Löhne. In den vergangenen sieben Jahren legten die Löhne um 33,7 Prozent zu. Die Inflation bei Lebensmitteln (+34,1 Prozent) und Mieten (+34,9 Prozent) fiel allerdings noch höher aus. Besonders stark verteuerte sich Energie um 78,6 Prozent. Ein Inflationsausgleich in der Lohnrunde ist besonders wichtig für niedrige und mittlere Einkommen. Die Teuerung trifft sie stärker, weil sie anteilig von ihren Löhnen mehr für Grundbedürfnisse ausgeben müssen. 
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Säulendiagramm des Momentum Instituts: In den meisten Branchen der Herbstlohnrunde sind die Reallöhne, also die inflationsbereinigten Löhne, seit September 2019 leicht gesunken. Stand September 2026: Eisenbahn/ÖBB minus 1,8 Prozent, IT minus 1,6 Prozent, Handel minus 1,3 Prozent, Handwerk und Gewerbe minus 0,3 Prozent. Nur die Güterbeförderung verzeichnet ein Plus von 0,3 Prozent. Über alle Kollektivvertragsbranchen beträgt der Rückgang 0,9 Prozent; dieser Vergleichswert ist dunkelrosa hervorgehoben. Quelle: Statistik Austria, eigene Berechnung. Für Handel und Güterbeförderung wird jeweils der Durchschnitt von Angestellten und Arbeiter verwendet. Die Septemberinflation 2026 ist mit 3,6 Prozent laut WIFO-Schnellschätzung berücksichtigt.
Herbstlohnrunde: Reallöhne in den meisten verhandelnden Branchen seit 2019 leicht gesunken
In den großen verhandelnden Branchen haben die Löhne während Corona und zwei Kriegen (Ukraine, Iran) nicht mit der Teuerung Schritt gehalten. Am stärksten fallen die Löhne der Eisenbahner:innen mit einem Kaufkraftverlust von 1,8 Prozent zurück, gefolgt von der IT mit 1,6 Prozent und der größten verhandelnden Branche, dem Handel, mit 1,3 Prozent. Handwerk und Gewerbe verzeichnete nur einen leichten Realeinkommensverlust von 0,3 Prozent. Ein leichtes Reallohnplus gibt es bislang nur für die Güterbeförderung (LKW, Kleintransporte) mit 0,3 Prozent. Im österreichweiten Durchschnitt aller Branchen sank die Kaufkraft um 0,9 Prozent in den vergangenen sieben Jahren von September 2019 bis September 2026. Das zeigt ein Vergleich des Tariflohnindex der Statistik Austria mit der Inflation für jene verhandelnden Branchen mit einem Anteil von über einem Prozent an allen Beschäftigten.
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Inflation: Margenerhöhungen der Mineralölkonzerne steigern Inflationsrate um 0,8 Prozentpunkte

Inflation: Margenerhöhungen der Mineralölkonzerne steigern Inflationsrate um 0,8 Prozentpunkte

Die Inflationsrate in Österreich ist im September auf 3,6 Prozent gestiegen, vor allem durch höhere Preise für Benzin, Diesel und Heizöl. Das Momentum Institut hat berechnet, dass alleine 0,8 Prozentpunkte der September-Inflationsrate durch die Margensteigerungen der Mineralölkonzerne bei Diesel, Benzin und Heizöl zustande kommen.
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Inflation im September um 0,8 Prozentpunkte niedriger ohne erhöhte Preisaufschläge bei Mineralölprodukten. Eine Grafik des Momentum Institut. Dargestellt ist die Inflation mit und ohne den durch Aufschläge bei Sprit und Heizöl verursachten Preisanstieg. Die Inflation wäre zwischen -0,3 und -0,7 Prozentpunkte niedriger gelegen von März bis August.
Inflation: 0,8 Prozentpunkte niedriger ohne erhöhte Preisaufschläge
Allein 0,8 Prozentpunkte der September-Inflationsrate kommen durch die Margensteigerungen der Mineralölkonzerne bei Diesel, Benzin und Heizöl zustande. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wäre die Inflationsrate ohne die höheren Preisaufschläge je nach Monat um 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte niedriger gelegen. Mit 0,8 Prozentpunkten im September erreicht der Einfluss der Margen auf die Teuerung einen neuen monatlichen Rekord in diesem Jahr.
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Schulstartgeld müsste um 41 Euro höher sein. Das Schulstartgeld sollte eigentlich 162 Euro pro Schüler:in betragen.
Schulstartgeld müsste um 41 Euro höher sein
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25 Prozent Wertverlust beim Schulstartgeld - Statt 100 Euro können sich Schüler:innen nur noch Schulwaren im Wert von 75 Euro leisten
25 Prozent Wertverlust beim Schulstartgeld
Seit der Einführung 2011 wurden jährlich 100 Euro pro Kind ausbezahlt. 2023 wurde das Schulstartgeld endlich erstmals mit den Sozialleistungen valorisiert und wuchs bis 2025 mit der Teuerung mit. Im Vorjahr betrug das Schulstartgeld 121,40 Euro. Aktuell können sich Eltern und Schüler:innen mit den ursprünglichen 100 Euro nur noch Schulwaren im Wert von 75 Euro leisten.
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Schulstartgeld: Fehlende Inflationsanpassung befeuert Wertverlust

Schulstartgeld: Fehlende Inflationsanpassung befeuert Wertverlust

Knapp 900.500 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren erhalten das Schulstartgeld, das im August gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausgezahlt wird. Seit der Einführung 2011 wurden jährlich 100 Euro pro Kind ausbezahlt. 2023 wurde das Schulstartgeld endlich erstmals mit den Sozialleistungen valorisiert und wuchs bis 2025 mit der Teuerung mit. Im Vorjahr betrug das Schulstartgeld 121,40 Euro. Ab 2026 jedoch wurde dieser Mechanismus erneut ausgesetzt. Grund dafür sind die Sparmaßnahmen, die die Bundesregierung beschlossen hat: Sozial- und Familienleistungen werden für zwei Jahre (2026 & 2027) nicht an die Teuerung angepasst.
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Kosten für Schulbedarf übersteigen das Schulstartgeld bei Weitem. Um die Kosten bei 7-jährigen Kindern zu decken, müsste das Schulstartgeld mehr als 3-mal so hoch sein; bei Jugendlichen müsste es sogar mehr als 5-mal so hoch sein.
Kosten für Schulbedarf übersteigen das Schulstartgeld bei Weitem
Ein 7-jähriges Kind braucht für die Schule etwa 35 Euro monatlich, also 420 Euro jährlich – etwa für den Nachkauf von Heften, Stiften, oder Tintenpatronen, aber auch für Kopiergeld oder für Schulausflüge und dergleichen. Bei 14-jährigen Jugendlichen sind die Kosten schon deutlich höher: Monatlich fallen hier 54 Euro an, aufs Jahr gerechnet sind das 648 Euro. Die Kosten für den Schulbedarf übersteigen das Schulstartgeld von 121,40 Euro jährlich also bei Weitem. Um die Kosten bei 7-jährigen Kindern zu decken, müsste das Schulstartgeld mehr als 3-mal so hoch sein; bei Jugendlichen müsste es sogar mehr als 5-mal so hoch sein.
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OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

Die OMV hat auch im zweiten Quartal 2026 hohe Gewinne erzielt, bereits im ersten Halbjahr überholt sie die Jahresgewinne aus den Vorjahren. Geopolitische Krisen sorgen weiterhin für hohe Gewinne im Öl- und Gasgeschäft, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt. Besonders auffällig sind erneut die Raffinerie-Margen. Weiters zeigt die Denkfabrik, wie seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran die Preise für Kraftstoffe, wie Benzin oder Diesel, schlagartig zu den stärksten Inflationstreibern werden.
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Klima
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Liniendiagramm zu den fünf größten Inflationstreibern von Jänner bis Juni 2026. Ab März steigen Ölprodukte deutlich an: Diesel ist im April und Mai der größte Inflationstreiber, Benzin und Heizöl rücken ebenfalls in die Top 5 auf. Im Juni liegt die Gastronomie wieder auf Platz eins, Diesel auf Platz zwei.
Ölprodukte treiben Inflation am stärksten
Während zu Jahresbeginn noch Gastronomie, Mieten und einzelne Konsumgüter den größten Einfluss auf die Teuerung hatten, übernehmen ab März Ölprodukte die Spitzenplätze. Die Analyse zeigt den sprunghaften Anstieg der Treibstoffpreise nach Beginn des Iran-Kriegs: Vor allem Diesel steigt innerhalb kurzer Zeit zum stärksten Treiber der Inflationsrate auf und bleibt bis Mai auf Platz eins. Auch Benzin und Heizöl rücken in die Top-5 der einflussreichsten Kategorien vor.
Klima
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