Schlagwort: OMV

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Lohnnebenkosten-Kürzung: Welche Konzerne weniger Steuern zahlen

Lohnnebenkosten-Kürzung: Welche Konzerne weniger Steuern zahlen

Die Bundesregierung wird 2028 die Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Anhand der Bilanzen heimischer Konzerne lässt sich schätzen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets.
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Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut. Mehr Gewinn nach Steuern durch weniger Lohnnebenkosten im Millionen Euro.
Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut
Die Bundesregierung wird 2028 die Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Schätzungen anhand der Bilanzen heimischer Konzerne zeigen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Das Ergebnis: Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets. Am stärksten steigt der Gewinn nach Steuern durch die Lohnnebenkostensenkung für die ÖBB mit 12,2 Millionen Euro, weil die ÖBB einen hohen Anteil ihrer Mitarbeiter:innen im Inland beschäftigt (88 Prozent). Zweitgrößter Profiteur ist der Stahlproduzent voestalpine, der zukünftig 10,2 Millionen Euro weniger Abgaben leistet. Mit Billa (9,9 Mio. Euro) und Spar (8 Mio. Euro) zählen zwei große Lebensmittelketten mit vielen Beschäftigten zu den großen Gewinnern des Sparpakets. Die Erste Bank Group erspart sich ebenso einiges an Lohnnebenkosten mit 4,6 Millionen Euro, ebenso wie das Bauunternehmen STRABAG (4,1 Mio. Euro), die Österreichische Post AG (3,3 Mio. Euro), der Mineralölkonzern OMV (1,7 Mio. Euro) sowie der Maschinenbau-Konzern Andritz (1,6 Mio. Euro). Die Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 setzt eine Serie vergangener Senkungen verschiedener Lohnnebenkosten seit 2014 fort, von der die heimischen Großbetriebe bereits profitieren. Dadurch liegt ihr Abgabensatz bereits um 1,6 Prozentpunkte niedriger, wodurch dem Staatsbudget bereits heute rund 2,9 Milliarden Euro an Einnahmen pro Jahr entgehen. 
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OMV: Rekordquartalszahlen beim Ölriesen, bisheriger Mini-Beitrag fürs Budget

OMV: Rekordquartalszahlen beim Ölriesen, bisheriger Mini-Beitrag fürs Budget

Die OMV profitiert weiter von den Verwerfungen auf den Energiemärkten. Unsere Auswertung zeigt: Bereits die Gewinnzahlen aus dem ersten Quartal 2026 übertreffen die Vorjahresgewinne deutlich.
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OMV: Gewinne im ersten Quartal 2026 übersteigen Vorjahresgewinne bereits.
OMV: Gewinne im ersten Quartal 2026 übersteigen Vorjahresgewinne bereits
Allein im ersten Quartal 2026 erzielte die OMV ein Periodenergebnis von 1,65 Milliarden Euro. Das ist mehr als dreieinhalbmal so viel wie der Durchschnitt der ersten Vorkrisen-Quartale 2018 bis 2021. Um an die durchschnittlichen Jahresgewinne aus den Vorkrisenjahren heranzukommen, fehlt der OMV heuer somit nur noch 461 Millionen Euro. Den gesamten Jahresgewinn 2025 in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, hat die OMV heuer bereits im ersten Quartal erreicht.
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Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner. Die Raffinerie-Marge ist heute 3,5-mal so hoch wie vor dem Ukraine-Krieg.
Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner
Auch die Raffinerie-Marge der OMV ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs regelrecht explodiert und ist heute 3,5-mal so hoch wie davor (Mittelwert Q1/18-Q4/21: 2,47 Cent pro Liter). Vor dem Ukraine-Krieg lag diese Marge meist bei wenigen Cent pro Liter. Nach Kriegsbeginn schoss sie stark nach oben. Auch 2026 bleibt sie deutlich erhöht. Cent pro Liter und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Raffinerie-Marge zeigt vereinfacht gesagt, wie viel im Raffineriegeschäft pro Liter hängen bleibt. Sie beschreibt die Differenz zwischen dem Preis für Rohöl und dem Wert der daraus erzeugten Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl.
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Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Vergleich der Benzin- und Dieselpreise zu Vorperioden.
Margendeckel-Halbierung durch die OMV: Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch
Die OMV kippt die Spritpreisbremse, indem sie den beschlossenen Margendeckel auf 2,8 Cent halbiert. Die Gewinnmarge würde sich ansonsten nicht mehr lohnen, es drohe ein Versorgungsrisiko – so die Begründung. Eine Analyse der aktuellen Preisbestandteile pro Liter Treibstoff zeigt aber: Die Gewinnspannen der Raffinerien sind so hoch wie schon lange nicht mehr – trotz Margendeckel. Im Literpreis für Diesel sind derzeit 64 Cent Aufschlag durch die Raffinerien sowie Tankstellen enthalten. Das sind um 27 Cent mehr als direkt vor Beginn des Iran-Kriegs, und um 41 Cent mehr als in den fünf Jahren vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Auch wenn die OMV nur einen Teil des Diesels selbst herstellt, macht sie damit pro Liter viel höhere Gewinne als noch vor ein paar Wochen. Einen finanziellen Puffer hat sie also auf jeden Fall, denn auch bei Benzin fallen höhere Gewinne an. Zudem sind die Raffineriemargen schon seit längerem deutlich erhöht.
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Energiekrise? Für Konzerne ein Geschäft

Energiekrise? Für Konzerne ein Geschäft

Die Spritpreise schießen nach oben, auch Gas verteuert sich massiv. Wer glaubt, ohne Auto und mit dem Ende der Heizperioden fein raus zu sein, irrt sich. Energie verteuert nicht nur Tanken und Heizen, sie sickert durch die gesamte Lieferkette. Vom Transport bis zum Einkauf. Am Ende zahlen die Haushalte die Rechnung.
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Klima
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Nur ein Bruchteil der Übergewinne wird abgeschöpft. Die Gewinne der neun Landesenergieversorger, OMV und Verbund lagen bei 21,49 Milliarden Euro von 2022 bis 2024. Davon sind 10,25 Milliarden Euro Übergewinne. Nur 0,56 Milliarden Euro betragen die Einnahmen aus dem Energiekrisenbeitrag des Staates. Das Entspricht nur 5,5 Prozent der Übergewinne, die bisher abgeschöpft wurden.
Nur ein Bruchteil der Übergewinne wird bisher abgeschöpft
Seit ersten Dezember 2022 werden Übergewinne von Energieunternehmen ab bestimmten Grenzwerten vom Staat abgeschöpft. Durch die zahnlose Ausgestaltung des Energiekrisenbeitrags für Strom und Fossile kommt es, dass für die gesamten Übergewinne der neun Landesversorger, der Verbund AG und der OMV in Höhe von 10,25 Milliarden Euro für die Jahre 2022, 2023 und 2024 insgesamt lediglich 562 Millionen Euro abgeschöpft werden. Von ihren Rekord-Übergewinnen im Milliardenbereich müssen die Energieriesen des Landes also gerade einmal 5,5 Prozent abgeben. Durch die lasche Ausgestaltung der Steuer seitens der Regierung bleiben die Löwenanteile der massiven Gewinne unberührt.   Die Analyse der Gewinne der OMV im 1. Quartal 2026 findet ihr hier. 
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Verbund: 730 Mio Euro Übergewinn in drei Quartalen

Verbund: 730 Mio Euro Übergewinn in drei Quartalen

Energiekonzerne profitieren enorm vom Krieg in der Ukraine: Für Verbund und OMV zusammen ergibt sich dadurch seit Jahresbeginn ein Übergewinn von 3,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vierjahresschnitt, wie eine Berechnung des ökosozialen Momentum Instituts zeigt. Bis Jahresende werden allein für diese beiden Konzerne über 5 Milliarden Euro Übergewinne erwartet.
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Grafik Einnahmen durch EU-Übergewinnsteuer bei OMV
EU-Übergewinnsteuer für OMV bingt 2022 bis zu 1,37 Milliarden Euro
Die Europäische Kommission will einerseits einen Teil der Übergewinne der Stromerzeuger, andererseits einen der Mineralölkonzerne abschöpfen. Letztere würde der Republik Österreich allein von der OMV rund 1,37 Milliarden Euro an Steuerbeiträgen bringen. Als Übergewinn definiert werden dabei jene Gewinne, die mehr als 20 Prozent über den durchschnittlichen Gewinnen der letzten drei Jahre liegen. Der Steuersatz soll bei 33 Prozent liegen.
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Warum bei der OMV vieles für mehr Staat spricht

Warum bei der OMV vieles für mehr Staat spricht

Mit Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine dämmerte es uns: Wir sind völlig abhängig von russischem Gas. Unter dem Motto „Mehr privat, weniger Staat“ hatte die Bundesregierung ab den 2000er-Jahren die Zügel über die OMV lockergelassen. Die Aufsicht über Österreichs größtes Unternehmen führten künftig „Austro-Oligarchen“: Industrielle mit privaten Geschäftsinteressen im Osten trieben die OMV in die Gas-Abhängigkeit von Russland. Aus 50 Prozent russischem Gas (und einem Plan zur weiteren Senkung) wurden 80 Prozent. Einen staatlichen Auftrag an die OMV, Österreich mit Gas zu versorgen, gibt es „dank“ Gasmarkt-Liberalisierung nicht mehr. Ob die Häuser im Winter warm bleiben oder die Industrie krachen geht, dafür fühlt sich der Konzern nicht verantwortlich. Stattdessen setzte ein auf maximalen Gewinn ausgerichtetes Unternehmen auf günstiges russisches Gas – und gefährdete so unsere Energiesicherheit.
Klima
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Warum die OMV verstaatlicht werden sollte

Warum die OMV verstaatlicht werden sollte

Die fossile Energiekrise macht sich im Alltag bemerkbar: Es steigt die Stromrechnung, die Gasrechnung und auch die Tankrechnung. Dafür klingelt es in den Kassen der großen Energieproduzenten lauter denn je – auch in jener von Österreichs Mineralölriesen OMV. Er erhöhte seine Gewinnspanne massiv. Für die gleiche Leistung wie vor dem Krieg verlangt er das Doppelte. Bezahlen müssen das die heimischen Konsumenten und Betriebe an der Tankstelle.
Klima
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