Schlagwort: Spritpreis

15 Treffer
Tank-Schock: Dieselaufschlag auf Rekordhoch

Tank-Schock: Dieselaufschlag auf Rekordhoch

Diesel-Fahrer:innen tankten vergangene Woche so teuer wie noch nie. Fast 60 Prozent des Dieselpreisanstiegs seit Beginn des Iran-Kriegs macht der höhere Aufschlag der Mineralölkonzerne aus. Der Anteil von Steuern und Abgaben am Preisanstieg ist vergleichsweise klein. Das Momentum Institut empfiehlt eine Gewinnmargen-Begrenzung, um die Spritpreise stärker zu bremsen, sowie eine höhere Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Preisaufschläge machen Tanken teurer als notwendig. Der Preisaufschlag bezeichnet die Differenz zwischen Rohölpreis und Nettospritpreis. Die Grafik zeigt den Aufschlag für Diesel und Benzin seit 2021. Unmittelbar nach dem Ausbrechen der Kriege in 2022 und 2026 steigen die Aufschläge schlagartig an.
Preisaufschläge machen Tanken teurer als notwendig
Schon nach dem Angriffskriegs Russlands in 2022 erhöhten die Mineralölkonzerne die Aufschläge schlagartig, während Preissenkungen verzögert weitergegeben werden. Das Gleiche ist heuer seit den Angriffen der USA und Israels Ende Februar zu beobachten. Mineralölkonzerne schrauben die Spritpreise weitaus stärker nach oben, als es der Rohölpreis am Weltmarkt nötig macht. Der Aufschlag ist der Teil des Tankstellenpreises, der nach Abzug von Rohölpreis sowie Steuern und Abgaben übrig bleibt. Er umfasst unter anderem die Kosten für Raffination, Transport, Vertrieb und die Gewinnmargen der beteiligten Unternehmen. Weil sich die Kosten nur unwesentlich verändert haben, fällt der gestiegene Preisaufschlag der letzten Monate fast vollständig als Gewinn der Raffinerien an.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise an. Der Benzinpreis in der Vorkriegswoche lag bei 1,51 Euro. Seit Kriegsbeginn stieg er im Durchschnitt auf 1,94 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, fünf Cent auf Steuern und 18 Cent auf den höheren Aufschlag. Der Dieselpreis stieg von 1,55 Euro auf 2,24 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, 10 Cent auf Steuern und Abgaben und 40 Cent auf den höheren Aufschlag.
Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise weiter an
Seit Beginn des US-Iran-Kriegs steigen die Preise für Diesel und Benzin erneut auf Rekordwerte. Diesel war noch nie so teuer wie in der vergangenen Woche. Zuletzt lag der Preis an der Zapfsäule für einen Liter Diesel im Wochen-Durchschnitt (14. – 20. September) bei 2,24 Euro. Ende Februar unmittelbar vor dem Beginn des US-Iran-Kriegs waren es mit 1,55 Euro um fast 70 Cent weniger. 20 Cent machte der gestiegene Rohölpreis am Weltmarkt aus. Raffinerien inklusive Tankstellen schlugen 40 Cent darauf. Nur 10 Cent waren auf Steuern und Abgaben zurückzuführen. Der Benzinpreis stoppte kurz vor seinen Rekordwerten, die 2022 kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zu sehen waren. Zwischenzeitlich war er wieder gefallen. Doch seit Beginn des Iran-Krieges haben die Tankstellen den durchschnittlichen Benzinpreis um 43 Cent von 1,51 Euro/Liter auf 1,94 Euro/Liter erhöht. Davon entfallen ebenfalls 20 Cent auf den gestiegenen Rohölpreis. Ähnlich viel (18 Cent) schlagen Mineralölkonzerne auf den Preis auf. Nur 5 Cent gehen auf höhere Steuern und Abgaben zurück.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Steigt der Ölpreis, werden die Spritpreise schlagartig erhöht. Ein sinkender Ölpreis wird kaum oder nur langsam weitergegeben. Dargestellt sind die Preisentwicklungen für Benzin, Diesel und Rohöl seit 2024.
Steigt der Ölpreis, werden die Spritpreise schlagartig erhöht
Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt: Steigende Rohölpreise werden sehr rasch an den Tankstellen weitergegeben. Sinkt der Rohölpreis wieder, fallen Benzin- und Dieselpreise deutlich langsamer. Seit Beginn des Krieges war dieses Muster besonders ausgeprägt. Nach dem starken Anstieg im Frühjahr ging der Rohölpreis zeitweise deutlich zurück. Die Spritpreise blieben dennoch auf hohem Niveau. Die ausgeweiteten Aufschläge gingen nicht im selben Ausmaß zurück.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Steuern spielen kaum eine Rolle beim gestiegenen Spritpreis. Die Grafik zeigt den Anstieg der Preiskomponenten im Vergleich zu einem Spritpreis von 1,50 Euro. Balkendiagramm zur Zusammensetzung steigender Spritpreise: Mit höheren Kraftstoffpreisen steigt vor allem der Anteil von Rohöl und Aufschlägen, der Mehrwertsteueranteil nimmt nur geringfügig zu.
Steuern spielen kaum eine Rolle beim gestiegenen Spritpreis
Auch eine Senkung der Mehrwertsteuer hilft nur wenig. Steigt der Spritpreis von 1,50 auf 2,00 Euro, entfällt von den zusätzlichen 50 Cent lediglich ein Betrag von 8 Cent (17 Prozent) auf die Mehrwertsteuer. Die übrigen 42 Cent (83 Prozent) entstehen durch höhere Rohölkosten und Aufschläge. Die Mineralölsteuer und die CO2-Steuer sind Mengensteuern – sprich die Steuern werden pro Liter fällig und orientieren sich nicht prozentual am Preis – der Steuerbeitrag daraus bleibt gleich, selbst wenn der Spritpreis steigt.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Spritpreisbremse drückt Mehrkosten aufgrund steigender Treibstoffpreise um ein Fünftel

Spritpreisbremse drückt Mehrkosten aufgrund steigender Treibstoffpreise um ein Fünftel

Die Spritpreisbremse bremst die Mehrkosten durch teuren Sprit insgesamt um ein gutes Fünftel (21,2 Prozent). Die gestiegenen Spritpreise belasten ärmere Haushalte anteilig stärker, da sie einen größeren Teil ihres Einkommens dafür aufwenden müssen. Die Bremse schützt ärmere Haushalte besser vor steigenden Preisen als einkommensstärkere. Das Momentum Institut hat die Verteilungseffekte der Spritpreisbremse für die Haushaltszehntel auf Basis von Zahlen der Europäischen Kommission, Statistik Austria und der E-Control simuliert.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Teure Spritpreise treffen ärmere Haushalte stärker. Mehrkosten für Haushalte mit Verbrenner-Pkw in Prozent des Haushaltseinkommens. Die Grafik zeigt den Anteil der Mehrkosten bzw. verhinderte Mehrkosten durch die Spritpreisbremse am Haushaltseinkommen bedingt durch den Anstieg bei Treibstoff für die Haushaltszehntel.
Teure Spritpreise treffen ärmere Haushalte stärker
Der Iran-Krieg hat die Spritpreise in die Höhe schnellen lassen. Die gestiegenen Treibstoffpreise bedeuten für betroffene Haushalte mit Verbrenner-Pkw in Österreich im Schnitt Mehrkosten von 1,2 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens. Die Spritpreisbremse verhindert weitere Mehrkosten in Höhe von 0,3 Prozent des Haushaltseinkommens. Das entspricht einem guten Fünftel der Mehrkosten.   Die teureren Spritpreise belasten ärmere Haushalte deutlich stärker anteilig zum Einkommen. Autofahrende im ärmsten Haushaltszehntel müssen im Durchschnitt 3 Prozent mehr ihres Einkommens aufwenden, wenn sie weiter tanken wie bisher. Ohne Spritpreisbremse würde sich die monatliche Mehrbelastung auf insgesamt 3,9 Prozent belaufen.   Bei Haushalten im bestbezahlten Zehntel bedeutet der Preisanstieg an der Zapfsäule abzüglich der Preisbremse lediglich Mehrkosten in Höhe von 0,7 Prozent anteilig am Einkommen. Hier drückt die Preisbremse die Mehrausgaben von insgesamt 0,9 Prozent um 0,2 Prozent.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Knapp ein Viertel weniger Spritverbrauch bei Tempo 100. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass Tempolimits auf der Autobahn den Kraftstoffverbrauch in Liter pro 100 Kilometer deutlich senken. Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h werden 7,0 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer verbraucht, bei Tempo 100 sind es nur noch 5,4 Liter – um 22,6 Prozent weniger.
Knapp ein Viertel weniger Spritverbrauch bei Tempo 100
Ein Tempolimit wirkt rasch, senkt den Treibstoffverbrauch drastisch und reduziert zugleich Emissionen, Lärmbelastung und Unfallrisiken. Die Einsparung ist deutlich: Ein Pkw verbraucht bei 130 km/h im Schnitt 7 Liter pro 100 Kilometer. Bei 120 km/h sinkt der Verbrauch bereits um 8,2 Prozent auf 6,4 Liter, bei 110 km/h um 15,8 Prozent auf 5,9 Liter. Wer 100 km/h fährt, braucht mit 5,4 Litern pro 100 Kilometer um 22,6 Prozent weniger Sprit als bei Tempo 130.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Tempo 100 reduziert den Spritverbrauch um fast ein Viertel

Tempo 100 reduziert den Spritverbrauch um fast ein Viertel

Die Warnungen vor der schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten werden lauter. Aus der aktuellen Preiskrise könnte sich rasch auch eine Versorgungskrise entwickeln. Treibstoff könnte schon in den kommenden Monaten knapp werden. Klar ist: Der Energieverbrauch muss sinken. Das Momentum Institut empfiehlt deshalb Tempo 100 auf Autobahnen. Ein Tempolimit wirkt rasch, senkt den Treibstoffverbrauch drastisch und reduziert zugleich Emissionen, Lärmbelastung und Unfallrisiken.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Mit steigenden Preisen an den Zapfsäulen sinkt der Steueranteil. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil von Steuern und Nettopreis an einem Dieselpreis von 1,50 bis 2,50 Euro. Zu sehen sind die Anteile der Mineralösteuer, der CO2-Bepreisung und der Mehrwertsteuer, gegenüber dem Nettopreis für Diesel.
Mit steigenden Preisen an den Zapfsäulen sinkt der Steueranteil
Ein Blick auf die Preis-Zusammensetzung verdeutlicht, dass mit steigenden Preisen an der Tankstelle der Steueranteil sinkt. Bei einem angenommenen Dieselpreis von 1,50 Euro machen Mehrwertsteuer, CO2-Bepreisung und Mineralölsteuer noch 53 Prozent des Gesamtpreises aus. Steigt der Preis für einen Liter Diesel aber auf 2 Euro an, betragen die Steuern anteilig nur mehr 44 Prozent. Bei einem Dieselpreis von 2,50 Euro bleiben die Steuern gerade noch bei 38 Prozent gegenüber dem Nettopreis von 62 Prozent. Je mehr die Preise also steigen, desto weniger wirkt sich eine Steuersenkung auf den gesamten Spritpreis an den Tankstellen aus.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Iran-Krieg: Preisaufschläge für Treibstoff drastisch erhöht

Iran-Krieg: Preisaufschläge für Treibstoff drastisch erhöht

Seit Beginn der Kampfhandlungen im und um den Iran ist der Rohölpreis wieder angestiegen. Mineralölkonzerne haben die Treibstoffpreise direkt rasant erhöht, und zwar deutlich stärker als es die Anstiege der Rohölpreise hergeben. Eine Auswertung des Momentum Instituts zeigt: Rohöl ist im Vergleich zur Vorwoche der Kampfhandlungen um 7 Cent teurer geworden, jedoch ist der Aufschlag für Benzin um 9 Cent und jener für Diesel sogar um satte 21 Cent gestiegen. Die Bundesregierung muss nun rasch handeln und die Preise regeln, damit die Inflation nicht abermals durchrauscht. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie dringend der Handlungsbedarf ist.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Vergleich der Benzin- und Dieselpreise zum Zeitraum vor Kriegsbeginn in der Ukraine, in der Woche vor Beginn der Kampfhandlungen im und um den Iran (KW9) und aktuell (8. März 2026). Die Grafik zeigt, wie sich der Preis pro Liter für Benzin und Diesel in den jeweiligen Zeiträumen zusammensetzt.
Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch
Bei Benzin beträgt der aktuelle Median-Preis laut e-Control 1,69 Euro pro Liter (Stand: 8. März 2026). Der darin enthaltene Aufschlag liegt bei 34 Cent und ist damit knapp doppelt so hoch wie vor dem russischen Angriffskrieg (18 Cent). Bei Diesel liegt der Median-Preis aktuell bei 1,89 Euro pro Liter (Stand: 8. März 2026), mit einem Aufschlag von 58 Cent – gegenüber 23 Cent vor dem Krieg, was mehr als einer Verdoppelung entspricht. Auch im Vergleich zur Woche vor Beginn der Kampfhandlungen sind die Preise stark gestiegen: Der Aufschlag für Benzin ist um 9 Cent (+38 Prozent) und jener für Diesel sogar um 21 Cent (+57 Prozent) gestiegen. Der durchschnittliche Rohölpreis selbst liegt aber in der letzten Woche (2. bis 6. März) nur 7 Cent/Liter über dem der Vorwoche (23. bis 27. Februar). Steigende Rohölpreise werden sich auch bei den Spritpreisen niederschlagen. Allerdings ist es aktuell nicht das Rohöl, das die Preise antreibt. Es sind die Preisaufschläge der Raffinerien und Tankstellen, die das Tanken teurer als nötig machen.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full