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OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

Die OMV hat auch im zweiten Quartal 2026 hohe Gewinne erzielt, bereits im ersten Halbjahr überholt sie die Jahresgewinne aus den Vorjahren. Geopolitische Krisen sorgen weiterhin für hohe Gewinne im Öl- und Gasgeschäft, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt. Besonders auffällig sind erneut die Raffinerie-Margen. Weiters zeigt die Denkfabrik, wie seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran die Preise für Kraftstoffe, wie Benzin oder Diesel, schlagartig zu den stärksten Inflationstreibern werden.
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Liniendiagramm zu den fünf größten Inflationstreibern von Jänner bis Juni 2026. Ab März steigen Ölprodukte deutlich an: Diesel ist im April und Mai der größte Inflationstreiber, Benzin und Heizöl rücken ebenfalls in die Top 5 auf. Im Juni liegt die Gastronomie wieder auf Platz eins, Diesel auf Platz zwei.
Ölprodukte treiben Inflation am stärksten
Während zu Jahresbeginn noch Gastronomie, Mieten und einzelne Konsumgüter den größten Einfluss auf die Teuerung hatten, übernehmen ab März Ölprodukte die Spitzenplätze. Die Analyse zeigt den sprunghaften Anstieg der Treibstoffpreise nach Beginn des Iran-Kriegs: Vor allem Diesel steigt innerhalb kurzer Zeit zum stärksten Treiber der Inflationsrate auf und bleibt bis Mai auf Platz eins. Auch Benzin und Heizöl rücken in die Top-5 der einflussreichsten Kategorien vor.
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Liniendiagramm zur europäischen Raffinerie-Marge von Q1 2018 bis Q2 2026. Die Marge steigt mit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 auf ein Rekordniveau, sinkt danach wieder und erreicht im zweiten Quartal 2026 erneut fast den Höchstwert von 2022. Die Raffinerie-Marge liegt damit mehr als fünfmal höher als im Durchschnitt vor dem russischen Angriffskrieg.
Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner
Vor dem Ukraine-Krieg bewegten sich die Raffinerie-Margen über Jahre auf niedrigem Niveau. Zwischen Anfang 2018 und Ende 2021 betrugen sie durchschnittlich lediglich 2,5 US-Cent pro Liter. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs stiegen sie im zweiten Quartal 2022 sprunghaft auf 12,87 US-Cent. Bis zum dritten Quartal 2024 gingen sie wieder auf 3,14 US-Cent zurück. Seit der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran haben die Margen jedoch erneut massiv angezogen und liegen nun im zweiten Quartal 2026 bei 12,79 US-Cent pro Liter. Europäische Raffinerien verlangen damit wieder mehr als das Fünffache der Aufschläge, die vor dem Ukraine-Krieg üblich waren.
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Balkendiagramm zeigt die OMV-Gewinne von 2018 bis 2026 in Milliarden Euro. Der Gewinn im ersten Halbjahr 2026 beträgt bereits 2,26 Milliarden Euro und übersteigt damit die gesamten Jahresgewinne der Jahre 2023, 2024 und 2025.
OMV: Halbjahres-Gewinn 2026 übersteigt bereits Jahresgewinne der Vorjahre
Die OMV verzeichnet bereits im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 2,26 Milliarden Euro und hat damit schon zur Jahresmitte die gesamten Jahresgewinne der Jahre 2023 (1,92 Mrd. Euro), 2024 (2,02 Mrd. Euro) und 2025 (1,52 Mrd. Euro) deutlich übertroffen. Im Vergleich zu den Gewinnen im Vier-Jahres-Schnitt aus dem Vorkrisenzeitraum (2018-2021) in Höhe von 2,11 Milliarden Euro, hat der Ölkonzern bereits nach dem ersten Halbjahr einen Übergewinn* in Höhe von 150 Millionen Euro.
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Regierungsklausur: Preisdämpfende Maßnahmen bringen Ersparnis

Regierungsklausur: Preisdämpfende Maßnahmen bringen Ersparnis

Die Bundesregierung greift endlich stärker in die Preise bei Lebensmitteln und Energie ein. Die Mehrwertsteuersenkung entlastet ärmere Haushalte relativ zum Einkommen stärker. Die Strompreise werden gesenkt, beide Maßnahmen zusammen bringen durchschnittlichen Haushalten, die zum Verbund wechseln, im Jahr rund 325 Euro Ersparnis, wie das Momentum Institut berechnet hat.
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Die Regierung senkt die Strompreise. Arbeitspreis für Strom in Cent pro Kilowattstunde. Die Grafik zeigt die Preise für jeweilige Gruppen (Industrie, Sozialtarif, Verbund-Österreich-Tarif für Haushalte) sowie den aktuellen Strompreis.
Die Regierung senkt die Strompreise
Die Bundesregierung greift endlich wirksam in die Strompreise ein. Für Haushalte und kleine Betriebe (Verbund-Österreich-Tarif) senkt sie ab März beim Stromkonzern Verbund den Strom-Arbeitspreis pro Kilowattstunde auf 9,5 Cent. Aktuell bezahlt man bei den heimischen Stromkonzernen 13,82 Cent beim Neuabschluss für ein Hauptprodukt. Mit dem Wechsel zum Verbund erspart sich ein Haushalt im Schnitt 150,50 Euro im Jahr. Dazu kommen noch 50 Euro durch die Absenkung der Stromsteuern. Noch günstiger wird es mit dem Sozialtarif für einkommensarme Haushalte (6 Cent) und dem heute vorgestellten Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen (ab 5 Cent).
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