Schlagwort: Vermögensteuer

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Trend-Reichenliste: 1,3 Millionen Jahre sparen für Österreichs größtes Vermögen

Trend-Reichenliste: 1,3 Millionen Jahre sparen für Österreichs größtes Vermögen

Die neue Reichenliste des Magazins trend zeigt erneut Vermögen, die sich mit Arbeitseinkommen nicht annähernd aufholen lassen. Eine Person mit dem Medien-Nettoeinkommen von unselbständig Beschäftigten (28.506 Euro netto pro Jahr) und unter der unrealistischen Annahme, das gesamte Nettoeinkommen sparen zu können, müsste für das größte Vermögen Österreichs 1,3 Millionen Jahren sparen. Das Gedankenexperiment stellt daher die absolute Untergrenze der benötigen Spardauer dar.
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Um heute das das Vermögen von Mark Mateschitz (37,5 Milliarden Euro) durch Erwerbsarbeit angespart zu haben, hätte das Sparen vor rund 1,3 Millionen Jahren beginnen müssen, für jenes der Familien Porsche und Piëch (31,0 Milliarden Euro) vor 1,1 Millionen Jahren.
Wie lange muss man für die größten Milliardenvermögen in Österreich sparen?
Um heute das Vermögen von Mark Mateschitz (37,5 Milliarden Euro) durch Erwerbsarbeit angespart zu haben, hätte das Sparen vor rund 1,3 Millionen Jahren beginnen müssen, für jenes der Familien Porsche und Piëch (31,0 Milliarden Euro) vor 1,1 Millionen Jahren.
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Österreich liegt bei vermögensbezogenen Steuern OECD-weit im hintersten Bereich. Während in Österreich 2024 nur 1 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus vermögensbezogenen Steuern kommt, sind es im EU-Schnitt 3,4 Prozent. In Korea, den USA und Großbritannien machen vermögensbezogene Steuern hingegen mehr als 10 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus.
Österreich bei vermögensbezogenen Steuern OECD-weit im hintersten Bereich
Laut OECD entfielen 2024 nur 1 Prozent der gesamten Steuereinnahmen auf vermögensbezogene Steuern; im EU-Schnitt waren es 3,4 Prozent. Österreich lag damit auf Platz 35 von 38 Staaten (nur Litauen, Tschechien und Estland liegen dahinter). Eine Erbschafts- oder Schenkungssteuer gibt es seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr, die Vermögensteuer wird seit 1994 nicht mehr eingehoben. Bei Immobilien fallen lediglich entsprechende Grunderwerbsteuern an und die Bemessungsgrundlage der Grundsteuer ist gänzlich aus der Zeit gefallen.
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Doppelbudget: Vertrauen wird mitgekürzt

Doppelbudget: Vertrauen wird mitgekürzt

Rund um die Budgetdiskussion stellen wir derzeit die falschen Fragen. Wir fragen uns, ob genug gekürzt wurde. Dabei ist die viel wichtigere Frage, bei wem.
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Pflege: Danke sagen reicht nicht

Pflege: Danke sagen reicht nicht

Manchmal zeigt ein Budget ziemlich ungeschminkt, was einem Land wichtig ist. Für Pflege stellt die Regierung ab 2028 zusätzliche 210 Millionen Euro in Aussicht. Gleichzeitig kostet allein die Senkung der Lohnnebenkosten fast zwei Milliarden Euro pro Jahr. Vermögens- und Erbschaftssteuern bleiben weiterhin tabu.
Arbeit
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Die nächste Krise – und das nächste Sparpaket?

Die nächste Krise – und das nächste Sparpaket?

Es waren nur wenige Wochen, in denen Wirtschaftsforscher:innen einen wirklich optimistischen Blick auf die österreichische Wirtschaft gewagt haben. So bewegte sich die Inflation im Jänner und Februar mit rund zwei Prozent wieder auf gewöhnlichem Niveau und auch das Wachstum wurde für 2025 im Nachhinein etwas nach oben korrigiert. Selbst beim Schuldenstand zeigte sich, dass die Lage etwas besser aussieht, als befürchtet.
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Abgeschafft und unreformiert: Vermögensbezogene Steuern sinken beständig.
Abgeschafft und unreformiert: Vermögensbezogene Steuern sinken beständig
Seit den 1970er-Jahren wurden fast alle Steuern auf Vermögen in Österreich zurückgestutzt oder gestrichen. Die Erbschafts- und Schenkungssteuer lief 2008 aus. Die Vermögensteuer wurde 1993 abgeschafft. Die verbleibenden Steuern – etwa die Grundsteuer – bringen in ihrer aktuellen Ausgestaltung nur geringe Einnahmen und sollten modernisiert werden. 2023 stammen gerade einmal 1,1 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus vermögensbezogenen Steuern. Kaum ein Land der OECD besteuert Vermögen so niedrig wie Österreich. Während Österreich eine der höchsten Vermögenskonzentrationen Europas hat, gibt es fast keine Vermögensbesteuerung. Die Schere zwischen Arm und Reich geht damit weiter auf.
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In Norwegen ist das Vermögensteuer-Aufkommen nach Erhöhung des Steuersatzes weiter gestiegen. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Entwicklung von 2000 bis 2025 in Milliarden Norwegische Kronen.
Norwegen: Vermögensteuer-Aufkommen nach Erhöhung weiter gestiegen
In Norwegen existiert die Vermögensteuer auf Bundesebene bereits seit 1893. 2022 wurde der Steuersatz für Millionär:innen auf 1,1 Prozent erhöht. Die Einnahmen aus der Vermögensteuer erreichten 2022 und 2023 ein historisches Allzeithoch. Lagen die Einnahmen 2021 noch bei 18,5 Milliarden Norwegische Kronen, stiegen sie bis 2023 bereits auf 31,4 Milliarden Kronen. Umgerechnet in Euro entspricht das 2,75 Milliarden. Norwegen zeigt, dass Vermögensteuern gut funktionieren. Sie sichern Einnahmen für staatliche Leistungen und senken die Ungleichheit. 
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HFCS 2025: Österreichs Vermögensschieflage wächst – Norwegen zeigt Ausweg

HFCS 2025: Österreichs Vermögensschieflage wächst – Norwegen zeigt Ausweg

Heute erscheint die fünfte Welle des Household Finance and Consumption Survey (HFCS). Er zeigt, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung einen Großteil des Vermögens besitzt, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung fast kein Vermögen besitzt. Das Momentum Institut empfiehlt die Wiedereinführung von vermögensbezogenen Steuern, um die Vermögensungleichheit und das Budgetdefizit zu senken. Das Institut verweist als Vorbild auf die erfolgreiche Erhöhung der Vermögensteuer in Norwegen.
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Wer arbeitet, zahlt. Wer besitzt, nicht.

Wer arbeitet, zahlt. Wer besitzt, nicht.

Wirtschaftliche Ungleichheit ist kein Schicksal, sie ist das Ergebnis von politischen Entscheidungen. Österreich trifft seit Jahren die falschen.  
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Arbeit
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Einkommen aus Arbeit wird höher besteuert als Millionenvermögen. Steuern und Abgaben auf verschiedene Einkommen in Prozent. Die Grafik zeigt die Steuersätze die etwa auf das durchschnittliche Vollzeit-Gehalt von Ingenieur:innen (37 %), Volkschullehrer:innen (32 %), Verkäufer:innen (28 %) anfallen, weiters zeigt sie auch den Steuersatz auf Kursgewinne aus Aktienspekulation (27,5 %), auf die Zinsen auf Erspartes (25 %) sowie bei Millionenerbschaften bei Immobilien (3,5 Prozent), sowie auf Millionenerbschaft Geld (0 %).
Einkommen aus Arbeit wird höher besteuert als Millionenvermögen
Während ein:e Ingenieur:in im Schnitt einen Steuersatz von 37 Prozent auf ihr Einkommen abführt, fallen etwa für Kursgewinne durch Aktienspekulation lediglich 27,5 Prozent an – und auch nur dann, wenn der Gewinn realisiert wird. Ein:e Volksschullehrer:in trägt durchschnittlich 32 Prozent ihres Einkommens bei. Auch ein:e Verkäufer:in im Handel gibt im Schnitt mit einem Steuersatz von 28 Prozent mehr von ihrem Einkommen ab als es Aktien-Spekulant:innen tun. Auf Zinserträge aus Ersparnissen fällt ebenfalls ein pauschaler Steuersatz von 25 Prozent an – auch hier fehlt die progressive Besteuerung: Eine Pensionistin, die für ihr Enkelkind 1.000 Euro spart, zahlt auf die Zinserträge denselben Steuersatz wie jemand mit einem Millionenvermögen am Sparbuch. Wird eine Immobilie geerbt fallen 3,5 Prozent an, ebenfalls ohne Berücksichtigung darauf, ob es sich um eine Villa oder eine kleine Wohnung mit Eigenbedarf handelt.
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„Wer arbeitet, zahlt – wer besitzt, kaum“: Österreichs Steuersystem vertieft Vermögensungleichheit

„Wer arbeitet, zahlt – wer besitzt, kaum“: Österreichs Steuersystem vertieft Vermögensungleichheit

Eine neue Studie im Auftrag des G20-Vorstands unterstreicht, dass wir weltweit vor einem Ungleichheits-Notstand stehen. In Österreich wird Einkommen aus unselbständiger Arbeit progressiv besteuert: Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz. Gleichzeitig gilt für Kapitaleinkommen und Vermögenswerte, wenn überhaupt besteuert, weitgehend eine Pauschalbesteuerung – große Erbschaften oder Vermögen bleiben (mit Ausnahme der Grunderwerbsteuer) gänzlich unangetastet. Das Momentum Institut weist mit einer Analyse darauf hin, dass damit das zentrale Prinzip unseres Steuersystems ausgehebelt ist: „Wer mehr hat, soll mehr beitragen“. Damit sich die Vermögensungleichheit nicht noch weiter verschärft, empfiehlt die Denkfabrik die privilegierte Besteuerung von Vermögen zu beenden.
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