Grafiken

Wissen im
Überblick

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Alle unsere Grafiken und Diagramme zum Stöbern und herunterladen.

Sozial gestaffelte Pensionsanpassung bringt höhere Pension für Durchschnittspensionist:in. Anstieg der Bruttopension 2027 aufs ganze Jahr gerechnet.
Sozial gestaffelte Pensionsanpassung bringt höhere Pension für Durchschnittspensionist:in
Sowohl die Mindestpensionist:in, der durchschnittliche Pensionist und die durchschnittliche Pensionistin steigen im Szenario mit sozial gestaffelter Pensionserhöhung besser aus. Eine Mindestpensionist:in (Ausgleichszulage) erhält heuer 1.308 Euro Brutto-Pension im Monat, vierzehn Mal im Jahr. Mit sozialer Stafflung erhält sie den vollen Teuerungausgleich, und damit im kommenden Jahr 604 Euro mehr. Ohne Staffelung bekommt sie nur 513 Euro mehr. Somit steigt sie mit sozialer Staffelung um 91 Euro brutto im Jahr besser aus (netto: 72 Euro). Auch eine Frau mit Durchschnittspension steigt kommendes Jahr mit sozialer Staffelung um 106 Euro brutto besser aus, ein Mann mit Durchschnittspension um 177 Euro. Lediglich eine Person mit höherer Pension (beispielsweise brutto 4.000 Euro im Monat) verliert durch die soziale Staffelung kommendes Jahr 182 Euro aufs ganze Jahr gerechnet.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Mit gestaffelter Pensionserhöhung erhalten fünf von sechs Pensionist:innen den vollen Inflationsausgleich.
Mit gestaffelter Pensionserhöhung erhalten fünf von sechs Pensionist:innen den vollen Inflationsausgleich
Mit sozialer Staffelung werden die Pensionen unter 3.000 Euro um 3,3 Prozent erhöht (volle Inflationsanpassung). Pensionen über 3.000 Euro bekommen einen Festbetrag als Pensionserhöhung in Höhe von 99 Euro (brutto). Auf das ganze Jahr 2027 gerechnet steigt ihre Bruttopension um 1.386 Euro. Das würde circa 280 Mio. Euro Einsparung bringen. Fünf von sechs Pensionierten (82 Prozent) bekommen somit einen vollen Ausgleich für die Teuerung des vergangenen Jahres, während einer von sechs mit der Pensionsanpassung hinter der Inflation zurückbleibt.
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Bei allgemeiner Pensionsanpassung gibt es auch bei niedrigen Pensionen Kaufkraftverlust
Bei allgemeiner Pensionsanpassung unter der Inflation gibt es auch bei niedrigen Pensionen Kaufkraftverlust
Ohne soziale Staffelung wäre eine Pensionsanpassung von 2,8 Prozent für alle möglich. Das liegt um 0,5 Prozentpunkte unter der relevanten Teuerung von 3,3 Prozent. Damit bekommt kein:e Pensionist:in den vollen Inflationsausgleich. Eine Person mit 1.000 Euro Pension bleibt um 70 Euro hinter der Teuerung zurück, eine 5.000 Euro-Pension um 350 Euro. Allerdings fallen ohne soziale Staffelung die Pensionsverluste für Personen mit höherer Pension geringer aus.
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
In Österreich geben die meisten Männer an, aus persönlichen Gründen in Teilzeit zu arbeiten
In Österreich geben die meisten Männer an, aus persönlichen Gründen in Teilzeit zu arbeiten
Bei Männern in Österreich sind ‚andere persönliche Gründe‘ mit 31 Prozent das wichtigste Motiv für Teilzeitarbeit, im EU27-Schnitt ist der Grund, dass kein Vollzeitjob gefunden wurde (26 Prozent).
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Europa-Spitzenreiter: Anteil der Frauen die aufgrund von Betreuungspflichten in Teilzeit arbeiten in Österreich bei fast 50 Prozent
Europa-Spitzenreiter: Anteil der Frauen, die aufgrund von Betreuungspflichten in Teilzeit arbeiten in Österreich bei fast 50 Prozent
Österreich landet im Europa-Vergleich auf Platz 3 jener Länder, in denen die meisten Frauen Betreuungspflichten als Grund für ihre Teilzeitbeschäftigung angeben. Fast 50 Prozent der Frauen geben an, wegen Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen in Teilzeit beschäftigt zu sein. In Dänemark sind es gerade einmal 4 Prozent der Frauen.   
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wie viel Familien durch die Kürzung der Familienleistungen verlieren. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die entgangenen Familienleistungen (Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Schulstartgeld) pro Jahr.
Wie viel Familien durch die Kürzung der Familienleistungen verlieren
Was strukturell schon schief hängt, wird durch das Sparpaket der Bundesregierung weiter verschärft. Der fehlende Teuerungsausgleich bei den Familienleistungen kostet Familien real jedes Jahr immer mehr Geld. Eine Familie mit einem Kind verliert 2027 zunächst 146 Euro pro Jahr, 2028 steigt dieser Verlust auf 206 Euro. Bei zwei Kindern sind es bis zu 425 Euro jährlich, bei drei Kindern 668 Euro. Familien mit vier oder fünf Kindern verlieren bis zu 918 bzw. 1.170 Euro pro Jahr, zusammengesetzt aus fehlender Anpassung von Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulstartgeld. Diese Einschnitte treffen überproportional Mütter.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Teilzeit: 70 Prozent der Mütter in Österreich sind teilzeitbeschäftigt. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass Männer ohne Kind häufiger in Teilzeit arbeiten als Väter.
Teilzeit: 70 Prozent der Mütter in Österreich sind teilzeitbeschäftigt
Sieben von zehn Müttern in Österreich arbeiten Teilzeit. Mit einer Quote von 69 Prozent liegt Österreich an der Spitze aller EU-Mitgliedstaaten – mehr als doppelt so hoch wie der EU-Schnitt von 32 Prozent. Selbst die Niederlande und Deutschland, die ebenfalls hohe Teilzeitquoten aufweisen, kommen auf je 66 Prozent. Auf dem 4. Platz liegt Belgien, allerdings mit einer Quote von 40 Prozent deutlich unter jener der Listenersten. Betrachtet wurden Personen zwischen 25 und 54 Jahren mit Kindern im Haushalt.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Mütter in Teilzeit: Österreich hat die höchste Teilzeitbeschäftigung von Müttern in der EU. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Teilzeitbeschäftigten nach Elternstatus und Geschlecht im EU-Vergleich.
Mütter in Teilzeit: Österreich hat die höchste Teilzeitbeschäftigung von Müttern in der EU
Besonders auffällig ist: In Österreich beträgt der Unterschied in der Teilzeitquote zwischen Müttern und Frauen ohne Kinder (im Haushalt) 37 Prozentpunkte – die größte Differenz in ganz Europa. Zum Vergleich im EU27-Schnitt liegt der Unterschied zwischen Frauen, die ohne Kind im Haushalt leben und Müttern in Teilzeit nur bei 13 Prozentpunkten. Das bedeutet: Kinder verändern das Erwerbsleben von Frauen in Österreich dramatisch. Bei Männern passiert das schlicht nicht. Das ist keine individuelle Entscheidung, sondern strukturelle Versäumnisse zwingen Frauen und Mütter oft in Teilzeitarbeit. Österreich hat ein System gebaut, das Mütter systematisch aus dem Erwerbsleben drängt. 
Arbeit
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Inlandsflüge verbrauchen 7,2 Millionen Liter Kerosin pro Jahr. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viele Millionen Liter Kerosin auf den Strecken Wien – Innsbruck, Wien – Klagenfurt und Wien – Graz jeweils verbraucht werden.
Inlandsflüge verbrauchen 7,2 Millionen Liter Kerosin pro Jahr
Flüge innerhalb Österreichs verbrauchen laut Analyse rund 7,2 Millionen Liter Kerosin pro Jahr. Den größten Anteil macht die Strecke Wien–Innsbruck mit 4,1 Millionen Litern aus, gefolgt von Wien–Klagenfurt mit 2,1 Millionen Litern und Wien–Graz mit rund einer Million Litern.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
9 von 10 Kurzstreckenflügen könnten durch Zugreisen ersetzt werden. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass für 56.210 Kurzstreckenflüge 48.910 direkte Nachtzug-Verbindungen gibt. Davon sogar 9.490 Zugverdindungen unter 6 Stunden.
9 von 10 Kurzstreckenflügen könnten durch Zugreisen ersetzt werden
Von den 20 meistgeflogenen Kurzstreckenverbindungen aus Österreich unter 1.000 Kilometern haben 87 Prozent bereits eine Nachtzug-Alternative. Insgesamt entfallen auf diese 20 Strecken jährlich 56.210 Kurzstreckenflüge. Für 48.910 davon besteht eine Nachtzugverbindung. 9.490 Verbindungen wären mit dem Zug in unter sechs Stunden erreichbar.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
OMV: Gewinne im ersten Quartal 2026 übersteigen Vorjahresgewinne bereits.
OMV: Gewinne im ersten Quartal 2026 übersteigen Vorjahresgewinne bereits
Allein im ersten Quartal 2026 erzielte die OMV ein Periodenergebnis von 1,65 Milliarden Euro. Das ist mehr als dreieinhalbmal so viel wie der Durchschnitt der ersten Vorkrisen-Quartale 2018 bis 2021. Um an die durchschnittlichen Jahresgewinne aus den Vorkrisenjahren heranzukommen, fehlt der OMV heuer somit nur noch 461 Millionen Euro. Den gesamten Jahresgewinn 2025 in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, hat die OMV heuer bereits im ersten Quartal erreicht.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner. Die Raffinerie-Marge ist heute 3,5-mal so hoch wie vor dem Ukraine-Krieg.
Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner
Auch die Raffinerie-Marge der OMV ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs regelrecht explodiert und ist heute 3,5-mal so hoch wie davor (Mittelwert Q1/18-Q4/21: 2,47 Cent pro Liter). Vor dem Ukraine-Krieg lag diese Marge meist bei wenigen Cent pro Liter. Nach Kriegsbeginn schoss sie stark nach oben. Auch 2026 bleibt sie deutlich erhöht. Cent pro Liter und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Raffinerie-Marge zeigt vereinfacht gesagt, wie viel im Raffineriegeschäft pro Liter hängen bleibt. Sie beschreibt die Differenz zwischen dem Preis für Rohöl und dem Wert der daraus erzeugten Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Bezirke mit höherem Durchschnittseinkommen verfügen über mehr Ärzt:innen. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt die Anzahl der Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen und das durchschnittliche Netto-Monatseinkommen in Wiener Bezirken. Die höchste Ärzt:innen-Dichte gibt es in der Inneren Stadt (38,1), gefolgt vom 8. und 9. Bezirk (je 15,1). Die Innere Stadt hat auch das höchste durchschnittliche Netto-Einkommen (2.728 Euro). Die wenigsten Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen gibt es in den einkommensschwachen Bezirken 10 und 11 (je 1,2).
Bezirke mit höherem Durchschnittseinkommen verfügen über mehr Ärzt:innen
Die Zahl der verfügbaren Ärzt:innen korreliert mit den durchschnittlichen Einkommen in den jeweiligen Bezirken. In den Bezirken mit den geringsten Nettoeinkommen – Rudolfsheim-Fünfhaus (15.), Brigittenau (20.), Favoriten (10.) und Ottakring (16.) – kommen nicht auf 1.000 Einwohner:innen. In reicheren Bezirken wie Währing (18.), Döbling (19.) oder Hietzing (13.) hingegen stehen etwas mehr als sieben Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen zur Verfügung. An oberster Stelle des Ungleichgewichts steht abermals der 1. Bezirk, wo sich pro 1.000 Bezirkseinwohner:innen sogar 38,1 Ärzt:innen finden.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wer in einkommensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie Lebenserwartung und Nettoeinkommen in Wien nach Bezirken zusammenhängen. In Bezirken mit einem überdurchschnittlichen Nettoeinkommen liegt auch die Lebenserwartung über dem Durchschnitt. Die höchste Lebenserwartung haben Bewohner:innen der Inneren Stadt (84,9 Jahre) und der Josefstadt (84,2 Jahre). Am unteren Ende der Skala liegen Rudolfsheim-Fünfhaus (79,4 Jahre) und Simmering (79,7 Jahre).
Wer in einkomensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer
Die durchschnittliche Lebenserwartung in den 23 Wiener Bezirken unterscheidet sich deutlich voneinander. Eine naheliegende Erklärung sind die Einkommensunterschiede in den jeweiligen Bezirken. Die längste Lebenserwartung haben Bewohner:innen im 1. Bezirk mit durchschnittlich 84,9 Jahren. Am kürzesten leben hingegen die Menschen in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk). Dort beträgt die Lebenserwartung nur 79,4 Jahre und damit mehr als 5 Jahre weniger. Wer sich in Wien etwas auskennt, erkennt hier ein Muster, das sich durch alle Bezirke zieht: Menschen, die in den ärmeren Bezirken Wiens leben, sterben im Durchschnitt deutlich früher.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Reduktion der Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von Arbeitslosenpersonen zwischen 2019 und 2025 und wie viele Personen der Sozialstaat aus der Armutsgefährdung ‚geholt‘ hat.
Reduktion der Armutsgefährdung: Der Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut
Vor Sozialleistungen wären im Jahr 2025 rund 237.000 arbeitslose Menschen armutsgefährdet gewesen. Nach Sozialleistungen sind es immer noch 160.000. Der Sozialstaat reduziert die Armutsgefährdung damit um 77.000 Personen beziehungsweise 32 Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag diese Reduktion noch bei 46 Prozent. Damals senkte der Sozialstaat die Zahl der armutsgefährdeten Arbeitslosen von 259.000 auf 139.000 Personen. Damit hat die Schutzwirkung des Sozialstaats seit 2019 um 14 Prozentpunkte abgenommen. Besonders auffällig ist die Entwicklung seit 2023: Während damals nach Sozialleistungen 130.000 Arbeitslose armutsgefährdet waren (42 Prozent), stieg diese Zahl 2024 auf 135.000 (42 Prozent) und 2025 auf 160.000 Personen (45 Prozent).
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet. Vulnerable Gruppen, die trotz Sozialleistungen armutsgefährdet sind.
Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet
Erwerbsarbeitslose weisen 2025 mit 45 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Sie sind damit stärker betroffen als Alleinerziehende mit 41 Prozent, Nicht-Österreicher:innen mit 38 Prozent oder Mehrkindhaushalte mit 35 Prozent. Auch Mietende sind mit 30 Prozent, Kinder mit 23 Prozent und alleinlebende Pensionistinnen mit 27 Prozent deutlich überdurchschnittlich armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung in Österreich insgesamt liegt bei 16 Prozent.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Weil die Bundesregierung auf vermögensbezogene Steuern verzichtet, fallen die sozialen Einschnitte im Sparpaket bei Pensionen, Geringverdiener:innen und Familien größer aus als notwendig.
Vermögensbezogene Steuern – Regierung wagt sich nicht an große Brocken
Weil die Bundesregierung auf vermögensbezogene Steuern verzichtet, fallen die sozialen Einschnitte im Sparpaket bei Pensionen, Geringverdiener:innen und Familien größer aus als notwendig.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
2027 werden durch die Maßnahmen des vorgeschlagenen Sparpakets Haushalte um 800 Millionen Euro und Unternehmen um 700 Millionen finanziell belastet. Ab 2028 finanziert der Sparbeitrag der Unternehmen aber überwiegend eine Steuersenkung für sie (Lohnnebenkostensenkung). Dagegen lastet auf den Schultern der Haushalte eine Belastung von 1,8 Milliarden Euro.
Ab 2028 zahlen das Sparpaket überwiegend die Haushalte
Die Rechnung für das Sparpaket bezahlen überwiegend die Haushalte. 2027 werden durch die Maßnahmen des vorgeschlagenen Sparpakets Haushalte um 800 Millionen Euro und Unternehmen um 700 Millionen finanziell belastet. Ab 2028 finanziert der Sparbeitrag der Unternehmen aber überwiegend eine Steuersenkung für sie (Lohnnebenkostensenkung). Dagegen lastet auf den Schultern der Haushalte eine Belastung von 1,8 Milliarden Euro. Zumindest finden sich jedoch bei einigen Maßnahmen eine soziale Abfederung, etwa bei den Pensionen, damit sie nicht voll auf die Geringverdiener:innen durchschlagen. Ein kleiner Teil der Einsparung kommt auch durch Sparmaßnahmen in der Verwaltung zu Stande.  
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Niedrigverdiener:innen etwa bezahlen künftig pro Monat rund 36 Monat Euro mehr an Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. Insbesondere teilzeitarbeitende Frauen sind von der Maßnahme betroffen.
Höhere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung belasten niedrige und mittlere Einkommen
Niedrigverdiener:innen etwa bezahlen künftig pro Monat rund 36 Monat Euro mehr an Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. Insbesondere teilzeitarbeitende Frauen sind von der Maßnahme betroffen. Eine soziale Abfederung findet sich zumindest in manchen Teilen des Sparpakets bei Haushalten: Die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage etwa wird für die Betroffenen sehr gut verkraftbar sein. Bei den Pensionen wird entscheidend für die soziale Balance sein, dass niedrige und mittlere Pensionen die Teuerung voll ausgeglichen bekommen.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Grafik des Momentum Instituts, die die Kosten der Senkung verschiedener Teile der Lohnnebenkosten (Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, FLAF, Insolvenz-Entgelt-Fonds) seit 2014 darstellt. Im Jahr 2025 fehlten im Staatsbudget 2,8 Milliarden Euro alleine durch vergangene Lohnnebenkosten-Senkungen. Aufsummiert seit 2014 erlitt der Staat 16,8 Milliarden an Mindereinnahmen durch Lohnnebenkosten-Senkungen. Die Staatsschuldenquote ist dadurch 2026 um 3,2 Prozent höher als ohne Senkungen. ALT: Grafik des Momentum Instituts, die die Kosten der Senkung verschiedener Teile der Lohnnebenkosten (Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, FLAF, Insolvenz-Entgelt-Fonds) seit 2014 darstellt.
Lohnnebenkosten-Kürzungen seit 2014 kosten bislang 16,8 Milliarden Euro
Im Jahr 2025 fehlten im Staatsbudget 2,8 Milliarden Euro allein durch vergangene Lohnnebenkosten-Kürzungen. Aufsummiert seit 2014 fehlen dadurch dem Staat insgesamt 16,8 Milliarden an Einnahmen. Die Staatsschuldenquote ist dadurch 2026 um 3,3 Prozent höher als ohne die Kürzungen. 
Arbeit
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Höhere Treibstoffpreise kommen Autofahrenden teuer. Mehrausgaben der Haushalte mit Verbrenner-Pkw im Monat. Die Grafik zeigt die Mehrkosten in Euro jeweils für Benziner und Diesel-Fahrzeuge in den Haushaltszehntel und um wie viel die Spritpreisbremse die Kosten dämpft.
Höhere Treibstoffpreise kommen Autofahrenden teuer
Umgerechnet auf einen Monat kosten die höheren Spritpreise seit Beginn des Iran-Kriegs die Haushalte im Mittel je nach Kraftstoff unterschiedlich viel. Haushalte mit Dieselfahrzeugen kostet der teurere Sprit im Monat um 50 Euro mehr, Haushalte mit Benzinern im Durchschnitt 17 Euro mehr. Die Spritpreisbremse verhindert zusätzliche monatliche Mehrkosten in Höhe von 10 Euro (Diesel) und 8 Euro (Benzin). Damit verhindert die Spritpreisbremse für Benziner-Haushalte im Schnitt rund ein Drittel der Mehrkosten (31,6 Prozent), für Haushalte mit Diesel-Pkw ist es rund ein Sechstel (16,9 Prozent).
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Grafiken nach Thema filtern
filter filter