Autor: Oliver Picek

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Flugabgabe könnte fallen, aber Öffi-Gebühren steigen

Flugabgabe könnte fallen, aber Öffi-Gebühren steigen

Höhere Preise für öffentliche Verkehrsmittel, gleichzeitig ein mögliches Steuergeschenk von rund 190 Millionen Euro jährlich an den Flugverkehr: Die Forderung nach einer Abschaffung der Flugabgabe ist sozial ungerecht, klimapolitisch kontraproduktiv und budgetpolitisch widersinnig, wie unsere Analyse zeigt.
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Klima
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Balkendiagramm des Momentum Instituts 'Öffi-Preise steigen - Flugabgabe soll fallen?' Vergleicht drei Werte für 2026: Erhöhte Einnahmen aus Wiener Linien-Tickets (100 Mio. Euro), aus dem Klimaticket (150 Mio. Euro), und die prognostizierte Flugabgabe (190 Mio. Euro). Ein zusätzlicher weißer Balken über der Flugabgabe zeigt das entgangene Zusatzvolumen von 102 Mio. Euro durch fehlende Inflationsbereinigung. Quelle: Budgetdienst UG41, BMF, Wifo, Presse vom 05.09.2025.
Öffi-Preise steigen – Flugabgabe soll fallen?
Die Auswertung stellt die Mehrkosten für Öffi-Fahrgäste den drohenden Einnahmenausfällen durch einen Verzicht der Regierung auf die Flugabgabe gegenüber. Während die Kosten für öffentlichen Verkehr, etwa für das Klimaticket oder die Wiener Jahreskarte, teurer werden, könnte eine Abgabe auf klimaschädliches Fliegen auf Drängen von Fluglinien und Flughafenbesitzern fallen. Allein durch die Verteuerung der Wiener-Linien-Karten vom letzten Jahr rechnet der Konzern mit Mehreinnahmen für 2026 in Höhe von rund 100 Millionen Euro – in den kommenden Jahren sogar mit 150 Millionen Euro. Auch die Bundesregierung hat den öffentlichen Verkehr verteuert: Die Preiserhöhung beim Klimaticket sowie die Streichung des Gratis-Klimatickets für 18-Jährige bringen der Bundesregierung 150 Millionen Euro an Mehreinnahmen. 2027 kommt noch eine Verteuerung des Klimatickets um 2 Prozent obendrauf – was bis zu 8 Millionen Euro kosten wird. Eine Mehrbelastung im Jahr 2026 für die Bevölkerung in Höhe von 250 Millionen Euro steht so den erwarteten Einnahmen durch die Flugabgabe für 2026 mit einem Volumen von 190 Millionen Euro gegenüber. „Streicht die Regierung die Flugabgabe, wird klimaschädliches Fliegen billiger. Aber der klimafreundliche öffentliche Verkehr bleibt teurer. Die Höhe der Flugabgabe wurde nie an die Inflation angepasst und ist real deutlich weniger wert als ursprünglich. Für 2026 werden Einnahmen von rund 190 Millionen Euro erwartet – Geld, auf das Bund, Länder und Gemeinden bei einer Abschaffung verzichten würden. Mit der tatsächlichen Inflation hochgerechnet würden die Einnahmen aus der Ticketabgabe sogar 292 Millionen Euro betragen.
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Klima
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Warum das höhere Frauenpensionsalter bisher ein Misserfolg ist

Warum das höhere Frauenpensionsalter bisher ein Misserfolg ist

Der Chef des Arbeitsmarktservice war am Sonntag in der Pressestunde zu Gast. Grundsätzlich hat er viel Kluges gesagt, womit ich übereinstimmen kann. Aber bei der Erhöhung des Pensionsantrittsalters sieht er die Sache viel zu rosig.
Arbeit
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Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Die Arbeitgeber:innen und ihre Lobby fordern stets, dass die Menschen wieder mehr arbeiten sollen. Aber wenn der Finanzminister Anreize dafür setzt, passt es ihnen auch nicht. 
Arbeit
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Nationalbank-Chef verirrt sich in die Tagespolitik: Was erlaube Kocher?

Nationalbank-Chef verirrt sich in die Tagespolitik: Was erlaube Kocher?

„Was erlaube Strunz?“, fragte sich Fußballtrainer Giovanni Trapattoni in einer legendären Pressekonferenz vor 30 Jahren, quasi in einem viralen Video „before it was cool“.
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Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Traditionell lag die Arbeitslosenquote in Österreich über Jahrzehnte niedriger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.
Arbeit
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Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Der (noch nicht akkordierte) Regierungsentwurf zur Reform der Sozialhilfe sieht auch einen höheren Kindermehrbetrag für geringbezahlte Familien vor, finanziert durch einen höheren Höchststeuersatz für Spitzenbezahlte. Diese Steuerstrukturreform kann für rund 153.000 Menschen im Schnitt 576 Euro im Jahr mehr bedeuten. Sie senkt die Abgabenbelastung für Geringbezahlte mit Kindern, darunter Alleinerziehende.
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Arbeit
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Was die Gießkanne in der Wirtschaftspolitik verloren hat

Was die Gießkanne in der Wirtschaftspolitik verloren hat

Viele führende Ökonom:innen in diesem Land haben ein Hobby. Sie garteln gerne. Anders lässt sich ihre Obsession mit der „Gießkanne“ nicht erklären. Es vergeht kein Monat in diesem Land, als Wirtschaftsforscher, Politiker, oder Journalisten nicht irgendeine wirtschaftspolitische Maßnahme mit „Das ist doch die Gießkanne“ verurteilen.
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Insolvenz-Entgelt-Fonds: Finanzierungslücke fair schließen

Insolvenz-Entgelt-Fonds: Finanzierungslücke fair schließen

Der Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) ist unter Druck. Unsere neue Analyse zeigt: Hätte die damalige Bundesregierung den Beitrag der Unternehmen zum Fonds 2022 nicht halbiert, wären heute deutlich mehr Reserven vorhanden. Um den Fonds langfristig abzusichern, präsentieren wir vier Ansatzpunkte.
Arbeit
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Schnellanalyse zur Budget-Einigung 2027/28

Schnellanalyse zur Budget-Einigung 2027/28

Die Lohnnebenkostensenkung für Unternehmen ist mit zwei Milliarden Euro der bei weitem größte Kostenpunkt im Sparpaket des künftigen Doppelbudgets 2027/28. Sie gibt den Unternehmen ihren Konsolidierungsbeitrag ab 2028 wieder zurück, womit die Haushalte eine höhere finanzielle Last schultern müssen als nötig. Das Momentum Institut hat die Budget-Einigung 2027/28 der Bundesregierung analysiert.
Policy Note
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Weil die Bundesregierung auf vermögensbezogene Steuern verzichtet, fallen die sozialen Einschnitte im Sparpaket bei Pensionen, Geringverdiener:innen und Familien größer aus als notwendig.
Vermögensbezogene Steuern – Regierung wagt sich nicht an große Brocken
Weil die Bundesregierung auf vermögensbezogene Steuern verzichtet, fallen die sozialen Einschnitte im Sparpaket bei Pensionen, Geringverdiener:innen und Familien größer aus als notwendig.
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2027 werden durch die Maßnahmen des vorgeschlagenen Sparpakets Haushalte um 800 Millionen Euro und Unternehmen um 700 Millionen finanziell belastet. Ab 2028 finanziert der Sparbeitrag der Unternehmen aber überwiegend eine Steuersenkung für sie (Lohnnebenkostensenkung). Dagegen lastet auf den Schultern der Haushalte eine Belastung von 1,8 Milliarden Euro.
Ab 2028 zahlen das Sparpaket überwiegend die Haushalte
Die Rechnung für das Sparpaket bezahlen überwiegend die Haushalte. 2027 werden durch die Maßnahmen des vorgeschlagenen Sparpakets Haushalte um 800 Millionen Euro und Unternehmen um 700 Millionen finanziell belastet. Ab 2028 finanziert der Sparbeitrag der Unternehmen aber überwiegend eine Steuersenkung für sie (Lohnnebenkostensenkung). Dagegen lastet auf den Schultern der Haushalte eine Belastung von 1,8 Milliarden Euro. Zumindest finden sich jedoch bei einigen Maßnahmen eine soziale Abfederung, etwa bei den Pensionen, damit sie nicht voll auf die Geringverdiener:innen durchschlagen. Ein kleiner Teil der Einsparung kommt auch durch Sparmaßnahmen in der Verwaltung zu Stande.  
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