Autor: Sophie Achleitner

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Equal Pay Day 2026: Vollzeitarbeit schützt nicht vor der Lohnlücke

Equal Pay Day 2026: Vollzeitarbeit schützt nicht vor der Lohnlücke

Heuer fällt der Equal Pay Day auf den 5. November 2026. Die Analyse der durchschnittlichen Brutto-Jahresbezüge von ganzjährig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern zeigt, dass der Gender-Pay-Gap immer noch bei satten 15,5 Prozent klafft (2025: 16,3 Prozent). Eine Auswertung macht außerdem deutlich: Lohndiskriminierung trifft Frauen in jeder Altersgruppe, in jeder Berufsgruppe – mit und ohne Kind.
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Vollzeitbeschäftigte Frauen bekommen 16 Prozent weniger gezahlt als Männer
Vollzeitbeschäftigte Frauen bekommen 16 Prozent weniger gezahlt als Männer
Heuer fällt der Equal Pay Day auf den 5. November 2026. Die Analyse der durchschnittlichen Brutto-Jahresbezüge von ganzjährig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern zeigt, dass der Gender-Pay-Gap immer noch bei satten 15,5 Prozent klafft (2025: 16,3 Prozent). In den Bundesländern ist die Lücke sehr unterschiedlich ausgeprägt: In Vorarlberg etwa bekommen Frauen in Vollzeitjobs mehr als ein Fünftel weniger gezahlt als Männer in Vollzeitjobs. In der Bundeshauptstadt Wien ist die Lohnlücke zwar von allen Bundesländern am kleinsten, aber selbst hier bekommen vollzeitbeschäftigte Frauen rund 11 Prozent weniger.
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Gender-Pay-Gaps nach Alter und Erwerbsausmaß
Gender-Pay-Gaps nach Alter und Erwerbsausmaß
Für Vollzeitbeschäftigte liegt der Gender Pay Gap bei den unter 30-Jährigen bei 7 Prozent, steigt auf 8 Prozent bei den 30-39-Jährigen und 16 Prozent bei der nächsten Alterskohorte (40-49 Jahre) auf schließlich 18 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen. Teilzeitbeschäftigte Frauen liegen, bis auf bei den unter 30-Jährigen erwartungsgemäß über den Gaps der Vollzeitbeschäftigten (10, 19 und 22 Prozent). Entscheidend ist der dritte Balken: die Vollzeitquote der Frauen. Sie liegt bei den unter 30-Jährigen bei 65 Prozent und ist dort am höchsten. Danach bricht sie auf 44 Prozent (30-39 Jahre) und 41 Prozent (40-49 Jahre) ein und erholt sich bei den 50-59-Jährigen nur auf 46 Prozent. Die Auswertung erzählt damit zwei Geschichten gleichzeitig: Frauen verlassen den Vollzeitpfad ab 30 massiv und jene, die darauf bleiben, verlieren dennoch Jahrzehnt für Jahrzehnt relativ zu ihren männlichen Kollegen. Ein Vollzeitjob federt die Lücke also nicht ab, er verlangsamt sie bloß.
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Vollzeitarbeit schützt Mütter nicht vor der Lohnlücke
Vollzeitarbeit schützt Mütter nicht vor der Lohnlücke
Frauen ohne Kind in Vollzeit weisen einen Gender Pay Gap im Vergleich zu den Männern ohne Kind von 5 Prozent (unter 30 Jahren), 1 Prozent (30-39 Jahre), 7 Prozent (40-49 Jahre) und 15 Prozent (50-59 Jahre) auf. Bei Müttern in Vollzeit sind es 27, 19, 21 und 20 Prozent. Der Sprung zwischen den beiden Kurven offenbart: Im jüngsten Segment bekommt eine vollzeitbeschäftigte Mutter um 22 Prozentpunkte weniger bezahlt im Vergleich zum männlichen Pendant als eine Frau ohne Kinder in Vollzeit – bei identischem Erwerbsausmaß. Verglichen werden immer die Pendants zueinander, also Frauen ohne Kinder mit Männern ohne Kinder sowie Mütter im Vergleich zu Vätern.
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Lohnlücke bei vollzeittätigen Müttern im Westen am Höchsten
Lohnlücke bei vollzeittätigen Müttern im Westen am Höchsten
In allen Bundesländern haben vollzeittätige Mütter (im Vergleich zu vollzeittätigen Vätern) eine höhere Lohnlücke als Frauen ohne Kinder (im Vergleich zu Männern ohne Kinder). Während der Pay Gap bei Frauen ohne Kinder zwischen 4 Prozent (Wien) und 15 Prozent (Vorarlberg) variiert, steigt er bei Müttern konsequent an: von 9 Prozent in Wien bis zu einem Maximalwert von 29 Prozent in Vorarlberg. Besonders ausgeprägt ist diese Diskrepanz in den westlicheren Bundesländern: Vorarlberg, Salzburg und Tirol weisen Lohnnachteile von Müttern zwischen 21 und 29 Prozent auf. Auch Oberösterreich liegt mit 27 Prozent Lohnlücke, deutlich über dem Österreichschnitt von 18,6 Prozent (22,3 Prozent, wenn alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten verglichen werden).
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Gender-Pay-Gap von Vollzeitbeschäftigten in den Berufsgruppen
Gender-Pay-Gap von Vollzeitbeschäftigten in den Berufsgruppen
Neun Berufsgruppen wurden nach der Höhe ihres Gender Pay Gaps ausgewertet: Ganz oben stehen die Führungskräfte mit einer Lohnlücke von knapp einem Viertel (23 Prozent), gefolgt von Techniker:innen gleichrangiger nichttechnischer Berufe (22 Prozent) und Fachkräften in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (22 Prozent). Es folgen Handwerks- und verwandte Berufe (21 Prozent), Dienstleistungsberufe und Verkäufer (21 Prozent), akademische sowie vergleichbare Berufe (19 Prozent), Hilfsarbeitskräfte (18 Prozent), Bediener:innen von Anlagen und Maschinen und Montageberufe (16 Prozent) und schließlich Bürokräfte und verwandte Berufe mit einem Gap von 10 Prozent.
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Wie vollzeittauglich ist die Kinderbetreuung für unter 3-Jährige? Anteil der VIF-konformen Betreuungsplätze nach politischem Bezirk und Bundesland (ohne Wien)
Wie vollzeittauglich ist die Kinderbetreuung für unter 3-Jährige?
Die Grafik zeigt, dass es nicht nur zwischen den Bundesländern große Unterschiede bei der Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Vollzeitarbeit gibt, sondern auch innerhalb der einzelnen Bundesländer. Besonders deutlich wird das in Oberösterreich: Während im Bezirk Schärding gerade einmal ein Prozent der betreuten unter Dreijährigen einen vollzeittauglichen Platz haben, sind es in Linz-Stadt 87 Prozent. Ähnlich groß sind die Unterschiede im Burgenland, wo die Anteile zwischen 22 und 100 Prozent liegen, sowie in Kärnten mit einer Bandbreite von 12 bis 85 Prozent. In Vorarlberg liegen die Bezirke hingegen deutlich näher beieinander: Hier reicht der Anteil vollzeittauglicher Einrichtungen von 56 bis 82 Prozent. Auch in Niederösterreich gibt es mit Schwankungen von 66 Prozentpunkten erhebliche regionale Unterschiede. Die Grafik macht damit deutlich, dass die Durchschnittswerte der Bundesländer allein nur wenig darüber aussagen, wie gut das Betreuungsangebot in den einzelnen Bezirken tatsächlich ist. Selbst innerhalb eines Bundeslandes kann es stark vom Wohnort abhängen, wie gut sich Kinderbetreuung und Vollzeitarbeit vereinbaren lassen.
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Das Balkendiagramm trägt den Titel „Zeitverlauf der VIF-konformen Besuchsquoten der unter 3-Jährigen in den Bundesländern“. Es zeigt den prozentuellen Anteil der Kinder unter drei Jahren in vollzeittauglicher Betreuung in den neun österreichischen Bundesländern. Für jedes Bundesland werden die Betreuungsquoten der Jahre 2019/20 und 2025/26 gegenübergestellt. Dadurch wird sichtbar, in welchen Bundesländern der Anteil der Kinder in vollzeittauglicher Betreuung gestiegen oder gesunken ist.
Zeitverlauf der VIF-konformen Besuchsquoten der unter 3-Jährigen in den Bundesländern
Die Unterschiede bei der Kinderbetreuung zwischen den Bundesländern sind enorm: Bei den unter 3-Jährigen erreicht Wien mit 46,1 Prozent nicht nur die höchste Betreuungsquote und als einziges Bundesland das EU-2030-Ziel von 45 Prozent, sondern mit 89 Prozent auch die mit Abstand höchste VIF-konforme Betreuung. Es folgen Vorarlberg (72 Prozent) und Kärnten (71 Prozent). Am unteren Ende liegen Oberösterreich (27 Prozent) und die Steiermark (33 Prozent). Beim Ausbau seit 2019/20 zeigt sich: Niederösterreich steigerte seine VIF-Quote bei den unter 3-Jährigen um 31 Prozentpunkte (von 32 auf 63 Prozent), das Burgenland bei den 3- bis 5-Jährigen sogar um 41 Prozentpunkte (von 33 auf 74 Prozent). Rückschritte gab es dagegen in der Steiermark (-14 Prozentpunkte bei den unter 3-Jährigen) und Wien (-5 Prozentpunkte), das dennoch abgeschlagen an der Spitze bleibt.
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Kinderbildung und -betreuung: Zwischen Betreuungsplatz und Vollzeitjob

Kinderbildung und -betreuung: Zwischen Betreuungsplatz und Vollzeitjob

Dieser Policy Brief gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Kinderbildung und -betreuung in Österreich und ordnet diesen im europäischen Vergleich ein. Anschließend wird untersucht, wie gut das bestehende Angebot in den einzelnen Bundesländern mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar ist. Eine detaillierte Bezirksanalyse zeigt schließlich, wie stark sich die Verfügbarkeit vollzeittauglicher Kinderbetreuung regional unterscheidet und welcher Zusammenhang zwischen Vollzeit-tauglicher Betreuung und dem Erwerbsausmaß von Frauen besteht.
Policy Brief
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Das Balkendiagramm trägt den Titel „In jenen Bezirken, in denen die meisten Kinder in vollzeittauglicher Betreuung sind, sind weibliche Teilzeitquoten signifikant niedriger“. Es zeigt die durchschnittlichen Teilzeitquoten von Frauen in den Jahren 2020 bis 2025/26, getrennt nach den 20 politischen Bezirken mit den höchsten und den 20 Bezirken mit den niedrigsten Anteilen an vollzeittauglicher Betreuung für Kinder unter drei Jahren. Dabei wird deutlich, dass die Teilzeitquoten von Frauen in den Top-20-Bezirken über den gesamten Zeitraum signifikant niedriger sind als in den Bottom-20-Bezirken.
In jenen Bezirken, in denen die meisten Kinder in vollzeittauglicher Betreuung sind, sind weibliche Teilzeitquoten signifikant niedriger
Bezirke mit hoher vollzeittauglicher Betreuung zeigen deutlich niedrigere weibliche Teilzeitquoten: In den Top-20-VIF-Bezirken liegt die durchschnittliche Teilzeitquote der Frauen bei 50,8 Prozent, in den 20 schwächsten Bezirken bei 59,3 Prozent (unter 3-Jährige) bzw. 57,4 Prozent (3- bis 5-Jährige). Rund 40 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen nennen laut Statistik Austria die Betreuungssituation als Grund gegen Vollzeit; bei Müttern mit Kindern unter 15 sind es über 80 Prozent.
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Die Grafik trägt den Titel „Vollzeittaugliche Kinderbetreuung – Die Top- und Flop-10-Bezirke“. Sie zeigt ein Ranking der österreichischen politischen Bezirke nach dem Anteil der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, die mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar sind. Dargestellt sind die zehn Bezirke mit den höchsten und die zehn Bezirke mit den niedrigsten Anteilen. Zu den Bezirken mit den höchsten Betreuungsquoten zählen Schärding, Murau und Liezen. Die Grafik verdeutlicht damit die großen regionalen Unterschiede bei der vollzeittauglichen Kinderbetreuung.
Vollzeittaugliche Kinderbetreuung: Die Top und Flop 10 Bezirke
An der Spitze der VIF-konformen Betreuung der unter 3-Jährigen liegen Eisenstadt (Stadt) mit 100 Prozent, gefolgt von Korneuburg (91,7 Prozent) und Linz (Stadt) (87,1 Prozent). Am unteren Ende dominiert Oberösterreich: Schärding bildet mit 1,2 Prozent das traurige Schlusslicht, gefolgt von Murau (3,4 Prozent) und Liezen (4,8 Prozent).
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Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur Lohntransparenz verstreichen lassen. Eine neue Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der Lohnlücke könnte durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin und Jahr bedeuten. 
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