Autor: Sophie Achleitner

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Teuerung bei Schulwaren stärker gestiegen als Schulstartgeld
Teuerung bei Schulwaren stärker gestiegen als Schulstartgeld
Insgesamt sind die Schulwaren wie Hefte, Stifte, Rucksack, aber auch Leistungen wie Nachhilfe oder Mittagessen in der Schule deutlich stärker gestiegen als das Schulstartgeld. Allein seit dem Pandemiejahr 2020 sind die Kosten für ein Schulheft um fast das Doppelte gestiegen (plus 48 Prozent), für Bleistifte und Ringmappen ebenfalls um 46 bzw. 43 Prozent. Ein Mittagessen in der Schule sowie auch Nachhilfe sind seit der Covid-19-Pandemie um fast ein Drittel teurer geworden. Das Schulstartgeld ist im gleichen Zeitraum nur um 25 Prozent gestiegen.
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Schulstartgeld müsste um 41 Euro höher sein. Das Schulstartgeld sollte eigentlich 162 Euro pro Schüler:in betragen.
Schulstartgeld müsste um 41 Euro höher sein
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25 Prozent Wertverlust beim Schulstartgeld - Statt 100 Euro können sich Schüler:innen nur noch Schulwaren im Wert von 75 Euro leisten
25 Prozent Wertverlust beim Schulstartgeld
Seit der Einführung 2011 wurden jährlich 100 Euro pro Kind ausbezahlt. 2023 wurde das Schulstartgeld endlich erstmals mit den Sozialleistungen valorisiert und wuchs bis 2025 mit der Teuerung mit. Im Vorjahr betrug das Schulstartgeld 121,40 Euro. Aktuell können sich Eltern und Schüler:innen mit den ursprünglichen 100 Euro nur noch Schulwaren im Wert von 75 Euro leisten.
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Schulstartgeld: Fehlende Inflationsanpassung befeuert Wertverlust

Schulstartgeld: Fehlende Inflationsanpassung befeuert Wertverlust

Knapp 900.500 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren erhalten das Schulstartgeld, das im August gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausgezahlt wird. Seit der Einführung 2011 wurden jährlich 100 Euro pro Kind ausbezahlt. 2023 wurde das Schulstartgeld endlich erstmals mit den Sozialleistungen valorisiert und wuchs bis 2025 mit der Teuerung mit. Im Vorjahr betrug das Schulstartgeld 121,40 Euro. Ab 2026 jedoch wurde dieser Mechanismus erneut ausgesetzt. Grund dafür sind die Sparmaßnahmen, die die Bundesregierung beschlossen hat: Sozial- und Familienleistungen werden für zwei Jahre (2026 & 2027) nicht an die Teuerung angepasst.
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Kosten für Schulbedarf übersteigen das Schulstartgeld bei Weitem. Um die Kosten bei 7-jährigen Kindern zu decken, müsste das Schulstartgeld mehr als 3-mal so hoch sein; bei Jugendlichen müsste es sogar mehr als 5-mal so hoch sein.
Kosten für Schulbedarf übersteigen das Schulstartgeld bei Weitem
Ein 7-jähriges Kind braucht für die Schule etwa 35 Euro monatlich, also 420 Euro jährlich – etwa für den Nachkauf von Heften, Stiften, oder Tintenpatronen, aber auch für Kopiergeld oder für Schulausflüge und dergleichen. Bei 14-jährigen Jugendlichen sind die Kosten schon deutlich höher: Monatlich fallen hier 54 Euro an, aufs Jahr gerechnet sind das 648 Euro. Die Kosten für den Schulbedarf übersteigen das Schulstartgeld von 121,40 Euro jährlich also bei Weitem. Um die Kosten bei 7-jährigen Kindern zu decken, müsste das Schulstartgeld mehr als 3-mal so hoch sein; bei Jugendlichen müsste es sogar mehr als 5-mal so hoch sein.
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Österreichkarte mit dem Gender Pension Gap nach Bundesland. Die höchste Lücke besteht in Vorarlberg mit 46 Prozent, die niedrigste in Wien mit 27 Prozent.
Hohe Gender-Pension-Gaps im Westen
In Österreich gibt es auch zwischen den Bundesländern beträchtliche Unterschiede: Vorarlberg 14.07.2026 Oberösterreich 20.07.2026 Tirol 25.07.2026 Steiermark 02.08.2026 Salzburg 05.08.2026 Niederösterreich 08.08.2026 Burgenland 07.08.2026 Kärnten 11.08.2026 Wien 21.09.2026  
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Das Säulendiagramm zeigt die Entwicklung des Gender Pension Gap von 2019 bis der Gap geschlossen werden könnte bei aktuellem Tempo. Die Lücke sinkt nur langsam: von 42,3 Prozent im Jahr 2019 auf 41,9 Prozent 2020, 41,6 Prozent 2021, 41,1 Prozent 2022, 40,5 Prozent 2023, 40,1 Prozent 2024, 39,7 Prozent 2025 und 39,4 Prozent 2026. Bei gleichbleibendem Tempo würde die Lücke 2072 noch 20 Prozent und 2097 noch zehn Prozent betragen. Erst 2121 würde sie null erreichen. Das entspricht einer Wartezeit von 95 Jahren.
Gender-Pension-Gap schließt sich erst in 95 Jahren
Seit 2019 hat sich die Pensionslücke nur um 2,9 Prozentpunkte verkleinert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation gerade einmal um 0,3 Prozentpunkte verbessert, 2025 fiel der Equal Pension Day auf den 7. August. Bleibt es bei diesem Tempo, wäre die Pensionslücke erst in 95 Jahren, also im Jahr 2121, geschlossen.
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Horizontale Balken vergleichen die Konsumausgaben alleinlebender Frauen und Männer. Frauen geben anteilig mehr für Wohnen, Ernährung, Gesundheit und Energie aus; Männer mehr für Mobilität, Gastronomie, Urlaub sowie Alkohol und Tabak.
Pensionistinnen müssen zur Deckung der Grundbedürfnisse mehr vom Einkommen ausgeben
Pensionistinnen müssen einen größeren Teil ihres Budgets für Grundbedürfnisse verwenden. Gemessen am verfügbaren Einkommen geben Frauen 17 Prozent für Wohnen und 16 Prozent für Ernährung aus. Bei Männern sind es 14 beziehungsweise 13 Prozent. Für Ernährung geben Frauen 16 und Männer 13 Prozent aus. Für Energie beläuft sich der Anteil am Einkommen bei Frauen auf 7, bei den Männern auf 6 Prozent. Für Gesundheit einschließlich Medikamenten, ärztlicher Leistungen sowie Spitals- und Pflegeleistungen benötigen Frauen acht Prozent ihres Einkommens, Männer nur vier Prozent.
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Das Balkendiagramm vergleicht die Gender Pension Gaps in der EU auf Basis der durchschnittlichen Pensionen von Personen ab 65 Jahren. Malta liegt mit 36,6 Prozent an erster Stelle, Österreich folgt mit 35 Prozent auf Platz zwei. Der EU27-Durchschnitt beträgt 23,9 Prozent. Luxemburg liegt bei 31,2 Prozent, die Niederlande bei 29,5 Prozent und Italien bei 29,2 Prozent. Den niedrigsten Wert weist Estland mit 2,7 Prozent auf.
EU-Vergleich: Österreich auf Platz 2 der größten Gender-Pension-Gaps
In der Eurostat-Auswertung der durchschnittlichen Pensionen von Personen ab 65 Jahren (daher Abweichung zur oben angegeben Pensionslücke von 39,4 Prozent) liegt Österreich mit einer Pensionslücke von 35 Prozent auf Platz zwei der EU27-Länder mit den größten Pensionslücken. Nur Malta weist einen noch größeren Unterschied auf.
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Vergleich der Nettopensionen mit der Armutsgefährdungsschwelle von 1.827 Euro. Frauen liegen mit 1.758 Euro 69 Euro darunter, Männer mit 2.570 Euro 743 Euro darüber.
Durchschnittliche Frauenpension liegt rund 70 Euro unter der Armutsgefährdungsschwelle
Die durchschnittliche Alterspension (14-mal pro Jahr) von Frauen beträgt 1.614 Euro brutto. Bis zur durchschnittlichen Männerpension von 2.664 Euro fehlen Pensionistinnen also mehr als 1.000 Euro brutto monatlich. Die durchschnittliche Frauenpension (12-mal pro Jahr netto zum Vergleich mit Armutsgefährdungsschwelle) ist sogar so gering, dass sie knapp 70 Euro unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1.827 Euro für Ein-Personen-Haushalte liegt. Männer hingegen beziehen Pensionen, die rund 743 Euro über dieser Armutsgrenze liegen. Altersarmut ist in Österreich ein überwiegend weibliches Problem. Zwei Drittel jener Personen, die eine Mindestpension (Ausgleichszulage) beziehen, sind weiblich. 
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Equal Pension Day 2026: Was die Pensionslücke im Alltag bedeutet

Equal Pension Day 2026: Was die Pensionslücke im Alltag bedeutet

Am 9. August ist der Equal Pension Day – jener Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern rein rechnerisch keine Pension mehr bis zum Jahresende erhalten. Die Analyse zeigt, dass Frauen mit ihren geringen Pensionen deutlich mehr für die Deckung der Grundbedürfnisse Wohnen, Ernährung, Energie und Gesundheit ausgeben müssen als Männer.
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Höchststand bei Armutsgefährdung von Mietenden. Dieses Liniendiagramm des Momentum Instituts zeigt die Armutsgefährdungsquote von Menschen in Eigentum und Miete zwischen 2019 und 2025 in Prozent. Bei Mieter:innen steigt die Quote von 20,6 Prozent im Jahr 2019 auf den Höchststand von 26,2 Prozent im Jahr 2025. Dazwischen liegt sie bei 22,5 Prozent 2020, 24,2 Prozent 2021, 23,6 Prozent 2022, 25,3 Prozent 2023 und 23,0 Prozent 2024. Bei Eigentümer:innen bleibt die Quote deutlich niedriger und verändert sich nur geringfügig von 8,8 auf 9,2 Prozent. 2025 sind Mieter:innen damit fast dreimal so häufig armutsgefährdet wie Eigentümer:innen.
Höchststand bei Armutsgefährdung von Mietenden
Wohnen wird in Österreich für immer mehr Menschen zur finanziellen Belastungsprobe. Im Jahr 2025 waren 26,2 Prozent der Menschen in Mietwohnungen armutsgefährdet. 2019 waren es noch 20,6 Prozent. Damit ist inzwischen mehr als jede vierte mietende Person betroffen. Bei Menschen, die im Eigentum leben, stieg die Armutsgefährdungsquote im selben Zeitraum nur leicht von 8,8 auf 9,2 Prozent. Mieter:innen sind damit fast dreimal so häufig armutsgefährdet wie Eigentümer:innen. Der Abstand zwischen den beiden Gruppen ist seit 2019 deutlich größer geworden.
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