Schwerpunkt: Arbeit

529 Treffer
Stellenabbau: Österreich-Karte gibt Überblick über landesweiten Job-Abbau

Stellenabbau: Österreich-Karte gibt Überblick über landesweiten Job-Abbau

Der Stellenabbau 2025 ist kein punktuelles Problem einzelner Regionen, sondern zieht sich durch ganz Österreich. Die Karte der in Medienmeldungen dokumentierten Fälle von angekündigtem Stellenabbau und größeren Insolvenzen macht sichtbar, dass Jobverluste gleichzeitig in industriellen Zentren, bei Zulieferern sowie in Handel und Dienstleistungen auftreten.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Was Dienstleistungsunternehmen in Österreich im Zeitraum zwischen Q4 2014 und Q4 2025 zu schaffen macht. Die Gründe sind kategorisiert in Anderes, Finanzierungsprobleme, Materialengpass, Personalknappheit und Auftragsmangel.
Was Dienstleistungsunternehmen in Österreich zu schaffen macht
Der Auftragsmangel gewinnt bei den Dienstleistungsunternehmen als Faktor, der die Produktion einschränkt, seit 2022 deutlich an Bedeutung und ist 2025 das mit Abstand häufigste genannte Problem. Ein Viertel der Dienstleistungsbetriebe gibt an, dass fehlende Aufträge ihre Geschäftstätigkeit einschränken. Gleichzeitig geht die zuvor stark diskutierte Personalknappheit spürbar zurück. Finanzierungsprobleme und Materialengpässe bleiben zwar präsent, sind aber deutlich weniger ausschlaggebend als die schwache Nachfrage.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Was die Produktion in der Industrie einschränkt. Die Grafik zeigt Gründe für die eingeschränkte Produktion in der Industrie im Zeitraum zwischen Q4 2014 und Q4 2025. Die Gründe sind kategorisiert in Anderes u.a. Finanzierungsprobleme, Materialengpass, Personalknappheit und Auftragsmangel.
Was die Produktion in der Industrie einschränkt
Die Zeitreihe zu den Produktionshemmnissen in der Industrie zeigt, dass sich die Lage seit den Lieferkettenkrisen grundlegend verschoben hat. Während 2021 und 2022 Materialengpässe dominierten, ist 2025 wieder der Auftragsmangel das zentrale Problem. Mehr als ein Viertel der Industriebetriebe gibt aktuell an, dass fehlende Nachfrage ihre Produktion einschränkt. Die Industrie leidet also nicht daran, dass sie nicht produzieren könnte, sondern daran, dass zu wenig bestellt wird.  
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wo in Österreich 2025 Stellen abgebaut werden. Die Grafik zeigt eine Österreich Landkarte mit angekündigtem Stellenabbau und Insolvenzen von Betrieben, über die in Medien berichtet wurde.
Wo in Österreich 2025 Stellen abgebaut wurden
Die Karte der in Medienmeldungen dokumentierten Fälle von angekündigtem Stellenabbau und größeren Insolvenzen macht sichtbar, dass Jobverluste gleichzeitig in industriellen Zentren, bei Zulieferern sowie in Handel und Dienstleistungen auftreten.  Anhand der Karte lässt sich der Wegfall von knapp 8.282 Stellen nachvollziehen, über die heimische Medien im Zeitraum zwischen 1. Januar 2025 bis 16. Dezember 2025 berichteten. Zudem sind in der Karte Insolvenzen ab 100 betroffenen Mitarbeiter:innen laut Insolvenzstatistik eingezeichnet. Die Zuordnung in der Karte erfolgte nach dem Firmensitz.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Zu alt für den Job, zu jung für die Pension

Zu alt für den Job, zu jung für die Pension

67, 70 oder gar 75? Wenn es um das Pensionsantrittsalter geht, überbieten sich marktliberale Ökonominnen und Ökonomen regelmäßig mit immer neuen Rekorden. Dabei blenden sie aus, wie die Realität älterer Menschen am Arbeitsmarkt tatsächlich aussieht. Schon heute schaffen es viele nicht einmal bis zum derzeit bestehenden Antrittsalter. Die allermeisten davon, nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht mehr können oder schlicht nicht gelassen werden.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleibt hoch – Jobgarantie ist effizient und kostet überraschend wenig

Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleibt hoch – Jobgarantie ist effizient und kostet überraschend wenig

Im Vorfeld der nächsten Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen des AMS, haben wir analysiert, wie es derzeit um die Langzeitbeschäftigungslosigkeit in Österreich steht – und welche Kosten eine Jobgarantie je nach Altersgrenze und Dauer der Beschäftigungslosigkeit von Beziehenden bedeuten würden. Die Ergebnisse zeigen: Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit verharrt auf hohem Niveau, die Kosten einer Lösung sind dagegen erstaunlich niedrig. 
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Eine Jobgarantie für Langzeitbeschäftigungslose über 55 Jahre kostet einen Bruchteil vom BIP: Führt die Regierung eine Jobgarantie, mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.500 Euro für alle über 55 Jahre ein, die seit über einem Jahr arbeitssuchend sind, belaufen sich die Kosten auf 983 Millionen Euro pro Jahr und entspricht gerade einmal 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung in Österreich (BIP). Gibt es eine Jobgarantie nur für jene mit über fünf Jahren Beschäftigungslosigkeit, schrumpfen die Kosten auf gerade einmal 226 Millionen Euro – 0,05 Prozent des BIP.
Eine Jobgarantie für Langzeitbeschäftigungslose über 55 Jahre kostet einen Bruchteil vom BIP
Die Berechnungen zeigen: die finanzielle Dimension einer Jobgarantie ist äußerst überschaubar. Führt die Regierung eine Jobgarantie, mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.500 Euro für alle über 55 Jahre ein, die seit über einem Jahr arbeitssuchend sind, belaufen sich die Kosten auf 983 Millionen Euro pro Jahr und entspricht gerade einmal 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung in Österreich (BIP). Gibt es eine Jobgarantie nur für jene mit über fünf Jahren Beschäftigungslosigkeit, schrumpfen die Kosten auf gerade einmal 226 Millionen Euro – 0,05 Prozent des BIP. Lohnnebenkosten, unter anderem die Dienstgeberanteile bei Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, Kommunalsteuer und die Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, sind in der Kostenschätzung berücksichtigt. 
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Über 122.000 Langzeitbeschäftigungslose in Österreich. Langzeitbeschäftigungslose nach Mindestalter und Mindestdauer der Beschäftigungslosigkeit.
Über 122.000 Langzeitbeschäftigungslose in Österreich, nach Mindestalter und Mindestdauer
In Österreich waren im August 2025 über 122.000 Personen länger als ein Jahr ohne Erwerbsarbeit – das sind mehr Menschen als in ganz Innsbruck leben, der sechstgrößten Stadt Österreichs. Besonders betroffen sind ältere Menschen. Je höher das Alter, desto stärker steigt die Wahrscheinlichkeit, in Langzeitbeschäftigungslosigkeit abzurutschen – und dort auch zu verharren. Insgesamt haben 15.218 Menschen über 45 Jahre bereits mindestens vier Jahre ohne Beschäftigung hinter sich. Unter den über 55-Jährigen gibt es 32.783 Personen, die seit über einem Jahr Erwerbsarbeit suchen.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Eine Jobgarantie für Langzeitbeschäftigungslose über 25 Jahre kostet einen Bruchteil vom BIP: Führt die Regierung eine Jobgarantie, mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.500 Euro für alle über 25 Jahre ein, die seit über einem Jahr arbeitssuchend sind, belaufen sich die Kosten auf 3,7 Milliarden Euro pro Jahr und entspricht gerade einmal 0,74 Prozent der Wirtschaftsleistung in Österreich (BIP). Gibt es eine Jobgarantie nur für jene mit über fünf Jahren Beschäftigungslosigkeit, sinken die Kosten auf 492 Millionen Euro – 0,10 Prozent des BIP.
Eine Jobgarantie für Langzeitbeschäftigungslose über 25 Jahre kostet einen Bruchteil vom BIP
Eine Jobgarantie für alle über 25 Jahre, die seit mehr als einem Jahr beim AMS gemeldet sind, würde jährlich 3,7 Milliarden Euro kosten – 0,74 Prozent des BIP. Gilt die Jobgarantie für über 25-Jährige erst, sobald ihre Arbeitssuche länger als 5 Jahre dauert, sinken die Kosten auf nur 492 Millionen Euro (0,1 Prozent des BIP). 
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Pensionsantritt: Arbeitslosigkeits-Höchststand ein Jahr vor gesetzlichem Antrittsalter

Pensionsantritt: Arbeitslosigkeits-Höchststand ein Jahr vor gesetzlichem Antrittsalter

In den nächsten Tagen wird ein neues Gutachten der Alterssicherungskommission erwartet. Aus diesem Anlass haben wir analysiert, wie sich die Arbeitslosigkeit kurz vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter entwickelt – insbesondere seit Beginn der schrittweisen Angleichung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer mit 1.1.2024. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Ältere Menschen haben schon jetzt die höchsten Arbeitslosenquoten aller Altersgruppen. Bei Frauen verschärft die Anhebung des Pensionsantrittsalters diese Lage massiv: Die Arbeitslosenquote von 60-jährigen Frauen hat sich seit der Anhebung knapp verdoppelt.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Weniger als die Hälfte schafft es von körperlich und psychisch anstrengenden Berufen direkt in Pension. Anteil der Menschen, die von der Berufstätigkeit in die Pension wechseln. Abgebildet werden die Anteile von Männern und Frauen in den Branchen: Öffentliche Verwaltung; Energie- und Wasserversorgung; Finanz- und Versicherungsdienstleistungen; Land- und Forstwirtschaft, Bergbau; Beherbergung und Gastronomie; Arbeitskräfteüberlassung.
Weniger als die Hälfte schafft es von körperlich und psychisch anstrengenden Berufen direkt in die Pension
Etliche Menschen schaffen es nicht vom Job direkt in die Pension zu gehen. Gerade in körperlich oder psychisch anstrengenden Branchen gelingt das weniger als der Hälfte, wie Daten des WIFO zeigen. In der Beherbergung und Gastronomie schafft es weniger als jede:r zweite Beschäftigte direkt in Pension (49 Prozent der Männer, 46 Prozent der Frauen). Die Branchen der Arbeitskräfteüberlassung (43 Prozent der Männer, 50 Prozent der Frauen) oder der Land- und Forstwirtschaft sowie Bergbau (57 Prozent der Männer, 42 Prozent der Frauen) zeigen ein ähnliches Bild. Im Bauwesen (nicht in Grafik ersichtlich) gehen nur 45 Prozent der Männer von der Beschäftigung direkt in den Ruhestand.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
: Je älter, umso weniger Chancen auf einen neuen Job. Arbeitslosenquote in Prozent nach Alter von Männern und Frauen. Bei beiden Geschlechtern sind die Arbeitslosenquoten ein Jahr vor dem gesetzlichen Pensionsantritt am höchsten - bei Männern mit 64 Jahren und bei Frauen bei 60 Jahren.
Je älter, umso weniger Chancen auf einen neuen Job
Kurz vor dem gesetzlichen Pensionsalter erreicht die Arbeitslosigkeit ihren Höchststand aller Altersgruppen. Frauen haben aktuell mit 60 Jahren die höchste Arbeitslosenquote (10,2 Prozent), Männer mit 64 Jahren (15,5 Prozent). Wer von noch späteren Pensionsantritten spricht, ohne dieses Problem zu lösen, schickt Menschen nicht länger arbeiten, sondern etliche direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit und setzt sie damit einem höheren Risiko für Altersarmut aus. Denn gerade ältere Arbeitssuchende laden Unternehmen nur noch selten zu Bewerbungsgesprächen ein.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full