Schwerpunkt: Arbeit

630 Treffer
Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur Lohntransparenz verstreichen lassen. Eine neue Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der Lohnlücke könnte durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin und Jahr bedeuten. 
Arbeit
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich. Geschätztes entgangenes Einkommen unselbständig erwerbstätiger Frauen in Österreich pro Jahr. Bei 10 Prozent weniger Gender Pay Gap bedeutet das 0,43 Euro pro Arbeitsstunde mehr, also 1,3 Milliarden Euro jährlich. Bei 20 Prozent weniger Gender Pay Gap sind das 0,86 Euro mehr, sprich 2,7 Milliarden Euro jährlich.
Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich
Der durchschnittliche Bruttostundenlohn unselbständig beschäftigter Männer lag 2024 bei 29,40 Euro, jener von Frauen bei 25,10 Euro. Der Unterschied beträgt damit 4,30 Euro pro Stunde und entspricht einem Gender Pay Gap von 14,63 Prozent. Für die Modellrechnung nehmen wir auf Basis von internationalen Studien-Vergleichswerten an, dass wirksame Lohntransparenz diesen Abstand um zehn Prozent reduziert. Das entspricht 43 Cent pro Arbeitsstunde. Bei durchschnittlich 31 Wochenstunden ergibt das für eine Arbeitnehmerin rund 700 Euro brutto mehr im Jahr. Hochgerechnet auf rund 1,93 Millionen unselbständig beschäftigte Frauen sind es 1,3 Milliarden Euro jährlich. 
Arbeit
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Die Arbeitgeber:innen und ihre Lobby fordern stets, dass die Menschen wieder mehr arbeiten sollen. Aber wenn der Finanzminister Anreize dafür setzt, passt es ihnen auch nicht. 
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Traditionell lag die Arbeitslosenquote in Österreich über Jahrzehnte niedriger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Balkengrafik mit dem Titel: Arbeitslosenquote in Österreich höher als vor 25 Jahren. Veränderung der Arbeitslosenquote von 2000 bis 2025. Die Grafik zeigt die Veränderung für die EU-Länder.
Arbeitslosenquote in Österreich höher als vor 25 Jahren
In 20 Ländern sank die Arbeitslosenquote im letzten Vierteljahrhundert, in Österreich und sechs weiteren Ländern stieg sie an. Am stärksten stieg sie in Luxemburg (+4,1 Prozentpunkte), gefolgt von Schweden (+3,2 Prozentpunkte). Den drittstärksten Anstieg verzeichnete bereits Österreich mit +1,9 Prozentpunkten. Die größten Rückgänge von einem hohen Niveau aus gelangen Bulgarien (-16 Prozentpunkte), Polen (-13,7 Prozentpunkte) und der Slowakei (-13,4 Prozentpunkte). In der EU insgesamt sank die Arbeitslosenquote um 3,9 Prozentpunkte.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Österreich hatte im Jahr 2000 die drittniedrigste Arbeitslosenquote von 27 Länder der EU. Im Jahr 2025 liegt Österreich nur mehr auf Platz 13. Die Arbeitslosenquoten in der EU sanken in den allermeisten Ländern, jene in Österreich stieg an.
Arbeitslosigkeit: Österreich vom 3. Platz ins Mittelfeld abgerutscht
Traditionell lag die Arbeitslosenquote in Österreich über Jahrzehnte niedriger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Der (noch nicht akkordierte) Regierungsentwurf zur Reform der Sozialhilfe sieht auch einen höheren Kindermehrbetrag für geringbezahlte Familien vor, finanziert durch einen höheren Höchststeuersatz für Spitzenbezahlte. Diese Steuerstrukturreform kann für rund 153.000 Menschen im Schnitt 576 Euro im Jahr mehr bedeuten. Sie senkt die Abgabenbelastung für Geringbezahlte mit Kindern, darunter Alleinerziehende.
Verteilung
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Ein Tortendiagramm vom Momentum Institut zeigt, wie viele Personen von einem höheren Kinderfreibetrag entlastet werden würden – insgesamt 153.000 Personen, die bis zu 300 Euro pro Kind mehr im Jahr erhalten. Das Diagramm unterteilt die begünstigten Haushalte nach Zusammensetzung: 26 % bestehen aus 2 Erwachsenen mit 3 oder mehr Kindern, 22 % aus 2 Erwachsenen mit 2 Kindern, 18 % aus 2 Erwachsenen mit 1 Kind, 20 % sind Alleinerzieher*innen, 9 % haben 1 Erwachsenen und 5 % mind. 2 Erwachsene mit volljährigen Kindern in Ausbildung.
Ein höherer Kindermehrbetrag würde 153.000 Personen helfen
Der erhöhte Kindermehrbetrag kommt 153.227 Personen, viele davon sind Niedrigbezahlte, zugute. Die meisten von ihnen sind arm trotz Arbeit: 57 Prozent von ihnen sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet. Durch die Reform hätten sie im Durchschnitt 576 Euro im Jahr mehr (bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von knapp unter 2).    
Verteilung
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Aktivpension: Teures Paket mit sozialer Schlagseite

Aktivpension: Teures Paket mit sozialer Schlagseite

Die geplante Aktivpension ist eines der größten Offensivpakete der Bundesregierung. Doch die Maßnahme ist nicht sozial treffsicher: Die vorgesehene Steuerreduktion bringt vor allem Menschen mit höheren Pensionen und höheren Zusatzeinkommen etwas. Gleichzeitig hilft das Paket kaum bei einem der größten Probleme älterer Erwerbstätiger in Österreich – der hohen Arbeitslosigkeit kurz vor dem Pensionsantritt und den oft jahrelangen Phasen der Langzeitarbeitslosigkeit.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Aktivpension hilft vor allem Menschen mit höheren Pensionen.
Aktivpension hilft vor allem Menschen mit höheren Pensionen
Wer eine Bruttopension von 1.000 Euro bezieht und einen monatlichen Zuverdienst von 500 Euro brutto hat, spart sich im Jahr durch die Steuerreduktion lediglich 226 Euro pro Jahr. Bei 1.500 Euro Pension sind es bereits 1.253 Euro, bei 2.500 Euro 1.760 Euro. Bei einer Bruttopension von 3.500 Euro liegt die Steuerreduktion sogar bei 2.347 Euro pro Jahr. Bei einem monatlichen Zuverdienst von 2.000 Euro erhöht sich die Steuerreduktion durch den Freibetrag drastisch: Mit einer Bruttopension von 1.000 Euro spart man jährlich 6.306 Euro Steuern. Je höher der Pensionsbezug, desto höher ist auch die jährliche Steuerreduktion. Bei einer Bruttopension von 3.500 Euro beträgt sie bereits 7.861 Euro.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
389 Euro Steuergeschenk für hohe Pensionen, nur 178 Euro für kleine.
389 Euro Steuergeschenk für hohe Pensionen, nur 178 Euro für kleine
Die Analyse davon, wie sich die durchschnittlichen monatlichen Bezüge bei einem Zuverdienst von 1.000 Euro nach der Steuerreduktion entwickeln zeigt, dass die bestbezahlten Pensionierten am stärksten profitieren. Bei einer Bruttopension von 1.000 Euro steigt das monatliche Einkommen um 178 Euro, bei 1.500 Euro um 281 Euro, bei 2.500 Euro um 330 Euro und bei 3.500 Euro bereits um 389 Euro. Damit droht die Aktivpension vor allem Mitnahmeeffekte zu erzeugen. Schon heute arbeiten einige Menschen auch in der Pension weiter. Genau diese Gruppe erhält nun eine zusätzliche Steuererleichterung, ohne dass dadurch automatisch mehr ältere Menschen in Beschäftigung kommen. Das ist teuer für das Budget, trägt aber voraussichtlich weder wesentlich zur Erhöhung der Beschäftigungsquote Älterer noch zur Senkung der Arbeitslosigkeit bei.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Gründe für Erwerbstätigkeit in der Pension unterscheiden sich stark
Menschen arbeiten je nach Stellung im Beruf aus sehr unterschiedlichen Gründen im Alter weiter. Bei Arbeiter:innen nennen 50,9 Prozent vor allem finanzielle Gründe. Nur 35,7 Prozent arbeiten weiter, weil sie Freude an der Arbeit haben. Bei Angestellten überwiegt hingegen bereits die Freude an der Arbeit mit 53,6 Prozent, während 27,4 Prozent finanzielle Gründe nennen. Bei Selbstständigen ist dieses Muster noch deutlicher: 58,5 Prozent arbeiten aus Freude weiter, nur 25 Prozent aus finanziellen Gründen.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full