Schwerpunkt: Klima

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So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, was mit der Dürremilliarde finanzierbar wäre. Unter Anderem könnten 458.000 Haushalte mit Windkraft versorgt werden (durch 143 neue Windräder). Auch Förderungen für 148.000 Wärmepumpen, 77.000 thermisch sanierte Wohnungen oder 77.000 Schnellladepunkte für E-Autos gehen sich aus. Alternativ entspricht eine Milliarde Euro den Baukosten von 6.000 km Radwegen.
So viel Klimaschutz steckt in einer Milliarde Euro
Unsere Analyse zeigt, welche Größenordnung eine Milliarde Euro im Klimaschutz entfalten kann. Mit diesem Betrag ließen sich alternativ rund 6.000 Kilometer Radwege errichten, etwa 77.000 durchschnittliche Wohneinheiten thermisch sanieren, rund 77.000 Schnellladepunkte für Elektroautos fördern oder etwa 148.000 Wärmepumpen unterstützen. Ebenso könnten 143 moderne Windräder finanziert werden, die rechnerisch rund 458.000 Haushalte mit Strom versorgen.
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Dürre-Milliarde: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Dürre-Milliarde: Kleine Betriebe absichern, Klimavorsorge stärken

Die extreme Dürreperiode hat rund eine Milliarde Euro Schaden für die Landwirtschaft verursacht. Ein großer Teil davon wird (voraussichtlich) vom Staat finanziert, direkt über die gerade verhandelten Katastrophenhilfen und indirekt, da die Hagelversicherung der Landwirt:innen zu 55 Prozent von Bund und Ländern getragen wird. Wir empfehlen gezielte Soforthilfe nach wirtschaftlicher Bedürftigkeit und eine dauerhafte Klimainvestitionsoffensive.
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Die richtige Spritpreisbremse

Die richtige Spritpreisbremse

Steigende Spritpreise belasten Haushalte und Betriebe. Angesichts der geopolitischen Spannungen braucht es jetzt rasch Entlastung. Eine Spritpreisbremse ist deshalb richtig. Entscheidend ist aber, wie sie ausgestaltet wird. Sie muss ansetzen, wo die aktuellen Preissteigerungen entstehen: bei den Margen, das tut die letzte Woche beschlossene Verlängerung allerdings nicht.
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OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

OMV-Quartalszahlen: Ölkonzern profitiert erneut von geopolitischen Krisen

Die OMV hat auch im zweiten Quartal 2026 hohe Gewinne erzielt, bereits im ersten Halbjahr überholt sie die Jahresgewinne aus den Vorjahren. Geopolitische Krisen sorgen weiterhin für hohe Gewinne im Öl- und Gasgeschäft, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt. Besonders auffällig sind erneut die Raffinerie-Margen. Weiters zeigt die Denkfabrik, wie seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran die Preise für Kraftstoffe, wie Benzin oder Diesel, schlagartig zu den stärksten Inflationstreibern werden.
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Liniendiagramm zu den fünf größten Inflationstreibern von Jänner bis Juni 2026. Ab März steigen Ölprodukte deutlich an: Diesel ist im April und Mai der größte Inflationstreiber, Benzin und Heizöl rücken ebenfalls in die Top 5 auf. Im Juni liegt die Gastronomie wieder auf Platz eins, Diesel auf Platz zwei.
Ölprodukte treiben Inflation am stärksten
Während zu Jahresbeginn noch Gastronomie, Mieten und einzelne Konsumgüter den größten Einfluss auf die Teuerung hatten, übernehmen ab März Ölprodukte die Spitzenplätze. Die Analyse zeigt den sprunghaften Anstieg der Treibstoffpreise nach Beginn des Iran-Kriegs: Vor allem Diesel steigt innerhalb kurzer Zeit zum stärksten Treiber der Inflationsrate auf und bleibt bis Mai auf Platz eins. Auch Benzin und Heizöl rücken in die Top-5 der einflussreichsten Kategorien vor.
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Liniendiagramm zur europäischen Raffinerie-Marge von Q1 2018 bis Q2 2026. Die Marge steigt mit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 auf ein Rekordniveau, sinkt danach wieder und erreicht im zweiten Quartal 2026 erneut fast den Höchstwert von 2022. Die Raffinerie-Marge liegt damit mehr als fünfmal höher als im Durchschnitt vor dem russischen Angriffskrieg.
Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner
Vor dem Ukraine-Krieg bewegten sich die Raffinerie-Margen über Jahre auf niedrigem Niveau. Zwischen Anfang 2018 und Ende 2021 betrugen sie durchschnittlich lediglich 2,5 US-Cent pro Liter. Mit Beginn des russischen Angriffskriegs stiegen sie im zweiten Quartal 2022 sprunghaft auf 12,87 US-Cent. Bis zum dritten Quartal 2024 gingen sie wieder auf 3,14 US-Cent zurück. Seit der Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran haben die Margen jedoch erneut massiv angezogen und liegen nun im zweiten Quartal 2026 bei 12,79 US-Cent pro Liter. Europäische Raffinerien verlangen damit wieder mehr als das Fünffache der Aufschläge, die vor dem Ukraine-Krieg üblich waren.
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Balkendiagramm zeigt die OMV-Gewinne von 2018 bis 2026 in Milliarden Euro. Der Gewinn im ersten Halbjahr 2026 beträgt bereits 2,26 Milliarden Euro und übersteigt damit die gesamten Jahresgewinne der Jahre 2023, 2024 und 2025.
OMV: Halbjahres-Gewinn 2026 übersteigt bereits Jahresgewinne der Vorjahre
Die OMV verzeichnet bereits im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 2,26 Milliarden Euro und hat damit schon zur Jahresmitte die gesamten Jahresgewinne der Jahre 2023 (1,92 Mrd. Euro), 2024 (2,02 Mrd. Euro) und 2025 (1,52 Mrd. Euro) deutlich übertroffen. Im Vergleich zu den Gewinnen im Vier-Jahres-Schnitt aus dem Vorkrisenzeitraum (2018-2021) in Höhe von 2,11 Milliarden Euro, hat der Ölkonzern bereits nach dem ersten Halbjahr einen Übergewinn* in Höhe von 150 Millionen Euro.
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Moderne Tempolimits können Verkehrstote um bis zu 68 Prozent reduzieren. Balkendiagramm das die Wirkung von Tempolimit-Senkungen auf Verkehrstote 2025 zeigt. Drei Bereiche im Vergleich: Autobahn (130→100 km/h: 31→10 Tote, −21 Verkehrstote weniger), Schnell-/Landstraße (100→80 km/h: 163→59, −104 Verkehrstote weniger) und Ortsgebiet (50→40 km/h: 46→24, −22 Verkehrstote weniger).
Moderne Tempolimits können Verkehrstote um bis zu 68 Prozent reduzieren
Auf Autobahnen würde Tempo 100 statt 130 km/h die Verkehrstoten von 31 auf 10 (-68 Prozent) reduzieren. Auf Schnell- und Landstraßen kann ein neues Tempolimit von 80 km/h statt 100 km/h die 163 Todesfälle auf 59 (-64 Prozent) Tote verkleinern. Auch im Ortsgebiet bringt eine Reduktion von 50 km/h auf 40 km/h viel: Die Zahl der Verkehrstoten könnte um 22 Tote geringer (-48 Prozent) ausfallen.
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Unfälle: Moderne Tempolimits reduzieren Verkehrstote um bis zu 68 Prozent

Unfälle: Moderne Tempolimits reduzieren Verkehrstote um bis zu 68 Prozent

Niedrigere Tempolimits können die Zahl der Schwerverletzten und der Verkehrstoten deutlich senken. Darüber hinaus reduzieren niedrigere Tempolimits gleichzeitig den Spritverbrauch und den Emissionsausstoß – beides in Zeiten der volatilen Spritpreise und der Klimakrise dringend nötig. Die Denkfabrik empfiehlt die Tempolimits zu modernisieren, nicht zuletzt da sie in den 70er-Jahren festgelegt wurden.
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Neue Tempolimits reduzieren Schwerverletzte um mehr als die Hälfte. Balkendiagramm das die Wirkung von Tempolimit-Senkungen auf Schwerverletzte 2025 zeigt. Drei Bereiche werden verglichen: Autobahn (130→100 km/h: 227 Schwerverletzte →91 Schwerverletzte, −136 Schwerverletzte weniger), Schnell-/Landstraße (100→80 km/h: 1.475→676, −799) und Ortsgebiet (50→40 km/h: 1.917→1.227, −690).
Neue Tempolimits reduzieren Schwerverletzte um mehr als die Hälfte
Unfälle mit schweren Verletzungen können moderne Tempolimits erheblich reduzieren. Die größte Reduktion von Unfällen mit Schwerverletzten zeigt die Analyse auf der Autobahn: Dort bringt Tempo 100 eine Reduktion um 60 Prozent (136 Schwerverletzte weniger). Bei Schnell- und Landstraßen kann mehr als die Hälfte (-54 Prozent) der Unfälle mit Schwerverletzten verhindert werden. Im Ortsgebiet bringt ein Tempo von 40 statt 50 km/h statt 1.917 Schwerverletzten wie im Vorjahr, um 690 Unfälle weniger (-36 Prozent).
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Hitzetage explodieren: 5-mal so viele wie noch in den 50ern

Hitzetage explodieren: 5-mal so viele wie noch in den 50ern

Mit voraussichtlichen Tageshöchstwerten von 35 Grad Celsius ist am Freitag der heißeste Tag des Jahres bisher. Doch dieses Einzelereignis steht für einen langfristigen Trend: Die Zahl der Hitzetage in Wien hat sich seit Mitte der 1950er-Jahre mehr als verfünffacht, während Eis- und Kältetage zunehmend seltener werden. Besonders besorgniserregend: Österreich heizt sich rascher auf als andere europäische Staaten und übertrifft zudem den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg.
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Temperaturbedingte Todesfälle in Österreich. Dieses gestapelte Balkendiagramm des Momentum Instuts zeigt: Mit steigender Erderwärmung von 1,5 °C bis 4 °C nehmen Hitzetote stark zu (636 → 3.454), während Kältetote abnehmen (3.742 → 2.846). Insgesamt steigen die temperaturbedingten Todesfälle von 4.378 (1991–2020) auf 6.300 bei 4 °C Erwärmung. 
Temperaturbedingte Todesfälle in Österreich
Die Zahl der Hitzetage in Österreich steigt seit Jahren deutlich an, mit spürbaren Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Besonders ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen sind durch anhaltende Hitzeperioden gefährdet. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass extreme Temperaturen längst kein Zukunftsszenario mehr sind, sondern bereits heute eine zunehmende Belastung für die Bevölkerung darstellen. Studien prognostizieren, dass mit jeder weiteren Erwärmung die Zahl der hitzebedingten Todesfälle deutlich zunimmt: Während zwischen 1991 und 2020 durchschnittlich 636 Menschen pro Jahr an den Folgen von Hitze starben, könnte sich diese Zahl bei einer globalen Erwärmung von vier Grad auf mehr als 3.400 Todesfälle jährlich erhöhen. Die steigende Zahl an Hitzetagen ist nicht nur eine Frage des Wetters, sondern eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit.
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