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Margendeckel: Ein wichtiger Schritt Richtung leistbare Preise

Margendeckel: Ein wichtiger Schritt Richtung leistbare Preise

Die Regierung wagt das lange Zeit vermeintlich Undenkbare und greift in die Spritpreise ein. Die letzten Wochen war aus dem neoliberalen Lager der wirtschaftspolitischen Debatte vor allem eines zu hören: abwarten, beobachten, bloß nicht vorschnell handeln. Doch anstatt weiter auf Zapfsäulenpreise zu starren, setzt die Politik nun erste Schritte – mit Eingriffen entlang der Wertschöpfungskette und steuerlichen Entlastungen. 
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Verbund-Übergewinne 2025: Wasserzins würde jährlich bis zu eine halbe Milliarde einbringen

Verbund-Übergewinne 2025: Wasserzins würde jährlich bis zu eine halbe Milliarde einbringen

Heute veröffentlicht Österreichs größter Stromerzeuger, die Verbund AG, seinen Konzernbericht für 2025. Seit Ausbruch der Energiekrise 2022 verbucht der Energiekonzern insgesamt 4,65 Milliarden Euro an Übergewinnen. Nach mehrjährigen zufälligen Rekordgewinnen führt der Stromerzeuger allerdings nur 6 Prozent seiner Übergewinne durch Abschöpfung ab, wie eine neue Auswertung zeigt. Daher empfiehlt das Momentum Institut die Einführung eines Wasserzinses nach Schweizer Vorbild, um bis zu eine halbe Milliarde Übergewinne pro Jahr effektiv abzuschöpfen.
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Übergewinne des Verbunds sprudeln weiter. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass der Gewinn 2025 mit 1,5 Milliarden mehr als doppelt so hoch (+121 Prozent) war wie im Vier-Jahres-Schnitt des Vorkrisenniveaus.
Übergewinne des Verbunds sprudeln 2025 weiter
Einschränkungen des Welthandels, wie Russlands Angriff auf die Ukraine, führten zu steigenden Gaspreisen und damit auch zu einem enormen Anstieg der Strompreise. Energieunternehmen erzielten in der Folge Milliardengewinne, 2025 waren es bei Österreichs größtem Stromanbieter Verbund 1,489 Milliarden Euro. Der Gewinn ist damit mehr als doppelt so hoch (+121 Prozent) wie im Vorkrisenniveau der Jahre 2018-2021. Nach Rekordgewinnen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2023 schreibt der Verbund somit das vierte Jahr in Folge Übergewinne. Seit dem Ausbruch der Energiekrise ergeben sich kumuliert Übergewinne in Höhe von 4,65 Milliarden Euro.
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Wasserzins würde 6-mal mehr abschöpfen als Energiekrisenbeitrag. Von 4,65 Milliarden Euro wurden bisher mit 0,28 Milliarden Euro nur 6 Prozent der Verbund-Übergewinne abgeschöpft. Mit dem Wasserzins würden 1,74 Milliarden Euro der Verbund-Gewinne abgeschöpft (37,4 Prozent).
Wasserzins würde 6-mal mehr abschöpfen als Energiekrisenbeitrag
Zwar gibt es bereits einen Mechanismus zur Übergewinn-Abschöpfung: den Energiekrisenbeitrag, doch dieser ist zahnlos ausgestaltet. Von insgesamt 4,65 Milliarden Euro an zusätzlichen Verbund-Gewinnen wurden bis 2025 nicht einmal 6 Prozent – eine Viertelmilliarde Euro in vier Jahren – abgeschöpft. Der Wasserzins hingegen wäre mit 1,74 abgeschöpften Milliarden an Übergewinnen 6-mal effektiver. 
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Fast 90 Prozent der privaten Mieteinnahmen gehen an das reichste Fünftel. Nur 2,4 Prozent an die ärmere Hälfte.
Fast 90 Prozent aller Mieteinnahmen gehen an das vermögensreichste Fünftel. Während nur 2,4 Prozent der Mieteinnahmen an die ärmere Hälfte fließen, erhalten die vermögensreichsten 10 Prozent 71,6 Prozent aller Mieteinnahmen.
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Nur ein Bruchteil der Haushalte hat zusätzliche Wohnimmobilien. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass knapp die Hälfte (49,1 Prozent) der Haushalte keine Immobilie besitzt, sie leben zur Miete. 42,3 Prozent der Haushalte besitzen ihren Hauptwohnsitz. Nur 8,5 Prozent besitzen mehr als eine Immobilie, die sie auch vermieten können.
Nur ein Bruchteil der Haushalte hat zusätzliche Wohnimmobilien
Nur ein Bruchteil der Haushalte hat zusätzliche Wohnimmobilien. Knapp die Hälfte (49,1 Prozent) der Haushalte besitzt keine Immobilie, sie leben zur Miete. 42,3 Prozent der Haushalte besitzen ihren Hauptwohnsitz. Nur 8,5 Prozent besitzen mehr als eine Immobilie, die sie auch vermieten können. 
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Wohnkosten: Fast 90 Prozent der Privatmiete fließen an reichstes Fünftel

Wohnkosten: Fast 90 Prozent der Privatmiete fließen an reichstes Fünftel

Die Statistik Austria veröffentlicht heute Daten zu den Wohnkosten und zur Wohnsituation in Österreich. Wie ungleich die Wohnkostenbelastung verteilt ist, zeigt eine neue Analyse des Momentum Instituts auf Basis von Daten der Household Finance and Consumption Survey (HFCS) der Oesterreichischen Nationalbank. Nur 8,5 Prozent der Haushalte besitzen überhaupt zusätzliche Immobilien, die vermietet werden können. Gleichzeitig fließen 71,6 Prozent der privaten Mieteinnahmen an das reichste Vermögenszehntel.
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Spritpreise: Steuern bei Preissteigerung nicht ausschlaggebend

Spritpreise: Steuern bei Preissteigerung nicht ausschlaggebend

Die steigenden Ölpreise fachen die Diskussion um Preiseingriffe oder Steuersenkungen erneut an.  Eine Senkung der Mineralölsteuer und CO₂-Bepreisung hat aber negative Konsequenzen für das Budget und ist für die Preiserhöhungen nicht ausschlaggebend. 
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Steigende Energiepreise: Energiekrisenmechanismus kann Strompreise senken

Steigende Energiepreise: Energiekrisenmechanismus kann Strompreise senken

Der Iran-Krieg wird die Inflationsrate im März hinauftreiben. Um diesmal die Preiserhöhungen bei Energie nicht völlig ungebremst durch die gesamte Wirtschaft rauschen zu lassen, muss die Bundesregierung rasch Preisbremsen in Kraft setzen. Dazu gehört ein „Energiekrisenmechanismus“ beim Strom, über den die Bundesregierung bereits verhandelt. Setzt ihn die Bundesregierung sofort in Kraft, würde das die Strompreise sogar senken. Typische Haushalte können sich zwischen 24 und 285 Euro im Jahr ersparen. Die Inflationsrate würde um 0,21 Prozentpunkte sinken.
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Tritt der Energiekrisenmechanismus rasch in Kraft, ersparen sich Stromkund:innen Geld. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Ersparnis eines durchschnittlichen Haushalts mit 3.500 kWh im Jahr.
Tritt der Energiekrisenmechanismus rasch in Kraft, ersparen sich Stromkund:innen Geld
Ein wirksamer Energiekrisenmechanismus begrenzt den Strom-Arbeitspreis vor Steuern auf 10 Cent pro Kilowattstunde (bereits inklusive Grundpauschale), den Stromkonzerne von ihren Kund:innen verlangen dürfen. Am meisten können sich dadurch Stromkund:innen der Linz Strom AG ersparen, bis zu 285 Euro im Jahr, gefolgt von Kund:innen der Burgenland Energie (266 Euro) und Kund:innen der Vorarlberger VKW (197 Euro). Durchschnittliche Haushalte mit Vertrag bei der Wien Energie ersparen sich 162 Euro im Jahr, jene bei der Energie Steiermark 109 Euro. Kund:innen in Niederösterreich kommen auf 72 Euro weniger, jene in Oberösterreich (Energie AG) 55 Euro. Kund:innen bei Österreichs größtem Stromerzeuger Verbund ersparen sich im ersten Jahr 57 Euro, im zweiten Jahr aber bereits 120 Euro. Am wenigsten Einsparung erhalten Tiroler:innen bei der TIWAG (24 Euro). Gerechnet wurde mit einem typischen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr. Kürzliche Ankündigungen niedrigerer Stromtarife seitdem (durch Verbund, EVN, Energie Oberösterreich, etc.) sind in der Rechnung ebenfalls berücksichtigt. Angesichts der Rekordgewinne der Stromkonzerne können die sich eine Preisbremse locker leisten. Sie müssen ihren Beitrag zur Preisstabilität in Österreich leisten. Auch wenn der Anteil von Strom am gesamten Warenkorb eines durchschnittlichen Haushalts gering ist, würde ein wirksamer Energiekrisenmechanismus die Inflationsrate für ein Jahr lang um 0,21 Prozentpunkte senken. 
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Iran-Krieg: Preisaufschläge für Treibstoff drastisch erhöht

Iran-Krieg: Preisaufschläge für Treibstoff drastisch erhöht

Seit Beginn der Kampfhandlungen im und um den Iran ist der Rohölpreis wieder angestiegen. Mineralölkonzerne haben die Treibstoffpreise direkt rasant erhöht, und zwar deutlich stärker als es die Anstiege der Rohölpreise hergeben. Eine Auswertung des Momentum Instituts zeigt: Rohöl ist im Vergleich zur Vorwoche der Kampfhandlungen um 7 Cent teurer geworden, jedoch ist der Aufschlag für Benzin um 9 Cent und jener für Diesel sogar um satte 21 Cent gestiegen. Die Bundesregierung muss nun rasch handeln und die Preise regeln, damit die Inflation nicht abermals durchrauscht. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie dringend der Handlungsbedarf ist.
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Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch. Vergleich der Benzin- und Dieselpreise zum Zeitraum vor Kriegsbeginn in der Ukraine, in der Woche vor Beginn der Kampfhandlungen im und um den Iran (KW9) und aktuell (8. März 2026). Die Grafik zeigt, wie sich der Preis pro Liter für Benzin und Diesel in den jeweiligen Zeiträumen zusammensetzt.
Mineralölkonzerne erhöhen Aufschläge drastisch
Bei Benzin beträgt der aktuelle Median-Preis laut e-Control 1,69 Euro pro Liter (Stand: 8. März 2026). Der darin enthaltene Aufschlag liegt bei 34 Cent und ist damit knapp doppelt so hoch wie vor dem russischen Angriffskrieg (18 Cent). Bei Diesel liegt der Median-Preis aktuell bei 1,89 Euro pro Liter (Stand: 8. März 2026), mit einem Aufschlag von 58 Cent – gegenüber 23 Cent vor dem Krieg, was mehr als einer Verdoppelung entspricht. Auch im Vergleich zur Woche vor Beginn der Kampfhandlungen sind die Preise stark gestiegen: Der Aufschlag für Benzin ist um 9 Cent (+38 Prozent) und jener für Diesel sogar um 21 Cent (+57 Prozent) gestiegen. Der durchschnittliche Rohölpreis selbst liegt aber in der letzten Woche (2. bis 6. März) nur 7 Cent/Liter über dem der Vorwoche (23. bis 27. Februar). Steigende Rohölpreise werden sich auch bei den Spritpreisen niederschlagen. Allerdings ist es aktuell nicht das Rohöl, das die Preise antreibt. Es sind die Preisaufschläge der Raffinerien und Tankstellen, die das Tanken teurer als nötig machen.
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