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Tank-Schock: Dieselaufschlag auf Rekordhoch

Tank-Schock: Dieselaufschlag auf Rekordhoch

Diesel-Fahrer:innen tankten vergangene Woche so teuer wie noch nie. Fast 60 Prozent des Dieselpreisanstiegs seit Beginn des Iran-Kriegs macht der höhere Aufschlag der Mineralölkonzerne aus. Der Anteil von Steuern und Abgaben am Preisanstieg ist vergleichsweise klein. Das Momentum Institut empfiehlt eine Gewinnmargen-Begrenzung, um die Spritpreise stärker zu bremsen, sowie eine höhere Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.
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Preisaufschläge machen Tanken teurer als notwendig. Der Preisaufschlag bezeichnet die Differenz zwischen Rohölpreis und Nettospritpreis. Die Grafik zeigt den Aufschlag für Diesel und Benzin seit 2021. Unmittelbar nach dem Ausbrechen der Kriege in 2022 und 2026 steigen die Aufschläge schlagartig an.
Preisaufschläge machen Tanken teurer als notwendig
Schon nach dem Angriffskriegs Russlands in 2022 erhöhten die Mineralölkonzerne die Aufschläge schlagartig, während Preissenkungen verzögert weitergegeben werden. Das Gleiche ist heuer seit den Angriffen der USA und Israels Ende Februar zu beobachten. Mineralölkonzerne schrauben die Spritpreise weitaus stärker nach oben, als es der Rohölpreis am Weltmarkt nötig macht. Der Aufschlag ist der Teil des Tankstellenpreises, der nach Abzug von Rohölpreis sowie Steuern und Abgaben übrig bleibt. Er umfasst unter anderem die Kosten für Raffination, Transport, Vertrieb und die Gewinnmargen der beteiligten Unternehmen. Weil sich die Kosten nur unwesentlich verändert haben, fällt der gestiegene Preisaufschlag der letzten Monate fast vollständig als Gewinn der Raffinerien an.
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Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise an. Der Benzinpreis in der Vorkriegswoche lag bei 1,51 Euro. Seit Kriegsbeginn stieg er im Durchschnitt auf 1,94 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, fünf Cent auf Steuern und 18 Cent auf den höheren Aufschlag. Der Dieselpreis stieg von 1,55 Euro auf 2,24 Euro. Davon entfallen 20 Cent auf Rohöl, 10 Cent auf Steuern und Abgaben und 40 Cent auf den höheren Aufschlag.
Aufschlag und Ölpreis heizen Treibstoffpreise weiter an
Seit Beginn des US-Iran-Kriegs steigen die Preise für Diesel und Benzin erneut auf Rekordwerte. Diesel war noch nie so teuer wie in der vergangenen Woche. Zuletzt lag der Preis an der Zapfsäule für einen Liter Diesel im Wochen-Durchschnitt (14. – 20. September) bei 2,24 Euro. Ende Februar unmittelbar vor dem Beginn des US-Iran-Kriegs waren es mit 1,55 Euro um fast 70 Cent weniger. 20 Cent machte der gestiegene Rohölpreis am Weltmarkt aus. Raffinerien inklusive Tankstellen schlugen 40 Cent darauf. Nur 10 Cent waren auf Steuern und Abgaben zurückzuführen. Der Benzinpreis stoppte kurz vor seinen Rekordwerten, die 2022 kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zu sehen waren. Zwischenzeitlich war er wieder gefallen. Doch seit Beginn des Iran-Krieges haben die Tankstellen den durchschnittlichen Benzinpreis um 43 Cent von 1,51 Euro/Liter auf 1,94 Euro/Liter erhöht. Davon entfallen ebenfalls 20 Cent auf den gestiegenen Rohölpreis. Ähnlich viel (18 Cent) schlagen Mineralölkonzerne auf den Preis auf. Nur 5 Cent gehen auf höhere Steuern und Abgaben zurück.
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Was die Gießkanne in der Wirtschaftspolitik verloren hat

Was die Gießkanne in der Wirtschaftspolitik verloren hat

Viele führende Ökonom:innen in diesem Land haben ein Hobby. Sie garteln gerne. Anders lässt sich ihre Obsession mit der „Gießkanne“ nicht erklären. Es vergeht kein Monat in diesem Land, als Wirtschaftsforscher, Politiker, oder Journalisten nicht irgendeine wirtschaftspolitische Maßnahme mit „Das ist doch die Gießkanne“ verurteilen.
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Energiekrisenmechanismus: Neue Strompreisbremse greift erst spät

Energiekrisenmechanismus: Neue Strompreisbremse greift erst spät

Das Momentum Institut begrüßt die neue Strompreisbremse für Haushalte (Energiekrisenmechanismus), kritisiert aber, dass die Bremse nicht sofort greift. Der nächste Energiepreisschock bei Strom, Gas und Sprit rollt bereits an. Doch der Strompreis (Energiepreis) müsste für Haushalte im Schnitt noch um weitere 18 Prozent steigen, bevor der Energiekrisenmechanismus ausgelöst wird.
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Klima
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Energiekrisenmechanismus hätte Strompreise über 2 Jahre deutlich gedämpft. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den durchschnittlichen Energiepreis für Strom in Cent pro Kilowattstunde ab Februar 2019.
Energiekrisenmechanismus hätte Strompreise über 2 Jahre deutlich gedämpft
Positiv ist, dass es überhaupt eine Strompreisbremse gibt. Hätte es die Strompreisbremse in der letzten Krise in dieser Form gegeben, hätte sie von September 2022 bis Dezember 2024 die Preise teilgedeckelt – bis zu einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden.
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Klima
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, um wie viel die jährliche Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift. Verglichen werden der durchschnittliche Vertrag laut E-Control (13,99 Cent/kWh), der Verbund Österreich-Tarif (13,04 Cent/kWh) und das günstigste Produkt laut E-Control (9,66 Cent/kWh)
Um wie viel die Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift
Der Energiepreis einer durchschnittlichen Stromrechnung (Verbrauch 3500 kWh im Jahr, 13,99 Cent Nettoarbeitspreis, ohne Netzentgelte) könnte noch um 88 Euro steigen, bevor der Schutzmechanismus in Kraft tritt und den Preis deckelt. Für Kundschaft, die Strom günstiger eingekauft haben, würde der Preisanstieg bis zur Deckelung noch deutlicher ausfallen. Der Energiepreis im Verbund-Österreich-Tarif (13,04 Cent pro kWh) könnte noch um 121 Euro und jener aus dem günstigsten Stromangebot laut E-Control (9,66 Cent pro kWh) um 239 Euro steigen.
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Klima
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Hohe Zinsen, riesige Gewinne

Hohe Zinsen, riesige Gewinne

Die Leitzinsen steigen, die EZB erhöht sie auf 2,5 Prozent. Was nach einer technischen Nachricht für Finanzmärkte klingt, hat sehr konkrete Folgen für uns alle. Denn Zinsen verteilen Geld. Und in den letzten Jahren sind dabei vor allem Österreichs Banken sehr gut ausgestiegen.
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EZB: Zinsregen für die Banken auf Kosten aller Sparenden

EZB: Zinsregen für die Banken auf Kosten aller Sparenden

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gestern den Einlagenzins auf 2,5 Prozent angehoben. Das sind die Zinsen, die die EZB den Banken zahlt, wenn diese ihr Geld bei ihr parken. Während Geschäftsbanken selbst von der EZB aufgrund der Zinswende seit Juli 2022 hohe Zinsen für ihre Einlagen erhalten, geben sie diese kaum an ihre Kundschaft weiter. Das zeigt unsere Auswertung auf Basis von Zahlen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Die Folge: Während sich die Zinserträge der Banken und damit auch deren Gewinne vervielfacht haben, haben Sparende in Österreich nur wenig von der Hochzinsphase der letzten Jahre.
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Hohe Zinsen? Nicht für Sparende. Dieses Liniendiagramm des Momentum Instituts zeigt, dass die Banken die hohen Zinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht an die Sparenden weitergeben.
Hohe Zinsen? Nicht für Sparende.
Der Einlagenzinssatz für Banken bei der EZB stieg von Juli 2022 bis Mai 2024 von 0 auf 4 Prozent. Für die private Kundschaft (Haushalte keine Unternehmen) haben die heimischen Geschäftsbanken aber die täglich fälligen Einlagezinsen im selben Zeitraum lediglich auf 1,06 Prozent angepasst – eine Zinsschere in Höhe von 2,94 Prozentpunkten ging auf. Im Juli 2026 bekamen die Geschäftsbanken zuletzt noch 2,25 Prozent von der EZB, die Haushalte im Schnitt aber nur 0,43 Prozent von ihrer Bank (Zinsschere i.H.v. 1,82 Prozentpunkten). Eine hohe Zinsschere bringt den Banken Extra-Einnahmen in Milliardenhöhe. Die Banken profitieren von den hohen Zinsen für ihre täglich fälligen Einlagen bei der EZB, zahlen aber ihren eigenen Haushaltskund:innen nur niedrige Zinssätze auf deren Ersparnisse.
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Geburtenprämie: Eine schlechte Idee, die gut klingt

Geburtenprämie: Eine schlechte Idee, die gut klingt

Die ÖVP will Familien mit einer Geburtenprämie dazu bringen, mehr Kinder zu bekommen. Das funktioniert nicht. Die 40 Millionen können Kinder aber trotzdem brauchen. 
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Teuerung bei Schulwaren stärker gestiegen als Schulstartgeld
Teuerung bei Schulwaren stärker gestiegen als Schulstartgeld
Insgesamt sind die Schulwaren wie Hefte, Stifte, Rucksack, aber auch Leistungen wie Nachhilfe oder Mittagessen in der Schule deutlich stärker gestiegen als das Schulstartgeld. Allein seit dem Pandemiejahr 2020 sind die Kosten für ein Schulheft um fast das Doppelte gestiegen (plus 48 Prozent), für Bleistifte und Ringmappen ebenfalls um 46 bzw. 43 Prozent. Ein Mittagessen in der Schule sowie auch Nachhilfe sind seit der Covid-19-Pandemie um fast ein Drittel teurer geworden. Das Schulstartgeld ist im gleichen Zeitraum nur um 25 Prozent gestiegen.
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