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Wie vollzeittauglich ist die Kinderbetreuung für unter 3-Jährige? Anteil der VIF-konformen Betreuungsplätze nach politischem Bezirk und Bundesland (ohne Wien)
Wie vollzeittauglich ist die Kinderbetreuung für unter 3-Jährige?
Die Grafik zeigt, dass es nicht nur zwischen den Bundesländern große Unterschiede bei der Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Vollzeitarbeit gibt, sondern auch innerhalb der einzelnen Bundesländer. Besonders deutlich wird das in Oberösterreich: Während im Bezirk Schärding gerade einmal ein Prozent der betreuten unter Dreijährigen einen vollzeittauglichen Platz haben, sind es in Linz-Stadt 87 Prozent. Ähnlich groß sind die Unterschiede im Burgenland, wo die Anteile zwischen 22 und 100 Prozent liegen, sowie in Kärnten mit einer Bandbreite von 12 bis 85 Prozent. In Vorarlberg liegen die Bezirke hingegen deutlich näher beieinander: Hier reicht der Anteil vollzeittauglicher Einrichtungen von 56 bis 82 Prozent. Auch in Niederösterreich gibt es mit Schwankungen von 66 Prozentpunkten erhebliche regionale Unterschiede. Die Grafik macht damit deutlich, dass die Durchschnittswerte der Bundesländer allein nur wenig darüber aussagen, wie gut das Betreuungsangebot in den einzelnen Bezirken tatsächlich ist. Selbst innerhalb eines Bundeslandes kann es stark vom Wohnort abhängen, wie gut sich Kinderbetreuung und Vollzeitarbeit vereinbaren lassen.
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Das Balkendiagramm trägt den Titel „Zeitverlauf der VIF-konformen Besuchsquoten der unter 3-Jährigen in den Bundesländern“. Es zeigt den prozentuellen Anteil der Kinder unter drei Jahren in vollzeittauglicher Betreuung in den neun österreichischen Bundesländern. Für jedes Bundesland werden die Betreuungsquoten der Jahre 2019/20 und 2025/26 gegenübergestellt. Dadurch wird sichtbar, in welchen Bundesländern der Anteil der Kinder in vollzeittauglicher Betreuung gestiegen oder gesunken ist.
Zeitverlauf der VIF-konformen Besuchsquoten der unter 3-Jährigen in den Bundesländern
Die Unterschiede bei der Kinderbetreuung zwischen den Bundesländern sind enorm: Bei den unter 3-Jährigen erreicht Wien mit 46,1 Prozent nicht nur die höchste Betreuungsquote und als einziges Bundesland das EU-2030-Ziel von 45 Prozent, sondern mit 89 Prozent auch die mit Abstand höchste VIF-konforme Betreuung. Es folgen Vorarlberg (72 Prozent) und Kärnten (71 Prozent). Am unteren Ende liegen Oberösterreich (27 Prozent) und die Steiermark (33 Prozent). Beim Ausbau seit 2019/20 zeigt sich: Niederösterreich steigerte seine VIF-Quote bei den unter 3-Jährigen um 31 Prozentpunkte (von 32 auf 63 Prozent), das Burgenland bei den 3- bis 5-Jährigen sogar um 41 Prozentpunkte (von 33 auf 74 Prozent). Rückschritte gab es dagegen in der Steiermark (-14 Prozentpunkte bei den unter 3-Jährigen) und Wien (-5 Prozentpunkte), das dennoch abgeschlagen an der Spitze bleibt.
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Kinderbildung und -betreuung: Zwischen Betreuungsplatz und Vollzeitjob

Kinderbildung und -betreuung: Zwischen Betreuungsplatz und Vollzeitjob

Dieser Policy Brief gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Kinderbildung und -betreuung in Österreich und ordnet diesen im europäischen Vergleich ein. Anschließend wird untersucht, wie gut das bestehende Angebot in den einzelnen Bundesländern mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar ist. Eine detaillierte Bezirksanalyse zeigt schließlich, wie stark sich die Verfügbarkeit vollzeittauglicher Kinderbetreuung regional unterscheidet und welcher Zusammenhang zwischen Vollzeit-tauglicher Betreuung und dem Erwerbsausmaß von Frauen besteht.
Policy Brief
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Das Balkendiagramm trägt den Titel „In jenen Bezirken, in denen die meisten Kinder in vollzeittauglicher Betreuung sind, sind weibliche Teilzeitquoten signifikant niedriger“. Es zeigt die durchschnittlichen Teilzeitquoten von Frauen in den Jahren 2020 bis 2025/26, getrennt nach den 20 politischen Bezirken mit den höchsten und den 20 Bezirken mit den niedrigsten Anteilen an vollzeittauglicher Betreuung für Kinder unter drei Jahren. Dabei wird deutlich, dass die Teilzeitquoten von Frauen in den Top-20-Bezirken über den gesamten Zeitraum signifikant niedriger sind als in den Bottom-20-Bezirken.
In jenen Bezirken, in denen die meisten Kinder in vollzeittauglicher Betreuung sind, sind weibliche Teilzeitquoten signifikant niedriger
Bezirke mit hoher vollzeittauglicher Betreuung zeigen deutlich niedrigere weibliche Teilzeitquoten: In den Top-20-VIF-Bezirken liegt die durchschnittliche Teilzeitquote der Frauen bei 50,8 Prozent, in den 20 schwächsten Bezirken bei 59,3 Prozent (unter 3-Jährige) bzw. 57,4 Prozent (3- bis 5-Jährige). Rund 40 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen nennen laut Statistik Austria die Betreuungssituation als Grund gegen Vollzeit; bei Müttern mit Kindern unter 15 sind es über 80 Prozent.
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Die Grafik trägt den Titel „Vollzeittaugliche Kinderbetreuung – Die Top- und Flop-10-Bezirke“. Sie zeigt ein Ranking der österreichischen politischen Bezirke nach dem Anteil der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, die mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar sind. Dargestellt sind die zehn Bezirke mit den höchsten und die zehn Bezirke mit den niedrigsten Anteilen. Zu den Bezirken mit den höchsten Betreuungsquoten zählen Schärding, Murau und Liezen. Die Grafik verdeutlicht damit die großen regionalen Unterschiede bei der vollzeittauglichen Kinderbetreuung.
Vollzeittaugliche Kinderbetreuung: Die Top und Flop 10 Bezirke
An der Spitze der VIF-konformen Betreuung der unter 3-Jährigen liegen Eisenstadt (Stadt) mit 100 Prozent, gefolgt von Korneuburg (91,7 Prozent) und Linz (Stadt) (87,1 Prozent). Am unteren Ende dominiert Oberösterreich: Schärding bildet mit 1,2 Prozent das traurige Schlusslicht, gefolgt von Murau (3,4 Prozent) und Liezen (4,8 Prozent).
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Liniendiagramm des Momentum Instituts mit dem Titel „Inflation bei Grundbedürfnissen stärker gestiegen als Löhne“. Gezeigt wird die Entwicklung von August 2019 bis August 2026, bezogen auf den Jahresdurchschnitt 2019. Bis August 2026 steigen die Energiepreise um 78,6 Prozent, die Mieten um 34,9 Prozent und die Lebensmittelpreise um 34,1 Prozent. Die allgemeine Preissteigerung beträgt 34,8 Prozent, die Löhne steigen um 33,7 Prozent und bleiben damit hinter der Inflation zurück. Besonders stark schwanken die Energiepreise, mit sprunghaften Anstiegen 2022 und Anfang 2025. Die übrigen Kurven steigen überwiegend gleichmäßiger.
Inflation bei Grundbedürfnissen stärker gestiegen als Löhne
Besonders die Preise für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Energie, und Mieten stiegen rascher als die kollektivvertraglichen Löhne. In den vergangenen sieben Jahren legten die Löhne um 33,7 Prozent zu. Die Inflation bei Lebensmitteln (+34,1 Prozent) und Mieten (+34,9 Prozent) fiel allerdings noch höher aus. Besonders stark verteuerte sich Energie um 78,6 Prozent. Ein Inflationsausgleich in der Lohnrunde ist besonders wichtig für niedrige und mittlere Einkommen. Die Teuerung trifft sie stärker, weil sie anteilig von ihren Löhnen mehr für Grundbedürfnisse ausgeben müssen. 
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Säulendiagramm des Momentum Instituts: In den meisten Branchen der Herbstlohnrunde sind die Reallöhne, also die inflationsbereinigten Löhne, seit September 2019 leicht gesunken. Stand September 2026: Eisenbahn/ÖBB minus 1,8 Prozent, IT minus 1,6 Prozent, Handel minus 1,3 Prozent, Handwerk und Gewerbe minus 0,3 Prozent. Nur die Güterbeförderung verzeichnet ein Plus von 0,3 Prozent. Über alle Kollektivvertragsbranchen beträgt der Rückgang 0,9 Prozent; dieser Vergleichswert ist dunkelrosa hervorgehoben. Quelle: Statistik Austria, eigene Berechnung. Für Handel und Güterbeförderung wird jeweils der Durchschnitt von Angestellten und Arbeiter verwendet. Die Septemberinflation 2026 ist mit 3,6 Prozent laut WIFO-Schnellschätzung berücksichtigt.
Herbstlohnrunde: Reallöhne in den meisten verhandelnden Branchen seit 2019 leicht gesunken
In den großen verhandelnden Branchen haben die Löhne während Corona und zwei Kriegen (Ukraine, Iran) nicht mit der Teuerung Schritt gehalten. Am stärksten fallen die Löhne der Eisenbahner:innen mit einem Kaufkraftverlust von 1,8 Prozent zurück, gefolgt von der IT mit 1,6 Prozent und der größten verhandelnden Branche, dem Handel, mit 1,3 Prozent. Handwerk und Gewerbe verzeichnete nur einen leichten Realeinkommensverlust von 0,3 Prozent. Ein leichtes Reallohnplus gibt es bislang nur für die Güterbeförderung (LKW, Kleintransporte) mit 0,3 Prozent. Im österreichweiten Durchschnitt aller Branchen sank die Kaufkraft um 0,9 Prozent in den vergangenen sieben Jahren von September 2019 bis September 2026. Das zeigt ein Vergleich des Tariflohnindex der Statistik Austria mit der Inflation für jene verhandelnden Branchen mit einem Anteil von über einem Prozent an allen Beschäftigten.
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Herbstlohnrunde: KV-Löhne in vier von fünf Branchen niedriger als 2019

Herbstlohnrunde: KV-Löhne in vier von fünf Branchen niedriger als 2019

Bei der Eisenbahn haben KV-Mindestlöhne 1,8 Prozent weniger Kaufkraft als 2019. Auch IT und Handel haben die Teuerung der letzten Jahre nicht aufgeholt.
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Erbschaften reduzieren Arbeitszeit

Erbschaften reduzieren Arbeitszeit

Während Arbeit in Österreich hoch besteuert wird, bleibt das leistungslose Einkommen durch Erbschaften de facto steuerfrei. Eine neue Analyse zeigt nun: Wer erbt arbeitet im Schnitt weniger Stunden als Menschen ohne Erbschaft. Auch eine Erbschaft des Hauptwohnsitzes hat einen Einfluss auf die Arbeitszeit. Damit die Schieflage von Leistung durch Arbeit und leistungslosen Erbschaften korrigiert wird, empfehlen wir die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer.
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Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur Lohntransparenz verstreichen lassen. Eine neue Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der Lohnlücke könnte durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin und Jahr bedeuten. 
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Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich. Geschätztes entgangenes Einkommen unselbständig erwerbstätiger Frauen in Österreich pro Jahr. Bei 10 Prozent weniger Gender Pay Gap bedeutet das 0,43 Euro pro Arbeitsstunde mehr, also 1,3 Milliarden Euro jährlich. Bei 20 Prozent weniger Gender Pay Gap sind das 0,86 Euro mehr, sprich 2,7 Milliarden Euro jährlich.
Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich
Der durchschnittliche Bruttostundenlohn unselbständig beschäftigter Männer lag 2024 bei 29,40 Euro, jener von Frauen bei 25,10 Euro. Der Unterschied beträgt damit 4,30 Euro pro Stunde und entspricht einem Gender Pay Gap von 14,63 Prozent. Für die Modellrechnung nehmen wir auf Basis von internationalen Studien-Vergleichswerten an, dass wirksame Lohntransparenz diesen Abstand um zehn Prozent reduziert. Das entspricht 43 Cent pro Arbeitsstunde. Bei durchschnittlich 31 Wochenstunden ergibt das für eine Arbeitnehmerin rund 700 Euro brutto mehr im Jahr. Hochgerechnet auf rund 1,93 Millionen unselbständig beschäftigte Frauen sind es 1,3 Milliarden Euro jährlich. 
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Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Die Arbeitgeber:innen und ihre Lobby fordern stets, dass die Menschen wieder mehr arbeiten sollen. Aber wenn der Finanzminister Anreize dafür setzt, passt es ihnen auch nicht. 
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