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Vorgezogene Strompreisbremse kann Inflation um 0,15 Prozent drücken

Vorgezogene Strompreisbremse kann Inflation um 0,15 Prozent drücken

Durch eine sofort wirkende Strompreisbremse würde die Inflationsrate um rund 0,15 Prozentpunkte geringer ausfallen. 
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Wie viel sich Strom-Haushaltskund:innen ersparen, wenn die geplante Strompreisbremse der Bundesregierung Österreichs sofort in Kraft tritt anstatt erst in einigen Monaten. Kund:innen der EVN, Linz Strom, Energie Steiermark, Burgenland Energie und Energie Graz würden sich über 100 Euro im Jahr ersparen. Kund:innen der TIWAG, Verbund, Kelag, Energie AG OÖ und Salzburg AG würden sich nichts ersparen, weil deren Preise günstiger sind als die in der Strompreisbremse vorgesehenen.
Vorziehen der Strompreisbremse: Um wie viel die Stromrechnung sinken würde
Zieht die Bundesregierung die Strompreisbremse vor, würden die Strompreise für Kund:innen einiger Stromkonzerne sofort gedeckelt. Besonders viel ersparen würden sich dadurch die Kunden der EVN mit 296 Euro im Jahr, gefolgt von der Linz Strom mit 175 Euro. In der Steiermark ersparten sich Kund:innen der Energie Steiermark 128 Euro, jene der Energie Graz 110 Euro. Kundschaft der Burgenland Energie würden 112 Euro sparen. Bei der Energie Klagenfurt sind es immer hin noch 52 Euro, bei der vkw in Vorarlberg 27 Euro, und bei der Wien Energie 11 Euro im Jahr. Die Neuverträge bei TIWAG, Verbund, Kelag, Energie AG OÖ und der Salzburg AG liegen preislich unter der Strompreisbremse, womit es für deren typische Kund:innen zu keiner Ersparnis kommt. Das zeigt ein Vergleich des Energiekrisenmechanismus mit aktuell gültigen Angeboten für Neukund:innen und Bestandskunden, deren Vertrag ausläuft, im Tarifkalkulator der E-Control.
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Strompreisänderungen an der Börse werden erst mit Verspätung an Haushalte weitergegeben. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Entwicklung des Energiepreises in Cent pro Kilowattstunde von Juni 2023 bis Oktober 2026. Zu sehen ist der Strompreis bei Vertragsabschluss verglichen mit dem Preis für das günstigste Produkt und dem Börsenpreis.
Strompreisänderungen an der Börse werden erst mit Verspätung an Haushalte weitergegeben
Der Preisdruck beim Strom geht weiter nach oben, obwohl die Haushalte den Dampf davon noch nicht abbekommen. Die Strompreise der Landesenergieversorger (plus Verbund) für Neuverträge blieben in den letzten Monaten relativ konstant bei um die 14 Cent pro Kilowattstunde (Arbeitspreis und Grundpauschale). Doch für Schnäppchenjäger geht die Zeit günstigen Stroms dem Ende zu: Das günstigste Produkt für Haushaltskund:innen ist laut E-Control bereits von 8,9 Cent pro Kilowattstunde im März 2026 auf 11,22 Cent im Oktober angestiegen. Vorboten für höhere Preise für Haushaltskund:innen gibt es reichlich, womit die Strompreise spätestens in einigen Monaten wieder zum Inflationstreiber werden dürften.
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Lassen wir Sonntag Sonntag sein

Lassen wir Sonntag Sonntag sein

Wer am Sonntag einkaufen möchte, braucht jemanden, der dann arbeitet und dafür auf seinen freien Sonntag verzichtet. In der Debatte über die Sonntagsöffnung kommen all diese Menschen erstaunlich selten vor. Dabei geht es bei der Sonntagsöffnung eben darum, ob auch eine Verkäuferin mit ihren Kindern einen Ausflug machen kann.  
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Erben statt Arbeiten

Erben statt Arbeiten

„Leistung muss sich wieder lohnen“ – dieses neoliberale Dogma wird regelmäßig von ÖVP, NEOS, FPÖ, WKO und Gleichgesinnten in die Welt posaunt. In der Debatte geht es dabei immer um die Besteuerung von Arbeitseinkommen. Doch der Aufschrei bei leistungslosen Erbschaften, die in Österreich seit 18 Jahren steuerfrei von Generation zu Generation weitergereicht werden, bleibt aus.
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Equal Pay Day 2026: Vollzeitarbeit schützt nicht vor der Lohnlücke

Equal Pay Day 2026: Vollzeitarbeit schützt nicht vor der Lohnlücke

Heuer fällt der Equal Pay Day auf den 5. November 2026. Die Analyse der durchschnittlichen Brutto-Jahresbezüge von ganzjährig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern zeigt, dass der Gender-Pay-Gap immer noch bei satten 15,5 Prozent klafft (2025: 16,3 Prozent). Eine Auswertung macht außerdem deutlich: Lohndiskriminierung trifft Frauen in jeder Altersgruppe, in jeder Berufsgruppe – mit und ohne Kind.
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Vollzeitbeschäftigte Frauen bekommen 16 Prozent weniger gezahlt als Männer
Vollzeitbeschäftigte Frauen bekommen 16 Prozent weniger gezahlt als Männer
Heuer fällt der Equal Pay Day auf den 5. November 2026. Die Analyse der durchschnittlichen Brutto-Jahresbezüge von ganzjährig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern zeigt, dass der Gender-Pay-Gap immer noch bei satten 15,5 Prozent klafft (2025: 16,3 Prozent). In den Bundesländern ist die Lücke sehr unterschiedlich ausgeprägt: In Vorarlberg etwa bekommen Frauen in Vollzeitjobs mehr als ein Fünftel weniger gezahlt als Männer in Vollzeitjobs. In der Bundeshauptstadt Wien ist die Lohnlücke zwar von allen Bundesländern am kleinsten, aber selbst hier bekommen vollzeitbeschäftigte Frauen rund 11 Prozent weniger.
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Gender-Pay-Gaps nach Alter und Erwerbsausmaß
Gender-Pay-Gaps nach Alter und Erwerbsausmaß
Für Vollzeitbeschäftigte liegt der Gender Pay Gap bei den unter 30-Jährigen bei 7 Prozent, steigt auf 8 Prozent bei den 30-39-Jährigen und 16 Prozent bei der nächsten Alterskohorte (40-49 Jahre) auf schließlich 18 Prozent bei den 50- bis 59-Jährigen. Teilzeitbeschäftigte Frauen liegen, bis auf bei den unter 30-Jährigen erwartungsgemäß über den Gaps der Vollzeitbeschäftigten (10, 19 und 22 Prozent). Entscheidend ist der dritte Balken: die Vollzeitquote der Frauen. Sie liegt bei den unter 30-Jährigen bei 65 Prozent und ist dort am höchsten. Danach bricht sie auf 44 Prozent (30-39 Jahre) und 41 Prozent (40-49 Jahre) ein und erholt sich bei den 50-59-Jährigen nur auf 46 Prozent. Die Auswertung erzählt damit zwei Geschichten gleichzeitig: Frauen verlassen den Vollzeitpfad ab 30 massiv und jene, die darauf bleiben, verlieren dennoch Jahrzehnt für Jahrzehnt relativ zu ihren männlichen Kollegen. Ein Vollzeitjob federt die Lücke also nicht ab, er verlangsamt sie bloß.
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Vollzeitarbeit schützt Mütter nicht vor der Lohnlücke
Vollzeitarbeit schützt Mütter nicht vor der Lohnlücke
Frauen ohne Kind in Vollzeit weisen einen Gender Pay Gap im Vergleich zu den Männern ohne Kind von 5 Prozent (unter 30 Jahren), 1 Prozent (30-39 Jahre), 7 Prozent (40-49 Jahre) und 15 Prozent (50-59 Jahre) auf. Bei Müttern in Vollzeit sind es 27, 19, 21 und 20 Prozent. Der Sprung zwischen den beiden Kurven offenbart: Im jüngsten Segment bekommt eine vollzeitbeschäftigte Mutter um 22 Prozentpunkte weniger bezahlt im Vergleich zum männlichen Pendant als eine Frau ohne Kinder in Vollzeit – bei identischem Erwerbsausmaß. Verglichen werden immer die Pendants zueinander, also Frauen ohne Kinder mit Männern ohne Kinder sowie Mütter im Vergleich zu Vätern.
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Lohnlücke bei vollzeittätigen Müttern im Westen am Höchsten
Lohnlücke bei vollzeittätigen Müttern im Westen am Höchsten
In allen Bundesländern haben vollzeittätige Mütter (im Vergleich zu vollzeittätigen Vätern) eine höhere Lohnlücke als Frauen ohne Kinder (im Vergleich zu Männern ohne Kinder). Während der Pay Gap bei Frauen ohne Kinder zwischen 4 Prozent (Wien) und 15 Prozent (Vorarlberg) variiert, steigt er bei Müttern konsequent an: von 9 Prozent in Wien bis zu einem Maximalwert von 29 Prozent in Vorarlberg. Besonders ausgeprägt ist diese Diskrepanz in den westlicheren Bundesländern: Vorarlberg, Salzburg und Tirol weisen Lohnnachteile von Müttern zwischen 21 und 29 Prozent auf. Auch Oberösterreich liegt mit 27 Prozent Lohnlücke, deutlich über dem Österreichschnitt von 18,6 Prozent (22,3 Prozent, wenn alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten verglichen werden).
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Gender-Pay-Gap von Vollzeitbeschäftigten in den Berufsgruppen
Gender-Pay-Gap von Vollzeitbeschäftigten in den Berufsgruppen
Neun Berufsgruppen wurden nach der Höhe ihres Gender Pay Gaps ausgewertet: Ganz oben stehen die Führungskräfte mit einer Lohnlücke von knapp einem Viertel (23 Prozent), gefolgt von Techniker:innen gleichrangiger nichttechnischer Berufe (22 Prozent) und Fachkräften in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (22 Prozent). Es folgen Handwerks- und verwandte Berufe (21 Prozent), Dienstleistungsberufe und Verkäufer (21 Prozent), akademische sowie vergleichbare Berufe (19 Prozent), Hilfsarbeitskräfte (18 Prozent), Bediener:innen von Anlagen und Maschinen und Montageberufe (16 Prozent) und schließlich Bürokräfte und verwandte Berufe mit einem Gap von 10 Prozent.
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Sommer der Überhitze: Neues Tool zeigt Hitze-Ungerechtigkeit in 37 europäischen Ländern

Sommer der Überhitze: Neues Tool zeigt Hitze-Ungerechtigkeit in 37 europäischen Ländern

Während sich Europa schneller als jeder andere Kontinent erhitzt, belastet Hitze aber längst nicht alle Menschen gleich. Mit der neu präsentierten interaktiven Hitze-Ungleichheitskarte (Heat Inequality Map) machen wir sichtbar, wie es um Hitzebelastung und soziale Ungleichheit in Europa steht. Die interaktive Karte umfasst 1.345 Regionen in 37 europäischen Ländern und verbindet Klimadaten des Copernicus-Klimadiensts mit Sozialdaten von Eurostat.
Klima
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