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Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen

Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur Lohntransparenz verstreichen lassen. Eine neue Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der Lohnlücke könnte durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin und Jahr bedeuten. 
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Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich. Geschätztes entgangenes Einkommen unselbständig erwerbstätiger Frauen in Österreich pro Jahr. Bei 10 Prozent weniger Gender Pay Gap bedeutet das 0,43 Euro pro Arbeitsstunde mehr, also 1,3 Milliarden Euro jährlich. Bei 20 Prozent weniger Gender Pay Gap sind das 0,86 Euro mehr, sprich 2,7 Milliarden Euro jährlich.
Fehlende Lohntransparenz kostet Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro jährlich
Der durchschnittliche Bruttostundenlohn unselbständig beschäftigter Männer lag 2024 bei 29,40 Euro, jener von Frauen bei 25,10 Euro. Der Unterschied beträgt damit 4,30 Euro pro Stunde und entspricht einem Gender Pay Gap von 14,63 Prozent. Für die Modellrechnung nehmen wir auf Basis von internationalen Studien-Vergleichswerten an, dass wirksame Lohntransparenz diesen Abstand um zehn Prozent reduziert. Das entspricht 43 Cent pro Arbeitsstunde. Bei durchschnittlich 31 Wochenstunden ergibt das für eine Arbeitnehmerin rund 700 Euro brutto mehr im Jahr. Hochgerechnet auf rund 1,93 Millionen unselbständig beschäftigte Frauen sind es 1,3 Milliarden Euro jährlich. 
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Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Steuern runter – mehr hackeln sollen die Leut! Oder doch nicht?

Die Arbeitgeber:innen und ihre Lobby fordern stets, dass die Menschen wieder mehr arbeiten sollen. Aber wenn der Finanzminister Anreize dafür setzt, passt es ihnen auch nicht. 
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Inflation: Margenerhöhungen der Mineralölkonzerne steigern Inflationsrate um 0,8 Prozentpunkte

Inflation: Margenerhöhungen der Mineralölkonzerne steigern Inflationsrate um 0,8 Prozentpunkte

Die Inflationsrate in Österreich ist im September auf 3,6 Prozent gestiegen, vor allem durch höhere Preise für Benzin, Diesel und Heizöl. Das Momentum Institut hat berechnet, dass alleine 0,8 Prozentpunkte der September-Inflationsrate durch die Margensteigerungen der Mineralölkonzerne bei Diesel, Benzin und Heizöl zustande kommen.
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Preis für Mineralölprodukte um bis zu 68 Prozent gestiegen. Eine Grafik des Momentum Institut. Dargestellt ist die Teuerung bei Benzin, Diesel und Heizöl seit Februar 2026. Der prognostizierte Preis für Benzin ist bis September 2026 um 30 Prozent, für Diesel um 45 Prozent und für Heizöl um 68 Prozent gestiegen.
Preis für Mineralölprodukte um bis zu 68 Prozent gestiegen
Die Preise für Mineralölprodukte sind in den letzten Monaten rasant gestiegen. In den letzten acht Monaten stieg der Preis für Heizöl um 68 Prozent, der Dieselpreis um 45 Prozent, und der Benzinpreis um 30 Prozent. Alle drei erreichten im Monatsdurchschnitt Höchstwerte seit Beginn des US-Iran-Kriegs.
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Inflation im September um 0,8 Prozentpunkte niedriger ohne erhöhte Preisaufschläge bei Mineralölprodukten. Eine Grafik des Momentum Institut. Dargestellt ist die Inflation mit und ohne den durch Aufschläge bei Sprit und Heizöl verursachten Preisanstieg. Die Inflation wäre zwischen -0,3 und -0,7 Prozentpunkte niedriger gelegen von März bis August.
Inflation: 0,8 Prozentpunkte niedriger ohne erhöhte Preisaufschläge
Allein 0,8 Prozentpunkte der September-Inflationsrate kommen durch die Margensteigerungen der Mineralölkonzerne bei Diesel, Benzin und Heizöl zustande. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wäre die Inflationsrate ohne die höheren Preisaufschläge je nach Monat um 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte niedriger gelegen. Mit 0,8 Prozentpunkten im September erreicht der Einfluss der Margen auf die Teuerung einen neuen monatlichen Rekord in diesem Jahr.
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Nationalbank-Chef verirrt sich in die Tagespolitik: Was erlaube Kocher?

Nationalbank-Chef verirrt sich in die Tagespolitik: Was erlaube Kocher?

„Was erlaube Strunz?“, fragte sich Fußballtrainer Giovanni Trapattoni in einer legendären Pressekonferenz vor 30 Jahren, quasi in einem viralen Video „before it was cool“.
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Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Arbeitslosenquote: Österreich rutscht von der Spitze ins Mittelfeld ab

Traditionell lag die Arbeitslosenquote in Österreich über Jahrzehnte niedriger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.
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Balkengrafik mit dem Titel: Arbeitslosenquote in Österreich höher als vor 25 Jahren. Veränderung der Arbeitslosenquote von 2000 bis 2025. Die Grafik zeigt die Veränderung für die EU-Länder.
Arbeitslosenquote in Österreich höher als vor 25 Jahren
In 20 Ländern sank die Arbeitslosenquote im letzten Vierteljahrhundert, in Österreich und sechs weiteren Ländern stieg sie an. Am stärksten stieg sie in Luxemburg (+4,1 Prozentpunkte), gefolgt von Schweden (+3,2 Prozentpunkte). Den drittstärksten Anstieg verzeichnete bereits Österreich mit +1,9 Prozentpunkten. Die größten Rückgänge von einem hohen Niveau aus gelangen Bulgarien (-16 Prozentpunkte), Polen (-13,7 Prozentpunkte) und der Slowakei (-13,4 Prozentpunkte). In der EU insgesamt sank die Arbeitslosenquote um 3,9 Prozentpunkte.
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Österreich hatte im Jahr 2000 die drittniedrigste Arbeitslosenquote von 27 Länder der EU. Im Jahr 2025 liegt Österreich nur mehr auf Platz 13. Die Arbeitslosenquoten in der EU sanken in den allermeisten Ländern, jene in Österreich stieg an.
Arbeitslosigkeit: Österreich vom 3. Platz ins Mittelfeld abgerutscht
Traditionell lag die Arbeitslosenquote in Österreich über Jahrzehnte niedriger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Doch in den letzten 25 Jahren zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Arbeitslosenquote in Österreich stieg an, während jene der EU insgesamt zurückging. Österreich fällt von Platz 3 auf Platz 13 zurück.
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Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Spitzensteuersatz: Steuerstrukturreform hilft hunderttausenden Niedrigbezahlten

Der (noch nicht akkordierte) Regierungsentwurf zur Reform der Sozialhilfe sieht auch einen höheren Kindermehrbetrag für geringbezahlte Familien vor, finanziert durch einen höheren Höchststeuersatz für Spitzenbezahlte. Diese Steuerstrukturreform kann für rund 153.000 Menschen im Schnitt 576 Euro im Jahr mehr bedeuten. Sie senkt die Abgabenbelastung für Geringbezahlte mit Kindern, darunter Alleinerziehende.
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Ein Tortendiagramm vom Momentum Institut zeigt, wie viele Personen von einem höheren Kinderfreibetrag entlastet werden würden – insgesamt 153.000 Personen, die bis zu 300 Euro pro Kind mehr im Jahr erhalten. Das Diagramm unterteilt die begünstigten Haushalte nach Zusammensetzung: 26 % bestehen aus 2 Erwachsenen mit 3 oder mehr Kindern, 22 % aus 2 Erwachsenen mit 2 Kindern, 18 % aus 2 Erwachsenen mit 1 Kind, 20 % sind Alleinerzieher*innen, 9 % haben 1 Erwachsenen und 5 % mind. 2 Erwachsene mit volljährigen Kindern in Ausbildung.
Ein höherer Kindermehrbetrag würde 153.000 Personen helfen
Der erhöhte Kindermehrbetrag kommt 153.227 Personen, viele davon sind Niedrigbezahlte, zugute. Die meisten von ihnen sind arm trotz Arbeit: 57 Prozent von ihnen sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet. Durch die Reform hätten sie im Durchschnitt 576 Euro im Jahr mehr (bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von knapp unter 2).    
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