Archiv: Beiträge

1812 Treffer
Wiedereinführung von Erbschaftsteuer überfällig

Wiedereinführung von Erbschaftsteuer überfällig

Seit Jahrzehnten tragen Steuern auf Erbschaften und Schenkungen keinen Beitrag zum Steueraufkommen mehr bei, 2008 ursprünglich nur temporär abgeschafft, wartet Österreich seither auf ein Steuer-Update hinsichtlich vermögensbezogener Steuern. Während das aktuelle Budgetloch unter anderem durch harte Einschnitte bei etwa Sozial- und Familienleistungen aufgebessert werden soll, bleiben Extremreiche weiterhin unterbesteuert. Wir weisen darauf hin, dass mit einer Erbschaftssteuer gezielt die allerreichsten Haushalte in Österreich einen gerechteren Beitrag leisten können.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Corporate Tax Refusal Day: Steuertricks kosten Österreich 1,3 Milliarden Euro

Corporate Tax Refusal Day: Steuertricks kosten Österreich 1,3 Milliarden Euro

Der „Corporate Tax Refusal Day“, der Tag der Steuerverweigerung, fällt heuer auf den 5. Februar. Heute ist also der erste Tag des Jahres, ab dem multinationale Unternehmen, die in Österreich tätig sind, aufs Jahr gerechnet Steuern auf ihre Gewinne zahlen. Davor vermeiden sie die Besteuerung in Österreich, indem sie ihre hierzulande erzielten Gewinne in Niedrigsteuerländer verschieben. Durch die Verschiebung von Konzerngewinnen in Steuersümpfe entgehen Österreich allein 2025 rund 1,3 Milliarden Euro an Einnahmen. 
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Eine Grafik des Momentum Instituts mit dem Titel
Gewinnverschiebung in Steuersümpfe bleibt 2025 auf hohem Niveau
Die Steuerverweigerung bleibt 2025 weiterhin nahe dem historischen Höchststand. Ohne Gewinnverschiebungen würden 2025 14,4 Milliarden Euro an Körperschaftsteuer (KöSt) fällig. Tatsächlich in der Staatskasse landen werden nur 13,1 Milliarden Euro. Damit entgehen dem österreichischen Budget rund 1,3 Milliarden Euro. Das entspricht fast jedem zehnten Euro aus den Gewinnen der Unternehmen in Österreich. Grundlage der Analyse ist eine Hochrechnung des Momentum Instituts auf Basis von Daten der Gewinnverschiebungs-Datenbank missingprofits.world. Der minimale Rückgang der Gewinnverschiebung seit 2023 liegt einerseits an niedrigeren erwarteten Unternehmensgewinnen aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, andererseits am gesenkten Steuersatz auf die Gewinne der Unternehmen. Bis inklusive 2022 lag der KöSt-Satz bei 25 Prozent. In den vergangenen Jahren wurde er sukzessive gesenkt und beträgt heuer nur noch 23 Prozent.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Eine Grafik des Momentum Instituts mit dem Titel
2025 gingen 1,3 Milliarden Euro an Unternehmenssteuer-Einnahmen durch Gewinnverschiebung verloren
Der „Corporate Tax Refusal Day“, der Tag der Steuerverweigerung, fällt heuer auf den 5. Februar. Heute ist also der erste Tag des Jahres, ab dem multinationale Unternehmen, die in Österreich tätig sind, aufs Jahr gerechnet Steuern auf ihre Gewinne zahlen. Davor vermeiden sie die Besteuerung in Österreich, indem sie ihre hierzulande erzielten Gewinne in Niedrigsteuerländer verschieben. Durch die Verschiebung von Konzerngewinnen in Steuersümpfe entgehen Österreich allein 2025 rund 1,3 Milliarden Euro an Einnahmen.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Skiurlaub um bis zu 10,1 Prozent teurer als im Vorjahr. Inflation Dezember 2025. Die Grafik zeigt die Preisentwicklung von ausgewählten Produkten und Dienstleistungen, die typischerweise in einem Skiurlaub anfallen.
Skiurlaub um bis zu 10,1 Prozent in vielen Bereichen erneut teurer
Am stärksten im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise für die Anreise mit dem Zug (+10,1 Prozent) und die Maut-Gebühren inkl. Alpenstraßen (+7,8 Prozent). Deutlich teurer sind auch Schneeketten (+5,7 Prozent), der Besuch von Restaurants und Cafés (+5,4 Prozent), Liftpreise (+5,3 Prozent) sowie die Unterkunft im Hotel (+4,8 Prozent). Auch die Preise für Skier (+4,7 Prozent), Hauben und Schals (+4 Prozent) sowie für Essen und Trinken im Supermarkt (+ 3,9 Prozent) stiegen stärker als die allgemeine Inflationsrate (3,8 Prozent). Günstiger als im Vorjahr sind die Kosten für Reisebusse (-3,2 Prozent), Koffer und Reisetaschen (-1,7 Prozent) sowie für Kraftstoffe (-1,4 Prozent). Für die Analyse wurden typische Preise für den Skiurlaub mit den Verbraucherpreisen der Statistik Austria und des IHS-Preismonitors im Vorjahresvergleich (Dezember 2024 – Dezember 2025) ausgewertet.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Semesterferien: Skiurlaub in vielen Bereichen erneut teurer

Semesterferien: Skiurlaub in vielen Bereichen erneut teurer

In einigen Bundesländern laufen die Semesterferien bereits, in den übrigen starten sie kommende Woche. Unsere Auswertung zu typischen Kosten rund um den Skiurlaub zeigt: Viele Ausgaben sind heuer deutlich teurer als im Vorjahr – besonders stark ist das bei der Anreise zu sehen. Gleichzeitig sind einzelne Posten aber auch günstiger geworden.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Ölpreis fällt, Zapfsäule bleibt teuer: Preisaufschläge belasten Haushalte

Ölpreis fällt, Zapfsäule bleibt teuer: Preisaufschläge belasten Haushalte

Während die Rohölpreise deutlich gesunken sind, bleibt die Entlastung für Autofahrende an der Zapfsäule weitgehend aus. Neue Auswertungen des Momentum Instituts zeigen: Der entscheidende Preistreiber sind weiterhin hohe Aufschläge entlang der Lieferkette. Das fällt in eine Phase, in der viele Haushalte zum Start der Semesterferien am Samstag auf das Auto angewiesen sind. Die Bundesregierung hat zwar eine Spritpreis-Kommission eingesetzt, die am 29. Jänner erstmals zusammentrat. Doch die aktuellen Zahlen zeigen, wie dringend der Handlungsbedarf ist.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Der Ölpreis sinkt, aber der Spritpreis nicht. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Preise für Rohöl, Benzin und Diesel im Zeitraum von Jänner 2024 bis Jänner 2026. Obwohl der Preis für Rohöl ab Januar 2025 immer weiter sinkt, ziehen die Preise für Benzin und Diesel nicht so schnell und so stark nach.
Der Ölpreis sinkt, aber der Spritpreis nicht
In den vergangenen Monaten hat sich der Rohölpreis vom Endverbrauchspreis zunehmend entkoppelt. Während der Rohölpreis im Vergleich zu Anfang 2024 deutlich gefallen ist, reagieren die Preise für Benzin und Diesel nur schwach und verzögert.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Gestiegene Aufschläge heizen treibstoffpreise an. Vergleich: Benzin- und Dieselpreis vor und nach Kriegsbeginn. Die Grafik zeigt wie sich der Preis pro Liter für Benzin und Diesel in den Zeiträumen vor dem Kriegsbeginn in der Ukraine, nach dem Kriegsbeginn und aktuell (KW 4 2026) zusammensetzt.
Gestiegene Aufschläge heizen Treibstoffpreis an
Beim Benzin beträgt der aktuelle Preis 1,46 Euro pro Liter. Der darin enthaltene Aufschlag liegt bei 25 Cent, vor dem Krieg waren es 18 Cent. Beim Diesel liegt der Preis aktuell bei 1,49 Euro pro Liter, mit einem Aufschlag von 35 Cent – gegenüber 23 Cent vor dem Krieg. Damit sind die Aufschläge bei Benzin um 7 Cent, bei Diesel um 12 Cent pro Liter höher als im Vorkriegszeitraum. Das Rohöl selbst liegt aber aktuell nur 0,1 Cent/Liter über dem 5-Jahres-Schnitt vor Kriegsbeginn.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
“Kanzlerformel”: Wie die Regierung 2-1-0 erreichen kann

“Kanzlerformel”: Wie die Regierung 2-1-0 erreichen kann

Bundeskanzler Stocker hat mit dem 2-1-0 Plan die wirtschaftspolitischen Ziele der Bundesregierung für 2026 ausgegeben: 2 Prozent Inflation, 1 Prozent Wirtschaftswachstum. Dazu kommt, dass das Budgetdefizit bis 2028 auf 3 Prozent sinken soll. Die Regierung wird aus heutiger Sicht ihre Ziele ein Stück weit verfehlen.  Abhilfe schaffen könnten: Ein kleines Konjunkturpaket für mehr Wachstum, weitere preissenkende Maßnahmen gegen die hohen Lebenshaltungskosten, sowie wachstumsschonende Steuererhöhungen gegen das Budgetdefizit.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wie sich das Budget mit wachstumsschonenden Steuern sanieren lässt. Fünf Milliarden Euro muss der Staat bis 2028 noch einsparen. Mehrausgaben für die Konjunktur und gegen die Teuerung sind trotzdem drin. Die Grafik zeigt die potenziellen Einnahmen durch folgende Maßnahmen: Gewinnsteuer für Unternehmen (KöSt) wieder auf 25 %, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Grundsteuer modernisieren, Kalte Progression wiedereinführen, Übergewinnsteuer Banken. Des weiteren werden die Kosten für die MwSt.-Senkung auf 0 Prozent für alle Lebensmittel und die für das vorgeschlagene Konjunkturpaket abgebildet.
Wie sich das Budget mit wachstumsschonenden Steuern sanieren lässt
Die Budgetsanierung ist für heuer voraussichtlich auf Kurs. Der Fiskalrat warnt aber, dass noch gut fünf Milliarden Euro an Einsparungen erforderlich sein werden, um bis 2028 das Budgetdefizit auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) zu drücken. Das Momentum Institut empfiehlt fünf wachstumsschonende Steuererhöhungen, um das noch zaghafte Wirtschaftswachstum nicht bereits im Keim zu ersticken: Mit einer Reform der Grundsteuer, der Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, der Wiedereinführung der Kalten Progression, einer Übergewinnsteuer auf Banken, sowie durch die Rücknahme der Gewinnsteuer-Senkung für Unternehmen der letzten Jahre kann der Finanzminister genügend staatliche Einnahmen erzielen. Damit lässt sich sogar ein Konjunkturpaket finanzieren für mehr Wirtschaftswachstum und die Mehrwertsteuer auf alle Lebensmittel für die Inflationsbekämpfung senken. 
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wirtschaftswachstum heuer bei 1 Prozent? Für ihr Ziel braucht die Regierung noch ein Konjunkturpaket. Die Grafik zeigt das prognostizierte Wachstum in Österreich für 2026 nach verschiedenen Wirtschaftsprognosen (IWF, Raiffeisen, OeNB, OECD, EU, IHS, Bank Austria, Regierungsziel, WIFO) sowie den Mittelwert der Prognosen und den Wert mit Konjunkturpaket wie vom Momentum Institut vorgeschlagen.
Wirtschaftswachstum heuer bei 1 Prozent? Für ihr Ziel braucht die Regierung ein Konjunkturpaket
Österreich wird heuer um 0,93 Prozent wachsen (Mittelwert der Vorhersagen der Forschungsinstitute und internationalen Organisationen). Damit würde die Bundesregierung ihr selbst gestecktes Ziel von 1 Prozent unterschreiten. Das Momentum Institut empfiehlt deshalb ein Konjunkturpaket, welches das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozentpunkte nach oben schraubt. Dafür muss die Bundesregierung zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen und damit 5.000 zusätzliche Wohnungen im sozialen Wohnbau finanzieren sowie die Kinderbetreuung ausbauen. Damit würde sie auch gleichzeitig 29.000 neue Arbeitsplätze schaffen. 
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full