Archiv: Beiträge

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Im Sommer steigt die Zahl der Väter in Karenz. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die durchschnittliche Anzahl der Kinderbetreuungsgeldbezieher pro Monat (2008-2025).
Saisonale Muster bei Väterkarenz werden größer
Väter gehen besonders häufig im Sommer in Karenz. Die Betrachtung im Zeitverlauf bestätigt das saisonale Muster. Hinzukommt, dass immer mehr Männer in den Sommermonaten in Karenz gehen im Vergleich zu 2008. Das Momentum Institut empfiehlt daher bessere Anreize und Verpflichtungen für eine partnerschaftliche Aufteilung der Karenz. Etwa durch eine verpflichtende Väterkarenz und eine Arbeitswelt, in der Väterkarenz selbstverständlich ist. 
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Im Sommer steigt die Zahl der Väter in Karenz.
Im Sommer steigt die Zahl der Väter in Karenz
Auffällig ist, wann Väter Karenz nehmen. Daten des Sozialministeriums zu Kinderbetreuungsgeldbezieher:innen mit aufrechtem Dienstverhältnis zeigen ein klares Muster: Väter gehen besonders häufig im Sommer in Karenz. Von 2008 bis 2025 waren in den Monaten Juni, Juli und August im Schnitt rund 3.450 Väter in Karenz. Im Schnitt der übrigen Monate (September – Mai) waren es rund 2.800. Bei Müttern zeigt sich dieses Sommermuster nicht: Die Zahl der Mütter in Karenz ist in den Sommermonaten mit 73.560 Frauen mit Kinderbetreuungsgeld-Bezug etwas niedriger als den Rest des Jahres mit 74.700 Müttern. Im Juli ist der Männeranteil bei den Kinderbetreuungsgeldbezieher:innen mit aufrechtem Dienstverhältnis von 2008 bis 2025 am höchsten: Rund 3.620 Männer bzw. 4,9 Prozent sind im Juli in Karenz. Am unbeliebtesten sind Oktober, November und Dezember – im Schnitt sind es in diesen Monaten zwischen 2.590 und 2.760 Männern in Karenz bzw. zwischen 3,4 und 3,6 Prozent.
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Nur jeder 3. Vater geht nach dem Papa-Monat auch in Elternkarenz.
Nur jeder 3. Vater geht nach dem Papa-Monat auch in Elternkarenz
Auch der Papa-Monat (Familienzeitbonus) bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nur 15 Prozent der Paare nutzen den Familienzeitbonus. Am wenigsten wird das Angebot in Vorarlberg genutzt, mit rund 13 Prozent der Partnerschaften, in denen ein Papa-Monat in Anspruch genommen wird. Am höchsten ist die Inanspruchnahme in Oberösterreich mit knapp 18 Prozent. Noch seltener folgt danach eine echte Väterkarenz: Nur 5 Prozent der Paare kombinieren Papa-Monat und eine Karenz des Vaters. Zwei Drittel der Väter, die den Papa-Monat nutzen, gehen nach dem Papa- Monat aber nicht in Elternkarenz. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede: In Oberösterreich nutzen zwar 18 Prozent der Paare den Papa-Monat, aber in zwei Drittel der Fälle gehen die Väter danach nicht in Elternkarenz. In Wien geht immerhin die Hälfte der Väter, die den Papa-Monat in Anspruch nehmen auch in Elternkarenz.   
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Nur knapp jedes fünfte Paar teilt sich die Karenzzeit in irgendeiner Form auf
Nur knapp jedes fünfte Paar teilt sich die Karenzzeit in irgendeiner Form auf
Nur knapp jedes fünfte Paar (17,8 Prozent) teilt sich die Karenzzeit in irgendeiner Form auf. In diesen Paaren unterbrechen lediglich 0,9 Prozent der Väter länger als 6 Monate ihre Erwerbstätigkeit während des Kinderbetreuungsgeldbezugs, 3 bis 6 Monate machen das 1,6 Prozent und unter 3 Monaten 10,6 Prozent der Väter.
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Nur jeder fünfte Vater geht in Karenz. Väterbeteiligung bei der Elternkarenz immer noch unter Vorkrisenniveau.
Nur jeder fünfte Vater geht in Karenz
Von einer fairen Aufteilung der Sorgearbeit zwischen Eltern ist Österreich weit entfernt. Nur jeder fünfte Vater nimmt Elternkarenz in Anspruch. Laut Wiedereinstiegsmonitoring 2025 lag der Männeranteil bei den zuvor überwiegend beschäftigten Kinderbetreuungsgeldbezieher:innen mit mindestens einem Monat Bezug im Jahr 2023 bei 18,8 Prozent. Damit liegt die Väterbeteiligung weiterhin unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Damals waren es 19,3 Prozent. Den bisherigen Höchstwert gab es 2017 mit rund 20 Prozent. Während der Krisenjahre ging die Beteiligung deutlich zurück, 2021 lag sie nur noch bei 16,6 Prozent. Seither steigt die Väterbeteiligung wieder langsam an, insgesamt bleibt sie aber gerin. 
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Väterbeteiligung bei der Elternkarenz im Bundesländervergleich. Diese Österreichkarte des Momentum Instituts zeigt, dass die Beteiligung der Väter in Wien mit 24,5 Prozent am höchsten ist, in Kärnten mit 12,5 Prozent am niedrigsten.
Väterbeteiligung bei der Elternkarenz im Bundesländervergleich
Besonders groß sind die Unterschiede bei der Väterkarenz zwischen den Bundesländern. In Wien war 2023 fast jede vierte zuvor überwiegend beschäftigte Person mit Kinderbetreuungsgeldbezug ein Vater. In Tirol und Kärnten waren es nur knapp 13 Prozent, im Burgenland sogar nur knapp 11 Prozent. 
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Vatertag 2026: Väterkarenz bleibt Ausnahme, Sommerkarenz der Usus

Vatertag 2026: Väterkarenz bleibt Ausnahme, Sommerkarenz der Usus

Zum Vatertag am Sonntag (14. Juni) hat das Momentum Institut ausgewertet, wie es um die Karenzbeteiligung und das Papamonat von Vätern in Österreich steht. Das Ergebnis: Von einer fairen Aufteilung der Sorgearbeit zwischen Eltern ist Österreich weit entfernt. Nur jeder fünfte Vater nimmt Elternkarenz in Anspruch. Viele Väter bleiben außerdem nur kurz zuhause und auffällig oft in den Sommermonaten. Auch im Bundesländervergleich zeigt die Analyse erhebliche Unterschiede.
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Verteilungscheck Budget 2027/2028: Sparen am falschen Platz

Verteilungscheck Budget 2027/2028: Sparen am falschen Platz

Das Budget 2027/2028 ist ein weiteres Sparbudget. Es spart am falschen Platz. Die sozialen Einschnitte fallen tiefer aus als notwendig bei Pensionen, Arbeit und Soziales mit 1,8 Milliarden Euro im Endausbau. Über drei Viertel der Haushalte sind von diesen Sparmaßnahmen betroffen. Es trifft damit auch Geringbezahlte, Familien und Pensionist:innen. Ärmere Haushalte und die untere Mittelschicht erleiden die größten Einkommenseinbußen relativ zu ihrem Einkommen.
Policy Brief
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Lohnnebenkosten-Kürzung: Welche Konzerne weniger Steuern zahlen

Lohnnebenkosten-Kürzung: Welche Konzerne weniger Steuern zahlen

Die Bundesregierung wird 2028 die Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Anhand der Bilanzen heimischer Konzerne lässt sich schätzen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets.
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Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut. Mehr Gewinn nach Steuern durch weniger Lohnnebenkosten im Millionen Euro.
Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut
Die Bundesregierung wird 2028 die Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Schätzungen anhand der Bilanzen heimischer Konzerne zeigen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Das Ergebnis: Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets. Am stärksten steigt der Gewinn nach Steuern durch die Lohnnebenkostensenkung für die ÖBB mit 12,2 Millionen Euro, weil die ÖBB einen hohen Anteil ihrer Mitarbeiter:innen im Inland beschäftigt (88 Prozent). Zweitgrößter Profiteur ist der Stahlproduzent voestalpine, der zukünftig 10,2 Millionen Euro weniger Abgaben leistet. Mit Billa (9,9 Mio. Euro) und Spar (8 Mio. Euro) zählen zwei große Lebensmittelketten mit vielen Beschäftigten zu den großen Gewinnern des Sparpakets. Die Erste Bank Group erspart sich ebenso einiges an Lohnnebenkosten mit 4,6 Millionen Euro, ebenso wie das Bauunternehmen STRABAG (4,1 Mio. Euro), die Österreichische Post AG (3,3 Mio. Euro), der Mineralölkonzern OMV (1,7 Mio. Euro) sowie der Maschinenbau-Konzern Andritz (1,6 Mio. Euro). Die Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 setzt eine Serie vergangener Senkungen verschiedener Lohnnebenkosten seit 2014 fort, von der die heimischen Großbetriebe bereits profitieren. Dadurch liegt ihr Abgabensatz bereits um 1,6 Prozentpunkte niedriger, wodurch dem Staatsbudget bereits heute rund 2,9 Milliarden Euro an Einnahmen pro Jahr entgehen. 
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Das angebliche Bürokratiemonster

Das angebliche Bürokratiemonster

Die Debatte über die EU-Lohntransparenzrichtlinie erinnert an jemanden, der drei Jahre lang weiß, wann eine Aufgabe fällig ist, und eine Woche vor der Deadline plötzlich empört fragt, woher diese Aufgabe kommt.
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Wie hoch die Flugabgabe heute eigentlich sein müsste. Die Grafik zeigt, wie hoch die Ticketabgabe heute sein müsste, wenn sie seit 2020 um die Inflation angepasst worden wäre.
Wie hoch die Flugabgabe heute eigentlich sein müsste
Seit 2020 gelten neue Sätze für die Flugabgabe: 30 Euro für Flüge unter 350 Kilometer und 12 Euro für jene darüber. Wären diese Abgaben seit 2020 an die Inflation angepasst worden, müsste die Abgabe für Strecken unter 350 Kilometer 2025 bei 38,5 Euro liegen und jene für Strecken darüber bei 15,4 Euro.
Klima
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