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Tempo 100: Die billigste Energiepolitik liegt auf der Straße

Tempo 100: Die billigste Energiepolitik liegt auf der Straße

Die Energiekrise ist längst im Alltag angekommen. Tanken wird fast täglich teurer, die Versorgung unsicherer und gleichzeitig wird so getan, als hätte die Politik kaum Handlungsspielraum. Dabei liegt eine der einfachsten Maßnahmen buchstäblich auf der Straße: Tempo 100. 
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Klima
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Politik am Sterbebett? Nein, beim Vermögen.

Politik am Sterbebett? Nein, beim Vermögen.

“Der Staat soll nicht auch noch am Sterbebett hinlangen“, sagt Tirols Landeshauptmann Anton Mattle. Ein Satz, der wirkt. Und genau das ist das Problem.
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Energiekrise: EU-Länder senken Steuern, sparen aber kaum Energie

Energiekrise: EU-Länder senken Steuern, sparen aber kaum Energie

Trotz der angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage auf den Energiemärkten angespannt. Ob die Waffenruhe hält, ist ungewiss, ebenso die weitere Entwicklung. Die Zerstörung iranischer Infrastruktur verschärft die Unsicherheit zusätzlich. Hohe Energiepreise dürften daher noch länger bestehen bleiben.
Klima
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Verhaltene Reaktionen der EU-Länder auf die Energiekrise. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die bisher gesetzten staatlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung und Verbraucherunterstützung. Die am häufigsten gesetzte Maßnahme sind niedrigere Energiesteuern. 28 Länder haben damit auf die Preissprünge reagiert, darunter auch Österreich und zehn weitere EU-Länder.
Verhaltene Reaktionen der EU-Länder auf die Energiekrise
Die mit Abstand häufigste Maßnahme sind Steuersenkungen auf Energie: 28 Länder haben diese umgesetzt, darunter Österreich und zehn weitere EU-Staaten (Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechien). Zusätzlich hat Österreich vergangene Woche eine Margenbeschränkung eingeführt – ein faktischer Preisdeckel auf Treibstoffe. Insgesamt 14 Länder greifen zu solchen Instrumenten, darunter weitere fünf EU-Mitglieder (Griechenland, Kroatien, Polen, Tschechien, Ungarn). Deutlich seltener sind Maßnahmen, die den Energieverbrauch tatsächlich senken: Nur 20 Staaten rufen aktiv zum Energiesparen auf, innerhalb der EU ist Spanien das einzige Land. Rationierungen von Treibstoffen gibt es in sieben Ländern, darunter lediglich zwei EU-Staaten (Slowakei, Slowenien). Insgesamt setzen damit nur drei EU-Länder gezielt auf Einsparmaßnahmen. Die EU reagiert also vor allem mit Preisinterventionen, nicht mit Verbrauchsreduktion.
Klima
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Weltgesundheitstag 2026: Harte Jobs, schlechte Gesundheit – Belastung im Beruf sozial ungleich verteilt

Weltgesundheitstag 2026: Harte Jobs, schlechte Gesundheit – Belastung im Beruf sozial ungleich verteilt

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Eine aktuelle Analyse des Momentum Instituts zeigt: Körperliche Belastungen im Berufsalltag sind ungleich verteilt und treffen vor allem Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss. Gleichzeitig steigen die Krankenstände mit dem Alter deutlich an. Wer über ein höheres Pensionsantrittsalter diskutiert, darf diese Realität nicht ignorieren.
Arbeit
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Länger arbeiten geht nur mit Rücksichtnahme auf Gesundheit. Die Krankenstandsquote (=Krankenstandstage in Prozent des Jahresarbeitsvolumens) ist bei älteren Arbeitnehmer:innen deutlich höher als bei Jüngeren. Bei Beschäftigten zwischen 60 und 64 Jahren liegt die Krankenstandsquote bereits bei 7,5 Prozent bei Männern und 8,5 Prozent bei Frauen – mehr als eine Verdoppelung verglichen mit der Kohorte zwischen 45 und 49 Jahren (Männer: 3,6 Prozent; Frauen: 4,1 Prozent).
Kurz vor der Pension ist die Krankenstandsquote am höchsten
Mit dem Alter steigt die gesundheitliche Belastung zusätzlich. Daten aus dem Fehlzeitenreport des WIFO zeigen: Die Krankenstandsquote nimmt über den Erwerbsverlauf deutlich zu, besonders stark kurz vor der Pension. Während Beschäftigte mittleren Alters rund vier Prozent ihrer Arbeitszeit im Krankenstand sind, liegt die Quote bei den 60- bis 64-Jährigen bereits bei 7,5 Prozent (Männer) bzw. 8,5 Prozent (Frauen). Das ist mehr als doppelt so hoch wie bei den 45- bis 49-Jährigen.
Arbeit
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Körperliche Belastung im Beruf trifft häufiger Arbeitnehmer:innen mit niedrigem Bildungsabschluss. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Personen, die von der jeweiligen körperlichen Belastung betroffen sind, nach Bildungsabschluss. Beschäftigte mit Matura oder höherer Bildung berichten vor allem von einer starken Anstrengung der Augen (48 Prozent), während jene mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss vermehrt von sich wiederholenden Hand-/Armbewegungen oder vom Hantieren mit schweren Lasten betroffen sind.
Körperliche Belastung im Beruf nach Ausbildung
Gesundheit hängt nicht nur vom Einkommen ab, sondern stark vom Bildungsabschluss. Daten aus dem österreichischen Gesundheitsbericht zeigen: Beschäftigte ohne Matura sind deutlich häufiger körperlichen Belastungen ausgesetzt. Während höher Gebildete vor allem unter intensiver Bildschirmarbeit leiden – fast jede zweite Person (48 Prozent) berichtet von starker Augenbelastung – sind Arbeitnehmer:innen mit Pflichtschul-, Lehr- oder BMS-Abschluss überproportional von klassischer körperlicher Arbeit betroffen. So geben vier von zehn Beschäftigten (40 Prozent) mit niedriger oder mittlerer Bildung an, regelmäßig monotone Hand- oder Armbewegungen auszuführen. Unter höher Gebildeten ist es nur jede vierte Person (25 Prozent). Besonders deutlich ist der Unterschied beim Heben schwerer Lasten: Mehr als ein Drittel der Beschäftigten mit maximal Pflichtschulabschluss (37 Prozent) oder Lehr-/BMS-Abschluss (36 Prozent) ist davon betroffen – gegenüber nur 12 Prozent bei Personen mit höherer Bildung. Auch das Unfallrisiko ist stark ungleich verteilt: Rund 30 Prozent der Beschäftigten mit niedriger oder mittlerer Bildung berichten von erhöhten Unfallgefahren im Job, bei höher Gebildeten ist es nur jeder Zehnte.
Arbeit
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Weltüberlastungstag 2026: Am 2. April ist Österreichs Ressourcen-Budget verbraucht

Weltüberlastungstag 2026: Am 2. April ist Österreichs Ressourcen-Budget verbraucht

Der österreichische Tag der Erdüberlastung (Earth Overshoot Day) fällt dieses Jahr auf den 2. April. Bereits nach dem ersten Quartal hat Österreich damit so viele Ressourcen verbraucht, wie nachhaltig für das ganze Jahr verfügbar wären. Würde die gesamte Weltbevölkerung auf Österreichs Niveau leben, bräuchten wir vier Planeten. In den 1960er Jahren hätte noch knapp mehr als eine Erde gereicht.
Klima
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Earth Overshoot Day 2026: Österreichs Jahreskontingent an Ressourcen bereits Anfang April aufgebraucht. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt Österreich im Vergleich mit anderen EU- und Nicht-EU-Ländern. Zu sehen ist auch der globale bzw. Der EU-weite Durchschnitt.
Earth Overshoot Day 2026
International steht Österreich schlecht da: In der EU verbrauchen nur Luxemburg, Dänemark, Litauen und Finnland ihre nachhaltigen Ressourcen schneller. Auffallend ist der Vergleich mit den Nachbarländern: Schweiz, Deutschland, Slowakei und Italien erreichen ihren Erdüberlastungstag erst im Mai. Global fällt der Erdüberlastungstag heuer auf den 24. Juli. Katar schneidet am schlechtesten ab: in nur 35 Tagen verbraucht der Ölstaat jene Ressourcen, die ihm nachhaltig für ein Jahr zur Verfügung stehen. Den spätesten nationalen Erdüberlastungstag hat Honduras mit dem 27. November.
Klima
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Ressourcenverbrauch in Österreich 3,5-mal so hoch wie vor 60 Jahren. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die Anzahl der verbrauchten Erden, im Zeitverlauf von 1961 bis 2024.
Ressourcenverbrauch in Österreich 3,5-mal so hoch wie vor 60 Jahren
Österreichs Ressourcenverbauch pro Kopf ist bis 2011 stark gestiegen und seither hoch geblieben. Wären wir in den 1960ern noch mit knapp mehr als einer Erde ausgekommen, bräuchten wir heute vier Erden, um unseren Ressourcenbedarf zu decken.
Klima
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Fossile Mobilität kostet Millionen: Reform klimaschädlicher Subventionen überfällig

Fossile Mobilität kostet Millionen: Reform klimaschädlicher Subventionen überfällig

Mit dem Krieg im und um den Iran steigen in Österreich die Ölpreise und damit auch die Kosten für Benzin und Diesel. Die internationale Energieagentur hat in diesem Kontext schon Maßnahmen empfohlen, die zu weniger Pkw-Verkehr und niedrigerem Treibstoffverbrauch führen sollen, wie etwa vermehrte Arbeit aus dem Homeoffice oder niedrigere Tempolimits. Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, wie abhängig Österreich nach wie vor von fossilen Energien ist. Trotzdem wird CO2-intensive Mobilität hierzulande weiterhin unverhältnismäßig steuerlich bevorzugt. Das macht abhängig, schadet dem Klima und ist noch dazu teuer. Angesichts einer drohenden Energiekrise empfiehlt das Momentum Institut daher, drei klimaschädliche Steuerbegünstigungen im Verkehr zu reformieren.
Klima
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Grafik des Momentum Instituts, die drei klimaschädliche Mobilitätsförderungen zusammenfasst. Die Rücknahme der Erhöhung des Pendeleuros würde 200 Millionen Euro bringen, die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs 500 Millionen und die Aufhebung der Kerosin-Steuerbefreiung 580 Millionen
Unterstützung klimaschädlicher Mobilität kommt teuer
Der Krieg im und um den Iran zeigt wieder einmal, wie abhängig Österreich nach wie vor von fossilen Energien ist. Trotzdem wird CO2-intensive Mobilität hierzulande weiterhin unverhältnismäßig steuerlich bevorzugt. Das macht abhängig, schadet dem Klima und ist noch dazu teuer. Angesichts einer drohenden Energiekrise empfiehlt das Momentum Institut daher, drei klimaschädliche Steuerbegünstigungen im Verkehr zu reformieren.
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