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Aktivpension: Teures Paket mit sozialer Schlagseite

Aktivpension: Teures Paket mit sozialer Schlagseite

Die geplante Aktivpension ist eines der größten Offensivpakete der Bundesregierung. Doch die Maßnahme ist nicht sozial treffsicher: Die vorgesehene Steuerreduktion bringt vor allem Menschen mit höheren Pensionen und höheren Zusatzeinkommen etwas. Gleichzeitig hilft das Paket kaum bei einem der größten Probleme älterer Erwerbstätiger in Österreich – der hohen Arbeitslosigkeit kurz vor dem Pensionsantritt und den oft jahrelangen Phasen der Langzeitarbeitslosigkeit.
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Aktivpension hilft vor allem Menschen mit höheren Pensionen.
Aktivpension hilft vor allem Menschen mit höheren Pensionen
Wer eine Bruttopension von 1.000 Euro bezieht und einen monatlichen Zuverdienst von 500 Euro brutto hat, spart sich im Jahr durch die Steuerreduktion lediglich 226 Euro pro Jahr. Bei 1.500 Euro Pension sind es bereits 1.253 Euro, bei 2.500 Euro 1.760 Euro. Bei einer Bruttopension von 3.500 Euro liegt die Steuerreduktion sogar bei 2.347 Euro pro Jahr. Bei einem monatlichen Zuverdienst von 2.000 Euro erhöht sich die Steuerreduktion durch den Freibetrag drastisch: Mit einer Bruttopension von 1.000 Euro spart man jährlich 6.306 Euro Steuern. Je höher der Pensionsbezug, desto höher ist auch die jährliche Steuerreduktion. Bei einer Bruttopension von 3.500 Euro beträgt sie bereits 7.861 Euro.
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389 Euro Steuergeschenk für hohe Pensionen, nur 178 Euro für kleine.
389 Euro Steuergeschenk für hohe Pensionen, nur 178 Euro für kleine
Die Analyse davon, wie sich die durchschnittlichen monatlichen Bezüge bei einem Zuverdienst von 1.000 Euro nach der Steuerreduktion entwickeln zeigt, dass die bestbezahlten Pensionierten am stärksten profitieren. Bei einer Bruttopension von 1.000 Euro steigt das monatliche Einkommen um 178 Euro, bei 1.500 Euro um 281 Euro, bei 2.500 Euro um 330 Euro und bei 3.500 Euro bereits um 389 Euro. Damit droht die Aktivpension vor allem Mitnahmeeffekte zu erzeugen. Schon heute arbeiten einige Menschen auch in der Pension weiter. Genau diese Gruppe erhält nun eine zusätzliche Steuererleichterung, ohne dass dadurch automatisch mehr ältere Menschen in Beschäftigung kommen. Das ist teuer für das Budget, trägt aber voraussichtlich weder wesentlich zur Erhöhung der Beschäftigungsquote Älterer noch zur Senkung der Arbeitslosigkeit bei.
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Gründe für Erwerbstätigkeit in der Pension unterscheiden sich stark
Menschen arbeiten je nach Stellung im Beruf aus sehr unterschiedlichen Gründen im Alter weiter. Bei Arbeiter:innen nennen 50,9 Prozent vor allem finanzielle Gründe. Nur 35,7 Prozent arbeiten weiter, weil sie Freude an der Arbeit haben. Bei Angestellten überwiegt hingegen bereits die Freude an der Arbeit mit 53,6 Prozent, während 27,4 Prozent finanzielle Gründe nennen. Bei Selbstständigen ist dieses Muster noch deutlicher: 58,5 Prozent arbeiten aus Freude weiter, nur 25 Prozent aus finanziellen Gründen.
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