Schlagwort: Armutsgefährdung

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Die Familien zahlen die Rechnung

Die Familien zahlen die Rechnung

Das Doppelbudget verspricht Sanierung. Für viele Familien heißt es weniger Geld am Konto und weniger Sicherheit im Alltag.
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Einsparungen bei Soziales, Pensionen und Arbeit treffen knapp die Hälfte der armutsgefährdeten Haushalte. Dieses Kreisdiagramm des Momentum Instituts zeigt den Anteil aller armutsgefährdeten Haushalte in Österreich, die durch die Einsparungen bei Soziales, Pensionen und Arbeit betroffen sind. Mit 47 Prozent (288.000 Haushalte) ist knapp die Hälfte der armutsgefährdeten Haushalte von den Einschnitten der Regierung betroffen.  
Einsparungen bei Soziales, Pensionen und Arbeit treffen knapp die Hälfte der armutsgefährdeten Haushalte
Fast jeder zweite armutsgefährdete Haushalt (47 Prozent) wird mit dem Doppelbudget 2027/28 ab kommendem Jahr Geld verlieren. Das entspricht 287.531 von 617.819 armutsgefährdeten Haushalten in Österreich. Wir haben die fünf großen Maßnahmen im Bereich Pensionen, Soziales und Arbeit analysiert, die Haushalte betreffen. Armutsgefährdete Haushalte, welche die Budgetmaßnahmen auch konkret zu spüren bekommen, verlieren im Schnitt 233 Euro im Jahr. Das entspricht 0,84 Prozent ihres Nettomedianeinkommens. Auch insgesamt verliert die Gruppe der Armutsgefährdeten mehr von ihrem Netto-Jahreseinkommen (0,54 Prozent), als die Gesamtbevölkerung einbüßt (0,5 Prozent). In Zahlen kosten die Maßnahmen armutsbetroffene Haushalte im Durchschnitt 110 Euro – unabhängig von der konkreten Betroffenheit, und die Gesamtbevölkerung 276 Euro.
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Budget: 288.000 armutsbetroffene Haushalte verlieren Geld

Budget: 288.000 armutsbetroffene Haushalte verlieren Geld

Fast die Hälfte der armutsgefährdeten Haushalte (47 Prozent) verliert im Zuge des Budgets 2027/28 Geld. Es kostet sie im Schnitt 233 Euro im Jahr. Die Armutsgefährdungsquote steigt durch die Budgetmaßnahmen von 15,3 Prozent auf 15,7 Prozent, wie unsere Analyse zeigt.
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Höchststand bei Armutsgefährdung von Mietenden. Dieses Liniendiagramm des Momentum Instituts zeigt die Armutsgefährdungsquote von Menschen in Eigentum und Miete zwischen 2019 und 2025 in Prozent. Bei Mieter:innen steigt die Quote von 20,6 Prozent im Jahr 2019 auf den Höchststand von 26,2 Prozent im Jahr 2025. Dazwischen liegt sie bei 22,5 Prozent 2020, 24,2 Prozent 2021, 23,6 Prozent 2022, 25,3 Prozent 2023 und 23,0 Prozent 2024. Bei Eigentümer:innen bleibt die Quote deutlich niedriger und verändert sich nur geringfügig von 8,8 auf 9,2 Prozent. 2025 sind Mieter:innen damit fast dreimal so häufig armutsgefährdet wie Eigentümer:innen.
Höchststand bei Armutsgefährdung von Mietenden
Wohnen wird in Österreich für immer mehr Menschen zur finanziellen Belastungsprobe. Im Jahr 2025 waren 26,2 Prozent der Menschen in Mietwohnungen armutsgefährdet. 2019 waren es noch 20,6 Prozent. Damit ist inzwischen mehr als jede vierte mietende Person betroffen. Bei Menschen, die im Eigentum leben, stieg die Armutsgefährdungsquote im selben Zeitraum nur leicht von 8,8 auf 9,2 Prozent. Mieter:innen sind damit fast dreimal so häufig armutsgefährdet wie Eigentümer:innen. Der Abstand zwischen den beiden Gruppen ist seit 2019 deutlich größer geworden.
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Wohnkosten: Mehr als jede vierte mietende Person armutsgefährdet

Wohnkosten: Mehr als jede vierte mietende Person armutsgefährdet

Die Armutsgefährdung nach Sozialleistungen von Mieter:innen hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig empfinden immer mehr Haushalte ihre Wohnkosten als starke Belastung. Das Momentum Institut empfiehlt einen wirksameren Mietpreisdeckel, mehr leistbaren Wohnraum und einen besseren Schutz von Mietenden.
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Reduktion der Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von Arbeitslosenpersonen zwischen 2019 und 2025 und wie viele Personen der Sozialstaat aus der Armutsgefährdung ‚geholt‘ hat.
Reduktion der Armutsgefährdung: Der Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut
Vor Sozialleistungen wären im Jahr 2025 rund 237.000 arbeitslose Menschen armutsgefährdet gewesen. Nach Sozialleistungen sind es immer noch 160.000. Der Sozialstaat reduziert die Armutsgefährdung damit um 77.000 Personen beziehungsweise 32 Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag diese Reduktion noch bei 46 Prozent. Damals senkte der Sozialstaat die Zahl der armutsgefährdeten Arbeitslosen von 259.000 auf 139.000 Personen. Damit hat die Schutzwirkung des Sozialstaats seit 2019 um 14 Prozentpunkte abgenommen. Besonders auffällig ist die Entwicklung seit 2023: Während damals nach Sozialleistungen 130.000 Arbeitslose armutsgefährdet waren (42 Prozent), stieg diese Zahl 2024 auf 135.000 (42 Prozent) und 2025 auf 160.000 Personen (45 Prozent).
Arbeit
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Versteckte Armut: Sozialstaat schützt Frauen in Mehrpersonen-Haushalten am wenigsten

Versteckte Armut: Sozialstaat schützt Frauen in Mehrpersonen-Haushalten am wenigsten

Eine neue Studie der Caritas zeigt, dass gängige Berechnungsmethoden des Armutsrisikos jenes von Frauen, die mit anderen Personen in einem Haushalt leben, deutlich unterschätzt. Das individuelle Armutsrisiko von nicht-alleinlebenden Frauen in Österreich ist dreimal höher als jenes von nicht-alleinlebenden Männern. 
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Geplante Reform der Mindestsicherung droht Armutsgefährdung von Familien mit Kindern zu verschärfen
Die geplante Reform droht Kinderarmut zu verschärfen
Paare mit drei oder vier Kindern machen jeweils nur drei Prozent aus. Insgesamt gibt es österreichweit rund 3.500 Paare mit vier oder mehr Kindern, die Mindestsicherung beziehen. Die Reform richtet sich gegen eine demographische Ausnahmegruppe und bestraft am Ende vor allem Kinder. Referenzbudgets der Schuldnerberatung zeigen, dass die Mindestsicherung schon jetzt nicht ausreicht, um die tatsächlichen Kosten für Kinder zu decken. Eine alleinerziehende Person mit einem 14-jährigen Kind bräuchte 2.771 Euro im Monat, erhält aber nur 1.707 Euro. Es bleibt eine monatliche Lücke von 1.064 Euro. Wird wie geplant die Familienbeihilfe auf die Sozialhilfe angerechnet, wächst die Lücke auf 1.236 Euro. Noch dramatischer ist die Situation bei Paaren mit drei Kindern: Statt den benötigten 5.437 Euro stehen nur 3.618 Euro zur Verfügung, ein Minus von 1.819 Euro. Ohne Familienbeihilfe wächst die Lücke sogar auf 2.402 Euro.
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Equal Pension Day: Bis zu 278.000 Euro weniger Pensionseinkommen

Equal Pension Day: Bis zu 278.000 Euro weniger Pensionseinkommen

Ab 7. August bekommen Pensionistinnen aufgrund der geschlechtsspezifischen Pensionslücke zwischen Frauen und Männern rechnerisch bis Jahresende keine Pension mehr. Mickrige Frauenpensionen und ein Gender-Pension-Gap von 40 Prozent befeuern weibliche Altersarmut. 
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Armutsgefährdung von Pensionistinnen in West-Österreich am höchsten. Die Grafik zeigt die jeweilige Armutsgefährdung von Pensionisten sowie Pensionistinnen in Ost, Mittel-, und West-Österreich.
Armutsgefährdung von Pensionistinnen in West-Österreich am Höchsten
Große Unterschiede beim Pensionseinkommen bedeuten für Frauen in West-Österreich auch eine deutlich höhere Armutsgefährdung als anderswo in Österreich. Etwas mehr als ein Fünftel der Pensionistinnen sind in Tirol, Salzburg und Vorarlberg armutsgefährdet. In Ost-Österreich sowie in Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten sind die Armutsgefährdungsquoten mit 17 bzw. 16 Prozent deutlich geringer.
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Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass 4 von 10 Alleinerziehenden armuts- oder ausgrenzungsgefährdet sind.
4 von 10 Alleinerziehenden sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet
Vier von zehn Alleinerziehenden sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, ein Drittel ist armutsgefährdet. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist die Gruppe der Ein-Eltern-Haushalten drei Mal so häufig von erheblicher materieller und sozialer Deprivation betroffen.
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Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Männer stärker als Frauen

Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Männer stärker als Frauen

In Österreich schützen Sozialleistungen Männer deutlich stärker vor Armut als Frauen. Mit 34 Prozent schützt der Sozialstaat nur ein Drittel der armutsgefährdeten Frauen, wie die Zahlen zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) der Eurostat zeigen. 
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