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OMV: Rekordquartalszahlen beim Ölriesen, bisheriger Mini-Beitrag fürs Budget

OMV: Rekordquartalszahlen beim Ölriesen, bisheriger Mini-Beitrag fürs Budget

Die OMV profitiert weiter von den Verwerfungen auf den Energiemärkten. Unsere Auswertung zeigt: Bereits die Gewinnzahlen aus dem ersten Quartal 2026 übertreffen die Vorjahresgewinne deutlich.
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OMV: Gewinne im ersten Quartal 2026 übersteigen Vorjahresgewinne bereits.
OMV: Gewinne im ersten Quartal 2026 übersteigen Vorjahresgewinne bereits
Allein im ersten Quartal 2026 erzielte die OMV ein Periodenergebnis von 1,65 Milliarden Euro. Das ist mehr als dreieinhalbmal so viel wie der Durchschnitt der ersten Vorkrisen-Quartale 2018 bis 2021. Um an die durchschnittlichen Jahresgewinne aus den Vorkrisenjahren heranzukommen, fehlt der OMV heuer somit nur noch 461 Millionen Euro. Den gesamten Jahresgewinn 2025 in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, hat die OMV heuer bereits im ersten Quartal erreicht.
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Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner. Die Raffinerie-Marge ist heute 3,5-mal so hoch wie vor dem Ukraine-Krieg.
Die OMV mit ihren Raffinerien ist Kriegsgewinner
Auch die Raffinerie-Marge der OMV ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs regelrecht explodiert und ist heute 3,5-mal so hoch wie davor (Mittelwert Q1/18-Q4/21: 2,47 Cent pro Liter). Vor dem Ukraine-Krieg lag diese Marge meist bei wenigen Cent pro Liter. Nach Kriegsbeginn schoss sie stark nach oben. Auch 2026 bleibt sie deutlich erhöht. Cent pro Liter und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Raffinerie-Marge zeigt vereinfacht gesagt, wie viel im Raffineriegeschäft pro Liter hängen bleibt. Sie beschreibt die Differenz zwischen dem Preis für Rohöl und dem Wert der daraus erzeugten Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl.
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Wer in einkommensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer

Wer in einkommensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer

Österreich hat zwar im internationalen Vergleich ein Gesundheitssystem mit geringeren finanziellen Hürden, dennoch erfreuen sich auch hierzulande Wohlhabende einer besseren Gesundheit und eines längeren Lebens als Ärmere. Neben der Leistbarkeit kommt hinzu, dass in reicheren Gegenden deutlich mehr Ärzt:innen zur Verfügung stehen. Unsere Analyse mit Daten der Stadt Wien zeigt: Die durchschnittlichen Lebenserwartungen in den 23 Wiener Bezirken unterscheiden sich deutlich voneinander. Eine naheliegende Erklärung sind die Einkommensunterschiede in den jeweiligen Bezirken.
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Bezirke mit höherem Durchschnittseinkommen verfügen über mehr Ärzt:innen. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt die Anzahl der Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen und das durchschnittliche Netto-Monatseinkommen in Wiener Bezirken. Die höchste Ärzt:innen-Dichte gibt es in der Inneren Stadt (38,1), gefolgt vom 8. und 9. Bezirk (je 15,1). Die Innere Stadt hat auch das höchste durchschnittliche Netto-Einkommen (2.728 Euro). Die wenigsten Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen gibt es in den einkommensschwachen Bezirken 10 und 11 (je 1,2).
Bezirke mit höherem Durchschnittseinkommen verfügen über mehr Ärzt:innen
Die Zahl der verfügbaren Ärzt:innen korreliert mit den durchschnittlichen Einkommen in den jeweiligen Bezirken. In den Bezirken mit den geringsten Nettoeinkommen – Rudolfsheim-Fünfhaus (15.), Brigittenau (20.), Favoriten (10.) und Ottakring (16.) – kommen nicht auf 1.000 Einwohner:innen. In reicheren Bezirken wie Währing (18.), Döbling (19.) oder Hietzing (13.) hingegen stehen etwas mehr als sieben Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen zur Verfügung. An oberster Stelle des Ungleichgewichts steht abermals der 1. Bezirk, wo sich pro 1.000 Bezirkseinwohner:innen sogar 38,1 Ärzt:innen finden.
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Wer in einkommensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie Lebenserwartung und Nettoeinkommen in Wien nach Bezirken zusammenhängen. In Bezirken mit einem überdurchschnittlichen Nettoeinkommen liegt auch die Lebenserwartung über dem Durchschnitt. Die höchste Lebenserwartung haben Bewohner:innen der Inneren Stadt (84,9 Jahre) und der Josefstadt (84,2 Jahre). Am unteren Ende der Skala liegen Rudolfsheim-Fünfhaus (79,4 Jahre) und Simmering (79,7 Jahre).
Wer in einkomensschwächeren Bezirken wohnt, lebt kürzer
Die durchschnittliche Lebenserwartung in den 23 Wiener Bezirken unterscheidet sich deutlich voneinander. Eine naheliegende Erklärung sind die Einkommensunterschiede in den jeweiligen Bezirken. Die längste Lebenserwartung haben Bewohner:innen im 1. Bezirk mit durchschnittlich 84,9 Jahren. Am kürzesten leben hingegen die Menschen in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk). Dort beträgt die Lebenserwartung nur 79,4 Jahre und damit mehr als 5 Jahre weniger. Wer sich in Wien etwas auskennt, erkennt hier ein Muster, das sich durch alle Bezirke zieht: Menschen, die in den ärmeren Bezirken Wiens leben, sterben im Durchschnitt deutlich früher.
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Tag der Arbeitslosen: Sozialstaat verliert massiv an Schutzkraft

Tag der Arbeitslosen: Sozialstaat verliert massiv an Schutzkraft

Am 30. April ist der Tag der Arbeitslosen. In Österreich sind Arbeitslose von einer zunehmenden Armutsgefährdung bedroht. Gleichzeitig schützt sie der Sozialstaat immer schlechter vor einem Leben ohne Armut(-sgefährdung). 
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Reduktion der Armutsgefährdung: Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von Arbeitslosenpersonen zwischen 2019 und 2025 und wie viele Personen der Sozialstaat aus der Armutsgefährdung ‚geholt‘ hat.
Reduktion der Armutsgefährdung: Der Sozialstaat schützt Arbeitslose immer weniger vor Armut
Vor Sozialleistungen wären im Jahr 2025 rund 237.000 arbeitslose Menschen armutsgefährdet gewesen. Nach Sozialleistungen sind es immer noch 160.000. Der Sozialstaat reduziert die Armutsgefährdung damit um 77.000 Personen beziehungsweise 32 Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag diese Reduktion noch bei 46 Prozent. Damals senkte der Sozialstaat die Zahl der armutsgefährdeten Arbeitslosen von 259.000 auf 139.000 Personen. Damit hat die Schutzwirkung des Sozialstaats seit 2019 um 14 Prozentpunkte abgenommen. Besonders auffällig ist die Entwicklung seit 2023: Während damals nach Sozialleistungen 130.000 Arbeitslose armutsgefährdet waren (42 Prozent), stieg diese Zahl 2024 auf 135.000 (42 Prozent) und 2025 auf 160.000 Personen (45 Prozent).
Arbeit
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Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet. Vulnerable Gruppen, die trotz Sozialleistungen armutsgefährdet sind.
Arbeitslose und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet
Erwerbsarbeitslose weisen 2025 mit 45 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Sie sind damit stärker betroffen als Alleinerziehende mit 41 Prozent, Nicht-Österreicher:innen mit 38 Prozent oder Mehrkindhaushalte mit 35 Prozent. Auch Mietende sind mit 30 Prozent, Kinder mit 23 Prozent und alleinlebende Pensionistinnen mit 27 Prozent deutlich überdurchschnittlich armutsgefährdet. Die Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung in Österreich insgesamt liegt bei 16 Prozent.
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Schnellanalyse zur Budget-Einigung 2027/28

Schnellanalyse zur Budget-Einigung 2027/28

Die Lohnnebenkostensenkung für Unternehmen ist mit zwei Milliarden Euro der bei weitem größte Kostenpunkt im Sparpaket des künftigen Doppelbudgets 2027/28. Sie gibt den Unternehmen ihren Konsolidierungsbeitrag ab 2028 wieder zurück, womit die Haushalte eine höhere finanzielle Last schultern müssen als nötig. Das Momentum Institut hat die Budget-Einigung 2027/28 der Bundesregierung analysiert.
Policy Note
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Weil die Bundesregierung auf vermögensbezogene Steuern verzichtet, fallen die sozialen Einschnitte im Sparpaket bei Pensionen, Geringverdiener:innen und Familien größer aus als notwendig.
Vermögensbezogene Steuern – Regierung wagt sich nicht an große Brocken
Weil die Bundesregierung auf vermögensbezogene Steuern verzichtet, fallen die sozialen Einschnitte im Sparpaket bei Pensionen, Geringverdiener:innen und Familien größer aus als notwendig.
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2027 werden durch die Maßnahmen des vorgeschlagenen Sparpakets Haushalte um 800 Millionen Euro und Unternehmen um 700 Millionen finanziell belastet. Ab 2028 finanziert der Sparbeitrag der Unternehmen aber überwiegend eine Steuersenkung für sie (Lohnnebenkostensenkung). Dagegen lastet auf den Schultern der Haushalte eine Belastung von 1,8 Milliarden Euro.
Ab 2028 zahlen das Sparpaket überwiegend die Haushalte
Die Rechnung für das Sparpaket bezahlen überwiegend die Haushalte. 2027 werden durch die Maßnahmen des vorgeschlagenen Sparpakets Haushalte um 800 Millionen Euro und Unternehmen um 700 Millionen finanziell belastet. Ab 2028 finanziert der Sparbeitrag der Unternehmen aber überwiegend eine Steuersenkung für sie (Lohnnebenkostensenkung). Dagegen lastet auf den Schultern der Haushalte eine Belastung von 1,8 Milliarden Euro. Zumindest finden sich jedoch bei einigen Maßnahmen eine soziale Abfederung, etwa bei den Pensionen, damit sie nicht voll auf die Geringverdiener:innen durchschlagen. Ein kleiner Teil der Einsparung kommt auch durch Sparmaßnahmen in der Verwaltung zu Stande.  
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