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Regierungsklausur: Preisdämpfende Maßnahmen bringen Ersparnis

Regierungsklausur: Preisdämpfende Maßnahmen bringen Ersparnis

Die Bundesregierung greift endlich stärker in die Preise bei Lebensmitteln und Energie ein. Die Mehrwertsteuersenkung entlastet ärmere Haushalte relativ zum Einkommen stärker. Die Strompreise werden gesenkt, beide Maßnahmen zusammen bringen durchschnittlichen Haushalten, die zum Verbund wechseln, im Jahr rund 325 Euro Ersparnis, wie das Momentum Institut berechnet hat.
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Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel: Die Ärmsten werden relativ am stärksten entlastet. Während die Maßnahme dem einkommensärmsten Zehntel eine Ersparnis von 110 Euro jährlich bringt (0,8% des Einkommens), spart sich das einkommensreichste Zehntel mit 135 Euro anteilig am Einkommen 0,2 Prozent.
Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel: Die Ärmsten werden relativ am stärksten entlastet
Die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel von 10 auf 5 Prozent senkt die Supermarkt-Rechnung eines durchschnittlichen Haushalts in Österreich im Schnitt um 126 Euro im Jahr. Relativ zu ihrem Einkommen werden die (einkommens-)ärmsten Haushalte am stärksten dadurch entlastet: Sie ersparen sich durch die Mehrwertsteuersenkung 0,8 Prozent ihres Einkommens. Das Fünftel der Haushalte mit den höchsten Einkommen erspart sich hingegen nur 0,2 Prozent seines Einkommens. Die relative Entlastung ist damit bei den Niedrigbezahlten am größten. In Euro-Beträgen erhält das bestbezahlte Haushaltsfünftel jedoch etwas mehr, im Schnitt 135 Euro, im Vergleich zu Niedrigbezahlten mit 110 Euro im Jahr.
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Die Regierung senkt die Strompreise. Arbeitspreis für Strom in Cent pro Kilowattstunde. Die Grafik zeigt die Preise für jeweilige Gruppen (Industrie, Sozialtarif, Verbund-Österreich-Tarif für Haushalte) sowie den aktuellen Strompreis.
Die Regierung senkt die Strompreise
Die Bundesregierung greift endlich wirksam in die Strompreise ein. Für Haushalte und kleine Betriebe (Verbund-Österreich-Tarif) senkt sie ab März beim Stromkonzern Verbund den Strom-Arbeitspreis pro Kilowattstunde auf 9,5 Cent. Aktuell bezahlt man bei den heimischen Stromkonzernen 13,82 Cent beim Neuabschluss für ein Hauptprodukt. Mit dem Wechsel zum Verbund erspart sich ein Haushalt im Schnitt 150,50 Euro im Jahr. Dazu kommen noch 50 Euro durch die Absenkung der Stromsteuern. Noch günstiger wird es mit dem Sozialtarif für einkommensarme Haushalte (6 Cent) und dem heute vorgestellten Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen (ab 5 Cent).
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Teures neues Jahr 2026

Teures neues Jahr 2026

Während andere EU-Staaten die Teuerung längst erfolgreich bekämpft haben, dürften die Preise in Österreich auch 2026 weiter steigen – und zwar vor allem die für Unverzichtbares wie Wohnen und Essen. Das ist nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern gefährdet auch die Demokratie, kommentiert Leonard Jüngling.
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Fehlender Teuerungsausgleich: Familien und Arbeitslose verlieren stark an Kaufkraft
Elderly Couples talking about finance with piggy bank

Fehlender Teuerungsausgleich: Familien und Arbeitslose verlieren stark an Kaufkraft

Mit 1. Jänner 2026 setzt die Bundesregierung die Inflationsanpassung zahlreicher Sozialleistungen für zwei Jahre aus. Betroffen sind Familienleistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Kinderabsetzbetrag. Leistungen, die in den letzten zwei Jahrzehnten ohnehin an Kaufkraft verloren haben. Das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe wurden gar nicht erst in den jährlichen Anpassungsmechanismus aufgenommen.
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Die Familienbeihilfe hat seit 2003 um 27 % an Kaufkraft verloren
Familienbeihilfe trotz Erhöhungen in den letzten 20 Jahren durch Inflation stark abgewertet
Da die Sozialleistungen bis 2023 zwar in unregelmäßigen Abständen erhöht, aber nie jährlich an die Inflation angepasst wurden, ist in den vergangenen 20 Jahren ein enormer Wertverlust entstanden. Die monatliche Familienbeihilfe hat im Vergleich zum Jahr 2003 um 27 Prozent an Kaufkraft verloren:.
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Durch Kaufkraftverlust verlor eine Familie mit 2 Kindern seit 2003 rund 18.000 Euro an Familienbeihilfe
Familie mit 2 Kindern fehlen knapp 18.000 Euro an Familienbeihilfe
Am Beispiel einer Familie mit zwei Kindern zeigt sich, welche Folgen die fehlende Indexierung hat. Die inflationsbedingte Lücke summiert sich bis 2026 auf fast 18.000 Euro – ein erheblicher Betrag für Familienbudgets. Auch die jährlichen Anpassungen seit 2023 konnten dies nicht umkehren, denn der Wertverlust der Jahre zuvor wurde damit nicht abgegolten. 
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Wertverlust des Arbeitslosengeld nach Dauer der Arbeitslosigkeit. Nach 1 Jahr 8 %, nach 3 Jahren 15 % nach 5 Jahren 27 %.
Arbeitslosengeld verliert jeden Monat an Kaufkraft
Beim Arbeitslosengeld und der Notstandshilfe gab es generell noch nie eine Indexierung. Die ausbezahlten Beträge orientieren sich am Nettoeinkommen vor Verlust des Arbeitsplatzes. Wer seit einem Jahr arbeitslos ist, hat mit Ende 2025 8 Prozent an Kaufkraft verloren, bei 3-jähriger Arbeitslosigkeit beträgt der Wertverlust 15 Prozent und bei 5 Jahren Arbeitslosigkeit summiert sich der Verlust bereits auf 27 Prozent.
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Teuerung bleibt 2026 strukturelles Problem

Teuerung bleibt 2026 strukturelles Problem

Auch 2026 wird es in Österreich teurer. Die aktuelle Übersicht von bereits absehbaren Preisentwicklungen zeigt: Während einzelne staatliche Abgaben sinken, steigen auch im kommenden Jahr jene Kosten weiter, die für das Leben unverzichtbar und alternativlos sind: Wohnen, Energie, Mobilität und Lebensmittel. 
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Was 2026 teurer wird. Preiserhöhungen in 2026 in den Bereichen: Energie, Wohnen, Mobilität, und Lebensmittel.
Was 2026 teurer wird
Ein Blick auf die Preisentwicklung für 2026 zeigt: Lebensmittel verteuern sich laut Prognose um 3,2 Prozent – eine Belastung, die sich Monat für Monat bei jedem Einkauf bemerkbar macht. Auch das Wohnen bleibt ein Kostentreiber. Richtwert- und Kategoriemieten steigen um 1 Prozent, freie ungeschützte Mieten und Grundmieten der Genossenschaften werden am 1. April voraussichtlich um 3,25 Prozent erhöht. Damit steigen die Wohnkosten erneut, gerade im Hochpreissegment des privaten Neubaus schützt die von der Regierung konzipierte Mietpreisbremse nicht ausreichend. Zusätzlich steigt auch die Betriebskostenpauschale um bis zu 10 Prozent. Zwar reduziert die Regierung die Elektrizitätsabgabe von 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf 0,1 Cent/kWh und damit um 93,3 Prozent – das ist aber nur eine staatliche Abgabensenkung auf Zeit die den Haushalten im Schnitt wenig Ersparnis bringt und die Strompreise nicht nachhaltig senkt. Weiters wird der Erneuerbaren-Förderbeitrag um 22 Prozent reduziert. Doch dem gegenüber stehen Preisanstiege bei den Netzentgelten, für Strom in Höhe von 1,3 Prozent, für Gas wird sogar 18,2 Prozent mehr fällig. Auch Mobilität wird spürbar teurer. Die Vignette kostet um 2,9 Prozent mehr, ÖBB-Tickets steigen um 3,5 Prozent, das Klimaticket kostet sogar um 18,7 Prozent mehr und wird von 1.179,30 Euro (Januar 2025) auf 1.400 ab 1.1.2026 pro Ticket angehoben.
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Stellenabbau: Österreich-Karte gibt Überblick über landesweiten Job-Abbau

Stellenabbau: Österreich-Karte gibt Überblick über landesweiten Job-Abbau

Der Stellenabbau 2025 ist kein punktuelles Problem einzelner Regionen, sondern zieht sich durch ganz Österreich. Die Karte der in Medienmeldungen dokumentierten Fälle von angekündigtem Stellenabbau und größeren Insolvenzen macht sichtbar, dass Jobverluste gleichzeitig in industriellen Zentren, bei Zulieferern sowie in Handel und Dienstleistungen auftreten.
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Was Dienstleistungsunternehmen in Österreich im Zeitraum zwischen Q4 2014 und Q4 2025 zu schaffen macht. Die Gründe sind kategorisiert in Anderes, Finanzierungsprobleme, Materialengpass, Personalknappheit und Auftragsmangel.
Was Dienstleistungsunternehmen in Österreich zu schaffen macht
Der Auftragsmangel gewinnt bei den Dienstleistungsunternehmen als Faktor, der die Produktion einschränkt, seit 2022 deutlich an Bedeutung und ist 2025 das mit Abstand häufigste genannte Problem. Ein Viertel der Dienstleistungsbetriebe gibt an, dass fehlende Aufträge ihre Geschäftstätigkeit einschränken. Gleichzeitig geht die zuvor stark diskutierte Personalknappheit spürbar zurück. Finanzierungsprobleme und Materialengpässe bleiben zwar präsent, sind aber deutlich weniger ausschlaggebend als die schwache Nachfrage.
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