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Pensionen: Soziale Staffelung bringt 5 von 6 Pensionierten Teuerungsausgleich

Pensionen: Soziale Staffelung bringt 5 von 6 Pensionierten Teuerungsausgleich

Die Bundesregierung will auch bei den Pensionierten einsparen. Mit sozialer Staffelung erhalten fünf von sechs Pensionierten den vollen Teuerungsausgleich. Andersfalls – ohne Staffelung – verlieren Mindestpensionist:innen 92 Euro brutto im kommenden Jahr. Die Bundesregierung plant im Pensionsbereich kommendes Jahr 280 Millionen einzusparen. Damit werden 2027 nicht alle Pensionen um die zuvor erfolgte Teuerung von 3,3 Prozent erhöht. In Diskussion ist eine Pensionserhöhung mit und eine ohne sozialer Staffelung. Das Momentum Institut hat verglichen, was zwei exemplarische Varianten für die Pensionierte finanziell bedeuten würden.
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Sozial gestaffelte Pensionsanpassung bringt höhere Pension für Durchschnittspensionist:in. Anstieg der Bruttopension 2027 aufs ganze Jahr gerechnet.
Sozial gestaffelte Pensionsanpassung bringt höhere Pension für Durchschnittspensionist:in
Sowohl die Mindestpensionist:in, der durchschnittliche Pensionist und die durchschnittliche Pensionistin steigen im Szenario mit sozial gestaffelter Pensionserhöhung besser aus. Eine Mindestpensionist:in (Ausgleichszulage) erhält heuer 1.308 Euro Brutto-Pension im Monat, vierzehn Mal im Jahr. Mit sozialer Stafflung erhält sie den vollen Teuerungausgleich, und damit im kommenden Jahr 604 Euro mehr. Ohne Staffelung bekommt sie nur 513 Euro mehr. Somit steigt sie mit sozialer Staffelung um 91 Euro brutto im Jahr besser aus (netto: 72 Euro). Auch eine Frau mit Durchschnittspension steigt kommendes Jahr mit sozialer Staffelung um 106 Euro brutto besser aus, ein Mann mit Durchschnittspension um 177 Euro. Lediglich eine Person mit höherer Pension (beispielsweise brutto 4.000 Euro im Monat) verliert durch die soziale Staffelung kommendes Jahr 182 Euro aufs ganze Jahr gerechnet.
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Mit gestaffelter Pensionserhöhung erhalten fünf von sechs Pensionist:innen den vollen Inflationsausgleich.
Mit gestaffelter Pensionserhöhung erhalten fünf von sechs Pensionist:innen den vollen Inflationsausgleich
Mit sozialer Staffelung werden die Pensionen unter 3.000 Euro um 3,3 Prozent erhöht (volle Inflationsanpassung). Pensionen über 3.000 Euro bekommen einen Festbetrag als Pensionserhöhung in Höhe von 99 Euro (brutto). Auf das ganze Jahr 2027 gerechnet steigt ihre Bruttopension um 1.386 Euro. Das würde circa 280 Mio. Euro Einsparung bringen. Fünf von sechs Pensionierten (82 Prozent) bekommen somit einen vollen Ausgleich für die Teuerung des vergangenen Jahres, während einer von sechs mit der Pensionsanpassung hinter der Inflation zurückbleibt.
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Bei allgemeiner Pensionsanpassung gibt es auch bei niedrigen Pensionen Kaufkraftverlust
Bei allgemeiner Pensionsanpassung unter der Inflation gibt es auch bei niedrigen Pensionen Kaufkraftverlust
Ohne soziale Staffelung wäre eine Pensionsanpassung von 2,8 Prozent für alle möglich. Das liegt um 0,5 Prozentpunkte unter der relevanten Teuerung von 3,3 Prozent. Damit bekommt kein:e Pensionist:in den vollen Inflationsausgleich. Eine Person mit 1.000 Euro Pension bleibt um 70 Euro hinter der Teuerung zurück, eine 5.000 Euro-Pension um 350 Euro. Allerdings fallen ohne soziale Staffelung die Pensionsverluste für Personen mit höherer Pension geringer aus.
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Wenn Öl knapp wird, darf Luxus nicht Vorrang haben

Wenn Öl knapp wird, darf Luxus nicht Vorrang haben

Der Krieg im Iran ist Realität und mit ihm die nächste Energiekrise. Öl wird knapp, Preise steigen, Lieferketten geraten unter Druck. Jetzt noch auf Zeit zu spielen, kostet Handlungsspielraum und verschärft die sozialen Folgen.
Klima
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Neuer Erbschaftssteuer-Rechner zeigt: Die meisten zahlen gar nichts

Neuer Erbschaftssteuer-Rechner zeigt: Die meisten zahlen gar nichts

Wer wäre von einer Erbschaftssteuer tatsächlich betroffen? Der neue Online-Rechner des Momentum Instituts liefert konkrete Antworten auf eine oft emotional geführte Debatte. Unter www.erbschaftssteuer-rechner.at können Nutzer:innen berechnen, ob und in welcher Höhe eine Erbschaftssteuer für sie anfallen würde. Das zentrale Ergebnis: Die große Mehrheit der Bevölkerung wäre nicht betroffen. Besteuert würden ausschließlich sehr große Vermögen in Millionen- und Milliardenhöhe.
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In Österreich geben die meisten Männer an, aus persönlichen Gründen in Teilzeit zu arbeiten
In Österreich geben die meisten Männer an, aus persönlichen Gründen in Teilzeit zu arbeiten
Bei Männern in Österreich sind ‚andere persönliche Gründe‘ mit 31 Prozent das wichtigste Motiv für Teilzeitarbeit, im EU27-Schnitt ist der Grund, dass kein Vollzeitjob gefunden wurde (26 Prozent).
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Europa-Spitzenreiter: Anteil der Frauen die aufgrund von Betreuungspflichten in Teilzeit arbeiten in Österreich bei fast 50 Prozent
Europa-Spitzenreiter: Anteil der Frauen, die aufgrund von Betreuungspflichten in Teilzeit arbeiten in Österreich bei fast 50 Prozent
Österreich landet im Europa-Vergleich auf Platz 3 jener Länder, in denen die meisten Frauen Betreuungspflichten als Grund für ihre Teilzeitbeschäftigung angeben. Fast 50 Prozent der Frauen geben an, wegen Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen in Teilzeit beschäftigt zu sein. In Dänemark sind es gerade einmal 4 Prozent der Frauen.   
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Wie viel Familien durch die Kürzung der Familienleistungen verlieren. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt die entgangenen Familienleistungen (Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Schulstartgeld) pro Jahr.
Wie viel Familien durch die Kürzung der Familienleistungen verlieren
Was strukturell schon schief hängt, wird durch das Sparpaket der Bundesregierung weiter verschärft. Der fehlende Teuerungsausgleich bei den Familienleistungen kostet Familien real jedes Jahr immer mehr Geld. Eine Familie mit einem Kind verliert 2027 zunächst 146 Euro pro Jahr, 2028 steigt dieser Verlust auf 206 Euro. Bei zwei Kindern sind es bis zu 425 Euro jährlich, bei drei Kindern 668 Euro. Familien mit vier oder fünf Kindern verlieren bis zu 918 bzw. 1.170 Euro pro Jahr, zusammengesetzt aus fehlender Anpassung von Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulstartgeld. Diese Einschnitte treffen überproportional Mütter.
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Teilzeit: 70 Prozent der Mütter in Österreich sind teilzeitbeschäftigt. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, dass Männer ohne Kind häufiger in Teilzeit arbeiten als Väter.
Teilzeit: 70 Prozent der Mütter in Österreich sind teilzeitbeschäftigt
Sieben von zehn Müttern in Österreich arbeiten Teilzeit. Mit einer Quote von 69 Prozent liegt Österreich an der Spitze aller EU-Mitgliedstaaten – mehr als doppelt so hoch wie der EU-Schnitt von 32 Prozent. Selbst die Niederlande und Deutschland, die ebenfalls hohe Teilzeitquoten aufweisen, kommen auf je 66 Prozent. Auf dem 4. Platz liegt Belgien, allerdings mit einer Quote von 40 Prozent deutlich unter jener der Listenersten. Betrachtet wurden Personen zwischen 25 und 54 Jahren mit Kindern im Haushalt.
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Muttertag 2026: Teilzeit-Zwang & Sparpaket verschärft Mütter-Benachteiligung

Muttertag 2026: Teilzeit-Zwang & Sparpaket verschärft Mütter-Benachteiligung

Österreichs Mütter haben die höchste Teilzeitquote aller EU-Staaten, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt. Das ist kein Zufall – sondern das Ergebnis fehlender Betreuungsinfrastruktur und ungleich verteilter Sorgearbeit. Das Sparpaket der Bundesregierung, das vergangene Woche präsentiert wurde, verschärft die Lage von Müttern zusätzlich.
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Mütter in Teilzeit: Österreich hat die höchste Teilzeitbeschäftigung von Müttern in der EU. Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt den Anteil der Teilzeitbeschäftigten nach Elternstatus und Geschlecht im EU-Vergleich.
Mütter in Teilzeit: Österreich hat die höchste Teilzeitbeschäftigung von Müttern in der EU
Besonders auffällig ist: In Österreich beträgt der Unterschied in der Teilzeitquote zwischen Müttern und Frauen ohne Kinder (im Haushalt) 37 Prozentpunkte – die größte Differenz in ganz Europa. Zum Vergleich im EU27-Schnitt liegt der Unterschied zwischen Frauen, die ohne Kind im Haushalt leben und Müttern in Teilzeit nur bei 13 Prozentpunkten. Das bedeutet: Kinder verändern das Erwerbsleben von Frauen in Österreich dramatisch. Bei Männern passiert das schlicht nicht. Das ist keine individuelle Entscheidung, sondern strukturelle Versäumnisse zwingen Frauen und Mütter oft in Teilzeitarbeit. Österreich hat ein System gebaut, das Mütter systematisch aus dem Erwerbsleben drängt. 
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