Archiv: Beiträge

1966 Treffer
Verteilungscheck Budget 2027/2028: Sparen am falschen Platz

Verteilungscheck Budget 2027/2028: Sparen am falschen Platz

Das Budget 2027/2028 ist ein weiteres Sparbudget. Es spart am falschen Platz. Die sozialen Einschnitte fallen tiefer aus als notwendig bei Pensionen, Arbeit und Soziales mit 1,8 Milliarden Euro im Endausbau. Über drei Viertel der Haushalte sind von diesen Sparmaßnahmen betroffen. Es trifft damit auch Geringbezahlte, Familien und Pensionist:innen. Ärmere Haushalte und die untere Mittelschicht erleiden die größten Einkommenseinbußen relativ zu ihrem Einkommen.
Policy Brief
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Lohnnebenkosten-Kürzung: Welche Konzerne weniger Steuern zahlen

Lohnnebenkosten-Kürzung: Welche Konzerne weniger Steuern zahlen

Die Bundesregierung wird 2028 die Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Anhand der Bilanzen heimischer Konzerne lässt sich schätzen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut. Mehr Gewinn nach Steuern durch weniger Lohnnebenkosten im Millionen Euro.
Heimische Konzerne gewinnen trotz Sparbudgets erneut
Die Bundesregierung wird 2028 die Lohnnebenkosten für Unternehmen senken. Schätzungen anhand der Bilanzen heimischer Konzerne zeigen, wie viel weniger Steuern sie jährlich durch die Senkung bezahlen. Das Ergebnis: Große Konzerne zählen zu den wenigen Gewinnern des Sparpakets. Am stärksten steigt der Gewinn nach Steuern durch die Lohnnebenkostensenkung für die ÖBB mit 12,2 Millionen Euro, weil die ÖBB einen hohen Anteil ihrer Mitarbeiter:innen im Inland beschäftigt (88 Prozent). Zweitgrößter Profiteur ist der Stahlproduzent voestalpine, der zukünftig 10,2 Millionen Euro weniger Abgaben leistet. Mit Billa (9,9 Mio. Euro) und Spar (8 Mio. Euro) zählen zwei große Lebensmittelketten mit vielen Beschäftigten zu den großen Gewinnern des Sparpakets. Die Erste Bank Group erspart sich ebenso einiges an Lohnnebenkosten mit 4,6 Millionen Euro, ebenso wie das Bauunternehmen STRABAG (4,1 Mio. Euro), die Österreichische Post AG (3,3 Mio. Euro), der Mineralölkonzern OMV (1,7 Mio. Euro) sowie der Maschinenbau-Konzern Andritz (1,6 Mio. Euro). Die Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 setzt eine Serie vergangener Senkungen verschiedener Lohnnebenkosten seit 2014 fort, von der die heimischen Großbetriebe bereits profitieren. Dadurch liegt ihr Abgabensatz bereits um 1,6 Prozentpunkte niedriger, wodurch dem Staatsbudget bereits heute rund 2,9 Milliarden Euro an Einnahmen pro Jahr entgehen. 
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Das angebliche Bürokratiemonster

Das angebliche Bürokratiemonster

Die Debatte über die EU-Lohntransparenzrichtlinie erinnert an jemanden, der drei Jahre lang weiß, wann eine Aufgabe fällig ist, und eine Woche vor der Deadline plötzlich empört fragt, woher diese Aufgabe kommt.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Wie hoch die Flugabgabe heute eigentlich sein müsste. Die Grafik zeigt, wie hoch die Ticketabgabe heute sein müsste, wenn sie seit 2020 um die Inflation angepasst worden wäre.
Wie hoch die Flugabgabe heute eigentlich sein müsste
Seit 2020 gelten neue Sätze für die Flugabgabe: 30 Euro für Flüge unter 350 Kilometer und 12 Euro für jene darüber. Wären diese Abgaben seit 2020 an die Inflation angepasst worden, müsste die Abgabe für Strecken unter 350 Kilometer 2025 bei 38,5 Euro liegen und jene für Strecken darüber bei 15,4 Euro.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro. Die Grafik zeigt die Entwicklung des Steuervolumens seit der Einführung der Ticketabgabe für den Flugverkehr zwischen 2012 und 2025. Die Liniengrafik zeigt den Wert der Ticketabgabe, wäre sie an die Inflation angepasst und die aktuell eingehobene Ticketabgabe.
Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro
Die Abgabe wurde seit ihrer Einführung nicht nur nicht an die Inflation angepasst, sondern zwischenzeitlich sogar gesenkt. Inflationsbereinigt ist sie damit pro Passagier:in deutlich weniger wert als bei der Einführung und auch die klimapolitische Lenkungswirkung wurde damit geschwächt.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Flugabgabe: Effektiver Preis pro Passagier:in sinkt. Die Grafik zeigt das Aufkommen der Flugabgabe in Euro pro Ticket und die Entwicklung der Passagier:innen-Zahlen seit 2012.
Flugabgabe: Effektiver Preis pro Passagier:in sinkt
Haben die Airlines pro abfliegende:r Passagier:in auf Flughäfen in Österreich 2012 noch im Schnitt 8,4 Euro pro Ticket abgeführt, sind es 2025 inflationsbereinigt nur noch 6,8 Euro – sprich um knapp ein Fünftel (19 Prozent) weniger.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Flugabgabe: Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro

Flugabgabe: Fehlende Inflationsanpassung kostet Staat 2025 rund 90 Millionen Euro

Flughafen und Fluglinien machen Druck auf die Bundesregierung, die Flugticket-Abgabe zu senken oder abzuschaffen. Ein klimapolitischer und budgetärer Rückschritt droht. Denn die Abgabe wurde seit ihrer Einführung nicht nur nicht an die Inflation angepasst, sondern zwischenzeitlich sogar gesenkt. Inflationsbereinigt ist sie damit pro Passagier:in deutlich weniger wert als bei der Einführung und auch die klimapolitische Lenkungswirkung wurde damit geschwächt.
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Kinderwunsch trifft Wirklichkeit

Kinderwunsch trifft Wirklichkeit

Die Geburtenrate sinkt, und erstaunlich schnell landet die Debatte bei Frauen. Sie bekommen zu wenig Kinder, und dann noch zu spät. Ihnen ist die Karriere wichtiger, sie sind zu anspruchsvoll geworden. Frauen hierzulande stehen demnach vor einem unlösbaren Dilemma: Sie sollen gleichzeitig gut ausgebildet, wirtschaftlich unabhängig, voll erwerbstätig und möglichst früh Mutter sein.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Chemische Industrie: Zweitstärkster Produktionsanstieg im letzten Jahr

Chemische Industrie: Zweitstärkster Produktionsanstieg im letzten Jahr

Am Dienstag verhandeln die Sozialpartner der Chemischen Industrie nach mehrtätigen Warnstreiks der Gewerkschaften weiter um eine entsprechende Lohnanpassung. Die chemische Industrie verzeichnete derweil im letzten Jahr den zweigrößten Anstieg der Produktion unter allen Industriebranchen. Das geht aus einer Auswertung der Konjunkturstatistik der Statistik Austria hervor.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Die heimische Industrie hat sich im letzten Jahr wieder erholt. Industrieproduktion März 2026 im Vergleich zu März 2025. Die Grafik zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion im EU-Vergleich.
Die heimische Industrie hat sich im letzten Jahr wieder erholt
Im internationalen Vergleich konnte die heimische Industrie (ohne Bau) einen Aufschwung verzeichnen. Im letzten Jahr (März 2025 bis März 2026) steigerte sie ihre Produktion um 3,2 Prozent, mehr als im Durchschnitt der Europäischen Union (-1,6 Prozent), die noch in einer Industrierezession steckte. Besonders das große Industrieland Deutschland zog den Durchschnitt mit -3,7 Prozent Produktionsverlust hinunter. Derweil konnten viele kleine Länder genauso wie andere europäische Industriegroßmächte wie Italien an einem europäischen Industrieaufschwung partizipieren. Ausreißer nach oben war Dänemark (+15,6 Prozent), angetrieben von der Pharmabranche, sowie Irland nach unten (-20,9 Prozent).
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Chemische Industrie: Zweitstärkster Produktionsanstieg im letzten Jahr. Veränderung der Industrieproduktion 2024/2025. Die Grafik zeigt, wie sich die Produktion von Industriebranchen im Jahresvergleich in Prozent verändert haben. Den größten Zuwachs gibt es bei Gas- und Wärmeversorgung, gefolgt von Chemie und Holz. Den größten Produktionsrückgang gab es in der Mineralölindustrie gefolgt von der Glasindustrie.
Chemische Industrie: Zweistärkster Produktionsanstieg im letzten Jahr
Von 2024 auf 2025 stieg die Industrieproduktion der chemischen Industrie um 10,7 Prozent. Das ist deutlich mehr als die Industrie (inklusive Bau) insgesamt mit einem leichten Plus von 3,6 Prozent. Das kräftige Plus übertreffen lediglich die Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen (+14,4 Prozent). Bereits in der Frühjahrslohnrunde abgeschlossen haben die Elektronik & Elektrobranche, die ein Plus von 6,7 Prozent verzeichnete, sowie die Papierindustrie mit fallender Produktion von –4,6 Prozent.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full