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Energiekrisenmechanismus: Neue Strompreisbremse greift erst spät

Energiekrisenmechanismus: Neue Strompreisbremse greift erst spät

Das Momentum Institut begrüßt die neue Strompreisbremse für Haushalte (Energiekrisenmechanismus), kritisiert aber, dass die Bremse nicht sofort greift. Der nächste Energiepreisschock bei Strom, Gas und Sprit rollt bereits an. Doch der Strompreis (Energiepreis) müsste für Haushalte im Schnitt noch um weitere 18 Prozent steigen, bevor der Energiekrisenmechanismus ausgelöst wird.
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Klima
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Energiekrisenmechanismus hätte Strompreise über 2 Jahre deutlich gedämpft. Die Grafik des Momentum Instituts zeigt den durchschnittlichen Energiepreis für Strom in Cent pro Kilowattstunde ab Februar 2019.
Energiekrisenmechanismus hätte Strompreise über 2 Jahre deutlich gedämpft
Positiv ist, dass es überhaupt eine Strompreisbremse gibt. Hätte es die Strompreisbremse in der letzten Krise in dieser Form gegeben, hätte sie von September 2022 bis Dezember 2024 die Preise teilgedeckelt – bis zu einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden.
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Klima
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, um wie viel die jährliche Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift. Verglichen werden der durchschnittliche Vertrag laut E-Control (13,99 Cent/kWh), der Verbund Österreich-Tarif (13,04 Cent/kWh) und das günstigste Produkt laut E-Control (9,66 Cent/kWh)
Um wie viel die Stromrechnung steigen muss, bevor der Energiekrisenmechanismus greift
Der Energiepreis einer durchschnittlichen Stromrechnung (Verbrauch 3500 kWh im Jahr, 13,99 Cent Nettoarbeitspreis, ohne Netzentgelte) könnte noch um 88 Euro steigen, bevor der Schutzmechanismus in Kraft tritt und den Preis deckelt. Für Kundschaft, die Strom günstiger eingekauft haben, würde der Preisanstieg bis zur Deckelung noch deutlicher ausfallen. Der Energiepreis im Verbund-Österreich-Tarif (13,04 Cent pro kWh) könnte noch um 121 Euro und jener aus dem günstigsten Stromangebot laut E-Control (9,66 Cent pro kWh) um 239 Euro steigen.
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re:publica Vienna: Digitale Macht ist politische Macht

re:publica Vienna: Digitale Macht ist politische Macht

Europas wichtigstes Festival für die digitale Gesellschaft kommt am 2. und 3. Oktober erstmals nach Wien. Das Momentum Institut organisiert und kuratiert die Premiere als lokaler Host gemeinsam mit der re:publica Berlin. Das Programm ist ab sofort online, Presseakkreditierungen sind bis 28. September möglich. 
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Hohe Zinsen, riesige Gewinne

Hohe Zinsen, riesige Gewinne

Die Leitzinsen steigen, die EZB erhöht sie auf 2,5 Prozent. Was nach einer technischen Nachricht für Finanzmärkte klingt, hat sehr konkrete Folgen für uns alle. Denn Zinsen verteilen Geld. Und in den letzten Jahren sind dabei vor allem Österreichs Banken sehr gut ausgestiegen.
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Hitzeschutzpaket: Österreich soll EU-Ausnahme fürs Budget nutzen

Hitzeschutzpaket: Österreich soll EU-Ausnahme fürs Budget nutzen

Die Europäische Kommission erlaubt EU-Ländern, eine Ausnahme von den EU-Budgetregeln. Für Investitionen in die Energiesicherheit – also in die Unabhängigkeit von Fossilen – dürfen 2026 bis 2028 zusätzliche Budgetdefizite von insgesamt 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gemacht werden. Das ist indirekt eine Folge des Iran-Kriegs. Wir empfiehlen dem Staat, diese Klausel in Form eines Hitzeschutzpakets für Gebäudesanierung zu nutzen.
Klima
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Sanierungsbedarf: Mehr als die Hälfte der öffentlichen Gebäude mit schlechter Energieeffizienz
Wie dringend der Sanierungsbedarf ist, zeigt der öffentlich erfasste Gebäudebestand nach Energieeffizienzklassen: Nicht einmal fünf Prozent aller öffentlichen Gebäude in Österreich schaffen die Bestnote A (4,46 Prozent), immerhin vier von zehn können die Energieeffizienzklasse B vorweisen (43,74 Prozent). Übrigbleiben aber mehr als die Hälfte der öffentlichen Gebäude, die in der Energieeffizienz mit C oder noch schlechter abschneiden – und somit sanierungsbedürftig sind. Das hat die NGO Global 2000 kürzlich zusammengetragen.
Klima
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie sich das GDP in Österreich (2,9%) und in der EU (7,4%) seit 2019 entwickelt hat. Gegenübergestellt wird der Wachstumsbeitrag des Bausektors, der in Österreich mit -1,1% negativ war.
Österreichs Bausektor schwächelt
Rund ein Viertel des Wachstumsrückstandes der letzten sieben Jahre stammt alleine aus dem Bausektor. Kurzfristig entstünden mit dem Hitzeschutzpaket 4 Milliarden Euro an Wertschöpfung, verbunden mit 35.000 neuen bzw. abgesicherten Jobs.
Klima
Arbeit
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Die Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie viele Kindergärten und Schulen mit 3,4 Milliarden Euro thermisch saniert werden könnten. Mit 500 Millionen Euro könnten 1.606 der 4.692 österreichischen Kindergärten saniert werden, mit 2,86 Milliarden Euro wären 1.291 der 5.935 Schulen sanierbar.
3,4 Milliarden Euro für klimafitte Schulen und Kindergärten
Mit den 3,36 Milliarden Euro könnte die Bundesregierung die vollen Investitionskosten für 1.600 Kindergärten und 1.300 Schulen übernehmen, legt man der Schätzung zehn bisher erfolgte umfassende Sanierungen des Klima- und Energiefonds zugrunde. Das würde die heimische CO2-Bilanz um rund 300.000 Tonnen verringern, was die Emissionen des österreichischen Gebäudesektors um 5,1 Prozent absenkt bzw. 0,45 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen Österreichs einspart.
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EZB: Zinsregen für die Banken auf Kosten aller Sparenden

EZB: Zinsregen für die Banken auf Kosten aller Sparenden

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gestern den Einlagenzins auf 2,5 Prozent angehoben. Das sind die Zinsen, die die EZB den Banken zahlt, wenn diese ihr Geld bei ihr parken. Während Geschäftsbanken selbst von der EZB aufgrund der Zinswende seit Juli 2022 hohe Zinsen für ihre Einlagen erhalten, geben sie diese kaum an ihre Kundschaft weiter. Das zeigt unsere Auswertung auf Basis von Zahlen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Die Folge: Während sich die Zinserträge der Banken und damit auch deren Gewinne vervielfacht haben, haben Sparende in Österreich nur wenig von der Hochzinsphase der letzten Jahre.
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Hohe Zinsen? Nicht für Sparende. Dieses Liniendiagramm des Momentum Instituts zeigt, dass die Banken die hohen Zinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht an die Sparenden weitergeben.
Hohe Zinsen? Nicht für Sparende.
Der Einlagenzinssatz für Banken bei der EZB stieg von Juli 2022 bis Mai 2024 von 0 auf 4 Prozent. Für die private Kundschaft (Haushalte keine Unternehmen) haben die heimischen Geschäftsbanken aber die täglich fälligen Einlagezinsen im selben Zeitraum lediglich auf 1,06 Prozent angepasst – eine Zinsschere in Höhe von 2,94 Prozentpunkten ging auf. Im Juli 2026 bekamen die Geschäftsbanken zuletzt noch 2,25 Prozent von der EZB, die Haushalte im Schnitt aber nur 0,43 Prozent von ihrer Bank (Zinsschere i.H.v. 1,82 Prozentpunkten). Eine hohe Zinsschere bringt den Banken Extra-Einnahmen in Milliardenhöhe. Die Banken profitieren von den hohen Zinsen für ihre täglich fälligen Einlagen bei der EZB, zahlen aber ihren eigenen Haushaltskund:innen nur niedrige Zinssätze auf deren Ersparnisse.
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Geburtenprämie: Eine schlechte Idee, die gut klingt

Geburtenprämie: Eine schlechte Idee, die gut klingt

Die ÖVP will Familien mit einer Geburtenprämie dazu bringen, mehr Kinder zu bekommen. Das funktioniert nicht. Die 40 Millionen können Kinder aber trotzdem brauchen. 
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