Schlagwort: Einkommensverteilung

16 Treffer
Spritpreisbremse drückt Mehrkosten aufgrund steigender Treibstoffpreise um ein Fünftel

Spritpreisbremse drückt Mehrkosten aufgrund steigender Treibstoffpreise um ein Fünftel

Die Spritpreisbremse bremst die Mehrkosten durch teuren Sprit insgesamt um ein gutes Fünftel (21,2 Prozent). Die gestiegenen Spritpreise belasten ärmere Haushalte anteilig stärker, da sie einen größeren Teil ihres Einkommens dafür aufwenden müssen. Die Bremse schützt ärmere Haushalte besser vor steigenden Preisen als einkommensstärkere. Das Momentum Institut hat die Verteilungseffekte der Spritpreisbremse für die Haushaltszehntel auf Basis von Zahlen der Europäischen Kommission, Statistik Austria und der E-Control simuliert.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Teure Spritpreise treffen ärmere Haushalte stärker. Mehrkosten für Haushalte mit Verbrenner-Pkw in Prozent des Haushaltseinkommens. Die Grafik zeigt den Anteil der Mehrkosten bzw. verhinderte Mehrkosten durch die Spritpreisbremse am Haushaltseinkommen bedingt durch den Anstieg bei Treibstoff für die Haushaltszehntel.
Teure Spritpreise treffen ärmere Haushalte stärker
Der Iran-Krieg hat die Spritpreise in die Höhe schnellen lassen. Die gestiegenen Treibstoffpreise bedeuten für betroffene Haushalte mit Verbrenner-Pkw in Österreich im Schnitt Mehrkosten von 1,2 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens. Die Spritpreisbremse verhindert weitere Mehrkosten in Höhe von 0,3 Prozent des Haushaltseinkommens. Das entspricht einem guten Fünftel der Mehrkosten.   Die teureren Spritpreise belasten ärmere Haushalte deutlich stärker anteilig zum Einkommen. Autofahrende im ärmsten Haushaltszehntel müssen im Durchschnitt 3 Prozent mehr ihres Einkommens aufwenden, wenn sie weiter tanken wie bisher. Ohne Spritpreisbremse würde sich die monatliche Mehrbelastung auf insgesamt 3,9 Prozent belaufen.   Bei Haushalten im bestbezahlten Zehntel bedeutet der Preisanstieg an der Zapfsäule abzüglich der Preisbremse lediglich Mehrkosten in Höhe von 0,7 Prozent anteilig am Einkommen. Hier drückt die Preisbremse die Mehrausgaben von insgesamt 0,9 Prozent um 0,2 Prozent.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Grafik mit dem Titel
Klimabonus-Abschaffung trifft vor allem Haushalte mit geringen Einkommen
Die Streichung des Klimabonus trifft einkommensärmere Haushalte hart: Die komplette Abschaffung bedeutet für das einkommensärmste Zehntel einen Verlust ihres verfügbaren Einkommens von knapp 2 Prozent. Das reichste Zehntel spürt die Einsparung hingegen kaum. Ihr Einkommen sinkt lediglich um 0,3 Prozent.
Verteilung
Klima
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Sparquote: Jeder dritte Haushalt kann nichts sparen

Sparquote: Jeder dritte Haushalt kann nichts sparen

Der reale Konsum 2024 stockt laut Statistik Austria bei +0,1 Prozent. Ein oft kolportierter Grund dafür ist, dass Haushalte zu viel sparen würden. Eine Analyse des Momentum Instituts zeigt nun: Die einkommensärmsten drei Zehntel der Haushalte können gar nichts sparen. Im Gegenteil, sie müssen sich verschulden, während die einkommensstärksten Haushalte bis zu zwei Fünftel ihres Einkommens weglegen können. 
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Klimabonus entlastet Haushalte mit niedrigeren Einkommen mehr. Der Klimabonus soll Mehrkosten durch die CO2-Bepreisung ausgleichen.
Klimabonus entlastet Haushalte mit niedrigeren Einkommen mehr. Der Klimabonus soll Mehrkosten durch die CO2-Bepreisung ausgleichen.
Ein Streichen des Klimabonus belastet die Einkommensärmsten am stärksten. Fällt der Klimabonus 2025 weg, sinkt ihr Haushaltseinkommen um rund 1,75 Prozent. Die untere Mittelschicht verliert über ein Prozent. Haushalte mit mittleren bis hohen Einkommen kostet die Abschaffung zwischen 0,5 und ein Prozent ihres Nettoeinkommens. Lediglich die Bestverdiener:innen des einkommensstärksten Zehntels der Haushalte steigen mit weniger als einem halben Prozentpunkt Verlust ihres Nettoeinkommens aus. Zwar ist die CO2-Steuer mit oder ohne Klimabonus ein Anreiz zu umweltfreundlichen Verhalten, am unteren Ende der Einkommensskala fehlt dazu aber oft die Wahlfreiheit. Etwa Mieter:innen suchen sich nicht aus, womit sie ihr zu Hause beheizen, müssen aber für das Heizen mit Gas oder Öl die Steuer stemmen. Wer mit dem SUV täglich von der Villa im Grünen pendelt entscheiden sich hingegen sehr wohl dafür. Deswegen ist der Ausgleich durch den Klimabonus an die unteren Einkommen enorm wichtig, während sich die Frage stellt, warum man ihn den Topverdiener:innen überhaupt auszahlt. Ein komplettes Streichen des Klimabonus ist ein tiefer sozialer Einschnitt. Zumindest für die ärmeren Haushalte sollte er erhalten bleiben.
Klima
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Budget: Das freie Spiel der Kräfte ist besser als sein Ruf

Budget: Das freie Spiel der Kräfte ist besser als sein Ruf

Wenn eine Koalition zerbricht, gilt der selbst auferlegte Koalitionszwang nicht mehr. Der Nationalrat lebt dann wieder auf. Die Parlamentsparteien suchen sich für jede Gesetzesabstimmung Partner für eine Mehrheit. Von manchen wird dieses „freie Spiel der Kräfte“ als Zeitraum exzessiver und instabiler Steuergeldverschwendung bezeichnet. Der Fiskalrats-Chef Christoph Badelt etwa nannte die demokratischen Beschlüsse des Parlaments zuletzt abwertend „Wahlzuckerl“. Auch der Bundeskanzler brachte am 17. Juni 2024 als Grund für seine Entscheidung, die aktuelle Koalition bis zum Wahltermin weiterführen, dieses Argument vor.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
84 Prozent der Mieteinnahmen gehen an reichstes Einkommensfünftel

84 Prozent der Mieteinnahmen gehen an reichstes Einkommensfünftel

Wohnkosten sind vor allem für einkommensärmere Haushalte eine starke Belastung. Die Analyse der privaten monatlichen Mietzahlungen und -einnahmen entlang der Einkommensverteilung zeigt, dass der Löwenanteil der privaten Mieteinnahmen in Österreich zu großen Teilen an reichere Haushalte geht. Während das unterste Einkommensfünftel monatlich aufsummiert knapp 296 Millionen Euro an Miete bezahlt, sind es im obersten Fünftel lediglich 202 Millionen – um etwa ein Drittel weniger. Somit entrichtet das ärmste Einkommensfünftel 25 Prozent der gesamten privaten Mietzahlungen (1.166 Mio. Euro).
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Kalte Progression 2023: Abgeltung kostet 3,4 Milliarden Euro

Kalte Progression 2023: Abgeltung kostet 3,4 Milliarden Euro

Im vergangenen Jahr einigte sich die Regierung auf die jährliche Abgeltung der kalten Progression. Die Kalte Progression kommt durch ein Zusammenspiel aus inflationsbedingten Einkommenserhöhungen und dem progressiven Steuersystem in Österreich zustande. Sprich, steigt das Einkommen aufgrund der Inflation bleibt die Kaufkraft zwar dieselbe, wird aber mit einem höheren Steuersatz besteuert. Um dem entgegenzuwirken, wird die kalte Progression nun jährlich durch Erhöhungen der Steuerklassen abgegolten.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Vermögensverteilung: Vertrauen verspielt

Vermögensverteilung: Vertrauen verspielt

7 von 10 Menschen in Österreich sind überzeugt: Vermögen und Einkommen sind ungerecht verteilt. Während die allermeisten um ein paar Brösel raufen, wissen einige wenige gar nicht wohin mit all dem Kuchen. Ungerecht finden das die Leute quer durch die Bank, egal ob arm oder reich, wie eine aktuelle SORA-Studie belegt.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Frauen mit Migrationshintergrund werden am schlechtesten entlohnt
Frauen mit Migrationshintergrund werden am schlechtesten entlohnt
Analysiert wurden alle rund zwei Millionen unselbstständig erwerbstätigen Frauen. Jede Vierte von ihnen ist nicht in Österreich geboren und hat Migrationshintergrund. Frauen ohne Migrationshintergrund erhalten um 35 Prozent weniger Lohn als erwerbstätige Männer ohne Migrationsgeschichte. Diese Frauen erhalten im Durchschnitt rund 13.400 Euro weniger Lohn jährlich als Männer. Die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen mit Migrationshintergrund beträgt sogar 41 Prozent. Die Lohnlücke von Frauen mit Migrationsgeschichte ist am größten im Vergleich mit Männern ohne Migrationsgeschichte. Hier liegt sie sogar bei 60 Prozent. Allein diese Lohnlücke, die bei rund 22.700 Euro liegt, ist mehr, als Migrantinnen überhaupt verdienen. Ihr mittleres Einkommen beträgt nur rund 15.400 Euro. Aber auch im Vergleich zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund haben Migrantinnen das Nachsehen. Sie haben rund 9.300 Euro im Jahr weniger an Einkommen.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Arbeitszeit: Bestverdiener:innen reduzierten am stärksten

Arbeitszeit: Bestverdiener:innen reduzierten am stärksten

Arbeitsminister Kocher (ÖVP) bleibt bei seiner Forderung: Um mehr Menschen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen, soll Teilzeitarbeit unattraktiver gestaltet werden. Dafür soll auch am Steuersystem geschraubt werden, um Anreize zu schaffen. Wie eine Analyse des Momentum Instituts zeigt ist die stärkste Stundenreduktion in den vergangen Jahren im reichsten Einkommensdezil zu finden. Ärmere Einkommensschichten von der Mittelschicht abwärts konnten ihre Arbeitszeit nicht so stark kürzen, weil sie sich die mit einer Arbeitszeitreduktion einhergehende Einkommensreduktion nicht leisten können.
Arbeit
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Grafik Teuerung nach Einkommen
Je höher das Einkommen, desto niedrier die Teuerung
Wie stark die Preise im Vergleich zum Monat des Vorjahres steigen, misst die Inflationsrate. Da es sich um einen gewichteten Durchschnittswert handelt, kann der tatsächliche Wert für einzelne Gruppen deutlich abweichen. Für Haushalte mit den niedrigsten Einkommen liegt die Inflationsrate im September bereits bei 11,4 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt. Mit steigendem Einkommen sinkt die Teuerungsrate etwas. Für das Fünftel der österreichischen Haushalte mit den höchsten Einkommen betrug sie 10,1 Prozent.
Verteilung
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full