Person bereitet Burger in einem Schnellrestaurant zu
/ 31. Mai 2024

Von 2021 bis April 2024 wurden die Tariflöhne um 19 Prozent angepasst. Damit liegen sie 2 Prozentpunkte unter der allgemeinen Teuerungsrate von 21 Prozent. Im Schnitt wurde den Tariflohn-Beschäftigten die Inflation also nicht abgegolten. Der Tariflohn ist der kollektivvertragliche Mindestlohn.

Die Preise für Fast-Food sind im Beobachtungszeitraum regelrecht explodiert: Im April 2024 sind die Produkte um etwa ein Drittel (+32 Prozent) teurer als noch 2021. Im gleichen Zeitraum beträgt die Teuerung 29 Prozent bei Bewirtungsdienstleistungen, wo etwa auch Schnellrestaurants dazuzählen. Das bedeutet die Teuerung war bei Fast-Food sogar um 3 Prozentpunkte größer als bei der Gastronomie gesamt.

Fast Food Preise seit 2021 um ein Drittel teurer

Spannend ist dies gerade im Hinblick auf die kürzlich veröffentlichte Analyse der Auszahlungen des Energiekostenzuschuss I. Denn gerade McDonalds-Franchisenehmer:innen erhielten laut Transparenzportal des Finanzministeriums von den rund 6,9 Millionen Euro ausbezahlten Hilfsgeldern im Gastro-Bereich zumindest 3,1 Millionen* Euro. Erhöhen Unternehmen ihre Preise und erhalten gleichzeitig Hilfsgelder vom Staat, droht die Gefahr, dass diese Unternehmen doppelt kassieren. Eine Gefahr, die insbesondere bei Unternehmen mit großer Marktmacht besteht, wie es etwa bei Ketten der Fall ist.

*Ausgewertet wurden die Top-50 Förderungen im Gastrobereich, von denen rund 70 Prozent an McDonalds-Franchisenehmer:innen gingen.

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