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Wiedereinführung von Erbschaftsteuer überfällig

Leonard Jüngling
06. Februar 2026
Wiedereinführung von Erbschaftsteuer überfällig

Seit Jahrzehnten tragen Steuern auf Erbschaften und Schenkungen keinen Beitrag zum Steueraufkommen mehr bei, 2008 ursprünglich nur temporär abgeschafft, wartet Österreich seither auf ein Steuer-Update hinsichtlich vermögensbezogener Steuern. Während das aktuelle Budgetloch unter anderem durch harte Einschnitte bei etwa Sozial- und Familienleistungen aufgebessert werden soll, bleiben Extremreiche weiterhin unterbesteuert. Wir weisen darauf hin, dass mit einer Erbschaftssteuer gezielt die allerreichsten Haushalte in Österreich einen gerechteren Beitrag leisten können.  

Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungssteuer. Anteil am Aufkommen aus Steuern und Abgaben.

Ein Blick auf das Budgetloch, die bisherigen Einschnitte bei Sozialleistungen, um es zu stopfen und auf den Beitrag, den vermögensbezogene Steuern zu unserem Steueraufkommen generell leisten, unterstreicht ganz deutlich die drängende Notwendigkeit des Comebacks einer Erbschaftssteuer.

Erbschaftssteuer betrifft nur Allerreichste

Sowohl bei einer Freigrenze von 500.000 Euro als auch bei einer in Höhe von 1 Million Euro, sind nur die reichsten 2 Prozent aller Haushalte in Österreich betroffen. Beinahe jeder Haushalt (94,4 Prozent) der reichsten 2 Prozent erbt im Schnitt 1.525.000 Euro – auf einen Schlag und unversteuert.

Erbschaftssteuer ab 1 Million betrifft 98 Prozent der Haushalte nicht.

Selbst die 8 Prozent der Haushalte, die entlang der Vermögensverteilung zwischen den reichsten 91.-98. Perzentil liegen, wären von der Erbschaftssteuer nicht betroffen, denn im Schnitt erben sie 472.000 Euro. Die Angst, dass einem durch die Erbschaftssteuer das kleine Erbe von den Großeltern weggenommen wird, ist nur ein Märchen. Mit der Steuer kann man gezielt nur die allerreichsten unserer Gesellschaft stärker beteiligen.

Erbvolumen verdoppelt sich bis 2050

Die Erbschaftsteuer endlich wieder einzuführen ist drängender denn je, denn das Erbvolumen – also die Summe die jährlich vererbt wird – verdoppelt sich bis 2050. Aktuell werden jährlich etwa 21,5 Milliarden Euro steuerfrei vererbt. Bis 2050 wächst das Erbvolumen auf 40,8 Milliarden Euro jährlich an. Immer mehr Geld wird so von Generation zu Generation einfach weitergereicht – leistungslos und unversteuert.

Selbst die 8 Prozent der Haushalte, die entlang der Vermögensverteilung zwischen den reichsten 91.-98. Perzentil liegen, wären von der Erbschaftssteuer nicht betroffen, denn im Schnitt erben sie 472.000 Euro. “Die Angst, dass einem durch die Erbschaftssteuer das kleine Erbe von den Großeltern weggenommen wird, ist nur ein Märchen. Mit der Steuer kann man gezielt nur die allerreichsten unserer Gesellschaft stärker beteiligen”, so Jüngling weiter.  

Erbvolumen verdoppelt sich bis 2050 

Die Erbschaftsteuer endlich wieder einzuführen ist drängender denn je, denn das Erbvolumen – also die Summe die jährlich vererbt wird – verdoppelt sich bis 2050. Aktuell werden jährlich etwa 21,5 Milliarden Euro steuerfrei vererbt. Bis 2050 wächst das Erbvolumen auf 40,8 Milliarden Euro jährlich an. Immer mehr Geld wird so von Generation zu Generation einfach weitergereicht – leistungslos und unversteuert.

Nicht nur die Zahlen verdeutlichen den Bedarf einer Erbschaftssteuer, auch internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds oder die OECD: Sie empfehlen Österreich seit Jahren die Erbschaftssteuer wieder einzuführen.

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